Die Jugend will den Wandel!

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12-04-19 07:21:00,

von Burak Erbasi

Seit einigen Wochen weht der jugendlich-rebellische Geist der Fridays-for-Future-Bewegung durch Europa und inzwischen hat er auch einige deutsche Städte erfasst. Wie bereits an den Freitagen zuvor, versammelten sich auch am 5. April 2019 wieder hunderte von Schülerinnen und Schülern in München, um gemeinsam ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz zu setzen. Anlässlich der 2. Jugendklimakonferenz fand am Münchner Marienplatz eine bayernweit zentralisierte Protestkundgebung mit anschließendem Demonstrationszug zur Tagungsstätte statt.

Die Fridays-for-Future-Bewegung und ihre Initiatorin, die schwedische Jugendliche Greta Thunberg, sind medial umstritten und es wird rege darüber diskutiert, welche Interessensgruppen hinter dieser Bewegung stecken könnten. Als Reporter vor Ort wollten wir aber abseits von solchen Spekulationen die aktuelle Stimmung einfangen und herausfinden, welche Menschen sich da aktivistisch betätigen und wie ihre Sicht der Dinge ist.

Sofort aufgefallen sind uns die zahlreichen selbstgebastelten Plakate und Transparente, die darauf hindeuten, dass es vielen Jugendlichen tatsächlich um mehr als „nur“ Klimaschutz und die CO2-Belastung der Erdatmosphäre geht. Auf einigen Schildern war beispielsweise der Spruch: „system change — not climate change“ zu lesen. Einige andere Sprüche richteten sich auch gezielt gegen Banken, Großunternehmen und den Kapitalismus an sich. Neben diesen politisch zielbewussten Demo-Teilnehmern bestand der Großteil der Protestierenden jedoch aus neugierigen Jugendlichen, die den Trend offenbar aufregend finden und sich von der euphorischen Stimmung mitreißen lassen.

Auch wenn bei einigen jüngeren Teilnehmern das politische Verständnis und die kritische Reflexion der eigenen Gewohnheiten erst noch wachsen müssen, war es ein bestärkendes und mutmachendes Erlebnis, so viele junge Menschen, die ein gemeinsames Ideal verfolgen, beim freudigen Demonstrieren zu sehen. Diese lebendigen Proteste haben uns gezeigt, dass die junge Bewegung bereits ein nicht zu unterschätzendes aktivistisches Momentum aufgebaut hat und den Zeitgeist der schulpflichtigen Generation voll einfängt. Wenn diese freiwerdende Empörungsenergie aussagekräftig und friedlich bleibt, kann durchaus eine breitere und wirkmächtigere Protestkultur auf deutschen Straßen wiederbelebt werden, die den Druck nach oben weiter erhöht.

Burak Erbasi, Jahrgang 1991, ist derzeit Student der Wirtschaftswissenschaften. Als Kind türkischer Gastarbeiter ist sein Leben geprägt von der Auseinandersetzung mit kulturellen und spirituellen, aber auch klassenkämpferischen Fragestellungen. Sein politischer Aktivismus kreist um die Themenkomplexe Digitalisierung der Wirtschaft, Finanz- und Geldsystem, basisdemokratische Gesellschaftsformen und die kritische Auseinandersetzung mit Pseudo- und Elitendemokratien.

Rubikons Jugendredaktion

„Der Jugend gehört die Zukunft“ – und damit auch die Jugendredaktion des Rubikon.

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Tödlicher Wandel durch Konfrontation – Was uns vermutlich ins Haus steht – www.NachDenkSeiten.de

Tödlicher Wandel durch Konfrontation – Was uns vermutlich ins Haus steht – www.NachDenkSeiten.de

02-10-18 02:50:00,

2. Oktober 2018 um 12:04 Uhr | Verantwortlich:

Tödlicher Wandel durch Konfrontation – Was uns vermutlich ins Haus steht

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Friedenspolitik, Strategien der Meinungsmache, Veröffentlichungen der Herausgeber

Das ist das Thema meines Beitrags in dem gerade neu erschienenen Buch „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“. Außer meinem Beitrag (A.) hänge ich auch noch eine Übersicht (B.) über die verschiedenen Autoren und die Themen ihrer Beiträge an. Interessante Texte. Politisch breit angelegte Autorenschaft. Eigentlich das Spiegelbild der notwendigen Koalition für einen Neuanfang. Eine Frage drängt sich allerdings auf: Wo ist eigentlich die junge Generation, wenn es um Frieden und Verständigung geht? – In meinem Beitrag prognostiziere ich, was uns Gefährliches ins Haus steht, wenn wir nicht endlich von Konfrontation auf Zusammenarbeit umschalten. Leider ist die Prognose sehr realistisch. Albrecht Müller

Tödlicher Wandel durch Konfrontation – Was uns vermutlich ins Haus steht

Von Albrecht Müller

Wenn man nach großen strategischen Leistungen von Politikern sucht, wird man selten fündig. Man wird Untaten finden – die Kriege der USA, die Erschaffung des Terrorismus als neue Bedrohung, die Politik der Sanktionen, die Privatisierung der Altersvorsorge, die schwarze Null –, positiv zu bewertende, große strategische Leistungen sind und waren das nicht. Bei der Suche nach klugen und langfristig angelegten Überlegungen und Entscheidungen bin ich ganz schnell beim Konzept der Ostpolitik angelangt. Was Willy Brandt und seine Mitarbeiter sich schon in den Fünfzigerjahren mitten im Kalten Krieg ausgedacht und dann in den Sechzigerjahren formuliert und umzusetzen begonnen haben, das war wohldurchdacht. Eine strategische Leistung der besonderen Art. Das gilt insbesondere für den Grundgedanken, der in die Formel »Wandel durch Annäherung« verpackt war.

»Annäherung« zu wollen und zu realisieren, hatte praktische Konsequenzen für die praktizierte Politik und für die Äußerungen der handelnden Personen. Etwas bürokratisch anmutend wurde von »vertrauensbildenden Maßnahmen« gesprochen. Die treibenden Kräfte der Ostpolitik sprachen fast schon penetrant von solchen vertrauensbildenden Maßnahmen. Wir, die damals daran beteiligten Mitarbeiter, sahen mit Bedacht darauf, diesen Gedanken zu beherzigen. Wir lernten und kamen mit anderen überein, es sei wichtig, sich in die Lage des Anderen zu versetzen. Damals lernten viele Deutsche, nicht nur die eigenen Opfer des Zweiten Weltkrieges zu beklagen,

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Tagesdosis 26.6.2018 – Wandel durch Annährung | KenFM.de

Tagesdosis 26.6.2018 – Wandel durch Annährung | KenFM.de

26-06-18 06:31:00,

Nun, vielleicht hätten „die“ Russen beim Bau der Krimbrücke, auf die Erfahrung des deutschen Ingenieurwesen vom BER oder Stuttgart 21 zurückgreifen können.
Aufgrund widriger Umstände ist dieser Kelch aber an ihnen vorüber gegangen.
(Entschuldigung für die Garstigkeit.)

Zur Furcht vor dem Atomtod und darauf läuft’s hinaus, wenn Atommächte sich direkt konfrontieren, zum Einstieg was Auflockerndes:

Guter oder böser Atomkrieg, wer hat die Deutungshoheit
8. März 2016

Prison-Planet-Earth: Natürlich ist uns allen, nach Beendigung des kalten Krieges längst klar geworden, dass wir gar nicht ohne FeindBILD existieren können. Letzteres ist so essentiell wie das neuste Smartphone, man kann einfach nicht darauf verzichten. Das wissen auch unsere Medien, denn dort könnten keine Horrorgeschichten gesponnen und auch keine Ängste mehr geschürt werden, müssten wir auf einen gut inszenierten Feind verzichten. Wer sollte sich da übrigens besser eignen als der neue|alte Feind-Klassiker „Russland„, aktuell unter der Knute des gefürchteten wie bärigen Despoten, Waldimir Schurkin dem Schrecklichen?

Im Großen und Ganzen ist damit eigentlich schon alles gesagt. Dass der Atomkrieg von allen Atommächten auch geübt werden muss versteht sich von alleine. Nichts wäre peinlicher, als einen Atomkrieg zu beginnen oder beenden zu wollen und es nicht zu können. Inzwischen ist ja die atomare Selbstvernichtung der Menschheit nahezu eine Selbstverständlichkeit, der wir jeden Morgen bereits beim aufstehen lächelnd entgegensehen. Wenn also Russland daherkommt und einen extravaganten Test von Atomraketen ankündigt, sowie hier: Russland plant riskantes Manöver • U-Boot soll Salve von Atomraketen abfeuern … [LOCUS], dann ist das ein großer Frevel und natürlich eine riesige Bedrohung für die westlichen Zivilisation der Friedfertigen. Das dort unter Umständen nur der Zweitschlag geübt wurde ist natürlich außerhalb jeder Vorstellungsreichweite, denn dann müsste ja wer anderes der Aggressor sein. Um es also vorweg zu nehmen Russland ist böse.

Wenn nun unsere besten Kumpels, die USA vergleichbare Tests machen, dann ist das ganz natürlich, überhaupt nicht bösartig und lediglich ein Signal: USA testen Rakete – klares Zeichen an Moskau und Peking … [SpeiGel auf Linie]. Das bedeutet also, wenn zwei unterschiedliche Parteien dasselbe tun, ist es auf der einen Seite Frieden schaffen und auf der andern Seite bedrohliche Provokation. Interessanterweise geht diese Nummer immer irgendwie wechselseitig.
Bemerkenswert dabei ist der Zungenschlag in dem Focus-Artikel. Man könnte fast meinen er habe propagandistische Züge.

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