„Ich bin ja nicht weg!“ – Wagenknecht äußert sich zu politischen und privaten Plänen

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25-07-20 07:30:00,

Will Sahra Wagenknecht wieder zurück in ein Spitzenamt? Und wie geht sie persönlich mit der Corona-Krise um? Diese und andere Fragen beantwortete die Linkepolitikerin in einem sehr persönlichen Interview mit der „SUPERillu“. Dabei sparte sie nicht mit Kritik an der Bundesregierung, am neuen Konjunkturpaket, aber auch an so manch Parteigenossen.

Vor über einem Jahr hatte sich die damalige Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Sahra Wagenknecht, für einen Rückzug entschieden. Eine erneute Kandidatur für den Spitzenposten lehnte sie aus gesundheitlichen Gründen ab. Bundestagsabgeordnete ist Wagenknecht aber geblieben und als solche hat ihr Wort weiterhin Gewicht. In einem aktuellen Interview mit der „SUPERillu“ erklärt die 51-Jährige, dass sie die Entscheidung 2019 seitdem keinen Tag bereut habe:

„Mir geht es viel besser. Ich habe viel gelesen und arbeite an einem neuen Buch. Mittlerweile betreibe ich einen YouTube-Kanal, mit dem ich auch viele junge Menschen erreiche. All das hätte ich nie machen können mit dem damaligen Stresslevel – und das war ja vor allem negativer Stress.“

Wagenknecht spielt in diesem Zusammenhang auch auf Dauer-Streitigkeiten mit den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger an. Die Konflikte seien laut der Linkepolitikerin jedoch auch nach ihrem Rückzug weitergegangen. Das habe mit völlig konträren Vorstellungen davon zu tun, für wen man Politik machen wolle.

Was ist „links“?

Für Wagenknecht sei „links“ vor allem, sich für Beschäftigte und sozial Benachteiligte einzusetzen, also für die untere Mittelschicht und die Ärmsten. Menschen, die beispielsweise nie eine Chance auf ein Studium hätten. Ein anderes Konzept, dass Wagenknecht selbst aber ablehne, basiere eher auf „grün-liberalen Livestyle-Themen“, die bei akademisch gebildeten Großstädtern mit überdurchschnittlichem Einkommen gut ankämen:

„Das ist der Ansatz der Grünen, der aber auch in der SPD und der Linken zu viele Anhänger hat. Im Ergebnis verbinden daher viele mit linker Politik heute nicht mehr das Soziale, sondern abgehobene Diskussionen über Gendersternchen oder die Befürwortung von möglichst viel Zuwanderung und möglichst wenig Polizei.“

Eine solche Politik sei nach Meinung der Linke-Abgeordneten für die Mehrheit der Bevölkerung nicht vertrauenerweckend. Momentan, ohne Spitzenamt, sei sie viel freier und sie müsse nicht bei jeder Äußerung darauf achten, ob sie vielleicht „dem heiligen Kanon linker Beschlüsse“ widerspreche. Im Gegenteil: Wagenknecht will umso entschlossener weitermachen, wie sie der „SUPERillu“ erklärt:

„Ich bin ja nicht weg!

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Wagenknecht kritisiert Einfluss kommerzieller Interessen auf Wissenschaft

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25-05-20 10:35:00,

Politik

11:10 25.05.2020(aktualisiert 11:15 25.05.2020)

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Die Linkspartei-Politikerin Sahra Wagenknecht hat die massive Finanzierung der Forschung durch die Industrie kritisiert. Ihr zufolge soll es mehr unabhängige öffentliche Forschung geben.

„Dass viele Menschen Wissenschaftlern nicht mehr trauen, hängt ja auch damit zusammen, dass die Forschung zunehmend von Geldern der Industrie finanziert wird“, sagte Wagenknecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). 

„Angebliche Experten entpuppen sich dann schnell als Lobbyisten“, sagte die ehemalige Fraktionschefin und forderte „mehr unabhängige öffentliche Forschung“.

An den Universitäten müssten Professoren immer mehr Drittmittel einwerben, ihr Renommee werde dadurch mitbestimmt. „Aber hinter den Drittmitteln stehen kommerzielle Interessen“, sagte Wagenknecht. „Wenn der Staat seine Gelder kürzt, gehen die Privaten rein. Aber das erzeugt Abhängigkeiten.“

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REUTERS / Siphiwe Sibeko

Wagenknecht warnte davor, die Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen alle in eine Schublade zu stecken. Die Proteste seien „sehr unterschiedlich“, sagte Wagenknecht weiter. Man müsse hier differenzieren und dürfe nicht pauschal alle Demonstranten in die Nazi-Ecke stellen oder als Verschwörungstheoretiker beschimpfen.

Totalüberwachung durch Digitalkonzerne 

Im Zusammenhang mit der geplanten Einführung der Corona-App sprach Wagenknecht in einem Video auf ihrem YouTube-Kanal vorige Woche am 14. Mai über die „Totalüberwachung unseres Privatlebens“ durch fünf großen Digitalkonzerne – Amazon, Google, Apple, Microsoft und Facebook. Diese sollen auch mit US-Geheimdiensten kooperieren. 

om/ae/dpa

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Sahra Wagenknecht – die beliebteste Politikerin. „Was ist das wert? Was machen Sie aus diesem Potenzial?“

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25-11-19 07:56:00,

Sehr viele Menschen äußern ihre Sympathie für Sahra Wagenknecht. Dafür gibt es gute Gründe. Viele fragen aber auch, was daraus folgt. Albrecht Müller hat diese und andere Fragen gestellt. Hier das Interview.

Albrecht Müller (A.M.): Meine Regionalzeitung schreibt am 22. November auf der ersten Seite: „Wagenknecht löst Merkel ab“. Das wäre ja ganz toll, wenn es um die Kanzlerschaft ginge. Es geht aber um eine Umfrage, wie die NachDenkSeiten am 21.11. schon berichtet haben. Dass Sie auf der Beliebtheitsskala dieser Umfrage Angela Merkel überholt haben, ist bemerkenswert und erfreulich. Aber: Was ist das wert? Was machen Sie aus diesem Potenzial?

Sahra Wagenknecht (S.W.): Ich habe mich natürlich sehr über das Umfrageergebnis gefreut, aber man sollte es auch nicht überinterpretieren. In der Umfrage sollen die Befragten mit Punkten bewerten, ob ein Politiker „ihre Interessen vertritt“. Dabei schwanken die Ergebnisse von Woche zu Woche um einige Punkte, was einen schnell um mehrere Plätze nach oben oder unten bringen kann. Insofern ist der genaue Platz nur eine Momentaufnahme. Was mich wirklich freut, ist, dass ich bei dieser und ähnlichen Umfragen in der Regel gute Ergebnisse erziele. Das zeigt, dass die Politik, für die ich stehe, von vielen Menschen unterstützt wird. Diese Zustimmung ist für mich ein wichtiger Ansporn, mich weiter politisch für andere Mehrheiten und eine Gesellschaft mit mehr sozialem Zusammenhalt und weniger Ungleichheit zu engagieren.

A. M.: Wie könnte Ihre Beliebtheit genutzt werden, um Merkel oder ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger im Kanzleramt abzulösen?

S. W.: Ich werbe in der Linken seit Jahren für einen anderen Kurs, als ihn die derzeitige Parteiführung vertritt. Wir dürfen keine grünliberale Lifestyle-Partei werden, die mit ihren Themen und ihrer Sprache allenfalls noch im Milieu der akademisch gebildeten urbanen Mittelschicht ankommt. Aufgabe einer linken Partei ist es, die zu vertreten, die um ihren Wohlstand immer härter kämpfen müssen, also die Leidtragenden der neoliberalen Globalisierung, nicht die Gewinner. Ich will nicht behaupten, dass eine Linke, die sich als konsequenter und populärer Anwalt der unteren Mitte und der Ärmeren profiliert, morgen schon den Kanzler stellen könnte, aber sie wäre in jedem Fall deutlich stärker als die heutige Linkspartei, die leider mit Ausnahme von Thüringen und Bremen ein katastrophales Wahljahr hinter sich hat. 

A. M.: Sie sind so etwas wie die Stimme der Vernunft in einem ansonsten abgrundtief unvernünftigen Umfeld.

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Wagenknecht ist die beliebteste Politikerin der Republik – Ohrfeige für Journalisten und Teile der LINKEN

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21-11-19 03:30:00,

Sahra Wagenknecht ist laut Umfrage die beliebteste Politikerin Deutschlands – vor Merkel und Habeck. Dieser Fakt beschämt jene Kräfte innerhalb und außerhalb der LINKEN, die Wagenknecht seit Jahren angreifen. Von Tobias Riegel.

Sahra Wagenknecht ist laut einer Umfrage die beliebteste Politikerin der Republik. Die frühere Fraktionschefin der LINKEN im Bundestag rangiert laut einer Erhebung von Insa erstmals auf Platz 1 der Gesamtliste von insgesamt 22 Spitzenpolitikern – vor Angela Merkel (CDU) und Robert Habeck (Grüne), wie Medien berichten.

Abschied wegen Mobbing

Was für ein Widerspruch: Dieses Ergebnis wird nur wenige Tage nach Wagenknechts Verzicht bekannt, erneut für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren. Wenn es noch eines Beweises für die große (begründete) Wertschätzung zahlreicher Bürger auch außerhalb der LINKEN für Wagenknecht bedurft hätte, wäre er nun in allerletzter Deutlichkeit erbracht.

Durch die Umfrage wird außerdem an den inakzeptablen Zustand erinnert, dass ein destruktiver Teil der LINKEN die begabteste und darum beliebteste Politikerin der Partei durch jahrelange interne Angriffe vertrieben hat: Begründet hatte Wagenknecht ihren (vorläufigen) Rückzug aus der ersten Reihe mit massivem Mobbing vonseiten einiger Partei-„Freunde“. Wer so mit den dünn gesäten Talenten der Partei umgeht, darf sich über Abstürze in der Wählergunst nicht beschweren.

Wagenknecht vor Habeck – trotz Kampagne und Diffamierung

Interessant ist auch, dass der neuerliche Schub für Wagenknechts Popularität jetzt eintritt – also kurz nachdem der Bruch mit dem Parteiflügel um Parteichefin Katja Kipping endgültig offiziell gemacht und besiegelt wurde und in Wagenknechts Rückzug mündete. Das Umfrageergebnis ist ein deutliches Signal dafür, welche Richtung sich zahlreiche Bürger für die LINKE wünschen: gegen Kipping und für Wagenknecht. Es ist auch ein Signal dafür, dass sich zahlreiche Bürger eine Rückkehr Wagenknechts in die erste Reihe wünschen. Die Umfrage ist dadurch eine schallende Ohrfeige für jene Journalisten und LINKEN-„Genossen“, die Wagenknecht (zum Teil gemeinsam) zermürben wollten.

Weiterhin interessant ist, dass Kanzlerin Merkel nun nicht vom Grünen Robert Habeck überholt wurde, sondern von Wagenknecht. Dieser Fakt kann Hoffnung machen auf die Medienkompetenz der Bürger – diese präferieren die LINKEN-Politikerin: trotz der erheblichen medialen Unterstützung für die Grünen und trotz der regelmäßigen Diffamierungen Wagenknechts durch große und kleine Medien.

Wagenknecht: Gegen die „Lifestyle-Linke“

Neben den persönlichen Angriffen gegen Wagenknecht gibt es zahlreiche inhaltliche Gründe für den schlechten Zustand der Linkspartei.

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Wagenknecht ist beliebteste Politikerin Deutschlands

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21-11-19 02:53:00,

Politik

14:32 21.11.2019(aktualisiert 14:59 21.11.2019)

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Erstmals ist Sahra Wagenknecht, frühere Vorsitzende der Links-Fraktion, beliebteste Politikerin Deutschlands – vor Statthalterin Angela Merkel. Wagenknecht gilt als unbequem, eckt mit ihren Positionen zu sozialen Fragen und Migration auch in der eigenen Partei an: Den in einer INSA-Umfrage befragten Wählern gefällt das sichtlich.

Die Frage „Welcher Politiker/welche Politikerin vertritt Ihre Interessen am ehesten?” stellten Meinungsforscher von INSA Mitte November insgesamt 2.036 Wahlberechtigten.

Diskussionsveranstaltung: „Das Land verändern! Aber wie?“

©
Sputnik / Paul Linke

Das Ergebnis zeigt, dass die frühere Fraktionschefin der Linkspartei im Bundestag Sahra Wagenknecht bei den Wählern in Deutschland so beliebt ist wie nie zuvor. In der für die Zeitschrift Focus erstellten Umfrage rangiert Wagenknecht erstmals auf Platz 1 der Gesamtliste von insgesamt 22 Spitzenpolitikern.

Wagenknecht verdrängt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf Platz 2 fällt. Auf dem 3. Platz steht Grünen-Chef Robert Habeck in der Wählergunst. Friedrich Merz soll der beliebteste Unionspolitiker hinter Merkel sein. Annegret Kramp-Karrenbauer belegt lediglich Platz 18. Vor dem CDU-Parteitag am kommenden Wochenende soll auch ihre Stellung in der eigenen Partei als angeschlagen gelten.

Wagenknecht und Haltung

Spitzenreiterin Sahra Wagenknecht hatte sich im November aus gesundheitlichen Gründen aus ihrem Amt als Vorsitzende der Linksfraktion zurückgezogen. Nach dem mäßigen Abschneiden der Linken bei den Landtagswahlen im September hatte sie ihrer Partei vorgeworfen, soziale Probleme zu vernachlässigen. Die Linke würde zunehmend als “grün-liberale Lifestyle-Partei” wahrgenommen: „Ich denke, die politische Debatte krankt daran, dass viel zu sehr von der Großstadt aus gedacht wird, weil die meisten Journalisten und viele Politiker aus diesem Milieu kommen. Vom kernsanierten Altbau in Berlin-Mitte aus kann man souverän das Auto oder die Ölheizung verdammen. Im ländlichen Raum oder auch in der Kleinstadt sieht das Leben anders aus. In Berlin gibt es auch kaum Industriejobs, aber vielerorts sind das die einzigen, die noch einen guten Wohlstand ermöglichen.“, so Wagenknecht auf ihrer Facebookseite noch am vergangenen Wochenende.

ba

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