Warum der Anti-Spiegel bisher nicht über die Proteste im russischen Fernen Osten berichtet hat | Anti-Spiegel

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01-08-20 09:21:00,

Ich bekomme immer mehr Mails mit Fragen nach den Protesten im russischen Chabarovsk. Dort demonstrieren seit drei Wochen tausende gegen die Verhaftung des Gouverneurs der Region. Warum hat der Anti-Spiegel bisher nicht darüber berichtet?

Da ich sehr viel aus und über Russland berichte, müsste hier einiges über die Proteste in Chabarovsk zu lesen sein. Das Problem dabei ist, dass ich dem, was in Deutschland berichtet wird, in der Sache nicht viel hinzufügen kann, denn erstens bin ich nicht in Chabarovsk und kann daher aus erster Hand nichts berichten und zweitens sind die Berichte der deutschen Medien in der Sache korrekt und decken sich mit dem, was auch in Russland berichtet wird.

Der Gouverneur der Region, Sergej Furgal, hat dort die Wahlen gegen den Kandidaten der „Putin-Partei“ gewonnen. Furgal ist Mitglied der Partei LDPR von Wladimit Schirinowski. Schirinowski ist für teilweise radikale Forderungen bekannt und ganz sicher nicht pro-westlich. Seine Partei ist also nicht die Art von russischer Opposition, die den westlichen Medien gefällt und die sie unterstützen würden. Das dürfte der Grund sein, warum die westlichen Medien die Proteste nicht allzu sehr befeuern, sondern für ihre Verhältnisse erstaunlich sachlich berichten. Das war bei anderen – wesentlich kleineren – Protesten in Russland, bei denen die Organisatoren aber pro-westlich waren, ganz anders.

Furgal ist ein Geschäftsmann, dem vorgeworfen wird, in den „wilden Zeiten“ des russischen Raubtierkapitalismus Konkurrenten ermordet zu haben. Möglich, dass das wahr ist, denn solche Morden gehörten früher fast zum Alltag in Russland. Allerdings stellt sich natürlich die Frage, warum diese Vorwürfe ausgerechnet jetzt erhoben wurden und nicht schon vor 15 Jahren. Andererseits wäre das nicht der erste Mord auf der Welt, der erst nach vielen Jahren aufgeklärt wurde.

Wenn deutsche Medien die These aufstellen, der Kreml habe die Niederlage bei der Wahl nicht akzeptiert und daher den Gouverneur mit dem Mordvorwurf aus dem Verkehr gezogen, so ist das nicht überzeugend. Der Grund ist, dass viele Gouverneure nicht von der Regierungspartei, sondern von anderen Parteien gestellt werden und dass der vom Kreml ernannte Übergangsgouverneur, der sich später zur Wahl stellen muss, ebenfalls von der LDPR kommt. Es wurde also kein Parteifreund von Putin eingesetzt.

In Russland berichtet das Fernsehen täglich über die Proteste. Im heutigen Artikel kann man zum Beispiel auch lesen, dass solche Proteste auch in anderen Städten der Region stattfinden.

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Warum beharrt die Medizin auf dem Paradigma der “Externen Krankheitserreger”? | Von Dr. Jens Fleischhut | KenFM.de

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28-07-20 04:15:00,

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Ein Standpunkt von Dr. Jens Fleischhut.

Die Infektionstheorie mit Viren als externen Krankheitserregern ist niemals bewiesen worden. Auch ist niemals der Nachweis von Viren mittels der Koch’schen Postulate gelungen. Dies ist wissenschaftlich auch vielfach festgestellt worden.(1) Im Gegenteil ist inzwischen durch die bildgebenden Verfahren der Hirnforschung (fMRT) eindrucksvoll nachgewiesen worden, dass die chronische Aktivierung von unerlösten seelischen Konflikten unterhalb der Bewusstseinsschwelle zu einer progressiven Schädigung von Organen, Knochen, der Funktionen des Skelettsystems, des Zellstoffwechsels und weiterer Körperfunktionen führt. Warum beharrt die etablierte Medizin dann noch auf der inzwischen als überholt geltenden Infektionstheorie durch eine Virusinfektion?

Diese Frage möchte ich auf drei Analyseebenen klären: auf der Oberflächenebene (Erscheinungsebene), der Tiefenebene (Deep State) sowie der Hintergrundebene (spirituelle Ebene). Dieser Ansatz ist vergleichbar mit der Analyse eines Theaterstücks. Auf der Bühne agieren Darsteller mit Handlungen und Worten (Oberflächenebene). Die Darsteller handeln nach Anweisungen des Regisseurs (Tiefenebene). Der Regisseur orientiert sich am Skript, das vom Autor oder einem Autorenteam verfasst ist (Hintergrundebene). Wir erleben zur Zeit das Theaterstück „Spiel des Lebens“, in dem nach den ersten drei Akten Lemurien, Atlantis, Satya Yuga (Matriarchat) nun der vierte Akt „Kali Yuga“ (Zeitalter der Spaltung) kurz vor dem Ende steht. Das Kali Yuga wird gekennzeichnet durch Lüge und Täuschung. Der Schlüssel für einen Übergang zum nächsten Zeitalter ist die Wahrheit. Der Übergang in den fünften Akt „Zeitalter des Wassermanns“ (Zeitalter der Freiheit) ist schon ersichtlich.

1. Oberste Ebene: Ebene der Erscheinungen/Phänomene

Wissen zu schaffen (Wissenschaft) ist ein Erkenntnisprozess. Dieser basiert auf einem Ausgangspunkt, dem jeweils herrschenden Weltbild.

Wissenschaftler wachsen in einem bestimmten Weltbild auf, dem jeweils gültigen Paradigma. Ihre Ausbildung nach diesem Weltbild prägt ihr Handeln (Forschen), Denken und Fühlen. Dies bildet ihre Persönlichkeitsstruktur, die ihnen ihre Identität gibt. Sind sie als Wissenschaftler erfolgreich, so verstärkt diese ihre Identifizierung mit ihrer Persönlichkeitsstruktur. Neue Erkenntnisse von (zunächst) Außenseiter-Wissenschaftlern werden daher als Gefährdung ihrer Identität angesehen, die zur Entwertung ihrer Persönlichkeit führen könnten. Die Identifizierung des Menschen mit einem falschen Selbstbild, dem Ego, führt zu einem falschen Weltbild.

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Warum der Sebastian Kurz immer so gut aussieht

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27-07-20 09:11:00,


Tom Schaffer / moment.at / 27. Jul 2020 –

Der Kanzler ist mit eigenem Fotografen vom Kanzleramt unterwegs, der über die österreichische Presseagentur die Medien beliefert.

Red. Die Website moment.at ist ein österreichisches Medium, das dem Think Tank Momentum Institut angehört. Ziel ist, «neuen, progressiven Tendenzen» und den «Interessen der Vielen» eine Stimme zu geben. Think Tank und Newswebsite arbeiten unabhängig von Parteien und Konzernen und finanzieren sich über Spenden.

Obwohl die Macht der Bilder immer grösser wird, hat der Fotojournalismus es in österreichischen Medien schwer. Redaktionen setzen oft unter Spardruck andere Prioritäten und stellen immer weniger FotografInnen oder auch andere Menschen in eigenen Fotoredaktionen an. Und die, die es noch gibt, können nicht überall gleichzeitig und oft bei wichtigen Events gar nicht dabei sein. Das wirkt sich direkt und negativ darauf aus, wie wir Politik dargestellt bekommen. Zum Beispiel beim EU-Gipfel, der letzte Woche in Brüssel stattfand.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nimmt dort eine umstrittene Rolle ein. Er hat Österreich in den Block der «Geizigen Vier» geführt. Vier reichere EU-Länder, die gemeinsame Mittel zur Bekämpfung der Corona-Krise einschränken oder blockieren wollen.

Wie Sebastian Kurz sich gerne darstellt

In seiner eigenen PR ist Kurz im Zentrum der Macht und Aufmerksamkeit. In den heimischen Medien passen nicht nur die Kommentare und Berichte so mancher JournalistInnen zum Spin des ÖVP-Kanzlers (der lieber hätte, dass man von den «Sparsamen Vier» spricht, was viele Medien auch tun). Auch die Bilder vom Gipfel lassen Kurz erstaunlicherweise immer gut aussehen. Auch dort ist er stets aktiv, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, der Entscheidungen und des Geschehens.

Andere Staatsleute in Europa, die andere Meinungen als er vertreten, zeigen sich von der mangelnden Kompromissbereitschaft eher frustriert. «Ihm ist das egal. Er hört anderen nicht zu, hat eine schlechte Einstellung. Er kümmert sich um seine Presse und Basta!», wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vom in der Regel gut informierten Magazin Politico zitiert, als Kurz den Raum für einen Telefonanruf verliess.

Der Grund, warum Kurz in heimischen Medien in Wort und Bild in der Regel so gut weggkommt, ist keine geheime Verschwörung der österreichischen PressefotografInnen mit dem Bundeskanzler. Denn weder die Austria Presseagentur (APA) noch ein österreichisches Medium haben überhaupt jemanden für Fotos zum Gipfel geschickt.

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BidenLeaks Teil 5: Wie und warum Onischenko aus der Ukraine fliehen musste | Anti-Spiegel

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20-07-20 12:44:00,

Am Donnerstag wurde ein Interview, dass ich mit Alexander Onischenko geführt habe, veröffentlicht. Da Herr Onischenko in dem Interview viele Namen und Details nennt, auf die wir aus Zeitgründen nicht näher eingehen konnten, werde ich nun jeden Tag die Details und Hintergründe zu den Themenblöcken liefern.

In der Videobeschreibung des Interviews sind die Themen aufgelistet, die wir besprechen. In den ersten vier „Begleitartikeln“ zu dem Interview ging es um den Maidan, um die Machtkämpfe zwischen Poroschenko und Jazenjuk unmittelbar danach, um die Geschäftspraktiken von Poroschenko und darum, wie Joe Biden und George Soros in der Ukraine Milliarden an Schwarzgeld verdient haben. Heute geht es darum, wie es zum Streit zwischen Poroschenko und Onischenko gekommen ist. Auch da ist zum besseren Verständnis einiges an Hintergrundwissen hilfreich, dass ich hier nachliefere.

Insider packt aus: Wie Biden und Soros in der Ukraine über 1,5 Mrd. erbeutet haben

Insider packt aus: Wie Biden und Soros in der Ukraine über 1,5 Mrd. erbeutet haben
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Onischenko bricht mit Poroschenko

Im dritten Begleitartikel habe ich ausführlich gezeigt, wie Poroschenko nach dem Maidan sein Geld verdient hat. Um nicht alles zu wiederholen, nur kurz: Poroschenko hatte die Kontrolle über die Staatsanwaltschaft und hat gegen jeden größeren Geschäftsmann Strafverfahren eingeleitet, der ihm kein Schutzgeld bezahlt oder sich ihm gar widersetzt hat.

Onischenko hat dabei eine Schlüsselrolle gespielt, denn er sollte im Auftrag von Poroschenko mit den Betroffenen die „Verhandlungen“ führen. Das hat Onischenko dann abgelehnt, weil er sich nicht die ganze ukrainische Geschäfts- und Politikwelt der Ukraine zum Feind machen wollte. Daraufhin, so erzählt es Onischenko, hat Poroschenko ihm offen gesagt: „Wenn Du nicht willst, dann finde ich jemand anderen, der das macht“

Daraufhin hat Onischenko angefangen, Julia Timoschenko zu unterstützen, die eine der wenigen war, die ernsthaft gegen Poroschenko standgehalten hat.

Julia Timoschenko war zu diesem Zeitpunkt politisch stark geschwächt und hatte bei den Präsidents- und Parlamentswahlen 2014 nur sehr schlechte Ergebnisse erreicht. Der Grund war nicht nur, dass sie durchaus einen schlechten Ruf hatte, weil sie in ihrer Zeit als Premierministerin vor 2010 nicht wirklich viel für die Menschen erreicht hatte. Der Grund war auch, dass ihre Partei organisatorisch geschwächt war.

Vor dem Maidan saß sie im Gefängnis und ihre Partei hat sie wie eine Märtyrerin aufgebaut.

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IT-Security – Warum es so gefährlich war, dass Hacker über Twitters interne Systeme prominente Accounts steuern konnten

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16-07-20 07:34:00,

Am Mittwochabend haben unbekannte Angreifer zahlreiche prominente und verifizierte Accounts auf Twitter übernommen und dabei Tweets abgesetzt, die zu einer Bitcoin-Abzocke führten. Unter den Accounts waren der ehemalige US-Präsident Barack Obama wie auch der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Betroffen waren neben Prominenten wie Kanye West oder Bill Gates auch Accounts großer Unternehmen wie Apple und Uber, außerdem prominente Kryptowährungsaccounts wie Coinbase, Binance und Gemini.

Bei den gehackten Promi-Accounts nutzten die Angreifer jeweils individuell angepasste Tweets nach dem gleichen Schema, bei anderen nicht-verifizierten Accounts wurde mit Copy-Paste gearbeitet.

Screenshot Scam-TweetScreenshot des Tweets, den der Account von Joe Biden absetzte. Alle Rechte vorbehalten Joe Biden / Screenshot

Mit dem an den Hack angeschlossenen Bitcoin-Betrug erbeuteten die Angreifer fast 120.000 US-Dollar. Ob die die Angreifer Zugriff auf die privaten Nachrichten der Accounts hatten oder im Hintergrund viele Daten abgesaugt haben, ist nicht bekannt. Diese Daten könnten für Erpressungen oder andere Zwecke genutzt werden.

Twitter bestätigt Angriff auf interne Systeme

Schon früh berichtete der IT-Security-Reporter Joseph Cox von Motherboard mit Verweis auf zwei anonyme Quellen darüber, dass Screenshots des internen Twitter-Admin-Panels aufgetaucht seien. Laut seinem Bericht hat Twitter die Screenshots dieses Panels gelöscht und die Accounts derer gesperrt, die diese Screenshots verbreiteten.

Internes Adminpanel Twitter

Dass die Angreifer Zugriff auf die internen Systeme von Twitter hatten, bestätigte das Unternehmen mittlerweile: Twitter geht davon aus, einen „koordinierten Social-Engineering-Angriff“ aufgedeckt zu haben, mit dem erfolgreich Mitarbeiter:innen mit Zugang zu internen Systemen und Werkzeugen ins Visier genommen wurden.

Motherboard berichtet in einem weiteren Artikel, dass die Angreifer einen Twitter-Angestellten bezahlt hätten, um Zugriff zu erlangen.

Der erlangte Zugang sei laut Twitter genutzt worden, „um die Kontrolle über viele gut sichtbare (einschließlich verifizierte) Konten zu übernehmen und in ihrem Namen zu twittern“. Twitter untersuche, welche anderen böswilligen Aktivitäten die Angreifer möglicherweise durchgeführt haben oder auf welche Informationen sie zugegriffen hätten.

Twitter habe die betroffenen Konten gesperrt und die geposteten Tweets der Angreifer gelöscht. Im Zug der Maßnahmen sei auch „Funktionalität für eine viel größere Gruppe von Konten eingeschränkt“ worden, gemeint sind damit unter anderem alle verifizierten Accounts. Sie konnten über Stunden nicht mehr twittern. Intern habe Twitter Schritte unternommen,

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Corona: Warum China an einen Biowaffenangriff glaubt | Von Jochen Mitschka | KenFM.de

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09-07-20 03:31:00,

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Was uns unsere Medien nicht verraten.

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Bereits vor mehreren Wochen wurde deutlich, dass die chinesische Regierung davon auszugehen scheint, dass die Corona-Pandemie eine durch die USA verursachte Seuche im Rahmen eines gegen China gerichteten Wirtschaftskriegs ist. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums nutzte für China höchst ungewöhnlich aggressive Worte, mit denen er den USA in der Corona-Krise auf die Vorwürfe aus der US-Regierung antwortete. Er twitterte am 12. März:

Die CDC [gemeint ist das US-Zentrum für die Kontrolle und Vorbeugung von Seuchen] wurde auf der Stelle erwischt. Wann begann [die Erkrankung von] Patient Null in den USA? Wie viele Menschen sind infiziert? Wie lauten die Namen der Krankenhäuser? Es könnte die US-Armee sein, die die Epidemie nach Wuhan gebracht hat. Seien Sie transparent! Veröffentlichen Sie Ihre Daten! Die USA schulden uns eine Erklärung!“ (19) Verlinkt war das Video über eine Anhörung in den USA, in der klar wurde, dass ursprünglich als Grippetote diagnostizierte Patienten, tatsächlich auch auf COVID-19 positiv getestet wurden, offensichtlich bevor das Virus in China zu einem Problem wurde.

Bevor wir auf einige Details eingehen, wie das Virus angeblich nach China gelangt sein könnte, zunächst einige grundsätzliche Hinweise, warum China glaubt, durchaus ein Muster im Verhalten der USA zu erkennen. Versuchen wir eine chronologische Darstellung.

Eine Chronologie zu Biowaffen

Im Jahr 1998 erschien eine Studie über „Das Schlachtfeld der Zukunft – Fragen der Kriegsführung im 21. Jahrhundert“ (1). Darin schrieb der damalige Oberstleutnant Robert P. Kadlec (2) einen Artikel mit dem Thema: „Biologische Waffen für einen Wirtschaftskrieg„. Diesen Beitrag sollte man mit Sorgfalt lesen, denn der besagte Robert Kadlec wurde inzwischen zum Verantwortlichen der Trump-Regierung für die COVID-19-Pandemie. Schauen wir uns also an, was China nun so misstrauisch machte.

Die Vormachtstellung des politisch-militärischen Wettbewerbs weicht langsam dem politisch-wirtschaftlichen Wettbewerb. Wie Shintaro Ishihara vorhersagt: ‚Das einundzwanzigste Jahrhundert wird ein Jahrhundert der Wirtschaftskriegsführung sein‘. (…) Der Einsatz biologischer Waffen bei Angriffen auf Vieh,

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Warum und wie viel bezahlt Deutschland für die Stationierung von US-Truppen im eigenen Land? | Anti-Spiegel

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06-07-20 04:16:00,

Der Spiegel erklärt uns heute in einem Artikel, dass Deutschland zu wenig für die Stationierung der US-Truppen in Deutschland bezahlt. Der Artikel ist sehr geschickt gemachte Desinformation, denn er lässt die wichtigsten Informationen einfach weg, damit seine Botschaft überzeugend klingt.

Derzeit sind die Transatlantiker – und damit auch die Spiegel-Redaktion – in hellem Aufruhr. Trump will 9.500 US-Soldaten aus Deutschland abziehen, das ist für sie fast so etwas, wie ein Weltuntergang. Damit die Leser diese Meinung teilen, hat der Spiegel heute in einem sehr geschickt gemachten Artikel darauf hingewiesen, dass Deutschland ja für die Stationierung der US-Soldaten bezahlt. Aber natürlich – so die Essenz des Artikels – zahlt Deutschland viel zu wenig, profitiert aber ganz doll davon.

Wie Deutschland von den US-Truppen profitiert

Natürich profitiert Deutschland davon, dass die USA 35.000 Soldaten und 15.000 zivile Angestellte in Deutschland stationiert haben und bezahlen. Diese Menschen geben ihr Geld an ihren Wohnorten aus und wenn sie die Kasernen verlassen, dann helfen ihre Einkäufe natürlich den örtlichen Unternehmen, vor allem den Einzelhändlern.

Aber wie wichtig ist dieser Faktor? Man muss ja wissen, dass die US-Soldaten über mehrere Standorte in Deutschland verteilt sind, es betrifft also nur einige Orte, nicht etwa ganze Regionen oder gar das ganze Land.

Im Ruhrgebiet gab es 1955 eine halbe Million Bergleute, zur Jahrtausendwende waren es noch etwa 50.000. Die Zahl lässt sich also ganz gut mit der Zahl der US-Soldaten vergleichen. Mit einem Unterschied: Für die arbeitslos gewordenen Bergleute mussten neue Jobs gefunden werden, sie mussten umgeschult werden und so weiter. Wenn US-Soldaten abziehen, gibt es dieses Problem nicht, es fehlt nur ihre Kaufkraft.

Aber der Ausstieg aus dem Kohlebergbau war ein politisch gewolltes Projekt und so hat der Staat die Kosten gerne übernommen. Wenn nun aber Soldaten abziehen, die nur einen Teil ihres Soldes in Deutschland ausgeben, denn vieles können sie direkt in der Kaserne kaufen, dann wird uns das als großes, wirtschaftliches Problem verkauft. Der Spiegel schreibt heute zum Beispiel über eine sechs Jahre alte Studie über die US-Truppen in Rheinland-Pfalz:

„Damals ging man davon aus, dass durch die Truppenpräsenz eine Wirtschaftskraft von 2,347 Milliarden US-Dollar generiert wird: 1,123 Milliarden an Löhnen und Gehältern, die in der Region verbleiben, 400 Millionen, die für Baumaßnahmen, Dienstleistungen, Material, Beschaffungen und Ausrüstung ausgegeben werden und 824 Millionen US-Dollar,

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Warum die IT-Lobby den Bundestag als Werbebühne für die “Welt ohne Bargeld” missbrauchen durfte • STANDPUNKTE | KenFM.de

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27-06-20 08:13:00,

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Ein Standpunkt von Norbert Häring.

Am 18. Juni fand im Bundestag etwas statt, was man ohne weiteres einen Skandal nennen könnte. Aber alle beteiligten Parlamentarier und Experten fanden es offenbar so normal, dass niemand auch nur ein Wort über die sonderbaren Umstände verlor. Ein Musterbeispiel in Lobbykratie.

Wer dem Fachgespräch “Welt ohne Bargeld” im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung live im Parlamentsfernsehen folgte, der wohnte einer sehr einseitigen Veranstaltung bei. In der Mediathek kann man sich das auch noch nachträglich antun . Der Link findet sich im Schriftartikel

Der Titel ließ natürlich schon so etwas erahnen. Der Moderator zeigte seine Parteilichkeit, indem er seinem Ärger über kleine Einzelhändler und Gaststätteninhaber freien Lauf ließ, die keine Karten akzeptieren wollen. Mit seinen Fragen nötigte er die Vertreter von Banken und Einzelhandel, sich dafür zu rechtfertigen, warum sie immer noch mit diesem unpraktischen, schmutzigen Bargeld hantieren. Der Vertreter des IT-Verbandes Bitkom durfte, assistiert von einem Startup-Verband, mehrfach ohne Diskussion fordern, dass man nicht Bargeld schützen, sondern stattdessen dafür sorgen müsse, dass alle Einzelhändler und Gaststätten (alle) Karten akzeptieren.

Ein Wissenschaftler pries die Datenkrake Paypal als den tollsten aller Zahlungsverkehrsdienste, ein anderer forderte summarisch “mehr Geschwindigkeit bei der Digitalisierung”. Obwohl Datenschutz mehrfach als wichtiges Thema in Sachen Bewahrung der Möglichkeit zum Barzahlen genannt wurde, hatte man irgendwie “vergessen”, einen Datenschützer beizuziehen. Wenn jemand von den anderen Experten aus der Rolle fiel, oder ein Parlamentarier das Thema aufbrachte, wurde es mit tätiger Hilfe des Moderators sofort wieder fallengelassen und nicht weiter verfolgt. Dasselbe geschah mit dem Aspekt, dass Bargeld nun einmal gesetzliches Zahlungsmittel ist, sodass Welt ohne Bargeld auch bedeutet, Welt ohne gesetzliches Zahlungsmittel.

Wie kommt so eine Werbeveranstaltung für die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs im Bundestag zustande, in einem Bundestagsausschuss, in dem alle Parteien vertreten sind? Zumal alle diese Parteien behaupten, sie wollten dem Bargeld nichts Böses. Und bei zweien, der FDP und der AfD, stimmt das sogar. Die größten Zweifel darf man bei der SPD haben,

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“Warum gehen nicht alle?” – Ex-Verteidigungsstaatssekretär Wimmer zu Teilabzugsplan von US-Truppen

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11-06-20 07:14:00,

Die Überlegungen von US-Präsident Donald Trump, einen Teil der in Deutschland stationierten US-Truppen abzuziehen, werden derzeit viel diskutiert. Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Willy Wimmer, sieht das im Gespräch mit Sputnik Deutsch viel gelassener und wundert sich, warum nicht alle abgezogen werden.

Herr Wimmer, US-Präsident Donald Trump könnte in absehbarer Zeit 9500 Soldaten aus Deutschland abziehen, das entspricht etwa einem Drittel des hier stationierten Kontingents. Ein Teil der US-Soldaten könnte nach Polen verlegt werden. Obwohl noch keine offizielle Bestätigung vorliegt, wird der mögliche Abzug gerade in Deutschland heiß diskutiert und spaltet die Gemüter. Bevor wir darauf näher eingehen, würde ich gern von Ihnen erfahren, was Sie davon halten würden, wenn Trump tatsächlich einen Teil seiner Truppen aus Deutschland herausholt…

Das kann man ja nur begrüßen, denn die ganzen Anmerkungen, die zu diesen Überlegungen des amerikanischen Präsidenten derzeit in Berlin geäußert werden, machen ja deutlich, dass die hier anwesenden amerikanischen Truppen mit deutschen oder europäischen Sicherheitsinteressen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben. Stattdessen sind sie Drehscheibe für amerikanische Militäreinsätze in anderen Teilen der Welt. Das hat mit der Nato schlichtweg nichts zu tun. Deswegen ist es für mich nicht nur die Frage, ob die 9500 Leute gehen oder nicht, sondern die Frage ist: Warum gehen nicht alle? Diese Frage stellen sich viele Deutsche seit vielen Jahren. Das hat etwas damit zu tun, dass die Zusagen, die Präsident Bush Präsident Gorbatschow im Frühjahr 1990 gegeben hat, und auf die jüngst Oberstleutnant der Luftwaffe Jochen Scholz aufmerksam gemacht hat, weil er die Dokumente einsehen konnte, nicht eingehalten wurden. Man wollte die Nato nicht auflösen, aber sie politischer machen und weniger von der militärischen Integration bestimmt. Das, was an diesem Wochenende über den amerikanischen Abzug verlautbart wurde, hat heute aus meiner Sicht eine sensationelle Ergänzung durch den Nato-Generalsekretär gefunden. Der hat nämlich als Ergebnis einer Kommission, die man nach Macron-Äußerungen eingerichtet hat, gesagt, die Nato solle politischer werden. Das kann ja nur bedeuten, dass die militärische Integration an Sinn und Wert aus der Sicht des Nato-Generalsekretärs und damit aus der des amerikanischen Präsidenten verloren hat. Das bedeutet für Berlin: Man hat nicht nur mit denen nicht gesprochen, sondern man hat sie bewusst auf dem falschen Fuß stehen lassen. Das wird noch interessant.

– Der frühere Oberbefehlshaber der US-Truppen in Europa,

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Warum die Netflix-Doku über Epstein ein Ablenkungsmanöver ist | Anti-Spiegel

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10-06-20 08:26:00,

Vor kurzem ist auf Netflix eine Doku über den Fall Epstein erschienen, die auch ich lobend erwähnt habe. Das war verfrüht, wie sich herausgestellt hat. Die Doku ist nur ein Ablenkungsmanöver.

Als ich vor knapp zwei Wochen über die Netflix-Doku über Epstein berichtet habe, hat mich vor allem überrascht, dass die Doku in deutschen Medien kaum erwähnt wurde. In der Doku wurde – so die mir damals vorliegenden Informationen aus ersten Berichten – die Rolle Bill Clintons massiv thematisiert. Mein Verdacht war, dass die Medien in Deutschland das Bild ihrer Ikone Clinton nicht beschädigen wollten.

Das mag stimmen, aber wie sich herausstellt, tut die Doku das auch gar nicht ernsthaft. Zur Erinnerung: Epstein hatte Kontakt zu so ziemlich allen, die in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Show-Business in den USA und weltweit Rang und Namen hatten. Er flog sie mit seinem Privatjet, der „Lolita-Express“ genannt wurde, zu seiner Privatinsel in der Karibik, wo er sie mit minderjährigen Mädchen versorgt hat. Einer seiner Freunde und Stammkunden war Bill Clinton. Epstein hat dann aber netterweise in Haft Selbstmord begangen und konnte nicht mehr vor Gericht aussagen.

Die deutschen Medien thematisieren den Skandal kaum und wenn, dann lenken sie die Aufmerksamkeit ihrer Leser auf Prinz Andrew, der ebenfalls mit dem „Lolita-Express“ auf die Insel geflogen ist und sich in einem sehr peinlichen BBC-Interview tief in Widersprüche verstrickt hat. Bill Clinton wird in diesem Zusammenhang von den „Qualitätsmedien“ möglichst nicht erwähnt. Wenn Sie die Details nicht kennen, dann finden Sie hier und hier Beispiele dafür, wie die „Qualitätsmedien“ in Deutschland von dem Skandal ablenken und die Details über den Fall Epstein finden Sie hier.

Netflix und die große Politik

Netflix ist keineswegs ein Streaming-Dienst für leichte Unterhaltung und interessante Serien, Netflix wird ganz massiv für politische Ziele und Propaganda eingesetzt. Das konnten wir zum Beispiel in der Ukraine beobachten. Dort wurde letztes Jahr Vladimir Selensky zum Präsidenten gewählt, ein Schauspieler, der vorher in einer sehr populären Serie einen netten und nicht korrupten Präsidenten gespielt hatte. Und dreimal dürfen Sie raten, wer die Serie sehr schnell gekauft und damit in der Hand hatte. Richtig: Netflix.

Daher war ich umso verwunderter, dass Netflix nun Clinton in einer Doku mit Epstein in Verbindung gebracht hat.

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Warum die Diskussion um den PCR-Test nicht endet

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07-06-20 07:58:00,

Vorbemerkung der Redaktion: Sämtliche im Zuge der Corona-Krise beschlossenen Maßnahmen beruhen auf den Ergebnissen eines millionenfach verwendeten PCR-Tests. Zu diesem sind weiterhin wesentliche Fragen offen. Deutlich wird: Während viele Wissenschaftler sauber und transparent arbeiten, werden auf der politischen Ebene einiger der verantwortlichen Institute und Behörden offenbar andere Ziele verfolgt. Die in diesem Artikel zusammengetragenen Informationen bieten reichhaltiges Material für einen Untersuchungsausschuss, dessen Einsetzung zur Klärung des Sachverhalts dringend nötig erscheint. Denn die Behörden mauern.

OLIVER MÄRTENS, 6. Juni 2020, 1 Kommentar

Am 24. Mai veröffentlichte Dr. Klaus Pfaffelmoser seinen Beitrag “Warum die Pandemie nicht endet” bei Multipolar. Neben Zuschriften, welche die Redaktion erreichten, entwickelte sich auch eine spannende Diskussion in den Kommentaren unter dem Artikel. Diese sowie weitere Aspekte des Test- und Zahlengeschehens sollen im Folgenden aufgegriffen werden.

PCR-Test, die Erste: “T” wie Test

Die Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction/PCR) vervielfältigt einen in einer Probe enthaltenen DNA-Auschnitt, also einen Teil der DNA-Sequenz. Da das SARS-CoV-2-Virus keine DNA besitzt – es ist ein sogenanntes RNA-Virus –, wird über einen vorgeschalteten Schritt (reverse Transkription/RT) die RNA in eine DNA überführt. Der SARS-CoV-2-Test ist also ein RT-PCR-Test. Die Anzahl der Vervielfältigungen von erzeugten DNA-Bestandteilen entscheidet dann maßgeblich darüber, ob der Test ein Positivergebnis erzeugt oder nicht. Das führt zu der Charakterisierung als quantitativer Test, daher fügt man noch den Buchstaben “q” in das Kürzel ein: RT-qPCR-Test. (Im folgenden bleiben wir aber bei der kürzeren allgemeineren Bezeichung PCR-Test.)

In einer kritischen Diskussion des PCR-Tests kann man nun Fragen zu allen Elementen des Testgeschehens formulieren:

  • Woher stammt die RNA? Ist dies “Fremd”-RNA (ein “böses” Virus) oder stammt sie von etwas, das in Symbiose mit unserem Körper existiert (ein “gutes” Virus)? Ist sie vielleicht Ausdruck einer Abwehr-/Reinigungs- oder Heilungsreaktion unseres Körpers und daher positiv zu betrachten? Geht sie auf eine Verunreinigung der Probe bei ihrer Entnahme oder im Labor zurück? Wurde diese RNA vielleicht schon in den Bestandteilen der Testkits “mitgeliefert”, wie zum Beispiel in Großbritannien geschehen? (Diese Fragen sind zentral für das Paradigma der Virologie, nämlich dass Viren existieren und dass sie in vielen Fällen Krankheiten auslösen. Was ist, wenn nicht?)

  • Welche Zahl von Vervielfältigungen (“q”) ist die richtige? Vervielfältigt man zu wenig, werden alle Tests negativ ausfallen.

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Warum die Pandemie nicht endet

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25-05-20 07:10:00,

Die Zahlenwerte, nach denen die Regierung über Öffnung oder Schließung des öffentlichen Lebens entscheidet, verlieren an Aussagekraft, je geringer die Anzahl der Infizierten ist. Auch ohne einen einzigen neuen Infizierten würden allein aufgrund der Fehlerquote des Tests tausende neue „Fälle“ gemeldet. Werden die derzeit verwendeten Kriterien nicht geändert, kann die Pandemie – scheinbar – endlos anhalten.

KLAUS PFAFFELMOSER, 24. Mai 2020, 1 Kommentar

Vorbemerkung der Redaktion: Die Fehlerquote (Falsch-Positiv-Rate) der verwendeten PCR-Tests beträgt laut aktuellen Untersuchungen mindestens 1,4 %. Auf 100.000 durchgeführte Tests werden also durchschnittlich mindestens 1.400 Menschen fälschlich als „Corona-Infizierte“ ausgewiesen. Das ist in der aktuellen Situation deshalb dramatisch, da in Kalenderwoche 20, also im Zeitraum vom 11. bis 17. Mai, nur noch 1,7 % der Untersuchten überhaupt positiv getestet wurden, also 1.700 von 100.000 Menschen.

Wenn man diesen 1.700 nun die 1.400 als potenziellen Messfehler gegenüberstellt, wird klar, dass den Zahlen kaum noch Aussagekraft zukommt. Schlimmer noch: Die Ergebnisse lassen sich bei Bedarf leicht manipulieren, je nachdem, wieviele Tests durchgeführt werden – was politisch beeinflusst werden kann. Der von Politikern diskutierte Grenzwert von 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner ließe sich beispielsweise auch ganz ohne tatsächlich Infizierte allein schon durch Ausnutzung des Messfehlers erreichen, indem man 2.500 Tests je 100.000 Menschen durchführt. Das entspräche einer Verfünffachung der aktuellen Testanzahl.

Aus dem Fazit des Artikels: „Die derzeit als Kenngrößen für die Verhängung von Maßnahmen verwendeten Werte, die Anzahl der gemessenen akut Infizierten pro 100.000 Einwohner und der R-Wert haben bei einem geringen Anteil von akut Infizierten an der Gesamtbevölkerung keinen Aussagewert bezüglich der epidemiologischen Entwicklung der Krankheit. Der R-Wert tendiert bei Verschwinden der Krankheit grundsätzlich gegen 1, also gegen den derzeit als kritisch betrachteten Wert. Durch Änderung der Anzahl der Messungen können die Kenngrößen so beeinflusst werden, dass die willkürliche Verhängung von Maßnahmen möglich ist.“

1. Kriterien für die Maßnahmen

Die derzeitigen Kriterien für die Maßnahmen sind zum einen der sogenannte R-Wert und zum anderen die Anzahl der akut Infizierten pro 100.000 Einwohner. Die Maßnahmen können gelockert werden, wenn der R-Wert unter 1 liegt. Liegt er bei 1 oder darüber, werden die Lockerungen zurückgenommen. In den einzelnen Städten und Landkreisen werden die Maßnahmen anhand der Anzahl der akut Infizierten pro 100.000 Einwohner bestimmt. Die Grenzwerte für die Lockerung bzw.

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Corona-Zahlen – warum reden wir nicht von den „aktiv Erkrankten“?

corona-zahlen-–-warum-reden-wir-nicht-von-den-„aktiv-erkrankten“?

12-05-20 09:45:00,

Mit Zahlen wird Meinung und Politik gemacht. Dies gilt vor allem bei Corona. Täglich werden wir über die Medien mit den neuen „Fallzahlen“ des Robert-Koch-Instituts informiert. Und täglich steigen diese Fallzahlen. Das liegt in der Natur der Sache, da es hierbei ja um die kumulierten Zahlen geht, also die Summe aller Menschen, die über die Zeit hinweg positiv getestet wurden. Diese Zählweise hat den psychologischen Nebeneffekt, dass sie die Zuschauer verunsichert. Schließlich suggerieren stetig steigende Zahlen eine stetig steigende Gefährdung. Während wir zur Zeit in Deutschland 170.508 „bestätigte Coronavirus-Fälle“ haben, beträgt die Zahl der der „aktiv“, also zur Zeit, an Covid-19 Erkrankten jedoch nur 15.775 – also noch nicht einmal ein Zehntel der Gesamtfallzahl – Tendenz seit Ostern stetig sinkend. Warum fristet diese Angabe nur ein Schattendasein und wird in täglichen Nachrichtensendungen nicht vermeldet? Von Jens Berger.

„Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 933 auf 170.508, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt binnen 24 Stunden um 116 auf 7533.“

Diese Meldung kam heute um 5.37 Uhr im Ticker von Tagesschau.de und wird im Laufe des Tages in vielen weiteren Nachrichtenformaten so zitiert werden. Warum lautet die Meldung nicht folgendermaßen?

„Die Zahl der aktiv am Coronavirus erkrankten und positiv getesteten Bürger in Deutschland sank um 783 auf 15.775, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der genesenen Bürger stieg binnen 24 Stunden um 1.600 auf 147.200.“

Beide Meldungen sind gemäß der Zahlen des RKI korrekt und dennoch vermitteln beide Meldungen eine vollkommen unterschiedliche Botschaft. Während die Meldung der Tagesschau suggeriert, die Infektionen würden stetig steigen, suggeriert die zweite Meldung, dass die Zahl der Covid-19-Erkrankten rückläufig ist. Und diese Entwicklung ist bereits seit dem Osterwochenende zu beobachten.

Laut den Zahlen des RKI betrug der Höchststand der aktiv Erkrankten am 7. April immerhin 64.318. Seit dem 11. April sinkt diese Zahl jedoch stetig linear.

Welche Zahl würden Sie veröffentlichen, wenn Sie bei den Zuschauern Zustimmung für die Maßnahmen der Bundesregierung und der Landesregierungen erreichen wollen? Und welche Zahl würden Sie veröffentlichen, wenn Sie für eine Lockerung der Maßnahmen plädieren? Das RKI stützt mit seinen Presserklärungen die Linie der Regierung, was für eine Bundesbehörde ja auch verständlich ist.

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Warum “Mini-Atombomben, die die USA in Dienst gestellt haben, so gefährlich sind | Anti-Spiegel

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01-05-20 04:06:00,

Im Februar haben die USA sogenannte „Mini-Atombomben“ auf einem Atom-U-Boot stationiert. Diese Waffen senken die Hemmschwelle zum Einsatz von Atomwaffen und sind daher brandgefährlich.

Ich habe bereits Anfang Februar über die Stationierung der Mini-Atombomben auf einem US-Atom-U-Boot berichtet. Aus aktuellem Anlass komme ich noch einmal darauf zurück. Zunächst muss man verstehen, warum diese Waffen so brandgefährlich sind, denn eigentlich könnte man meinen, dass eine „kleine“ Atombombe weniger gefährlich ist, als eine große.

Das Gegenteil ist der Fall. Atombomben sollen abschrecken. Sie sollen einem Gegner signalisieren, dass er im Falle eines Angriffs mit totaler Vernichtung rechnen muss. Entsprechend hoch ist normalerweise auch die Hemmschwelle für den Einsatz von Atomwaffen, denn wer sie gegen eine andere Atommacht einsetzt, muss als Reaktion mit einem nuklearen Vergeltungsschlag und damit mit der totalen Vernichtung rechnen.

US-Strategen haben schon lange die Entwicklung und Indienststellung sogenannter Mini-Atombomben („Mini-Nukes“) gefordert. Das ist inzwischen geschehen, es gibt die Bomben und es wurden Interkontinentalraketen damit bestückt, die auf US-Atom-U-Booten stationiert sind.

Die perverse Logik hinter diesen Waffen ist folgende: Wenn die USA solche kleinen Atombomben gegen Russland oder China einsetzen, hofft man in Washington, dass eine solche „kleine“ atomare Explosion nicht als Grund für einen totalen nuklearen Gegenschlag genommen wird. Die USA wollen sich also den einseitigen Einsatz von Atomwaffen ermöglichen.

Das Problem ist, dass diese Logik kaum aufgehen wird. Russlands Militärdoktrin sagt eindeutig, dass jeder nukleare Angriff auf Russland zum atomaren Gegenschlag führt. Russland hat – im Gegensatz zu den USA – ausgeschlossen, als erstes Atomwaffen einzusetzen. Aber auf einen atomaren Angriff (egal, wie groß der Sprengkopf ist) wird es ebenfalls mit Atomwaffen reagieren.

Das hat Russland nun noch einmal betont. Am Mittwoch hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, sich dazu in einer offiziellen Erklärung geäußert und die USA gewarnt, sich in falscher Sicherheit zu wiegen. Ich habe die Erklärung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wir sind auf am 24. April auf der Website des US-Außenministeriums veröffentlichtes Material aufmerksam geworden, in dem es um US-Atomsprengköpfe mit geringer Sprengkraft vom Typ W76-2 und ihre Stationierung auf ballistischen Raketen auf Trident II U-Booten ging. Die Notwendigkeit, kleine Atomwaffen zu entwickeln, wird von den USA als Reaktion auf „zunehmende globale Bedrohungen“, in erster Linie durch den „Ausbau nuklearer Fähigkeiten“ Russlands und Chinas,

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Warum kramt Nato alte Pläne und Strategien aus dem Kalten Krieg hervor?

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30-04-20 02:23:00,

In der Kommandostruktur in Brüssel werten Vertreter der Nato gewonnene Erkenntnisse aus der Covid-19-Pandemie aus. Das berichtet aktuell das Militär-Fachmagazin „Defense News“. Die westliche Militärallianz prüft, ob alte Strategie-Pläne aus dem Kalten Krieg gegen das neuartige Virus helfen könnten. Bundeswehr meldet über 340 Corona-Fälle.

Offizielle und Beamte im westlichen Militärbündnis der Nato haben aktuell in Brüssel damit begonnen, in der „Pandemie gewonnene Erkenntnisse zu katalogisieren“ und auszuwerten. Das berichtete das auf militärische Nachrichten spezialisierte Magazin „Defense News“ am Mittwoch.

Ziel der Nato-Kommandostruktur in Brüssel sei es demnach, „Wege zu finden, um die aktuelle Krise in einen lehrreichen Moment umzuwandeln und die Covid-19-Bekämpfung mit Plänen aus der Zeit des Kalten Krieges zu verbinden, die seit Jahrzehnten weitgehend ruhen.“ Daher hole die Allianz jetzt wieder alte Strategie-Pläne und Taktik-Bücher aus den Archiven hervor.

Die Nato wurde einst im Kalten Krieg unter der Prämisse aufgebaut, einen möglichen „katastrophalen Angriff und Krieg“ der Sowjetunion gegen den Westen abzuwehren. Damals entstanden im Militär der Mitgliedsstaaten detaillierte Pläne, getroffene Zivilgesellschaften zu unterstützen, die „sich von einer Zerstörung erholen.“ Das neuartige Coronavirus habe in gewisser Weise das Interesse der westlichen Allianz an solchen Szenarien wiederbelebt.

Nato gab „Corona-Prüfung“ bereits im April in Auftrag

Viele Fragen würden aktuell erörtert. Darunter auch, wie beispielsweise unter den derzeit geltenden Kontakt-Beschränkungen gearbeitet werden könne. Momentan gebe es allerdings noch mehr Fragezeichen als Antworten zur weltweiten Pandemie, die auch den Nato-Raum hart trifft. Allein der Militär-Primus USA verzeichnet derzeit über eine Million Covid-19-Infizierte.

Die Verteidigungsminister der Nato – darunter auch Deutschlands Vertreterin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) – gaben diese „Corona-Überprüfung“ bereits Mitte April in Auftrag. Zuvor hatte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg einen solchen Schritt angekündigt.

Seitdem laute der Schlüsselbegriff in Bündniskreisen „Resilienz“. Dies ist ein Fachbegriff aus der Medizin, der Wirtschaft und dem Militär. Er beschreibt die Fähigkeit, größere Schocks zu verarbeiten und „gleichzeitig das Versprechen der kollektiven Sicherheit einzuhalten.“ Resilienz sei ein wichtiger Teil dessen, „was die Nato macht“, sagte Stoltenberg bei einem Online-Treffen der Verteidigungsminister am 15. April. „In Artikel 3 unseres Vertrags ist verankert, dass die nationale Widerstandsfähigkeit in der Verantwortung der Nato liegt. Wir haben grundlegende Anforderungen und Richtlinien, einschließlich für den Schutz der Gesundheit.“

Covid-19: Mehr Gesundheits- als Militär-Krise

Die Nato „wurde in den letzten Wochen mit ziemlich vielen Aufgaben betraut“,

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Warum sind eigentlich die Börsen nicht geschlossen worden?

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29-04-20 01:19:00,

Die Museen sind zu. Knubbeln sich da mehr Leute als bei der Börse? Die Antwort ist einfach: der Aktienmarkt ist „system“relevant. In mehrfacher Hinsicht. Zum einen (A) beschäftigt er Menschen wie in der Börsenredaktion der ARD, die mit großer Freude die Interessen der Anleger vertreten, und zum anderen (B) brauchen Unternehmen offensichtlich die Börsen, um mit Riesensummen Geld ihren Aktienkurs zu pflegen, d. h. auf Deutsch, Spekulanten vor Verlusten zu bewahren. Der NachDenkSeiten-Leser Edgar Weimer hat gestern beobachtet, wie die ARD-Börsenredaktion Stimmung für die Aktionäre und gegen den Staat machte. Siehe A. Im heutigen Handelsblatt Morning Briefing wird berichtet, dass Unternehmen eigene Aktien kaufen. Siehe B. Albrecht Müller.

  1. ARD extra: Die Corona-Lage vom 28.04.2020

    Eine Beobachtung von Edgar Weimer, NDS-Fördermitglied:

    Das Rettungspaket für die Lufthansa soll stehen, rund neun Milliarden. Dafür könnte der Bund zwei zusätzliche Aufsichtsratsmandate bekommen. Was bedeutet das für den Luftfahrtkonzern?

    Moderiert vom Leiter der ARD-Börsenredaktion und Moderator der Sendung “Börse vor acht” Markus Gürne, kommen zum Thema Rettungspaket für die Lufthansa, “Luftfahrt-Experte” Philipp Goedeking (u.a. Geschäftsführer der Avionics GmbH,  eine Unternehmensberatung für Finanz- und Luftverkehrsunternehmen, insbesondere die Analyse, Prognose und Bewertung von Luftverkehrsmärkten und Luftverkehrsunternehmen sowie alle sonstigen Arten strategischer und operativer Unternehmensberatung für Finanz- und Luftverkehrsunternehmen weltweit) und Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft IFW in Kiel, als Interviewpartner zu Wort.

    Ein beispielhafter Beitrag in Sachen neoliberal aufgeblasener Behauptungen, teilweise Fake ab min. 1:39 (Alitalia wurde schon 2008 privatisiert, brauchte aber trotzdem immer wieder staatliche Hilfen) und irrwitzigen Schuldherleitungen ab min. 3:09 (eine besondere Verantwortung den Aktionären der Lufthansa gegenüber, aber auch ihren Gläubigern…) Hätte ‘der Staat’ also weniger verantwortungsvoll handeln sollen, indem er seine Bevölkerung einer Gesundheitskatastrophe von unabsehbarem Ausmaß überlässt, Hauptsache die Wirtschaft läuft? Ab min. 3:55 wird dann die zentrale neoliberale Botschaft klar und dreist aufgestellt; Steuergeld her, Klappe halten und Casino laufen lassen.

    Der krönende Abschluss dieses neoliberalen Schauspiels kommt, wie sollte es anders sein, vom Börsen-Hofberichtexperte Markus Gürne für den ‘die Welt eine Börse ist’, ab min. 4:40 mit einem vermeintlichen Beispiel das es “nicht immer gut läuft, wenn der Staat einsteigt.” Dass es bspw. bei der Deutschen Bank (s.u.), ohne ‘den Staat’ im Aufsichtsrat, auch nicht besser gelaufen ist,

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Systemfrage: Warum die heutigen Machtstrukturen auch die Gewinner nach der Krise sein werden | www.konjunktion.info

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14-04-20 11:35:00,

Blasen - Bildquelle: Pixabay / rihaji; CC0 Creative CommonsBlasen - Bildquelle: Pixabay / rihaji; CC0 Creative Commons

Blasen – Bildquelle: Pixabay / rihaji; CC0 Creative Commons

Viele Investoren erhoffen sich, dass die Aktienmärkten wie weiland zu Zeiten der Weimrar Republik per Hyperinflation auf neue Rekordhöhen hochschnellen. Ein solcher sogenannter “Crack-up-Boom” würde die Indices auf schwindelerregende Höhen treiben. Was jedoch die Geldschöpfung der Zentralbanken anbelangt, sind wir noch nicht ganz an diesem Ziel angelangt, aber eine solche Fiat-Geldschwemme könnte innerhalb des nächsten Jahres auf uns zukommen. Aber bei alldem ist festzuhalten, dass sich ein erneuter “Boom” bei den Aktien nicht wiederholen wird. Die Party an den Märkten ist de facto vorbei. In den vergangenen Monaten ist auch der US-Dollar in eine massive Liquiditätskrise geraten, und allen Erwartungen zum Trotz haben die Versuche der Fed, dies durch Konjunkturmaßnahmen zu kompensieren, wenig dazu beigetragen, die Märkte wieder zurück auf ihre früheren Höchstständen zu heben.

In Weimar erlebten die Aktien ebenfalls eine epische Rallye, bevor 1924 bis 1927 alles in sich zusammenbrach. Die Vorstellung des endlosen, von Fiat-Geld getriebenen Bullenmarktes ist eine Chimäre, die von Zentralbankern und ihren Erfüllungsgehilfen aufgeführt wird.

Wie ich bereits in früheren Artikeln gewarnt habe, als die Fed letztendlich beschloss einzugreifen, um “den Absturz abzufangen”, fand dieses Eingreifen viel zu spät statt. Die Fed hat(te) nicht die Absicht, den Absturz zu stoppen, vielmehr WILL sie einen Crash; sie hat alle Voraussetzungen geschaffen, die für den Zusammenbruch der “Blase aller Blasen” notwendig sind. Ihr Ziel ist es jetzt, nur noch den Anschein zu erwecken, als hätte sie “alles getan, was sie konnte”, um die Wirtschaft zu retten, während die Fed gleichzeitig den Zusammenbruch der letzten große Blase “uraufführt”: den Fall des US-Dollars und seines Status als globale Weltreservewährung. Ein Vorgehen, das ich in den letzten Jahren in mannigfaltiger Ausarbeitung immer wieder versucht habe zu erklären.

Das Problem für die Märkte ist nicht die angebliche Coronavirus-Pandemie allein. Das eigentliche Problem ist, dass die wichtigste Stütze für die Aktienpreise verschwunden ist: der Rückkauf von Unternehmensaktien durch die Unternehmen selbst. Die neuen Rettungspakete könnten in der Zukunft sogar ein Verbot dieser Praxis in den USA mit sich bringen, was sinkende Marktwerte garantiert, außer die Zentralbanken greifen erneut ein und kaufen Aktien direkt auf.

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„Warum der russische Sender RT Deutsch für Deutschlands demokratische Willensbildung wichtig ist“. Hier das Video mit der Einführung des Chefredakteurs Rodionov zum Pleisweiler Gespräch

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21-03-20 02:23:00,

Heute hätten wir uns zum 32. Pleisweiler Gespräch getroffen – mit einem brisanten Thema. Wir konnten dieses Vorhaben wegen der Pandemie nicht realisieren. Und auch die abgespeckte Form im kleinen Kreis war nicht möglich. Da das Thema aber wichtig ist, wie wir insbesondere an der trotz Corona Virus anschwellenden Russland-Hetze in vielen unserer Medien sehen können, haben wir eine Hilfslösung gefunden: 1. Ivan Rodionov hat, was er in Pleisweiler-Oberhofen sagen wollte, kurz gefasst in die Kamera gesprochen. 2. Die NachDenkSeiten laden ihre Leser und insbesondere jene, die sich zum Pleisweiler Gespräch schon angemeldet hatten, ein, Fragen zu stellen. Bitte an diese E-Mail-Adresse [email protected] mit Stichwort „RT Deutsch“ 3. Ivan Rodionov wird auf möglichst viele Fragen antworten. Albrecht Müller

Es steht zu erwarten, dass dies eine interessante Diskussionsreihe wird. Dass das Thema so brisant ist, folgt auch aus der zuvor erwähnten anwachsenden Aggression gegenüber der Heimat von RT Deutsch, gegenüber Russland. Wir werden auch darüber weiter berichten.

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

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Warum wohl? Kein Wort in den Medien über UNHCR-Bericht zur Menschenrechtslage in der Ukraine und auf der Krim | Anti-Spiegel

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17-03-20 10:03:00,

Am 12. März ist der 29. Bericht des UNHCR über die Menschenrechtslage in der Ukraine veröffentlicht worden. Warum die deutschen „Qualitätsmedien“ nicht darüber berichtet haben, versteht man sofort, wenn man den Bericht liest.

Aus Anlass des Artikels aus dem Deutschlandfunk über die Lage auf der Krim sechs Jahre nach ihrer Vereinigung mit Russland, über den ich heute geschrieben habe, habe ich mir den aktuellen Menschenrechtsbericht des UNHCR einmal angeschaut. Immerhin lesen wir ja in in unseren „Qualitätsmedien“ immer wieder, wie schlimm alles auf der Krim ist und wie toll es in der Ukraine seit dem Maidan angeblich ist. Ob das alles der Wahrheit entspricht, kann man beim UNHCR nachlesen, das seit 2014 insgesamt 29 Berichte zur Lage der Menschenrechte in der Ukraine und auf der Krim veröffentlicht hat.

Der aktuelle Bericht ist am 12. März veröffentlicht worden. Um es vorweg zu nehmen: Der Bericht beschäftigt sich auf 17 Seiten mit den Problemen in der Ukraine, die Probleme auf der Krim füllen keine drei Seiten. Daher wundern Sie sich nicht, wenn dieser Artikel praktisch ausschließlich Kritik an der Situation in der Ukraine enthält. Das ist nicht meine Schuld, das steht so im Bericht des UNHCR. Ich werde nicht alle Kritikpunkte an Kiew aufzählen können, es sind zu viele. Aber ich werde alles aufzählen, was das UNHCR auf der Krim zu bemängeln hat.

Nach 15 Seiten mit Einleitung und Erklärungen, sowie einigen Kommentaren zum Krieg im Osten des Landes ist der erste Kritikpunkt des UNHCR, dass Kiew den Rentnern in den Rebellengebieten im Osten des Landes die Auszahlung der Renten erschwert. Wer als Rentner im Osten lebt, muss alle 60 Tage die Frontlinie überqueren und in der Ukraine bürokratische Hürden meistern, wenn er seine ohnehin minimale Rente ausbezahlt bekommen möchte. Dazu müssen die Rentner alle 60 Tage persönlich vorsprechen. Das ist auch ein Verstoß gegen das Minsker Abkommen, denn dort hat sich Kiew schon 2015 verpflichtet, die Rentenzahlungen wieder aufzunehmen, die 2014 eingestellt worden sind. Die Details des Minsker Abkommens finden Sie hier.

Der nächste ernsthafte Kritikpunkt des UNHCR betrifft Folter. Das UNHCR wirft sowohl den Rebellen, als auch der Kiewer Regierung Folter vor und beschreibt auch konkrete Fälle. Besonders detailliert geht das UNHCR auf das Straflager Nummer 25 ein,

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Warum ich keine Historien-Dramen mehr vertrage

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04-02-20 09:45:00,

Helmut Scheben

Helmut Scheben / 04. Feb 2020 –

Eine Polemik gegen die Unart, die Vergangenheit nach ideologischen Vorgaben der Gegenwart zu konstruieren.

Wer die Kriminalromane von Leonardo Padura liest, kann etwas erfahren über Polizei und Kriminalität in Havanna in den Krisenjahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Denn Padura ist Kubaner, er lebt in Kuba, er zeichnet – wenn auch nur reflektiert in der Figur von Kommissar Mario Conde – ein Bild von dem seit 1959 dauernden Experiment, auf der Karibikinsel Sozialismus zu praktizieren. Wenn derselbe Padura dann einen historischen Roman über Leo Trotzki schreibt («Der Mann, der die Hunde liebte»), interessiert mich das weniger. Denn ich weiss, dass Padura – selbst mit vielen Recherchen und grossem Einfühlungsvermögen – nicht das Leben einer jüdischen Bauernfamilie in der Ukraine in der Zeit ab 1879 nacherleben wird. Wenn ich etwas Authentisches über die Kindheit und das Leben des Lew Dawidowitsch Bronstein, den sie Trotzki nannten, erfahren wollte, dann würde ich vielleicht seine Autobiographie lesen, nicht aber Leonardo Padura.

Selbstverständlich ist das meine persönliche Option, und es liegt mir fern, historische Romane in Bezug auf ihre stilistische Kunst oder die Darstellung universaler menschlicher Probleme beurteilen zu wollen. Umberto Eco zum Beispiel hat in «Der Name der Rose» sicher brillant illustriert, wie die katholische Kirche im Spätmittelalter die philosophischen Überlieferungen der Antike materiell auszulöschen versuchte, um die herrschende Ideologie zu verteidigen. Und von Conrad Ferdinand Meyers «Jürg Jenatsch» kann man wohl einiges über Graubünden und die europäische Geschichte des 17. Jahrhunderts lernen.

Von persönlicher Erfahrung geprägte Fiktion

Mich treibt aber die Neugier, etwas über konkrete gesellschaftliche Realitäten zu erfahren, und zwar von Zeitzeugen. Und in dieser Hinsicht lässt sich nicht abstreiten, dass literarische Fiktion umso vertrauenswürdiger ist, je näher die beschriebene Zeit an der Lebenszeit der Autorin oder des Autors liegt.

Es geht um dokumentarische Substanz in der Fiktion. Ich habe zum Beispiel in keiner politischen Abhandlung so viel über die Ursprünge des Vietnamkrieges gelernt wie in Graham Greenes Roman «The quiet American». Sein Buch ist Fiktion, aber eine von persönlicher Erfahrung gezeichnete Fiktion, denn Greene hatte in Vietnam gelebt und erfasste meisterhaft die politische Realität der 50er und 60er Jahre.

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Analyse: Warum verstehen sich Putin und Netanjahu trotz gegensätzlicher Interessen so gut? | Anti-Spiegel

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27-01-20 03:26:00,

Viele Menschen haben nach dem Holocaust-Gedenktag in Israel gefragt, warum Putin eine so gute Beziehung zu Netanjahu hat und viele haben Putin dafür kritisiert. Daher werde ich hier das komplizierte Verhältnis zwischen Russland und Israel erklären.

Die israelische Politik wird in Deutschland von vielen Menschen kritisiert, auch wenn Politik und Medien sich bei dem Thema stark zurückhalten. Es ist ja auch ein heißes Eisen in Deutschland und oft reicht schon vorsichtige Kritik an der israelischen Politik aus, um einen Menschen als Antisemiten zu diffamieren.

Dabei gibt es ganz objektiv einiges an der Politik Israels zu kritisieren. Kaum ein Staat hat öfter gegen das Völkerrecht und gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates verstoßen, als Israel. Das ist eine Tatsache, aber da die USA Israel schützen, bleibt das ohne Konsequenzen. Auch die Annektierung der Golanhöhen durch Israel 2019 ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht, aber auch das war den deutschen Politikern und Medien kaum ein kritisches Wort wert. Und der Umgang mit den Palästinensern und der illegale israelische Siedlungsbau in den Palästinensergebieten werden ebenfalls in Deutschland kaum erwähnt und erst recht nicht kritisiert.

Warum also verhält sich Russland zu dem Themen so ruhig?

Ich bezeichne mich ganz unbescheiden als einen „Putin-Experten“. Für die Arbeit an meinem Buch über Putin habe ich mehr Reden, Interviews, öffentliche Diskussionen und andere Auftritte Putins aus den letzten 20 Jahren angeschaut, als die allermeisten anderen Menschen. Und ich habe Putins Aussagen immer wieder mit dem abgeglichen, was er dann tatsächlich getan und umgesetzt hat.

Dabei habe ich bemerkt, dass Putin in seinen Aussagen ein offener Mensch ist, der das sagt, was er denkt und es dann auch umsetzt. Er ist dabei geduldig, geht nicht mit dem Brecheisen vor und manchmal dauert es länger, als angekündigt, aber er bleibt dabei stets seinen verkündeten Zielen und Ideen treu.

Ich habe keinen Fall gesehen, wo er das Eine gesagt und dann das Andere getan hat. Man muss Putin und seine Politik nicht mögen, aber er ist in dieser Hinsicht absolut transparent und berechenbar. Als zum Beispiel 2008 die Frage im Raum stand, ob Putin die Verfassung ändern würde, um weiter an der Macht zu bleiben und eine dritte, direkt folgende Amtszeit als Präsident anzutreten, da hat er nur eines gesagt: Eine Verfassungsänderung, die ihm eine dritte,

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Warum Putin meint, dass Russland keine parlamentarische Republik sein sollte | Anti-Spiegel

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26-01-20 10:37:00,

Putin wurde in einer Fragestunde gefragt, was er davon hält, Russland von einer Präsidialrepublik in eine parlamentarische Republik umzubauen. Seine Antwort ist eine interessante Analyse der Stärken und Schwächen verschiedener Regierungsformen, daher habe ich sie übersetzt.

Vor einigen Tagen hat sich Putin in einer kleinen russischen Stadt mit Aktivisten von zivilgesellschaftlichen NGOs getroffen, um über die von ihm in seiner Rede an die Nation angeschobenen Reformen der Familien- und Kinderförderung zu diskutieren. Solchen Diskussionen stellt Putin sich oft und sie sind immer wieder sehr interessant, denn Putin hat sichtlich Spaß daran, mit den Menschen zu diskutieren und von ihnen auch neue Denkanstöße zu bekommen. Die Ideen für manch eine Reform und manches Gesetz in Russland haben ihren Ursprung in solchen Diskussionsrunden gehabt. Leider dauerte diese interessante und stellenweise lustige Diskussion mit vielen Lachern fast zwei Stunden und ich kann sie beim besten Willen nicht komplett übersetzen.

Interessant war jedoch die Frage eines Lehrers an Putin. Der Lehrer wollte wissen, ob es nicht besser wäre, Russland zu einer parlamentarischen Demokratie zu machen. Interessant war das auch, weil Putin bei seiner Antwort – ohne es beim Namen zu nennen – offensichtlich Deutschland als Beispiel genommen hat. Ich habe die Frage und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Frage: Ich bin auch Lehrer für Sozialwissenschaften und in der Tat diskutieren wir in der Schule auch über Ihre Verfassungsinitiativen. Sie haben vorgeschlagen, die Verantwortung der Minister gegenüber dem Parlament zu erhöhen.

Wie stehen Sie dazu, die Verantwortung der Regierung und der Minister noch mehr zu erhöhen? Ich meine, heute sind sie verantwortlich für die Wirtschaft, für den sozialen Bereich, für alles, was im Prinzip für die Menschen wichtig ist. Und Sie wiederum könnten meiner Meinung für die für die Sicherheit des Landes und die Außenpolitik verantwortlich sein. Wie stehen Sie zum Übergang Russlands in eine parlamentarischen Republik?

Wladimir Putin: Das habe ich schon gesagt.

Parlamentarische Republiken gibt es auf der Welt, diese Form der Organisation des Staates ist in vielen Ländern üblich, vor allem in europäischen Ländern, und wird effektiv angewendet, obwohl es dort auch Präsidialrepubliken gibt. Nehmen wir die Bundesrepublik Deutschland, sie ist eine parlamentarische Republik und Frankreich zum Beispiel ist eine Präsidialrepublik. Es gibt also verschiedene Formen in Europa und auf der ganzen Welt.

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Finanzsystem: Warum kaufen die meisten Zentralbanken der Welt soviel Gold? | www.konjunktion.info

finanzsystem:-warum-kaufen-die-meisten-zentralbanken-der-welt-soviel-gold?-|-wwwkonjunktion.info

11-01-20 02:40:00,

Goldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay LicenseGoldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Goldbarren – Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Gold hat in den letzten 18 Monaten eine deutliche Preissteigerung erfahren. Fragt man nach dem Grund danach, erhält man verschiedene Erklärungen, die sich auf ganz unterschiedliche Theorien stützen. Dabei werden gerne bestimmte Faktoren ignoriert, die sich aus den historischen Goldrallies ableiten lassen. Beispielswiese fokussiert sich die Hochleistungspresse bei ihrem Erklärungsmodell oft auf die Stimulimaßnahmen der Notenbanken, um einen Preisverlust bei Gold zu erklären. Dabei wird aber gerne vergessen, dass die letzte Goldrally begann als die Fed ihre Liquidität durch Repo-Ankäufe versuchte zu steigern und die Zinsen anhob. Zudem denken viele Analysten, dass die Goldankäufe immer dann anziehen, weil die Gelder eine Investitionsmöglichkeit suchen, da die Aktienkurse gen Süden drehen. Doch aktuell ist es so, dass die Aktien sehr hoch stehen und gleichzeitig der Goldpreis nach oben ging. Was verschweigt uns also die Hochleistungspresse?

Zu aller erst ist es wichtig zu verstehen, dass Gold nicht nur und zwangsläufig ein Mittel zur Inflationsabsicherung ist; es ist auch ein Krisenabsicherungsinstrument. In Zeiten, in denen die ökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten zunehmen, steigt auch der Goldpreis massiv an. Und im letzten Jahrzehnt haben wir eine Unsicherheit und eine Instabilität erlebt, die die Welt bisher noch nie gesehen hat. Das Problem ist, dass sich der Durchschnittsbürger dieser Tatsache überhaupt nicht bewusst ist. Die Menschen haben keinerlei Ahnung wie schlimm die Situation noch werden kann, weil sie denken, dass es immer Mittel und Wege gibt, um jedwede potenzielle Probleme im Finanzsystem aus dem Weg zu räumen. Sie gehen davon aus, dass die Regierungen und die Banken dann eingreifen werden. Zurückzuführen auch auf die fehlende bzw. falsche Berichterstattung in den Medien bzw. in der schulischen Ausbildung begründet, wenn es um das Thema Finanzen/Finanzsystem geht.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass diesmal die Regierungen und Banken eben nicht eingreifen werden und können. Tatsache ist, dass sich die Notenbanken weltweit auf ein Ereignis vorbereiten, das sie entweder noch nicht quantifizieren können oder von dem sie sich schlichtweg weigern die Bevölkerungen warnen zu wollen. Aufgrund des massenhaften Goldankaufs zahlreicher Zentralbanken ist dieser Umstand evident.

2018 haben die Notenbanken soviel in Gold investiert wie zuletzt 2010. Im vergangenen Jahr 2019 zeigen die Zahlen des 3. Quartals, dass es sogar noch MEHR wurde: 12% plus gegenüber 2018.

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Warum ist das Internet in Russland so billig und in Deutschland so teuer und langsam? Ein Vergleich

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26-12-19 05:27:00,

Einer Studie zufolge sind die Preise für das mobile Surfen in Russland 2019 um 48 Prozent gesunken. Zugleich hat das Land die niedrigsten Preise für Flatrates im Mobilfunk weltweit. In Deutschland dagegen beklagen viele NutzerInnen langsame und ziemlich teure Angebote. Warum ist das so?

Aus einer neuen Studie der Agentur für den mobilen Content, Content Review, geht hervor, dass die Preise für ein Gigabyte mobiles Internet in Russland im laufenden Jahr um 48 Prozent auf 37,3 Rubel (umgerechnet 0,54 Euro) gesunken sind. Damit nimmt Russland weltweit den sechsten Platz ein. Der durchschnittliche Preis von einem Gigabyte betrug weltweit 187 Rubel (umgerechnet 2,73 Euro). 

Der britische Informatiker Tim Berners-Lee (Archivbild)

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AP Photo / Fabrice Coffrini

Für die Studie sind mobile Tarifangebote von insgesamt 136 Telekommunikationsanbietern in 50 Ländern mit dem größten BIP analysiert worden. Die Gesamtkosten sind zum Wechselkurs der russischen Zentralbank am 23. Dezember in Rubel umgerechnet worden. Niedriger als in Russland sind die Preise lediglich im Iran mit 3,8 Rubel pro Gigabyte, gefolgt von Israel (22,7 Rubel), Kasachstan (27,8 Rubel), Ägypten (33,6 Rubel) und Indonesien (36,8 Rubel). Traditionell werden die niedrigsten Preise für ein Gigabyte in Ländern beobachtet, in denen die Bevölkerung sich prinzipiell keine teuren Dienstleistungen leisten kann (wie etwa im Iran oder in Ägypten und Indonesien), und in Ländern, in denen die Betreiber einen hohen durchschnittlicher Erlös pro Kunden (ARPU) durch die Aufzwingung von Flatrates sichern wollen, erzählte der Autor der Studie, Sergej Polownikow, am Donnerstag im Gespräch mit Sputnik.

Der durchschnittliche Preis für ein unbegrenztes Tarifangebot belaufe sich dabei in Russland lediglich auf 602,5 Rubel (umgerechnet 8,79 Euro) und ist am niedrigsten weltweit. In den anderen Ländern sind es durchschnittlich 3181 Rubel oder 46,42 Euro. In Deutschland werden die Flatrates der Studie zufolge für etwa 5000 Rubel oder für 72,96 Euro angeboten. Um die 80 Euro rufen die großen Anbieter Telekom und Vodafone für ihre Top-Tarife auf.

„Internet läuft“ in Russland

Polownikow stellt fest, dass die Preise für mobiles Internet auch durch die Präsenz eines Players auf dem Markt beeinflusst würden, der den etablierten Status Quo der Unternehmensrentabilität nicht unterstütze und einen Preiskampf auslöse. Auch das Angebot von unbegrenzten Tarifen auf dem Markt, die Volatilität der Landeswährung (denn die Betreiber kaufen Technik am meisten im Ausland) sowie die Größe des Landes (davon hängen die Investitionen in die Entwicklung und Modernisierung des Netzes ab) und das Funktionieren von 5G,

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Warum mir das Wort „Europa“ schon bei den Ohren herauskommt

warum-mir-das-wort-„europa“-schon-bei-den-ohren-herauskommt

18-12-19 06:39:00,

Gesamteuropäischer Großnationalismus

Warum mir das Wort „Europa“ schon bei den Ohren herauskommt

von Ortwin Rosner / Streifzüge 2019-77

Ortwin-Rosner-Gesamteuropaeischer-Grossnationalismus-Kritisches-Netzwerk-Europaeertum-Europafeinde-europafeindlich-Europafeindlichkeit-Europaskeptizismus-EU-Skepsis-Supranationalitaet

+++Von „richtigen Europäern“, „Pro-“ und „Anti-Europäern“, „Europafeinden“, „wahrhaftem Europäertum“ und dem gefährlichen Spiel der Sprache+++

Das Wort „Europa“ hat heute einen wesentlich anderen Klang als es in meiner Kindheit der Fall war. Die Jüngeren unter uns wissen es wohl nicht mehr, aber damals, ja damals war es noch ein freier, ein ungezwungener Klang, den das Wort „Europa“ hatte, damals, bevor die „Europäische Union“ den Begriff für sich besetzte. Das waren noch Zeiten, als „Europa“ noch nicht zum Kampfbegriff vergoren war, der einem ständig um die Ohren gehauen wird, mit dem man politische Gegner niedermacht und mit dem man sich selbst beweihräuchert. Ja, das waren noch Zeiten, als einem noch nicht fortwährend Leitartikelschreiber und Politiker mit dem erhobenen Zeigefinger erklärt haben, wie man denken, fühlen, handeln und natürlich auch abstimmen und wählen müsse, um ein „richtiger Europäer“ zu sein.

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► Europa: Die Instrumentalisierung eines Begriffs

Damals wäre auch niemand auf die Idee gekommen, jemandem das „Europäertum“ abzuerkennen, wie das heutzutage schon dem einen oder anderen Politiker oder seinen Anhängern geschehen kann. Und es wurden nicht andauernd „Bekenntnisse zu Europa“ von einem eingefordert. Das Wort „Europa“ war noch nicht vergiftet. Es hatte noch nicht den autoritären, unduldsamen, ja terroristischen Ton, den es heute vermittelt.

Das „Europäertum“ war noch kein Imperativ. Der Begriff „Europa“ war noch nicht politisch instrumentalisiert. Es wurde einem nicht ununterbrochen erklärt, dass man „pro-europäisch“ sein müsse. Diese Forderung hätte schlicht keinen Sinn ergeben. Niemand hätte sie verstanden. Und es wurde einem auch nicht immerzu damit gedroht, dass man für „anti-europäisch“ oder „europafeindlich“ gehalten werden könnte, wenn man so oder so denke.

Ja, in gewissem Sinn waren diese Zeiten schön, in denen man noch ein unverkrampftes Verhältnis zu dem Wort „Europa“ haben konnte. Ohne all die Ruten im Fenster. Ein Wort, das noch frei war von all den Vereinnahmungen, Verschwörungen und Feindbildern. Klar, es gab den „Westen“, und dieser Begriff übernahm damals die ideologischen Funktionen. Wer den „Westen“ in Frage stellte, der war ja schon so eine Art Vaterlandsverräter.

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Heute hingegen kann man schnell wie ein solcher an den Pranger gestellt werden,

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STANDPUNKTE • Warum die Auflösung der NATO der Beginn des Weltfriedens sein könnte | KenFM.de

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16-12-19 08:15:00,

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Das Schreckensszenario für den politisch-industriell-militärischen Komplex

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Als die NATO vor 70 Jahren gegründet wurde, war sie gegen Russland und die Sowjetunion gerichtet, und unter dieser Bedrohung gründete sich dann im Osten der Warschauer Pakt. Durch ihn wurde über Jahrzehnte ein Gleichgewicht des Schreckens erzeugt, was zu einem stabilen Frieden im Kalten Krieg führte. Abgesehen von den Stellvertreterkriegen, die es permanent gibt. Als dann vor 30 Jahren von den Menschen in der Sowjetunion die NATO und der Westen nicht mehr als existentielle Bedrohung, sondern als Verheißung von Wohlstand und Fortschritt angesehen wurde, löste sich der Warschauer Pakt auf und ebnete so den Weg für einen dauerhaften Weltfrieden. Hatten wir gedacht. Aber was passierte wirklich?

Nach einer kurzen Phase der Selbstzweifel, erfand die NATO neue Feinde. Da waren die schrecklichen Despoten in Ländern, die nicht durch den Westen kontrolliert werden konnten, die ihre eigenen Bevölkerungen massakrieren wollten, da waren die furchterregenden Terroristen, gegen die man auf der ganzen Welt kämpfen musste. Und so zog man Jahr für Jahr in neue Kriege, die USA immer voraus, der Rest, manchmal widerstrebend, aber immer gehorsam, hinterher.

Gleichzeitig wuchs das Kriegsbudget der NATO jedes Jahr und jedes Jahr kamen neue Länder dazu, die nicht zu den Ländern gehören wollten, die außerhalb der NATO standen und deshalb jederzeit in Gefahr waren, überfallen zu werden, sollten sie es wagen, eine unabhängige Politik zu betreiben. Hinzu kamen die vom Westen geförderten russophoben Politiker in den Ländern Osteuropas, die als Gürtel zwischen Russland und Deutschland installiert wurden, damit Deutschland bloß nicht auf die Idee kam, sich zu sehr mit Russland einzulassen. Die EU war für die Bevölkerung dieser Länder der Wurm, und die NATO der Haken, den mussten sie halt mitschlucken. Eine EU-Mitgliedschaft ohne „Harmonisierung der Sicherheitspolitik“ war ausgeschlossen. Und so übernahm die NATO stillschweigend einen großen Teil der Außenpolitik der EU.

Nun war aber etwas passiert, womit man weniger gerechnet hatte. Da war ein Präsident in Russland entstanden, der nicht nur die Ausbeutung des Landes durch ausländische Konzerne beendete,

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Der Magnitski-Act – Warum kämpft der Spiegel bei dem brisanten Thema plötzlich für die Wahrheit? | Anti-Spiegel

der-magnitski-act-–-warum-kampft-der-spiegel-bei-dem-brisanten-thema-plotzlich-fur-die-wahrheit?-|-anti-spiegel

15-12-19 10:43:00,

Im Fall des Spekulanten Bill Browder hat der Spiegel etwas getan, was ich nie erwartet hätte: Er hat wahrheitsgemäß und journalistisch korrekt berichtet und lässt sich dabei auch durch massiven Druck nicht aus der Bahn werfen.

Der Spiegel hat in einem hochbrisanten Fall wahrheitsgemäß berichtet. Auch wenn ich den Spiegel normalerweise massiv kritisiere, bin ich mir nicht zu schade, es lobend zu erwähnen, wenn der Spiegel tatsächlich mal korrekten Journalismus macht. Ob der Spiegel sich über mein Lob freut, sei dahin gestellt.

Es geht um den Fall Magnitski. Für alle, die den Fall nicht kennen, hier die Vorgeschichte in aller Kürze.

In den 1990er Jahren hat der amerikanische Spekulant Bill Browder in Russland einen Investmentfond gegründet, den er „Hermitage Capital Management“ genannt hat und der nach eigenen Angaben Investitionen für über vier Milliarden Dollar verwaltet hat. Allerdings kam Browder mit dem Gesetz in Konflikt. Ab 2005 wurde ihm nach eigenen Angaben die Einreise nach Russland verwehrt. 2007 wurde Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben und die Büros verschiedener Firmen wurden durchsucht.

Ab hier gibt es zwei Versionen der Geschichte. Browder behauptet, dass es darum gegangen sei, ihm seine Fonds auf ungesetzlichem Wege abzunehmen. Das alles sei eine große Intrige gegen ihn, weil sich einige an seinem Geld bereichern wollten. Es ging schließlich um sehr viel Geld.

Russland hingegen wirft Browder vor, unsaubere Geschäfte gemacht, den russischen Staat um 230 Millionen Dollar betrogen und außerdem noch Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. 2009 wurde er in Abwesenheit zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.

Im Zuge der Ermittlungen wurde ein Mitarbeiter von Browder, Sergej Magnitski, verhaftet. Er verstarb später im Gefängnis. Browder machte daraus die Geschichte, dass sein „Anwalt“ Magnitski von den Russen im Gefängnis umgebracht worden sei. Tatsächlich war Magnitski jedoch kein Anwalt, sondern Buchhalter und Auditor, der wegen der Vorwürfe der Steuerhinterziehung in Haft saß, denn die fraglichen Geschäfte waren über seinen Schreibtisch gelaufen.

Browder ist ein Mann mit sehr viel Geld und guten Verbindungen. Seine Verbindungen sind so gut, dass die USA 2012 den Magnitski-Act verabschiedet haben, ein Gesetz, dass die Schuldigen am Tod von Magnitski mit Sanktionen belegen sollte. 2016 wurde es zum „Global Magnitski-Act“ gemacht und auf seiner Grundlage können die USA nun Sanktionen gegen jeden verhängen, dem sie vorwerfen, er habe gegen die Menschenrechte verstoßen.

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Nord Stream 2: Warum die US-Sanktionen nicht nur wirkungslos, sondern auch unverständlich sind | Anti-Spiegel

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15-12-19 10:29:00,

Die USA haben Sanktionen gegen die Firmen beschlossen, die an Nord Stream 2 beteiligt sind, aber aufhalten können sie das Projekt nicht mehr. Wozu dann der Ärger?

Schon im Januar 2019 habe ich berichtet, dass dieses Jahr bei Nord Stream 2 der Showdwon kommen musste, wenn er denn noch kommen sollte. Aber er ist ausgeblieben. Politiker in den USA haben das ganze Jahr lang Druck gemacht, geflucht, geschimpft und Drohungen ausgestoßen. Nur getan haben sie nichts. Sanktionen hätten früher eingeführt werden können und ich bin sicher, dass es dafür auch parlamentarische Mehrheiten in den USA gegeben hätte. Immerhin wollen die USA nicht nur Russland schwächen, sie wollen auch ihr eigenes Fracking-Gas in Europa verkaufen. Da das teurer ist, als russisches Gas, können sie das aber nur dann im großen Stil tun, wenn sie Russland den Zugang zu Europa beschneiden. Die Verhinderung von Nord Stream 2 wäre dazu die perfekte Gelegenheit gewesen.

Vorbei. Zwar ist der Bau der Pipeline ein wenig in Verzug, sie wird nicht, wie geplant, bis zum 31. Dezember fertig, aber sie wird sich nicht allzu sehr verzögern. Das Schiff kann am Tag ca. drei Kilometer Pipeline verlegen und es fehlen nur noch lächerliche 150 Kilometer, das sind 50 Tage, wenn das Wetter nicht für Verzögerungen sorgt. Also dürfte die Pipeline Ende Januar verlegt sein.

Die USA haben nicht das CAATSA-Gesetz für die Sanktionen genutzt, unter dem sie so ziemlich alles und jeden unkompliziert mit Sanktionen belegen können, sie haben die Sanktionen, die nun eingeführt werden sollen, in den Verteidigungsetat eingebaut. Eine ungewöhnliche Lösung. Und eine Lösung, die Zeit braucht. Der Etat wird wohl nächste Woche verabschiedet, danach beginnt die Uhr zu ticken. Nach Annahme des Gesetzes hat das Außenministerium 60 Tage Zeit, um eine Liste von Unternehmen zu erstellen, die auf die Sanktionsliste kommen. Diese haben danach noch einmal 30 Tage Zeit, ihre Arbeit abzubrechen, bevor die Sanktionen tatsächlich in Kraft treten.

Wenn das Außenministerium die 60 Tage ausschöpft, ist die Pipeline fertig, bevor Sanktionen verhängt werden können. Aber selbst wenn es schneller arbeitet, sind auch in den USA demnächst Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Wenn die Liste Anfang Januar vorgelegt wird, ist es möglich, dass Nord Stream 2 innerhalb von den 30 Tagen fertig wird und die Sanktionen nicht mehr greifen.

Die Bauherren haben mitgeteilt,

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Warum Moskau seine Teilnahme am angekündigten Normandie-Treffen nicht zugesagt hat | Anti-Spiegel

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17-11-19 11:02:00,

Die Ukraine-Krise war wieder Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ und es ging um ein mögliches Treffen im Normandie-Format. Jedoch hat Moskau seine Teilnahme noch nicht bestätigt. Warum?

Aufmerksame Leser haben in meinen Artikeln meine Zweifel an einem kurzfristigen Zustandekommen eines solchen Treffens von Merkel, Macron, Selensky und Putin gesehen. Die Ukraine war in der Vergangenheit zu oft wortbrüchig und auch wenn unter Selensky endlich Bewegung in die Sache gekommen ist, hat die Ukraine trotzdem noch nicht alle früher gegebenen Zusagen erfüllt. Bisher gab es dazu aber kaum offizielle russische Stellungnahmen, denn Russland hat abgewartet, wie sich die Dinge entwickeln würden.

Nun wurde in Paris, Berlin und Kiew mitgeteilt, ein Normandie-Treffen sei für Anfang Dezember geplant. Einziger Schönheitsfehler: Moskau hat seine Teilnahme bisher nicht zugesagt. Nach dieser einseitigen Ankündigung eines solchen Treffens es gab offizielle Äußerungen des Kreml zu dem Thema. Darüber hat das russische Fernsehen in einem Beitrag berichtet, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Kiew hat angekündigt, dass am 9. Dezember in Paris ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Frankreichs, Deutschlands und Russlands stattfinden wird. Bestätigungen kamen aus Frankreich und Deutschland, aber nicht aus Moskau. Der Kreml nahm eine Auszeit. Wahrscheinlich liegt das an den zuvor geäußerten Bedingungen, dass ein solches Treffen gut vorbereitet sein sollte, das heißt seine Entscheidungen sollten im Voraus klar sein, um im Zuge des „Normandie-Formats“ keine leeren Worte auszutauschen.

Gleichzeitig macht Moskau deutlich, dass es zu Gesten des guten Willens gegenüber Kiew bereit ist. So werden bald zwei rostige Kriegsschiffe und ein Schlepper an die ukrainische Marine übergeben. Die Schiffe werden ins offene Meer geschleppt, von wo ukrainische Schlepper sie nach Hause schleppen werden. Die Waffen wurden nicht ausgebaut, aber die Munition bleibt als Beweis für die Provokation in Russland. (Anm. d. Übersetz.: Es geht hier um die Rückgabe der am Vorfall von Kertsch beteiligten ukrainischen Kriegsschiffe, die Russland damals beschlagnahmt hat)

Die zweite Geste Russlands besteht darin, unser Gas direkt an die Ukraine zu liefern und zwar mit einem Rabatt von 25 Prozent. Das bestätigte Präsident Putin selbst auf einer Pressekonferenz in Brasilien: „Wir haben gesagt, wenn wir direkt liefern, sind wir bereit, den Preis um 20 und sogar um 25 Prozent zu senken“,

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Warum es in Bolivien einen Putsch gab

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12-11-19 08:17:00,

Screenshot aus einem Video, Twitter Evo Morales Ayma, Rede in La Paz, 05. November 2019

  1. Warum es in Bolivien einen Putsch gab

  2. Drittens: Es ist ein Putsch, weil er mit Terror gegen Regierungspolitiker und ihre Familien einherging


  3. Auf einer Seite lesen

In westlichen Medien ist gemeinhin vom “Rücktritt” des bolivianischen Präsidenten Evo Morales die Rede. Das ist falsch

Boliviens gewählter Präsident Evo Morales ist in der Nacht zum heutigen Dienstag nach Mexiko evakuiert worden, nachdem ihm die mexikanischen Regierung Asyl gewährt hat. Die mexikanische Luftwaffe flog ihn aus Chimoré im Departement Cochabamba aus.

Morales hatte sein Amt am Sonntag inmitten einer Welle von Rücktritten von Ministern, Abgeordneten und regionalen Funktionären seiner “Bewegung zum Sozialismus” (MAS) niedergelegt. Zuvor hatten die Oberkommandierenden der Armee und der Polizei ihn zu diesem Schritt aufgefordert, während Oppositionelle Vertreter des Regierungslagers massiv bedrohten.

“Schwestern und Brüder, ich gehe nach Mexiko, dankbar für die Selbstlosigkeit der Regierung dieses Brudervolkes, das uns Asyl geboten hat, um sich um unser Leben zu kümmern”, schrieb Morales auf Twitter: “Es tut mir weh, das Land aus politischen Gründen verlassen zu müssen. Bald werde ich mit mehr Kraft und Energie zurückkehren.”

Morales bekräftigte, dass “die Polizei sich gegen einen Präsidenten erhebt und die Streitkräfte den Rücktritt eines Präsidenten fordern, der das einfache Volk vertreten hat”. Zugleich verteidigten Polizei und Streitkräfte neoliberale Politiker, die die Wirtschaftsmacht in ihren Händen halten, “und unterdrücken Menschen, die die Demokratie, Gerechtigkeit, Frieden und Gleichheit verteidigen”.

Während der gewählte Präsident das Land verlassen hat und Bolivien in ein Machtvakuum gestürzt ist, übernimmt die Armee in einem immer stärkeren Ausmaß die Kontrolle in den Straßen. “Die Soldaten werden gemeinsam mit der Polizei vorgehen, um Blutvergießen und Leid zu verhindern”, sagte der Oberkommandierende der Streitkräfte, Williams Kaliman. Man werde mit “angemessener Gewalt” gegen marodierende Gruppen vorgehen, “die Schrecken unter der Bevölkerung verbreiten.”

Trotz dieser Entwicklung, ungeachtet des Umstandes, dass Morales sein Mandat noch bis Januar innehat und Bolivien zum ersten Mail seit dem Ende der Militärdiktaturen der 1980er Jahre nicht mehr demokratisch regiert ist,

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Bundesregierung: Warum Berlin in der UNO nicht gegen ein Wettrüsten im Weltall gestimmt hat | Anti-Spiegel

bundesregierung:-warum-berlin-in-der-uno-nicht-gegen-ein-wettrusten-im-weltall-gestimmt-hat-|-anti-spiegel

08-11-19 10:18:00,

Am Dienstag habe ich berichtet, dass Deutschland in der UNO gegen ein Verbot von Waffen im Weltall gestimmt hat. Inzwischen wurde die Regierung auf der Bundespressekonferenz danach gefragt und ich möchte Ihnen die absurde Antwort nicht vorenthalten.

In meinem Artikel zu dem Thema habe ich angemerkt, dass es doch mal eine schöne Frage an die Regierung wäre, warum Deutschland zusammen mit den USA und anderen Nato-Staaten gegen die russische Resolution gestimmt hat, ein Wettrüsten im Weltall zu verhindern. Zur Erinnerung: In der UNO stimmten 124 Staaten für die Resolution. Dagegen haben 41 Länder gestimmt, darunter die USA, Deutschland, Israel und eine Reihe weiterer Länder des Westens.

RT-Deutsch hat meinen Artikel gelesen, denn der Redakteur Florian Warweg hat mir auf Twitter mitgeteilt, dass er die Frage aufgenommen und gestellt habe. Zur Erinnerung: Ich hatte schon einmal Kontakt über Twitter zu Herrn Warweg, als er seine Twitter-Follower um Vorschläge für Fragen an die Regierung gebeten hat. Ich habe damals eine Frage zum Abkommen von Minsk vorgeschlagen und die Antwort der Regierung war atemberaubend blamabel.

Aber auch auf die aktuelle Frage zum Wettrüsten im Weltraum konnte die Regierung keine überzeugende Antwort geben. YouTube scheint als Waffe im Informationskrieg mal wieder kleine Nadelstiche verteilen zu wollen und hat RT-Deutsch bis zum 14. November das Hochladen von Videos verboten, wie man in dem RT-Artikel erfahren kann. Daher kann ich das Video hier nicht verlinken und verweise auf den Artikel von RT-Deutsch, wo Sie das Video anschauen können.

Alternativ können Sie hier das Protokoll der Pressekonferenz zu dem Thema lesen.

Beginn des Zitates:

WARWEG: Am Dienstag stand im Rahmen der laufenden UN-Vollversammlung eine Resolution mit dem Titel „Maßnahmen zur Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum“ zur Abstimmung. Diese wurde auch mit übergroßer Mehrheit über 124 Länder stimmten dafür angenommen. Allerdings habe ich jetzt mit Überraschung festgestellt, dass Deutschland dagegen gestimmt hat. Aus welchen Beweggründen heraus hat die Bundesregierung gegen die große Mehrheit der Staatengemeinschaft gegen Bemühungen zur Verhinderung von Wettrüsten im Weltall gestimmt?

BURGER: Vielen Dank für die Frage. Es gab dazu auch eine Stimmerklärung der EU, die sich nämlich geschlossen gegen diesen Resolutionsentwurf verhalten hat. Grundsätzlich ist es so, dass die Bundesregierung sehr bemüht ist,

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Warum in ganz Chile Statuen stürzen

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07-11-19 12:04:00,

Zerstörung der Statue von Kolumbus in Arica. Bild: Marcela/Biobiochile

Der Bildersturm in dem südamerikanischen Land zeigt, dass es um mehr geht als nur Sozialreformen

In Chile kommt es im Zuge der Massenproteste gegen die Regierung von Präsident Sebastián Piñera zunehmend zu Angriffen auf historische Statuen und Monumente, die Persönlichkeiten des Kolonialismus und der Oberschicht ehren. Der Sturz zahlreicher Monumente macht deutlich, dass die Proteste weit tiefgreifender sind als sie in westlichen Medien dargestellt werden. Dort kommen diese und andre Entwicklungen kaum vor (eine Ausnahme aus Großbritannien hier). Es geht den Demonstranten nicht nur um Sozialreformen und den Abtritt Piñeras, sondern um eine grundlegende Abrechnung mit der Oligarchie, die das Land mit Unterbrechung der Regierung von Salvador Allende (1970-1973) fest im Griff hat und ihre Macht – wenn nötig – brutal verteidigt.

Ein prominentes Beispiel für den chilenischen Bildersturm ist die Plaza Italia der Hauptstadt Santiago de Chile. Das Denkmal von General Manuel Baquedano, das an dessen Rolle im Pazifikkrieg mit Peru und Bolivien vor mehr als 100 Jahren erinnert, weist inzwischen schwere Schäden auf. Auch zwei Begleitskulpturen, eine Frauenfigur, die für Freiheit stehen soll, und ein “unbekannter Soldat der Heimat”, wurden attackiert. Ein online verbreitetes Handyvideo zeigt, wie die Figur des Soldaten vom Sockel gerissen wird. Das Reiterstandbild wurde inzwischen zu einem Symbol der Demonstranten gegen die Regierung Piñera.

In der Stadt Arica zerstörten Unbekannte ein Denkmal von Christoph Kolumbus. Der steinerne Sockel und die Büste standen seit 1910 auf dem Platz. Wie in anderen Orten zogen die Demonstranten eine Seilschlinge um das Standbild und zogen es gemeinsam um. Nach Angaben des Bürgermeisters Gerardo Espíndola will die Denkmalschutzbehörde CMN das Monument nun sichern und wieder aufbauen.

Am Montag dieser Woche zogen Demonstranten in der Stadt Punta Arenas die Büste des Oligarchen José Menéndez Menéndez (1846-1918) vom Sockel und warfen sie vor ein Denkmal für die Indigenen der Region Patagonien. Menéndez gilt in der Region als Mitverantwortlicher für den Völkermord an den des Selk’nam-Indigenen, die Menéndez vertreiben und ermorden ließ, um Platz für seine Schafherden zu haben.

In der Gemeinde Cañete in der südlichen Provinz Arauco folgten rund 500 ortsansässige Mitglieder der Mapuche-Volksgruppe einem Demonstrationsaufruf.

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Geopolitik: Warum die EU international bedeutungslos wird, aber Russland und China Erfolge feiern | Anti-Spiegel

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24-10-19 02:04:00,

Die internationale diplomatische Reputation der EU fällt ins Bodenlose. Das Verhalten der EU wird dazu führen, dass sie auf dem internationalen diplomatischen Parkett nicht mehr ernst genommen wird.

Um zu verstehen, wie sich die diplomatischen Bemühungen der internationalen Machtblöcke unterscheiden, müssen wir erst einmal auf die anderen Machtzentren schauen, um zu verstehen, wie sich die EU dabei von anderen unterscheidet.

Russland und China setzen konsequent auf gleichberechtigte Koorperation. Russland erntet in diesen Tagen die Erfolge seiner diplomatischen Geduld. Egal, ob es die Einigung zum Thema Syrien ist, die inzwischen sehr guten Beziehungen zu den Golfstaaten, die in Washington für einige Kopfschmerzen sorgen dürften oder das russische Verhältnis zu den afrikanischen Ländern, deren Staats- und Regierungschefs sich derzeit in Sotschi aufhalten, um am ersten russisch-afrikanischen Gipfel teilzunehmen. Russland ist diplomatisch weltweit auf dem Vormarsch, weil es konsequent einer einfachen Linie folgt: Es mischt sich nicht in die inneren Angelegenheiten der anderen Länder ein, es behandelt niemanden von oben herab, sondern respektiert auch die Interessen kleinerer Länder, es schließt Partnerschaften auf Augenhöhe, ohne Druck auszuüben und im Ergebnis ist Russland inzwischen auch als Vermittler bei Krisen hochgeachtet.

Das gleiche gilt für China. Mit seinem Projekt der neuen Seidenstraße bietet es massive Investitionen in anderen Ländern an und schließt so Partnerschaften, die nicht auf Ausbeutung angelegt sind, sondern auf Partnerschaft und von denen alle Beteiligten am Ende profitieren. Trotz enormen Druckes aus Washington sind selbst EU-Länder inzwischen bereits Partner von China bei dem Projekt, weil es auf dem Win-Win-Prinzip basiert.

So sehr die westlichen Medien Russland und China auch als despotische Länder zu verteufeln versuchen, die Erfolge geben den Ländern recht und immer mehr Staaten fühlen sich bei einer Zusammenarbeit mit Russland und China besser aufgehoben. Der Grund dafür liegt in der Politik des Westens.

Die Globalisierung schadet den armen Ländern und abgesehen davon, dass sie es nicht schön finden, wenn sie als Müllhalden für den Konsummüll der westlichen Länder missbraucht werden, haben sie es auch satt, dass der Westen ihnen vorschreiben will, wie sie zu leben haben. Und anstatt mit den Ländern auf Augenhöhe zu verhandeln und ihre Interessen und Wünsche ernst zu nehmen, droht der Westen mit Sanktionen.

Das ist die Politik der USA,

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