Am Beginn der Weimarer Republik standen Staatsmassaker

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13-03-19 11:29:00,

An den Märzkämpfen beteiligt: Freikorps Reinhard (in der Straße Unter den Linden, Berlin 1919). Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S60769 / CC-BY-SA 3.0 de

  1. Am Beginn der Weimarer Republik standen Staatsmassaker

  2. Antisemitismus war von Anfang dabei


  3. Auf einer Seite lesen

In diesen Tagen jähren sich Ereignisse, die zeigen, wie schmal die Trennung zwischen bürgerlichem Staat und Faschismus ist

Paul Brandt, Ernst Bursian, Werner Weber: Das sind nur drei von 29 Namen, die am Montagvormittag vor dem Gebäude der Französischen Straße 32 in Mitte in die Höhe gehalten wurden. Dort waren diese Männer am 11. März 1919 erschossen worden.

Etwas mehr als 100 Jahre später trafen sich nun etwa 50 Menschen zu einer Gedenkveranstaltung. Initiiert wurde sie vom Regisseur und Buchautor Klaus Gietinger. Er hat in den letzten Jahren über die Gewalt geforscht, mit der im Frühjahr 1919 rechte Freikorps gegen aufständische Arbeiter und sie unterstützende Soldaten vorgegangen sind.

Auf der Seite der Arbeiter kämpfte auch die Volksmarinedivision, über deren Geschichte Gietinger kürzlich sein neuestes Buch mit dem Titel “Blaue Jungs mit roten Fahnen” im Unrast-Verlag veröffentlichte. Auch das Massaker vom 11. Januar 1919 wird dort behandelt.

“Tausendfache Morde in den Monaten der Noske-Zeit”

An diesem Tag wurden die Matrosen mit dem Versprechen, dass ihr Sold ausgezahlt wird, in den Hof der Französischen Straße 32 gelockt. Dort wurden sie von den Freikorps mit schweren Waffen empfangen. Gietinger sprach von einem der schlimmsten Massaker der Revolution vor 100 Jahren. Den Auftrag gab der Reichswehrminister Gustav Noske (SPD).

Die unmittelbar für die Ermordung der Matrosen verantwortlichen Wilhelm Reinhard, sein Adjutant Eugen von Kessel und Leutnant Marloh wurden nie bestraft und machten im Nationalsozialismus Karriere.

Die Sozialwissenschaftlerin Dania Alasti zitiert in ihrem kürzlich erschienenen Buch “Frauen der Novemberrevolution” (ebenfalls Unrast-Verlag) die Frauenaktivistin Lydia Gustava Heymann, die die 1941 in der Schweiz erschienenen Lebenserinnerungen geschrieben hat:

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Fritz Ebert und Genossen machten nicht nur gemeinsame Sache mit diesem Bürgerstande, den sie in Erscheinung und Lebensform schon lange nacheiferten und ihm gleichten wie ein Ei dem anderen,

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