Tagesdosis 12.2.2020 – Vorwahl-Siege, Vorwahl-Skandale | KenFM.de

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12-02-20 08:48:00,

Denn schließlich soll man (soll man?) mit etwas Positivem beginnen:

Und ein treffender Witz macht die Runde:

“Die Demokraten Adam Schiff und Nancy Pelosi sind besorgt, dass amerikanische Wähler in die Wahl 2020 eingreifen könnten.“

US-Demokraten: Eine Partei, die nicht gewinnen möchte

Das Verhalten der US-Demokraten gegen Sanders seit 2016 ist nicht nur politisch verwerflich, es ist auch selbstzerstörerisch, denn – wie auch Jens Berger in dem oben erwähnten Artikel schreibt – es schmälert die Chancen auf den Sieg erheblich: Um Sanders zu verhindern, wird also auch ein Sieg Trumps in Kauf genommen. „Counterpunch schreibt dazu:

„Bei der Demokratischen Partei geht es nicht um soziale Gerechtigkeit, Demokratie und/oder ökologische Vernunft. Es geht auch nicht in erster Linie um den Sieg bei Wahlen. Bei der ‚zweitenthusiastischsten kapitalistischen Partei der Geschichte‘ (wie der ehemalige Nixon-Stratege Kevin Phillips die Demokraten einmal treffend beschrieben hat) geht es vor allem darum, ‚elitären‘ Unternehmens- und Finanzsponsoren zu dienen, und diese Sponsoren ziehen eine zweite faschistische Trump-Präsidentschaft einer leicht progressiven ersten von Sanders vor.“

Das „Verbrechen“ des Bernie Sanders

Der Artikel kommt zum Ergebnis, dass man Sanders aber trotz seiner problematischen Partei unterstützen sollte: Weil es trotz der inner- und überparteilichen Widerstände doch eine kleine Chance auf einen Sieg von Sanders geben könnte. Und weil der unrechte Umgang mit Sanders wenigstens eine große Öffentlichkeit erreichen sollte. Und schließlich, weil allein die gemeinsame Arbeit an der Sanders-Kampagne die Menschen positiv zusammenbringen kann. Den Aspekt der (von Wahlterminen unabhängigen) „Bewegung“, die Sanders ins Leben gerufen habe, würdigt auch Noam Chomsky in einem Interview mit dem „Intercept“:

“Sanders hat das liberale Establishment durch ein schweres Verbrechen absolut wütend gemacht. Es ist nicht seine Politik. Sein Verbrechen war es, eine anhaltende politische Bewegung zu organisieren, die nicht nur alle vier Jahre an den Urnen auftaucht und einen Knopf drückt, sondern weiter arbeitet. Das ist nicht gut. Der Pöbel soll zu Hause bleiben. Seine Aufgabe ist es, zuzuschauen und nicht teilzunehmen.”

(…)

Sanders und der „brutale Diktator“ in Russland

Dann entspinnt sich dieser Dialog zwischen der Journalistin Natylie Baldwin und dem Ex-Berater James Carden, der die bedenklichen Äußerungen von Sanders in Richtung Russland thematisiert:

„Baldwin: Sanders verstärkt regelmäßig den anti-russischen ‚Frame‘, bezeichnet [den russischen Präsidenten Wladimir] Putin als “brutalen Diktator” und scheint kein sehr gutes Verständnis für das heutige Russland zu haben.

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