De mens in (weder)opstand(ing) | Stichting Vaccin Vrij

28-10-20 08:39:00,

In tijden van grote verandering en onzekerheid reageren mensen vaak primair vanuit hun overlevingsmechanismes. Vechten en hard roepen, vluchten of doen alsof er niets aan de hand is en de kop in het zand steken, of bevriezen en angstvallig doen wat hen opgedragen wordt. Of ze doorlopen een volledig rouwproces van ontkenning, woede, verdriet en uiteindelijk acceptatie van de nieuwe situatie.

Wat er echter van ons gevraagd wordt om tot constructieve oplossingen en positieve resultaten te komen is een goede dosis zelfkennis, mensenkennis en een goed ontwikkelde intuïtie.

Wanneer je in de huidige tijd afstand kunt nemen van de onvoorspelbaarheid van de situatie – waarin we een speelbal geworden zijn in de nieuwe elementen van ziekte, controle, angst voor de dood en verantwoordelijkheidsgevoel – komt er misschien ruimte voor wat perspectief in deze voltrekkingen.

Het besef dat je mens bent in een natuurlijke omgeving, gecreëerd door een genieuze balans in de atmosferen, is het sowieso een wonder is dat we bestaan met een bewustzijn van eenheid en uniciteit.

Dr. Zach Bush is zo’n held in deze tijd die ons meeneemt in zijn visie als arts en microbioloog, en ons bewust maakt van het feit dat we als micro-organisme deel zijn van deze macrokosmos.1

“After centuries of the warfare mentality of the Western medicine mindset, it is critical that we rapidly come to terms with the reality that we are not against nature, but instead, we are the result of nature”.

Ook de Chinese Geneeskunde gaat ervan uit dat een gezond organisme altijd naar een innerlijke balans zoekt. Onze natuur is dus zelf-genezend. En daar spelen volgens Zach Bush microben, bacteriën en virussen juist een belangrijke rol in. Een uiterst interessante visie die een doorn is in het oog van de huidige medicijnkunde die zijn basis kent in de omgekeerde visie van Louis Pasteur, die stelde dat we de bacteriën die ons ziek maken dienen te bestrijden.

“If we fail as a human species right now to emerge with this new sense of self identity, this new sense of connectivity to mother nature, so we can become co-creators with the regenerative force on the planet, our next step may be extinction.”

Wat vooral nodig is om onze zelfdestructieve neigingen een halt toe te roepen is ons dus vereenzelvigen met het idee dat wij onlosmakelijk verbonden zijn met de aarde,

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Weder Rebellion, noch Aufruhr oder Ungehorsam

21-10-20 02:58:00,

Angeklagte Mitglieder des Parlamentspräsidiums im Juli auf dem Weg zum Prozess in Barcelona. Bild: R. Streck

Der Freispruch des Chefs der katalanischen Polizei Trapero wirft ein Schlaglicht auf die absurden Verurteilungen gegen Politiker und Aktivisten. Ein Kommentar

Das Kartenhaus einer angeblichen Rebellion und Aufruhr in Katalonien bricht in sich zusammen. Ausgerechnet der Nationale Gerichtshof in Madrid, ein Sondergerichtshof, kam nun zum gleichen Ergebnis wie das Oberlandesgericht in Schleswig im Fall des katalanischen Exil-Regierungschefs Carles Puigdemont. Die Führung der katalanischen Polizei und ihr bekannter Chef Josep Lluís Trapero, der sich nach den islamistischen Anschlägen im Sommer 2017 in Barcelona und Cambrils trotz spanischer Behinderungen einen Namen mit der schnellen Aufklärung gemacht hatte, wurden am Dienstag von allen Vorwürfen freigesprochen. Auch das Sondergericht konnte weder eine Rebellion oder Aufstand im Rahmen des Unabhängigkeitsreferendums erkennen, ja sogar der Vorwurf des Ungehorsams wurde gegen Trapero und seine Kollegen verworfen.

Den absurden Vorwurf einer Rebellion, ein bewaffneter Aufstand mit Kriegswaffen wie beim Putschversuch 1981, hatte das Ministerium für Staatsanwaltschaft ohnehin schon verworfen. Dieser Vorwurf war vor einem Jahr am völlig politisierten Obersten Gerichtshof gescheitert, der aber immerhin ehemalige Regierungsmitglieder und Aktivisten für bis zu 13 Jahre wegen “Aufruhr” verurteilt hatte. Das war ebenfalls absurd, da die dafür notwendige massive Gewalt nicht ausgeübt worden war. Das hatte schon das Oberlandesgericht Schleswig festgestellt und auch Belgien, Großbritannien und die Schweiz liefern Exil-Politiker nicht aus, weil der Vorwurf an den Haaren herbeigezogen ist.

In Spanien sieht man das gerne anders, wo man mit allen Mitteln, und nicht allein in Katalonien, an Vorwürfen nach politischen Vorgaben wie gerade in Galicien bastelt. Allerdings scheitert man damit immer wieder auch vor ordentlichen Gerichten, wie gerade im Fall angeblicher katalanischer Terroristen. Wie hier geschieht das oft erst nach einem Umweg über den Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) in Straßburg. Die Betroffenen haben die langen Haftstrafen dann meist schon abgesessen.

Letztlich sind aber auch die Freisprüche gegen Trapero – dessen Karriere zerstört wurde – sowie gegen Pere Soler, Cèsar Puig und Teresa Laplana politische Entscheidungen. Es gab genauso wenige oder genauso viele “Beweise” für Aufruhr und Ungehorsam im Fall der Mosso-Führung wie im Fall der dafür die verurteilten Politiker und Aktivisten.

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„Weder links noch rechts“

29-09-20 03:18:00,

Lieber Herr Müller!

Sie haben unbedingt recht! Wir müssen die Debatte über „weder links noch rechts“ führen! Vielen Dank, dass Sie sich um diese Frage bemühen. Ich möchte daher hier kurz zu Ihrem Artikel in den Nachdenkseiten, „Die Parole ‚Weder links noch rechts‘ begünstigt rechts, sie begünstigt die Neoliberalen und das Militär“ (1), Stellung nehmen.

Sie haben recht, zugleich aber irren Sie sich nach meiner Meinung auch in einem wesentlichen Punkt.

Worin haben Sie recht? Sie haben darin recht — und das schätze ich eben an Ihnen und an den Nachdenkseiten sehr — dass Sie auf der Seite der Menschen stehen, die ausgebeutet, ausgeplündert und entwürdigt werden. Und Sie haben darin recht, dass Sie auf der Seite von Frieden und gegen die zunehmende Bedrohung durch Krieg stehen. Und auch in der dritten großen Frage der Menschheit, der Zerstörung der Biosphäre durch das Wüten des „Kapitalismus“, haben sie recht, weil Sie das Problem sehen und die Ursachen bekämpfen wollen.

Wo könnten Sie da noch nicht recht haben? Auf den Punkt gebracht: Sie möchten die Bezeichnungen „links“ und „rechts“ unbedingt aufrechterhalten. Sie lehnen es ab, dass die Menschen aus der Rechts-Links-Fixierung heraustreten. Dabei denke ich — bitte erlauben Sie mir zu interpretieren —, dass ich in Ihren Texten diesbezüglich zunehmend eine positive Unsicherheit spüre.

In meinen Augen ehrt Sie das, weil man sehen kann, dass Sie offenbleiben. Dieser Haltung entspricht auch der Abdruck von 17 Leserbriefen (2), die alle mehr oder weniger klar machen, dass sich mit der Abgrenzung von der Rechts-Links-Fixierung auch etwas Positives, Neues entwickeln kann. Vielleicht bietet eben gerade diese neue Sichtweise große Chancen und macht uns keineswegs hilf- oder perspektivlos!

Sie sehen ganz richtig die Gefahr, dass eine Bewegung von zum Beispiel „rechten Kräften“ vereinnahmt wird. Aber schon allein das Spektakel am Reichstag am 29. August zeigt vor allem eines: Dieses Spektakel wurde — leicht durchschaubar — von der Politik und den Geheimdiensten im Auftrag der Regierenden veranstaltet. Damit gelang allerdings nur eine Vereinnahmung durch „rechte Kräfte“ in der von den „leitenden“ Medien veröffentlichten und daher solcherart gestalteten „öffentlichen Meinung“.

Eine solche Vereinnahmung gelingt hingegen keineswegs in einer Bewegung, die selbst denkt. Von „linken Kräften“ gibt es sowieso keine Bestrebungen, die Bewegung, die durch die Corona-Maßnahmen und die verordnete Irrationalität entstanden ist,

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Leserbriefe zu „Weder links noch rechts!” – also nirgendwo“

22-05-20 04:43:00,

In diesem Artikel hat Albrecht Müller versucht zu erklären, dass eine Unterscheidung in links und rechts auch heute Sinn macht. Diese Einschätzung wurde vor dem Hintergrund der Parteigründung von „Widerstand 2020“ und einigen Formulierungen des Mitgründers Dr. Bodo Schiffmann getroffen. Sehr schnell haben viele unserer Leserinnen und Leser auf diesen Beitrag reagiert – viele auch sehr kritisch, aber betont sachlich. Für die eingereichten Leserbriefe bedanken wir uns sehr herzlich. Es folgt eine Auswahl der Antworten. Zusammengestellt von Christian Reimann. Und vorweg noch ein paar Bemerkungen des Autors Albrecht Müller:

Einleitende Anmerkungen zu den Leserbriefen von Albrecht Müller:

  1. Es kamen so viele interessante Leserbriefe und so viele Anstöße zu einer notwendigen Diskussion, dass ich darauf in einem gesonderten Beitrag eingehen werde. Der Arbeitstitel dieses kommenden Beitrags lautet:

    „Ist die Überwindung der nunmehr 40 Jahre herrschenden neoliberalen Ideologie ein neutrales Projekt, weder links noch rechts?“

    Vielleicht wäre mein Text “Weder links noch rechts!” – also nirgendwo besser verstanden worden, wenn ich den Begriff Neoliberalismus dort schon gebraucht hatte. Ich hätte zum Beispiel schreiben müssen: In einer Zeit, in der es dringend geboten ist, die neoliberale Ideologie und Praxis aus dem Tempel zu jagen, bringt es nichts, wenn man mit der Formel „weder links noch rechts“ auch jene abwertet, die den Kampf gegen die neoliberale Ideologie und Praxis führen und sich als links verstehen.

  2. Viele, sehr viele Leserbriefe kamen von Menschen, die sich bei der neuen Partei „Widerstand 2020“ engagiert haben oder engagieren wollen. Sie haben meinen Artikel als Angriff auf ihr neues politisches Engagement empfunden. Das war jedenfalls so nicht gemeint. Alleine die Tatsache, dass ich nicht nur Dr. Schiffmann, sondern auch den ehemaligen SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Zeugen aufgerufen hatte, hätte eigentlich das Missverständnis vermeiden helfen müssen.
  3. Eine Reihe von Leserinnen und Lesern hat sich über die aus ihrer Sicht spürbare Polemik meiner Formulierungen beklagt. Die Polemik tut mir leid. Aber ich bitte um Verständnis: Es liegen jetzt 50 Jahre der Verfolgung alles Linken hinter unserem Land und auch hinter mir. Links war schon direkt in der Nachkriegsgeschichte Westdeutschlands verpönt, links war in der Auseinandersetzung mit den 68ern verpönt, die Verteufelung alles Linken war die durchgängige Angriffslinie der Rechtskonservativen und des großen Geldes im Wahlkampf 1972, für den ich auf Seiten Willy Brandts und der SPD in verantwortlich war.

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“Weder links noch rechts!” – also nirgendwo

19-05-20 01:12:00,

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat, als er seine sogenannte Reform Hartz IV einer breiten Öffentlichkeit andienen wollte, dem Sinne nach behauptet, es gebe weder linke noch rechte Wirtschaftspolitik. Er hat ehrenwerte Nachfolger. Die herausragende Person der neuen Parteigründung “Widerstand 2020”, Dr. Bodo Schiffmann, hat in einer aktuellen Rückbetrachtung auf die Parteigründung angemerkt, die neue Partei sei weder links noch rechts. Sicher sind solche Sprüche popular – bei Leuten vor allem, die sich mit der Richtung der Politik nicht auseinandersetzen und sich damit auf keinen Fall identifizieren wollen. So zu reden kommt bei Menschen an, die orientierungslos sind, und auch bei solchen, die sich nicht entscheiden wollen, und auch wohl bei solchen, die sich noch keinerlei Gedanken darüber gemacht haben, welche verschiedenen grundlegenden Anschauungen vom Menschen und von der Welt es bei politisch tätigen Menschen geben kann – man könnte auch sagen: welche Werte die Programme und die praktische Politik bestimmen sollen. Albrecht Müller.

Es ist eigentlich sonnenklar, was links ist und was rechts ist.

Zum Beispiel:

  1. Solidarität und Mitgefühl oder “Jeder ist seines Glückes Schmied?”

    Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen solchen Politikerinnen und Politikern, die glauben, jeder sei seines Glückes Schmied, also jenen, die glauben, es komme nicht auf die Solidarität anderer Menschen und der Gesellschaft als ganzer an, es sei nicht nötig mit gesetzlichen Regeln und insbesondere mit Steuergesetzen mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Auf der anderen Seite gibt es jene Menschen und Politiker, die für eine zupackende Vermögenssteuer, für eine umverteilende Erbschaftssteuer, für einen progressiven Einkommensteuer eintreten.

    Die Frage, wie Politik und Gesellschaft die Einzelnen vor den Risiken des Lebens abzusichern versucht, also bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pflegebedürftigkeit und im Alter beantworten Rechte und Linke sehr verschieden. Und die Antwort ist sehr entscheidend für das Glück der Menschen.

  2. Aktive Beschäftigungspolitik oder der Markt wird’s schon richten

    Es gibt Menschen, Politiker, sogar Wissenschaftler und viele davon, die glauben, der Markt werde schon für Arbeitsplätze sorgen, wenn er frei genug ist. Dann sorge der Markt von alleine dafür, dass genügend Arbeitsplätze angeboten werden und jeder Mensch einen Arbeitsplatz entsprechend seinen Möglichkeiten findet. Dann gibt es andere Menschen, die aus Erfahrung wissen, dass der Markt das Arbeitslosenproblem nicht befriedigend regelt und dass deshalb eine staatliche aktive Beschäftigungspolitik notwendig sei.

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