Kritik wegen fehlender Schutzmaske: 53-Jähriger vor Berliner Supermarkt niedergeschlagen

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24-05-20 10:35:00,

Panorama

22:46 23.05.2020(aktualisiert 22:49 23.05.2020)

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Ein Kunde hat in einem Berliner Supermarkt den fehlenden Mund-Nase-Schutz eines Mannes und seiner Begleiterin bemängelt. Die Kritik kam bei dem Paar aber gar nicht gut an: Es hat den 53-Jährigen vor dem Supermarkt niedergeschlagen und mit Tritten an den Kopf verletzt.

Der Kunde soll zuvor eine Kassiererin auf den fehlenden Mundschutz des Mannes und dessen Begleiterin aufmerksam gemacht haben, teilte die Polizei am Samstagabend mit.

©
REUTERS / Joachim Herrmann

Nachdem der 53-Jährige das Geschäft verlassen habe, soll der kritisierte Mann auf ihn zugegangen sein und mit ihm diskutiert haben. Kurz darauf habe er unvermittelt auf den 53-Jährigen eingeschlagen, der zu Boden gegangen sei. Während die Begleiterin des Schlägers sich dann auf den liegenden Mann gesetzt haben soll, trat ihr Partner den Angaben zufolge gegen den Kopf des Opfers. Der 53-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen.

Die Polizei sucht nun den Schläger und dessen Begleiterin.

ta/gs/dpa

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Demenzkranke wegen Corona isoliert und an Stuhl gefesselt

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07-05-20 09:54:00,

Urs P. Gasche / 07. Mai 2020 –

Brigitte B. ist selber nicht von Sars-CoV-2 angesteckt. Doch ihr Ehemann dürfe sie nicht mehr betreuen, verordnet ein Pflegeheim.

Seit vielen Jahren betreut Paul Bossert, 82, zusammen mit seinem Freund Rainer Hoffmann seine an Alzheimer erkrankte Ehefrau Brigitte, 72. Jeweils von Dienstag bis Samstag haben die beiden Männer die heute schwer demente Frau in den jeweiligen Pflegeheimen als «Hilfspfleger» jahrelang betreut, ihr das Essen eingelöffelt und sie spazieren geführt. An den Samstagen holte Bossert seine Frau nach Hause und pflegte sie bis am Dienstag rund um die Uhr.

Doch seit dem 16. März, als der Bundesrat Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen anordnete, ist alles anders. Paul Bossert durfte seine Ehefrau im Alters- und Pflegeheim Schlossacker in Binningen BL nicht mehr besuchen und betreuen.

Als er sie drei Wochen später, am 4. April, entgegen dem Willen des Pflegeheims, in die gemeinsame Wohnung in Basel holte, um sie während zehn Tagen bis nach Ostern zu Hause zu pflegen und zu betreuen, fand er eine Frau vor, die «mit meiner Frau nicht mehr viel Gemeinsames» hatte. Den traurigen Anblick werde er nicht so schnell vergessen (siehe sein Bild).

Brigitte Bossert «bestand praktisch nur noch aus Haut und Knochen, war dehydriert, hatte 5 Kilo abgenommen und wog noch 49,9 Kilo». Am 25. März hatte sie bei einem Sturz ein Hämatom erlitten, am 2. April war sie um 21.45 Uhr erneut gestürzt, wurde aber erst nach ein Uhr nachts verarztet.

An den Rollstuhl gefesselt

Paul Bossert musste feststellen, dass seine Frau Brigitte im Pflegeheim Schlossacker mehrfach an den Rollstuhl gefesselt worden war. Sie machte zuweilen einen sedierten Eindruck.«Ich weiss, dass diese Massnahme nur dazu dient, die Betreuung zu minimieren», berichtet Bossert aus früheren Erfahrungen mit seiner Ehefrau. Es werde zwar immer behauptet, dass das Klemmbrett, sprich der Schwedenstuhl, nur zur Sicherheit der Bewohner angewendet werde, ohne zu bedenken, dass damit das kognitive Verhalten der Bewohner gemindert werde.

Die sogenannte «Fixierung» von Patientinnen und Patienten wird in Deutschland als strafbare Freiheitsberaubung geahndet, sofern die Fixierung nicht von einem Gericht angeordnet wird.

In der Schweiz erlaubt das Zivilrecht «Einschränkungen der Bewegungsfreiheit» von Erwachsenen nur dann, wenn sie

  • eine «ernsthafte Gefahr für das Leben oder die körperliche Integrität der betroffenen Person oder Dritter abwenden»;

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Mit oder wegen Corona – einige schwierige Korrekturen durchführen. Toll.

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08-04-20 01:59:00,

“You never let a serious crisis to go to waste. And what I mean by that it’s an opportunity to do things you think you could not do before.“ Das sagte der amerikanische Politiker Rahm Emanuel in einem Interview mit dem Wall Street Journal 2008. Ist die Corona-Pandemie eine solche Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, um einige schwierige Korrekturen durchführen zu können? Von Florian Linse[*].

Es stellt sich die Frage, ist die Gesellschaft dazu bereit? Die Rahmenbedingungen müssen passen. Viel ist im Zuge des neoliberalen Umbaus der Gesellschaft sowieso schon auf „Linie“ gebracht. Die Politik (Parteien), die Medien (Mainstream mit seinem Personal), internationale Organisationen wie die WHO (man denke an die Umdefinierung, ab wann eine Epidemie eine Pandemie ist).

Mit der Ausbreitung einer Krankheit macht man den Menschen Angst. Dass ihre Gesundheit in Gefahr ist. Zumindest mit so einem Virus funktioniert das. Es funktioniert ja scheinbar nicht mit Luftverschmutzung, Umweltgiften, nuklearer Strahlung und dergleichen, obwohl das auch alles krank macht und Menschenleben kostet. Aber es kommt wohl auch darauf an, wie die Angstmache organisiert wird.

Im Sog der Pandemie, mit der eigenen, daraus entstehenden Logik, entstehen Maßnahmen. Eine der Hauptmaßnahmen ist das Anhalten weiter Teile der Wirtschaft (eingeschlossen Dienstleistungen, im großen Stil z.B. der Tourismus). Ausgenommen sind Nahrungsmittel und wichtige Dinge des täglichen Lebens, sozusagen Verbrauchsmaterial. Also haben Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken und Tankstellen offen. Der Bau z.B. ist ein großer Wirtschaftszweig, der weiterläuft. Aber wohl auch nicht mit dem gleichen Schwung.

Hinter der Überflussgesellschaft steht eine Produktion, die alles im Überfluss produzieren kann. Glaubt man den Zahlen der letzten Jahrzehnte, dann könnte auch noch mehr produziert werden. Die großen Konzerne hätten lieber mehr Wachstum und höhere Steigerungsraten. Aber die Abnehmer fehlen oder deren Kaufkraft ist nicht ausreichend.

Viele große Industrien produzieren auf „Kante“. Gerade so viel, dass die Lager nicht zu voll werden. Manchmal werden die Lager trotzdem zu voll, Ware steht auf Halde oder wird dem Handel in die Lager gedrückt. Es wird geschoben, was geht, bis alle Puffer ausgeschöpft sind. Können die Umsätze nicht gehalten werden, kommt der deflationäre Schock. Die Preise brechen ein, Angestellte müssen im großen Stil entlassen werden. Was könnte man tun, wenn man sieht, dass eine solche Situation bevorsteht?

Wie wäre es,

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Von wegen Killervirus

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18-03-20 10:08:00,

Eine amerikanisch-japanische Forschergruppe hat jetzt neue, umfangreiche Daten zur Infektion in China mit dem Coronavirus (Covid-19) erhoben (Bericht), die einigermaßen realistisch sind.

Der Bericht ist eine Vorabveröffentlichung, die noch nicht einem Peer-Review unterzogen wurde. Da solche Reviews sich oft über Monate hinziehen und am Ende die Befunde niemanden mehr interessieren, müssen wir damit vorliebnehmen und den Daten bereits jetzt vertrauen.

Nach den Befunden der Forscher ist die Infektionsrate sehr, sehr viel höher, als bislang bekannt war. Offenbar beruhten die bisherigen mathematischen Modelle auf falschen Zahlen.

Demnach ist auch die Sterblichkeitsrate um ein Vielfaches niedriger, als die Forscher bisher errechneten. Statt, wie vielfach berichtet, bei 4,19 Prozent, liegt sie tatsächlich bei nur 0,04 Prozent. Sie ist also um das 100-fache niedriger als bisher berichtet wird.

Die Forscher haben keine Analyse nach Altersgruppen gemacht. Aber aufgrund ihrer Zahlen kann man die Raten von Risikogruppen neu berechnen.

Wenn, wie der Berliner Kurier berichtet, aufgrund bisheriger Zahlen für Menschen in Deutschland im Alter zwischen 55 und 70 Jahren ein Risiko von 4,0 Prozent und für Menschen ab 80 Jahren ein Risiko von 14,8 Prozent errechnet wurde, dann müssen wir diese Zahlen jetzt durch 100 teilen.

Demnach haben

  • 55 bis 79-jährige Menschen ein Sterberisiko von 0,04 Prozent und
  • über 80-jährige Menschen ein Sterberisiko von 0,15 Prozent (1,5 Promille).

Jeder Tote ist zu viel. Aber bei der Influenza sterben deutlich mehr. Dort liegt die Sterblichkeit bei 0,1 bis 0,2 Prozent. Und vor allem: Diese Menschen müssen überhaupt nicht sterben, wenn man den Schutz auf sie abstellt, statt die ganze Nation unter Hausarrest zu stellen.

„Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza“, schrieb das Magazin „Focus“ vor kurzem. Chefarzt Clemens Wendtner von der Schwabinger Klinik für Infektiologie schrieb in der gleichen Focus-Ausgabe:

„Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich.“

Er hat recht behalten. Die Sterblichkeit ist sogar noch geringer.

Der Forscher John P. A. Ioannidis von der renommierten Stanford-Universität warnt davor, die Zahlen, die wir haben, einfach hochzurechnen.

Er schreibt, wir laufen sonst Gefahr, dass die Regierungsmaßnahmen in einem Fiasko enden,

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Von wegen Pandemie

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14-03-20 02:19:00,

Zhang Jianfeng schreibt in dem CCTV-Artikel „With virus basically curbed, China pushes ahead battle against economic fallout“ vom 13. März 2020:

„Im krassen Gegensatz zu der schnellen Ausbreitung in der Welt wurde die Virusausbreitung in China im Großen und Ganzen eingedämmt, wobei die neuen Risiken im Wesentlichen von importierten Fällen kommen, Die Nationale Gesundheitskommision sagte, sie hätte Berichte von 15 neuen bestätigten Fällen auf dem Festland am Mittwoch, darunter waren 6 importierte Fälle.“

Und weiter:

„Stand Ende Februar haben 95 Prozent der Betriebe in Petrochemie, Telekommunikation, Elektrizität und Transport-Industrie den Betrieb wieder aufgenommen, während die Belegschaft in 80 Prozent der ausländisch-finanzierten Unternehmen zur Arbeit zurückgekehrt ist. Während der Rest der Weltwirtschaft zunehmend wegen des Ausbruchs von Angst ergriffen wird, bietet Chinas Rückkehr zur Normalität den dringend benötigten Komfort.“

Im Kampf gegen den Coronavirus hatte China auch ausländische Medikamente eingesetzt beziehungsweise setzt diese immer noch ein. Amerika21 schreibt am 22. Februar 2020 in dem Artikel „Medikament aus Kuba als Schlüssel zur Behandlung des Coronavirus?“:

„Das kubanische Pharmakon ‚Rekombinantes Interferon alfa 2b (IFNrec)‘ ist eines von 30 ausgewählten Medikamenten, um das Coronavirus in China zu bekämpfen. Es soll laut Medienberichten bisher bereits über 1.500 Patienten geheilt haben. Seit dem 25. Januar wird es in dem chinesisch-kubanischen Werk Chanheber in der Provinz Jilin produziert, wie die kubanische Botschaft in China mitteilte. (…)

Es verhindert die Vervielfältigung des Virus in den Zellen, was auch bei der Behandlung von unterschiedlichen Krebsarten Erfolge erzielt. (…)

Bereits Anfang Februar wurde das US-amerikanische Antivirusmedikament Remedevisir als mögliche Lösung für das Coronavirus gehandelt und an über 700 Patienten getestet. Ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, hatte es erfolgversprechende Wirkung bei anderen Coronaviren wie SARS oder MERS gezeigt und die Krankheitssymptome der Behandelten innerhalb kurzer Zeit gelindert. Derzeit ist das Medikament lediglich für klinische Tests zugelassen. Entsprechende Studien werden aktuell an der chinesischen Akademie und in Krankenhäusern in Wuhan durchgeführt. Deren Ergebnisse müssen zunächst abgewartet werden. Bereits jetzt hat die chinesische Regierung jedoch ein nationales Patent auf das Medikament angemeldet, welches durch die US-amerikanische Firma Gilead Sciences entwickelt worden war und aktuell für Debatten um den Umgang mit geistigem Eigentum sorgt.“


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Wegen Untätigkeit: Cornavirus wird schlimmer, als gedacht | Anti-Spiegel

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07-03-20 03:08:00,

Die Corona-Epidemie wird wohl schlimmer, als ich gedacht habe. Ich bin kein Freund von Panikmache oder Katastrophenmeldungen. Aber eine Analyse der nackten Zahlen zeigt auf, dass es wohl schlimmere Folgen haben wird, als ich bisher gedacht habe.

Bei meinen bisherigen, aus jetziger Sicht recht optimistischen, Einschätzungen bin ich davon ausgegangen, dass die betroffenen Länder – also die EU – entschlossene Maßnahmen ergreifen. Aber danach sieht es bisher nicht aus und wenn die Zahlen der Infizierten auch noch sehr gering sind, so ist doch deutlich sichtbar, dass die Verbreitung des Coronavirus in der EU außer Kontrolle geraten ist.

Das hat drei Gründe:

Erstens die lange Inkubationszeit. Der Virus kann bis zu 14 Tage brauchen, bis ein Mensch Symptome zeigt, aber er ist schon recht früh ansteckend. Das bedeutet, dass ein Infizierter tagelang andere Menschen anstecken kann, ohne dass jemand weiß, dass er Infiziert ist.
Zweitens der meist harmlose Krankheitsverlauf. 80 Prozent der Erkrankungen verlaufen wie eine normale Erkältung. Die Betroffenen haben Schnupfen, ein Kratzen im Hals und vielleicht ein wenig erhöhte Temperatur. Viele gehen mit diesen Symptomen weiterhin zur Arbeit und leben ihr Leben normal weiter, ohne zu wissen, dass die das Coronavirus haben und weitergeben.
Drittens überlebt das Virus auf Oberflächen bis zu vier Tage. Wenn also zum Beispiel ein Infizierter nach dem Naseputzen oder Niesen einen Einkaufswagen im Supermarkt anfasst und in Ruhe seine Einkäufe macht, wird er wahrscheinlich das Virus darauf zurücklassen. Der nächste Kunde, der den Einkaufswagen benutzt, bekommt das Virus an seine Hände und sobald er sich einmal an die Schleimhäute im Gesicht (Augen, Nase, Mund) fasst, ist er wahrscheinlich infiziert.

Daher hat China völlig richtig reagiert, als es betroffene Regionen konsequent wochenlang unter Quarantäne gestellt und alles, auch die Straßen, desinfiziert hat. Einen anderen Weg gibt es nicht, solange es keinen Impfstoff gibt. China ist es so gelungen, das Virus im Land einzudämmen. Das hat zwar nach aktuellen Zahlen zu einem Rückgang des Exportes von über 17 Prozent geführt, ist also ein schwerer Schlag für die Wirtschaft, aber es war wohl eine notwendige Maßnahme.

Von solchen Maßnahmen ist in Europa nichts zu sehen. Dabei gilt Europa mittlerweile international als Risikogebiet. Am Freitag hat die Stadt Moskau zum Beispiel eine Liste von Ländern herausgegeben. Wer aus einem dieser Länder in Moskau ankommt,

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Von wegen Demokratie

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06-03-20 02:22:00,

Erinnert sei insoweit an den Realschullehrer und Antifaschisten Michael Csaszkóczy in Baden-Württemberg: Ihm hatte die damalige CDU-Kultusministerin 2004 — trotz Qualifikation — wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue die Einstellung in den staatlichen Schuldienst verweigert. Zur Last gelegt wurde ihm sein linkspolitisch-antifaschistisches Engagement und anderes in der linken Rechtshilfe-Organisation Rote Hilfe und in der Antifaschistischen Initiative Heidelberg. Deshalb musste er sich durch die Instanzen klagen: 2007 ist das Berufsverbot nach fast vier Jahren in zweiter Instanz endlich für rechtswidrig erklärt und Michael Csaszkóczy daraufhin in den Schuldienst eingestellt worden.

Auf gerichtlichem Wege konnte er Schadensersatz als Wiedergutmachung für erlittene Nachteile erzwingen — eine Ausnahme in der Geschichte bundesdeutscher Berufs-verbotsfälle (1). Dennoch ist seine Überwachung durch den „Verfassungsschutz“ 2016 gerichtlich für rechtens und die Weigerung des „Verfassungsschutzes“, seine Akte aus Geheimhaltungsgründen offenzulegen für gerechtfertigt erklärt worden (2).

Insoweit ähnlich erging beziehungsweise ergeht es Silvia Gingold, Tochter jüdischer Wider-standskämpfer, deren Berufsverbot als Lehrerin in den 1970er Jahren unter anderem wegen Mitgliedschaft in der angeblich linksextremistisch beeinflussten Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes — Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) schon lange zurückliegt: Sie kämpft heute immer noch vor Gericht um ihre aus Geheimhaltungsgründen größtenteils geschwärzte Verfassungsschutz-Akte und um die Einstellung ihrer Beobachtung, die unter anderem wegen ihres VVN-Engagements immer noch andauert (3).

Hinsichtlich neuerer Berufsverbote beziehungsweise Berufsverbotsversuche sei weiterhin erinnert an Kerem Schamberger in Bayern (4), der aufgrund einer Überprüfung durch den „Verfassungsschutz“ 2016 wegen seiner Funktion als Sprecher der DKP sowie als Mitglied von SDAJ, Roter Hilfe und VVN lange auf seine Doktorandenstelle an der Münchner Universität warten musste — oder etwa an Benedikt Glasl, ebenfalls in Bayern, der 2017 nicht Lehrer-Referendar werden sollte, weil er früher zwei linken Gruppen angehörte: dem Sozialistisch-demokratischen Studierendenverband SDS und der Linksjugend Solid, die dem bayerischen VS als „linksextremistisch“ gelten. Inzwischen, 2018, wurde Glasl doch als Beamter auf Probe eingestellt; auch er bekam Schadensersatz zugesprochen (5).

Man fühlt sich bei solchen Fällen partiell zurückversetzt in vergangen geglaubte Zeiten: in die 1970er und -80er Jahre des vorigen Jahrtausends, als eine ausufernde Berufsverbote-Politik das politisch-kulturelle Klima der damaligen Bundesrepublik vergiftete. Betroffen war seinerzeit die gesamte Linke, von Kommunisten über Jusos bis zu jungen Linksliberalen, die eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst suchten oder aber dort bereits tätig waren — ob als Lehrer,

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Panik wegen Corona-Epidemie – It´s the economy, stupid! | Anti-Spiegel

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04-03-20 07:00:00,

Die Pandemie des Coronavirus ist nicht mehr aufzuhalten. Die Zahlen der weltweit Infizierten ist zwar noch gering, aber sie wächst exponentiell und die Ausbreitung des Virus ist außer Kontrolle.

Einleitend will ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich den Coronavirus für nicht sehr gefährlich halte. Die bekannten Zahlen sprechen von einer Todesrate von zwei bis drei Prozent. Für die Betroffenen und ihre Hinterbliebenen ist das natürlich schrecklich, aber es ist eben trotzdem keine Gefahr für die Menschheit. Gefährlich ist das Virus jedoch für ältere Menschen und für Menschen mit Vorerkrankungen zum Beispiel des Herz-Kreislaufsystems. Da kann die Todesrate auf 15 Prozent steigen. Aber das bedeutet auch, dass 85 Prozent die Erkrankung überleben. Die aktuellen Zahlen habe ich hier zusammengestellt.

Die Verbreitung ist nicht aufzuhalten

Die Verbreitung des Virus zu verhindern ist praktisch unmöglich. Das hat zwei Gründe: Erstens ist die Inkubationszeit, also die Zeit in, der man zwar infiziert und ansteckend ist, aber noch keine Symptome hat, mit bis zu 14 Tagen recht lang. Man kann den Virus also bis zu 14 Tage lang in seiner Umgebung verbreiten, bevor man krank wird. Zweitens bemerken viele Kranke gar nicht, dass sie den Coronavirus haben. Bei 80 Prozent verläuft die Krankheit unauffällig, man hat Schnupfen und ein Kratzen im Hals, vielleicht noch leicht erhöhte Temperatur. Das bedeutet, dass viele die Erkrankung gar nicht bemerken und sogar weiterhin zur Arbeit gehen, denn wer lässt sich wegen Schnupfen krank schreiben?

Man könnte den Virus nur aufhalten, wenn man alle Menschen gleichzeitig testet und dann alle Infizierten isoliert. Das ist aber unmöglich, daher lässt sich die Verbreitung kaum verhindern. Das war im Grunde schon seit Wochen klar und nun hat es auch die deutsche Politik eingesehen. Der Gesundheitsminister hat heute verkündet, dass in Deutschland eine Epidemie herrscht. Und wenn man die Zahlen anderer Länder anschaut, ist klar, dass es sich nicht nur um eine auf ein Land begrenzte Epidemie ist, sondern eine Pandemie, die die ganze Welt betreffen wird. Das zeigt die Kurve der weltweiten Infektionen (ohne China) deutlich.

In China ist die Lage inzwischen einigermaßen unter Kontrolle und die Quarantänemaßnahmen werden langsam zurückgefahren. Dafür fordert China nun die im Ausland lebenden Chinesen auf, ihre Heimat vorläufig nicht zu besuchen, weil China einen „Re-Import“ des Virus verhindern will.

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Was sind die Gründe für den Eklat wegen Putins Äußerungen über den Zweiten Weltkrieg? | Anti-Spiegel

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30-12-19 11:17:00,

Polen hat den russischen Botschafter einberufen, weil Putin den polnischen Botschafter der 1930er Jahre in Deutschland, Jozef Lipski, ein „antisemitisches Schwein“ genannt hat. Was sind die Hintergründe?

Ich habe immer mal wieder aufgezeigt, dass die Geschichtsschreibung in Russland ganz anders auf die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges blickt, als wir es aus Deutschland kennen. Und da derzeit im Westen Versuche gemacht werden, die Kriegsschuld nicht nur bei Deutschland zu suchen, sondern auch bei der Sowjetunion, die in dem Krieg so viele Menschen verloren hat, wie alle anderen Kriegsteilnehmer zusammen, stößt das in Russland auf sehr deutliche Reaktionen.

Zuletzt hat Putin selbst mitgeteilt, sich die Akten aus den Archiven bestellt zu haben, um sich mit dem Originaldokumenten ein eigenes Bild zu machen. Die Ergebnisse hat er präsentiert und er hat angekündigt, selbst einen Artikel über das Thema schreiben zu wollen. Ich habe darüber vor einigen Tagen bereits berichtet.

Ich mache mir hier ausdrücklich keine Sicht zu eigen, mein Fachgebiet ist die aktuelle Politik, nicht die Geschichte. Aber ich habe zumindest die Behauptungen, die in Russland aufgestellt werden, überprüft, soweit mir das möglich war. Und wenn Russland zum Beispiel Polen vorwirft, dass es sich an der Zerschlagung der Tschechoslowakei beteiligt und zusammen mit Deutschland Teile des Landes annektiert hat, dann stellt sich das als wahr heraus. Nur steht das nicht in deutschen Geschichtsbüchern, aber wer zum Beispiel über die Geschichte des Teschener Gebietes recherchiert, der findet heraus, dass es tatsächlich so war.

Meine Aufgabe ist es als Journalist, der sich für die Wahrheit interessiert, auch darüber zu berichten, wie Russland auf die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges blickt, wenn dieses Thema Teil der aktuellen Tagespolitik wird. Und das ist geschehen, denn die Versuche des Westens, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben, haben in Russland dazu geführt, dass das Thema auf der aktuellen Tagesordnung gelandet ist. Und nun hat auch der Spiegel darüber berichtet, dass Polen den russischen Botschafter einberufen hat.

Die deutschen Medien können mit dem Thema bisher nicht viel anfangen und entsprechend kurz war der Artikel im Spiegel. Aber da ich vermute, dass wir davon demnächst noch mehr hören werden, will ich zum besseren Verständnis die russische Sicht wiedergeben, die deutsche ist ja allgemein bekannt. Ich mache mir die russische Sicht wie gesagt nicht zu eigen,

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Wegen vieler Leserfragen: Was ist das für ein Artikel, der für Dezember einen Sonnensturm ankündigt? | Anti-Spiegel

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16-10-19 04:57:00,

Auch wenn ich dazu nichts schreiben wollte: wegen der vielen Mails äußere ich mich zu einem Artikel, der auf einer russischen Seite erschienen ist und nun durch das Internet geistert und für den Dezember vor eine „langen Nacht“ warnt.

Ich habe leider so viele Fragen zu dem Artikel bekommen, dass ich mich nun dazu äußern muss, wenn ich nicht weiterhin viele einzelne Mails beantworten will. Daher in aller Kürze:

Jeder kann schnell selbst herausfinden, dass es keinerlei Möglichkeit gibt, einen Sonnensturm vorherzusagen. Es gibt zwar Zyklen der Sonne, die mehrere Jahre dauern und in denen die Aktivität der Sonne ab- und zunimmt, aber einen konkreten Sonnensturm, noch dazu seinen Ort und seine Intensität vorherzusagen, und das auch noch drei Monate im Voraus, ist unmöglich.

Außerdem sind Sonnenstürme nichts anderes als Phasen, in denen die Sonne besonders viele geladene Teilchen ausstößt. Diese halten aber kein Sonnenlicht ab, sie haben also keinerlei Einfluss auf die Helligkeit der Sonne, wie wir sie von der Erde aus sehen. Der einzige sichtbare Effekt sind Wetterleuchten in Polregionen der Erde.

Sonnenstürme sind in der Tat eine Gefahr, denn die geladenen Teilchen können Satelliten beschädigen oder zerstören und sie können sogar zu Stromausfällen führen. Der letzte heftige Sonnensturm hat die Erde irgendwann im 19. Jahrhundert getroffen und hat damals Störungen im Telegrafennetz verursacht und Wetterleuchten waren auch weit südlich zu sehen und nicht nur im äußersten Norden. In unserer heutigen Welt würde ein solcher Ausbruch wahrscheinlich zu flächendeckenden Stromausfällen führen.

Aber nicht zu einer Verdunkelung des Himmels!!!

Zum Schluss zum letzten Satz des Artikels: Als einzige Quelle wird dort eine ukrainische Nachrichtenagentur genannt.

Fazit: Der Inhalt des Artikels ist aus wissenschaftlicher Sicht Unsinn, er gibt keine Primärquelle an und: Nein, in Russland ist das kein Thema, es ist Unsinn!

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch.

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Doha Bank verklagt wegen Al-Kaida Finanzierung in Syrien

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09-08-19 09:29:00,

Eine Beschwerde wurde in London gegen die Doha Bank und Moataz Al-Khayyat eingereicht, wegen des Versandes von sehr großen Geld-Summen an die al-Nusra Front (Al-Qaida in Syrien) und daher ihre Gräueltaten finanziert zu haben [1].

Der Hauptsitz der Bank ist ein Gebäude, das das “D” der Doha Bank wiedergibt. Es erscheint auf allen Fotos der katarischen Hauptstadt.

Die Doha Bank gehört Katar über seine souveräne Investmentfonds (Qatar Investment Authority). Mehrere königliche Familienmitglieder gehören dem Betriebsrat an. Moataz Al-Khayyat (Foto) ist ein katarischer Milliardär syrischer Herkunft. Seine Firma UrbaCon Trading & Contracting-Company (UCC) baut derzeit einen Palast für den Emir al-Thani in London für 300 Millionen Pfund Sterling.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Wegen de voordelen van het menigokokkenvaccin ACWY op tegen de nadelen? – interview deel 1 – Stichting Vaccin Vrij

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25-07-19 07:27:00,

Meningokokkenziekte is eigenlijk geen ziekte, maar een ontsteking van de vliezen die om de hersenen heenzitten. Hersenvliesonsteking kan vele oorzaken hebben, waaronder bacteriën (meningokok B, A, C, W, Y etc.). Ook vaccins kunnen volgens bijsluiters hersenvliesontsteking veroorzaken. Over de bacteriën die hersenvlies ontsteking veroorzaken horen we veel, over de meldingen van vaccins die het doen weinig. Eigenlijk niets. Ouder die geen bijsluiters lezen zullen het niet te horen krijgen van onze voorlichters. In beide gevallen is het zeldzaam. Van de bacteriën is de men. B de belangrijkste veroorzaker, maar die zit niet in het men ACWY-vaccin. Wegen de voordelen van het men ACWY-vaccin op tegen de nadelen? Dr. Joseph Mercola interviewt Barbara Loe Fisher, oprichter van het National Vaccine Information Center (NVIC) in Amerika.

 

 

 

 

Wie zijn Barbara Loe Fisher en Dr. Mercola?

 

Barbara Loe Fisher is de oprichtster van National Vaccine Information Centre (NVIC).
Websites:  www.NVIC.org, www.NVICAdvocacy.org en www.TheVaccineReaction.org
Boeken: The Consumer’s Guide to Childhood Vaccines (1997); Vaccines, Autism & Chronic Inflammation: The New Epidemic (2008); The Emerging Risks of Live Virus and Virus Vectored Vaccines: Vaccine Strain Virus Infection, Shedding & Transmission (2014); Reforming Vaccine Policy & Law: A GuideDPT: A Shot in the Dark (co-auteur)
TV en documentaires: Barbara Loe Fisher was tientallen keren op nationale televisie in USA en verscheen in: The Greater Good, Shots in the DarkVaccines RevealedThe Truth About Vaccines en andere documentaires.

Joseph Mercola is arts en initiatiefnemer van een van de grootste natuurlijke gezondheid-bewegingen in USA. Zijn slogan: Neem de controle over uw gezondheid in eigen hand. Hij informeert de burger over schaduwkanten van pillen en vaccins, en natuurlijke manieren om gezond te blijven. Zijn nieuwsbrief heeft meer dan 1.5 miljoen abonnees.
Websites: www.mercola.org en www.mercola.com
Boeken: Hij is de auteur van drie bestsellers: The Great Bird Flu HoaxThe No-Grain Diet,

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Wegen Staatsverschuldung oder politisch motiviert? Brüssel droht Italien mit massiven Strafen | Anti-Spiegel

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05-06-19 03:59:00,

In den Medien wird heute gemeldet, dass die EU-Kommission harte Sanktionen gegen Italien erlassen möchte, weil es die Maastricht Kriterien nicht einhält. Stimmt das oder gibt es andere Gründe?

Der Spiegel meldet heute unter der Überschrift „Mögliches Defizitverfahren – Italien muss harte Sanktionen fürchten„, dass Italien Strafen aus Brüssel drohen. Und der Spiegel stellt das als Maßnahme dar, die rein auf den Haushaltsdaten begründet ist:

„Lange hat sie dem Treiben in Italien zugeschaut und es bei Ermahnungen belassen – doch jetzt scheint die Geduld der EU-Kommission erschöpft zu sein: Am Mittwoch könnte die Brüsseler Behörde ein Verfahren einleiten, das die Regierung in Rom mit harten Sanktionen bedroht.“

Wir lernen also, dass Italien trotz aller Mahnungen gegen die Stabilitätskriterien verstößt und dafür nun bestraft werden muss. Dass das nicht ganz die Wahrheit ist, kann man auch im Spiegel zwischen den Zeilen lesen:

„Diesen Schritt kann die Kommission einleiten, wenn ein Mitgliedsland gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU verstößt. Dessen wichtigstes Kriterium – ein Haushaltsdefizit von maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts – hält Italien zwar derzeit ein. Gegen ein anderes aber verstößt das Land massiv: Erlaubt ist eine Staatsverschuldung von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Italien liegt sie bei 130 Prozent.“

Nun ist es nichts Neues, dass Italien 130% Schulden hat. Das ist schon sechs Jahre lang so, hat aber nie zu einem Verfahren geführt und wie der Spiegel schreibt, stimmt der Kurs Italiens, denn es hält die drei-Prozent-Regel ein, ein Wachstum der Schulden ist also nicht zu erwarten. Es geht der EU um Maßnahmen, die die ungeliebte italienische Regierung umsetzen möchte und von denen Brüssel behauptet, sie könnten daran etwas ändern:

„Laut den Regeln müsste Rom diesen Berg sukzessive abbauen. Doch die Koalition aus rechtsnationaler Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung hat Gegenteiliges vor: Sie will Steuern senken, Sozialausgaben erhöhen, Investitionen tätigen – und zwar auf Pump. Das, so argumentierte die Regierung in Rom noch Ende 2018, würde das Wirtschaftswachstum auf 1,5 Prozent jährlich steigern. Im ersten Quartal 2019 lag es bei gerade einmal 0,1 Prozent.“

Keine Ahnung, wer Recht hat, das wird die Zeit zeigen. Vielleicht geht die Rechung der italienischen Regierung ja auf. Die EU mag aber die Regierung dort nicht und geht deshalb nun gegen Italien vor,

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Nun wegen EU-Politik: „Gelbwesten“ gehen auf die Straßen in Brüssel

nun-wegen-eu-politik:-„gelbwesten“-gehen-auf-die-strasen-in-brussel

26-05-19 11:52:00,

Gesellschaft

13:39 26.05.2019(aktualisiert 14:03 26.05.2019)

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Mindestens 1500 „Gelbwesten“ wollen laut der Veranstaltungsseite auf Facebook auch am Wahltag in Brüssel im Anschluss an die Proteste in Frankreich gegen den „antidemokratischen und ultraliberalen Charakter der EU-Institutionen friedlich demonstrieren“.

In ihrem Aufruf kritisieren die Demonstranten unter anderem die Arbeitsweise des zu wählenden EU-Parlaments, das „nicht einmal eine demokratische Kontrolle der EU-Kommission ausüben könne“.

Am Tag zuvor hatten rund 3000 Anhänger der „Gelbwesten“-Bewegung in Frankreich gegen die Reformpolitik von Staatschef Emmanuel Macron protestiert. Allein in Paris waren demnach 1100 Demonstranten unterwegs. In Paris und Amiens setzte die Polizei vereinzelt Tränengas gegen die Demonstranten ein, wie Bilder des Nachrichtensenders BFMTV zeigten. Es kam zudem zu Spannungen zwischen den Demonstranten und Sicherheitskräften. Die „Gelbwesten“ protestieren seit 28 Wochen gegen die Reformpolitik von Macron.

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„Zeigt ihn an wegen Körperverletzung“ – Musiker Hans Söllner macht mobil gegen Jens Spahn

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08-05-19 12:58:00,

Der bayerische Musiker Hans Söllner outet sich dieser Tage als vehementer Impfgegner und macht auf seiner Facebook-Seite Stimmung gegen Gesundheitsminister Jens Spahn und dessen Pläne für eine Impfpflicht.

„Extrem gefährlich“ sei es, was Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit der Einführung der Impfpflicht vorhabe, wettert der Musiker in einem seiner zahlreichen Facebook-Beiträge zu dem Thema. Und alle, die die Pläne des Ministers unterstützen, seien „Schlachtschafe und Nichtwisser“, so Söllner.

Spahn habe nicht die Gesundheit der Bürger im Sinn, sondern die Interessen der Pharmaindustrie. Eine Impfung sei nicht bloß ein harmloser Pikser, vielmehr würde dabei „eine Flüssigkeit aus verschiedenen Giften und Viren“ gespritzt, „die zu schlimmsten Schäden oder Krankheiten führen können“. Außerdem stelle sie keinen umfänglichen Schutz dar, ist sich der Musiker sicher. Er selbst habe alle Kinderkrankheiten gehabt, seine Kinder hingegen hätten einen „natürlichen Impfschutz durch Stillen“.

Söllners Appell:

„Tut euch zusammen und zeigt ihn an wegen fahrlässiger und versuchter Körperverletzung, in manchen Fällen mit Todesfolge.“

Auch für die Medien, die über Spahns Pläne berichten, hat der bayerische Liedermacher eine Botschaft: Sie sollten sich gut überlegen, ob sie den „Größenwahn“ des Gesundheitsministers weiter verbreiten wollten. Zudem fragt sich Söllner, welche Konsequenzen das Durchsetzen der Impfpflicht haben könnte. Von gesellschaftlicher Ächtung der Ungeimpften bis zur Zwangsabtreibung bei Behinderten und Alkoholkranken – offenbar sind der Phantasie des Musikers in puncto Horrorszenarien keine Grenzen gesetzt.

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Wegen Untätigkeit der EU: Iran setzt zwei Teile des Atomabkommens aus | Anti-Spiegel

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08-05-19 08:37:00,

Der Iran hat angekündigt, Teile des Atomabkommens auszusetzen. Was bedeutet das und wie stellt es die deutsche Presse dar?

Das Atomabkommen wurde 2015 nach langen Verhandlungen geschlossen. Der Iran hat sich darin verpflichtet, sein Atomprogramm einzustellen und im Gegenzug sollten die Sanktionen gegen den Iran abgeschafft werden. Der Iran hat sich seit dem an das Abkommen gehalten, niemand wirft ihm vor, es verletzt zu haben.

Trotzdem haben die USA den Vertrag gebrochen. Sie sind nicht etwa aus dem Abkommen „ausgestiegen“, wie deutsche Medien es gerne formulieren, sondern sie haben es gebrochen, denn ein solcher einseitiger Ausstieg war laut Vertrag gar nicht möglich.

Dieser Vertragsbruch der USA dürfte in erster Linie dem Einfluss von Trumps Schwiegersohn geschuldet sein, der von Trump zum Nahost-Beauftragten ernannt wurde. Kushner, der Schwiegersohn von Trump, ist ein langjähriger, enger persönlicher Freund von Israels Ministerpräsident Netanjahu und er macht im Nahen Osten eine einseitig pro-israelische Politik. Daher auch die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und die Anerkennung der israelischen Besetzung der Golanhöhen durch die USA. Und darin dürfte eben auch der Bruch des Atomabkommens begründet sein.

Nach diesem Vertragsbruch durch die USA war es die Verantwortung vor allem der Europäer, das Abkommen zu erhalten. Die US-Sanktionen sorgten dafür, dass die weltweiten Sanktionen de facto wieder eingeführt wurden. Das bedeutete, dass der Iran de facto das Abkommen einseitig einhielt, indem er auf sein Atomprogramm weiterhin verzichtete, aber wieder strengen Wirtschaftssanktionen ausgesetzt war. Hier hätten sich die Europäer gegen die Sanktionen stemmen und sie ignorieren müssen, was sie aber nicht getan haben.

Wichtig wäre in erster Linie gewesen, den Zahlungsverkehr mit dem Iran aufrecht zu erhalten, denn europäische Banken weigerten sich aus Angst vor Strafen der USA, den Zahlungsverkehr zu erhalten. Ohne Bezahlung ist aber Handel unmöglich. Die EU hat auf dem Papier reagiert und im Januar endlich Instex geschaffen, eine Art Tauschbörse, die keinen Zahlungsverkehr durchführt, sondern nur verrechnet. Das war aber nicht ausreichend.

Damit war der Handel zwischen der EU und dem Iran praktisch tot und die EU ist damit trotz aller schönen Worte, das Atomabkommen erhalten zu wollen, den US-Sanktionen gefolgt.

Vertragsparteien des Atomabkommens sind der Iran, die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Außer den USA wollen alle Parteien das Abkommen erhalten,

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Hildesheim: 107 Schüler wegen fehlender Masernimpfung von Schule ausgeschlossen

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13-03-19 01:28:00,

Newsticker

12.03.2019 • 18:22 Uhr

107 Schüler wegen fehlender Masernimpfung von Schule ausgeschlossen

Nach dem Masernausbruch an einer Hildesheimer Gesamtschule sind 107 Schüler wegen fehlenden Impfschutzes bis Ende kommender Woche vom Unterricht ausgeschlossen worden. Das teilte der Landkreis Hildesheim nach einer Überprüfung des Impfstatus aller 700 Schüler am Dienstag mit.

Das Gesundheitsministerium in Hannover hatte die drastische Maßnahme, den Schülern den Zugang zur Schule zu verwehren, gerechtfertigt. Die Schule müsse in Absprache mit der Kreisgesundheitsbehörde eine rechtliche Abwägung zwischen der Schulpflicht und dem Schutz der Kinder vor einer ansteckenden Krankheit vornehmen. (dpa)

Mehr zum Thema – Facebook geht gegen Inhalte von Impfgegnern vor

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Washington verhängt wegen Skripal-Fall neue Sanktionen gegen Russland

Washington verhängt wegen Skripal-Fall neue Sanktionen gegen Russland

09-08-18 09:04:00,

Auf welcher neuen Grundlage die Sanktionen verhängt werden, ist nicht bekannt, offensichtlich soll der Konflikt mit Russland auch nach dem Treffen Putin-Trump angeheizt werden

Gerade waren Informationen durchgestochen worden, dass die britische Staatsanwaltschaft die Auslieferung von zwei Russen beantragen will, die verdächtigt werden, den Nowitschok-Anschlag auf die Skripals durchgeführt zu haben (Großbritannien will angeblich die Auslieferung von zwei russischen Verdächtigen beantragen). Bestätigt wurde dies bislang nicht, auch nicht, wer die beiden russischen Verdächtigen sein sollen und welche Beweise es für ihre Schuld gibt.

Die US-Regierung scheint die Ankündigung aber als Grund zu sehen, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Das soll Genehmigungen betreffen, bestimmte Produkte, die mit der nationalen Sicherheit zu tun haben, nicht mehr exportieren zu dürfen. Die britische Regierung begrüßt dies zwar, hält sich aber erstaunlicherweise zurück, zumal sie noch mit der EU die Sanktionen gegen den Iran kritisiert.

Ob das mit Donald Trump konform geht, der auch mit großer Kritik vor und nach seinem Treffen mit Wladimir Putin konfrontiert wurde, ist nicht klar. Vielleicht auch wegen der Untersuchung des Sonderermittlers Mueller hält er sich jedenfalls zurück und lässt das Außenministerium unter Mike Pompeo gegen Russland vorgehen. Pompeo hatte auch gerade klar gemacht, dass für Washington die Annexion der Krim weiter nicht toleriert werde. Es gab bereits Vermutungen, dass Trump sie tolerieren würde, um besser mit Russland ins Geschäft zu kommen.

Nach der Sprecherin des US-Außenministeriums werden die Sanktionen am 22. August in Kraft treten. Man habe Moskau über diese bereits in Kenntnis gesetzt, sagte sie. Nach Nauert gehe die US-Regierung davon aus, dass die russische Regierung “chemische oder biologische Waffen in Verletzung des internationalen Rechts verwendet hat oder gegen eigene Bürger tödliche chemische oder biologische Waffen” eingesetzt hat. Die Sanktionen werden durch den Einsatz des Nervengifts Nowitschok in dem Versuch verhängt, den “britischen Bürger Sergei Skripal und seine Tochter Julia Skripal” zu ermorden. Julia ist russische Staatsbürgerin.

Angedroht werden schon weitere Sanktionen, wenn Russland nicht bestimmte Kriterien erfüllt. Dazu gehört, dass Russland nicht weiter chemische oder biologische Waffen einsetzt, UN-Inspektionen vor Ort zulässt (was die USA im Übrigen nicht wollen) und andere Garantien bietet. Dann soll es wirklich ernst werden. So könnten dann die diplomatischen Beziehungen,

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Wegen „Beleidigung“: Uli Gellermann vor Gericht zitiert

Wegen „Beleidigung“: Uli Gellermann vor Gericht zitiert

13-06-18 02:21:00,

Panorama

15:16 13.06.2018(aktualisiert 15:18 13.06.2018) Zum Kurzlink

Der Journalist Uli Gellermann ist auf Strafantrag der „Süddeutschen Zeitung“ vor ein Münchner Gericht zitiert worden. Ihm wird vorgeworfen, in einem Beitrag auf seiner Webseite „Rationalgalerie“ den Korrespondenten Hubert Wetzel beleidigt zu haben.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann hat in einem Beitrag auf seiner Internet-Seite „Rationalgalerie“ dem Korrespondenten Hubert Wetzel tendenziöse und „postfaktische“ Methoden der Berichterstattung vorgeworfen. Wetzel hatte zuvor in der „Süddeutschen Zeitung“ eine Reportage veröffentlicht, in der er Diskussionen und auch Spekulationen über mutmaßliche sexuelle Ausschweifungen des US-Präsidenten Donald Trump wiedergab. Diese Reportage diente als Anlass für Gellermanns polemischen Beitrag, in dem Hubert Wetzel als Beispiel für den Typus des „postfaktischen Arschlochs“ im deutschen Journalismus gegeißelt wird.

In einem weiteren Kommentar auf seiner Internet-Seite „Rationalgalerie“ nimmt Gellermann nun Stellung zum Vorwurf der Beleidigung. Er verweist auf mögliche politische Hintergründe des Prozesses gegen ihn, der für Freitag, den 15. Juni in München anberaumt ist. Und er vergleicht die finanziellen und juristischen Möglichkeiten der „Süddeutschen Zeitung“ mit denen der „Rationalgalerie“. In diesem Zusammenhang ruft Gellermann auch dazu auf, mit Spenden auszuhelfen. Überschüssige Spenden über die anfallenden Prozesskosten hinaus sollen dabei an einen Verein für Obdachlosenhilfe weitergereicht werden.

Artikel von Uli Gellermann: Ein Staat gibt seine Tarnung auf – Der äußere Feind wird immer wichtiger

Seit 2005 betreibt Gellermann die Internet-Seite „Rationalgalerie“, auf der journalistische und satirische Artikel zu Themen der deutschen und internationalen Politik erscheinen. Regelmäßig erscheinen Texte aus der „Rationalgalerie“ auch als Gast-Kommentare bei Sputniknews.

Die 1945 in der US-amerikanischen Besatzungszone in Deutschland gegründete Süddeutsche Zeitung wird aktuell von der „Südwestdeutschen Medien Holding GmbH“ herausgegeben. Mit einer verkauften Auflage von täglich über 300.000 Exemplaren ist sie die zweitgrößte überregionale Tageszeitung in der Bundesrepublik Deutschland.

Zuletzt hatte die „Süddeutsche Zeitung“ im Rechercheverbund mit der ARD Planspiele der Bundeswehr für Chemiewaffeneinsätze aus den 1960er Jahren aufgedeckt. Andererseits beteiligte sich das Blatt an der unkritischen Weitergabe von Falschmeldungen zum Fall Skripal. So kolportierte es am 12. April, der OPCW-Bericht vom gleichen Tag würde die russische Herkunft des Nervengiftes „Nowitschok“ belegen, mit dem Sergej Skripal und seine Tochter Julia Skripal vergiftet worden sein sollen.

Artikel von Uli Gellermann: Ein Gerücht geht um: Das Gerücht von einer Sammlung der Bewegung

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