Welche Themen werden den US-Wahlkampf bestimmen? Ein Überblick | Anti-Spiegel

welche-themen-werden-den-us-wahlkampf-bestimmen?-ein-uberblick-|-anti-spiegel

05-11-19 05:25:00,

Der Wahlkampf in den USA droht der schmutzigste in der Geschichte zu werden. Es wird an so vielen Informationsfronten gekämpft werden, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Bemerkenswert ist, wie offen die Medien dabei Partei ergreifen.

Ich bin – das ist bekannt – kein Freund von Trump. Seine Politik gegenüber Venezuela, dem Iran, in Syrien und auch seine bedingungslose Unterstützung Israels lehne ich entschieden ab und kritisiere sie auch immer wieder. Aber die Welt ist nicht nur schwarz-weiß, Trump hat einige Dinge ja auch sehr gut gemacht. So hat er sich trotz aller Anstrengungen der Falken in Washington nicht in einen neuen Krieg hineindrängen lassen und es besteht die Möglichkeit, dass Trump der erste US-Präsident seit vielen Jahrzehnten ist, der keinen neuen Krieg angefangen hat.

Man muss sich in diesen Zeiten auch über so etwas freuen, obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass man keine Kriege beginnt. Leider war bei den USA in den letzten Jahrzehnten das Gegenteil der Fall.

Man kann zu Trump stehen, wie man will. Aber man sollte trotz allem fair bleiben. Was aber in den Medien in Bezug auf Trump geschieht, spottet jeder Beschreibung. Von Fairness kann dabei keine Rede sein, im Gegenteil. Es wird wirklich alles breitgetreten, was man gegen Trump verwenden kann, egal wie absurd es ist. Umgekehrt wird alles weggelassen, was Trumps Handlungen oder Äußerungen auch nur ein wenig verständlicher werden lässt.

Der heutige 5. November ist ein gutes Beispiel. Im Spiegel konnte man heute am Morgen gleich in mehreren Artikeln negatives über Trump lesen. Und jeder Artikel hatte ein eigenes Thema. An sich ist das nichts Neues, aber es zeigt, was in den nächsten Monaten auf uns zukommen wird. Daher wollen wir uns die Fronten mal ansehen, an denen dieser mediale Kampf ausgefochten wird, wobei dies sicher keine vollständige Auflistung sein kann.

Da beide Seiten mit Dreck werfen werden, wollen wir uns die bekannten Themenfelder beider Seiten einmal anschauen. Wir beginnen mit den Demokraten.

  • „Ukraine-Skandal“ und Amtsenthebungsverfahren

Eigentlich müsste es „Bidens Korruptionsskandal“ heißen, denn es geht um schwerwiegende Korruptionsvorwürfe gegen Joe Biden in seiner Zeit als Vizepräsident. Als Trump darüber Informationen bekommen wollte, haben die Demokraten politisch geschickt reagiert, indem sie zum Angriff übergegangen sind. Nun können sie es medial so hinstellen,

 » Lees verder

Über welche Kernfragen des “Ukraine-Skandals” die deutschen Medien nicht berichten | Anti-Spiegel

uber-welche-kernfragen-des-“ukraine-skandals”-die-deutschen-medien-nicht-berichten-|-anti-spiegel

03-10-19 07:55:00,

Man hat das Gefühl, die deutschen Medien hätten uns in den letzten 2 Tagen eine Menge über den „Ukraine-Skandal“ erzählt. Aber Pustekuchen: Viel interessanter ist, was sie uns in den letzten zwei Tagen mal wieder nicht erzählt haben. Also schauen wir uns das nun einmal an.

Ich möchte hier nicht die ganze Vorgeschichte des „Ukraine-Skandals“ wiederholen, die bis ins Jahr 2014 zurückreicht, als die Obama-Regierung in Kiew nach dem Maidan ihre Vasallenregierung installiert hat. Für die USA war der damalige Vizepräsident Joe Biden oft in der Ukraine. Bei der Gelegenheit hat er seinem Sohn Hunter einen Nebenjob im Aufsichtsrat eines ukrainischen Gaskonzern besorgt, für den der Junior nicht qualifiziert war, für den er aber mindestens 50.000 Dollar monatlich bekommen hat. Und diese Firma inklusive, ihres Aufsichtsrates (und damit auch Hunter Biden), stand im Zentrum von Korruptionsverfahren in der Ukraine. Eine Zusammenfassung der Vorgeschichte finden Sie hier.

Jedenfalls hat Papa Joe Biden 2016 die ukrainische Regierung erpresst, sie solle den ermittelnden Generalstaatsanwalt feuern und das Verfahren einstellen. Das ist keine russische Propaganda, denn Joe Biden selbst hat 2018 ganz stolz öffentlich erzählt, wie er den „Hurensohn“ („Son of Bitch“) gefeuert hat.

Joe Biden Admits to Getting Ukrainian Prosecutor who Investigated Son Fired


Dieses Video auf YouTube ansehen

Der neue Generalstaatsanwalt Lutsenko hat die Ermittlungen dann wunschgemäß eingestellt. Über die Hintergründe von Lutsenko habe ich am Montag ausführlich geschrieben. Lesen Sie das gerne zum Verständnis nochmal nach oder merken Sie sich einfach seinen Namen, den werden wir später hier im Artikel noch treffen.

Zunächst wollen wir auf das eingehen, was der Spiegel uns am Dienstag und Mittwoch an Neuigkeiten mitgeteilt hat und dann kommen wir zu dem, was in Deutschland alles vom Spiegel und den anderen Medien verschwiegen wurde.

In dem „Ukraine-Skandal“ dreht sich derzeit alles um den Bericht eines Whistleblowers über ein Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selensky. Aber in den USA wollen die Demokraten nun anscheinend alle Telefonate von Trump veröffentlichen. Am Dienstag rückte auch ein Telefonat mit dem australischen Premierminister in den Fokus der Demokraten. Trump soll auch den australischen Premierminister gebeten haben, bei den Ermittlungen zum Ursprung der angeblichen Russlandaffäre um die angebliche russische Einmischung in die Wahl von 2016 zu helfen.

 » Lees verder

Zwickmühle: Welche Folgen der “Ukraine-Skandal” für Selensky und die Ukraine selbst hat | Anti-Spiegel

zwickmuhle:-welche-folgen-der-“ukraine-skandal”-fur-selensky-und-die-ukraine-selbst-hat-|-anti-spiegel

26-09-19 06:31:00,

Die Ukraine steht nun im Zentrum des weltweiten Themas Nummer eins, des US-amerikanischen Wahlkampfes. Aber was bedeutet das für die Ukraine selbst?

Die Ukraine ist seit dem Maidan ein Vasall der USA, in Kiew wird seit 2014 keine wichtige Entscheidung ohne grünes Licht aus Washington getroffen. Das Land ist nach dem Maidan verarmt, hat die Hälfte seiner Wirtschaftskraft eingebüßt, ist de facto bankrott und vollständig abhängig von „Hilfsgeldern“ der EU, USA und des IWF. Diese vollständige Abhängigkeit vom Westen hat für das Land Folgen, die nun deutlich zu Tage treten.

Die Ukraine ist in den Skandalen um US-Wahlkämpfe auch kein „Player“, sie ist nur ein Instrument. Aber die nun veröffentlichten US-Dokumente zeigen, dass sie ein extrem wichtiges Instrument ist und viel tiefer in den „Skandalen“ um die angeblichen russischen oder jetzt ukrainischen Einmischungen in US-Wahlen steckt, als man in der Öffentlichkeit wusste. Daher müssen wir uns zunächst die Chronologie anschauen, um zu verstehen, was das für die heutige Ukraine und ihre neue Regierung bedeutet.

Als die Demokraten sich 2016 die Legende von der russischen Einmischung in die US-Wahlen ausgedacht haben, spielte die Ukraine eine viel wichtigere Rolle, als man bisher wusste. Kern der Geschichte war, dass Daten vom Server der Demokraten bei Wikileaks gelandet sind und von denen veröffentlicht wurden. Es ging in den veröffentlichten E-Mails darum, dass die Demokratische Partei in unzulässiger Weise Clinton gegen ihren internen Konkurrenten Sanders unterstützt hatte – ein klarer Verstoß gegen alle demokratischen Regeln. Diese Tatsache wurde nie bestritten und die Parteivorsitzende musste zurücktreten.

Anstatt aber diesen Skandal aufzuarbeiten, wurde die „russische Einmischung“ erfunden.

Angeblich hätten russische Hacker den Server der Demokraten geknackt und die Daten gestohlen. Ein Kernthema war daher die Untersuchung des Servers, denn die Downloadgeschwindigkeit deutete nicht auf einen Hack hin, sondern auf einen USB-Stick. Das deckte sich auch mit den Angaben von Wikileaks, die behaupteten, die Daten von einem Insider der Partei bekommen zu haben. Dieser Insider soll ein Mann namens Seth Rich gewesen sein, der – dumm gelaufen – ermordet wurde, bevor er dazu verhört werden konnte. Die erste Veröffentlichung der Daten fand auf der Seite DLC Leaks im Juni 2016 statt und schon am 10. Juli 2016 wurde Seth Rich in Washington erschossen, noch bevor Wikileaks selbst die Daten veröffentlicht hat.

 » Lees verder

Welche Grenzen setzen wir Künstlicher Intelligenz?

welche-grenzen-setzen-wir-kunstlicher-intelligenz?

31-07-19 11:04:00,

Wie weit die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenzen gehen, ist bislang nur eine technologische Frage. Und jeden Tag werden die Grenzen des Machbaren weiter nach hinten verschoben

Es ist gut und richtig, dass Philosophen und Soziologen immer wieder kritische Fragen stellen und die Entwickler und deren Finanziers auf ihre gesellschaftliche Verantwortung hinweisen. Es ist gut und richtig, dass Juristen darauf aufmerksam machen, wo die Rechtsprechung angesichts immer mächtigerer algorithmischer Prozesse an ihre Grenzen gelangt. Doch in welchen Fragen KIs eigenständig entscheiden sollen und wo sie lediglich dem Menschen bei der Entscheidungsfindung helfen sollen, ist keine juristische, keine philosophische und keine soziologische Frage.

Es ist eine Frage nach den Grenzen, die wir Menschen der KI setzen wollen.

Welche Funktionalität und welchen Autonomiegrad wir uns für smarte Geräte und Dienste wünschen und wo die Intelligenz den Rahmen unserer Zustimmung verlässt, spielt in Studien und Umfragen bislang ebenso wenig eine Rolle wie im medialen Diskurs. Doch wir brauchen eine solche Position – als Verbraucher, Staatsbürger, Arbeitnehmer und als diejenigen, die Verantwortung für künftige Generationen tragen.

Ein paar Gedankenspielereien:

Wenn ein schlauer Algorithmus in Diensten einer Versicherung heute schon die Schadensabwicklung übernimmt, kann er dann mit Duplex‘ Fähigkeiten nicht auch künftig die Kundenberater ersetzen? Oder gar mit Bildmanipulations-Algorithmen den Schadensanspruch für unbegründet erklären?

Sollen uns Neuronale Netze nur bei der Erforschung von Medikamenten und der Behandlung von Kranken helfen oder auch gleich – wie es das US-Startup “Aspire Health” anbietet – die Behandlungskosten angesichts der errechneten Lebenserwartung prognostizieren? Braucht es in Zukunft noch analoge Kontakte, wenn man heute schon Beziehungen zu KIs aufbauen kann, wie es sich die Cozmo-Entwickler vorstellen? Wenn Gesichtserkennungs-Algorithmen heute schon Kriminelle erkennen können, erkennen sie künftig auch Fremdgeher, Hände-Nicht-Wascher, Klingelbeutel-Boykotteure, Hundekot-Liegenlasser?

Wir haben gesehen, dass auch Schwache KIs, also auf eine Aufgabe oder wenige Aufgaben beschränkte Systeme, deutliche Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesellschaft haben. Deshalb muss bei den heute verfügbaren Anwendungen neben den vielen noch offenen Fragen vor allem die Frage nach der Grenze des Gewollten beantwortet werden – sei es bei algorithmischen Entscheidungen, bei autonomen Autos, intelligenten Haushaltsgeräten, Deep Fakes oder von Computern geschaffener Kunst.

Auch über gesetzliche Grenzen der KI-Entwicklung müssen wir nachdenken. Das geschieht bereits an verschiedenen Stellen, wenn auch ein Konsens noch in weiter Ferne ist,

 » Lees verder

AKK-“Welche Regeln gelten im digitalen Bereich?” nimmt an der Bilderberg-Konferenz teil

akk-“welche-regeln-gelten-im-digitalen-bereich?”-nimmt-an-der-bilderberg-konferenz-teil

29-05-19 07:10:00,

Auch führende Journalisten beim Treffen der Machteliten in der Schweiz

Annegret Kramp-Karrenbauer wird an einer der elitärsten Zusammenkünfte auf diesem Planeten teilnehmen: der Bilderberg-Konferenz. Eines der Themen, über das die versammelten Eliten diskutieren wollen: “Die sozialen Medien als Waffe”. Die Frage, die sich nun stellt, lautet: Wird die Vorsitzende der CDU auf einer Konferenz, die demokratische Politikern als eine “absolut vordemokratischen Veranstaltung” bezeichnen, auch über die Einschränkung der Meinungsfreiheit im Internet reden? Ihre gerade viel diskutierten Aussagen, die sie nach der Gremiensitzung ihrer Partei am Montag getätigt hat (Artenschutz für CDU und SPD?), lassen jedenfalls tief blicken. Ihre Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz lässt ihre Aussagen in einem noch düsteren Licht erscheinen.

Das alljährliche Treffen der Machteliten findet in diesem Jahr in der Schweiz statt. Vom 30. Mai bis 2. Juni kommen hochrangige Akteure unter anderem aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und den Medien zusammen, um in Montreux über die ganz große Weltpolitik zu diskutieren. Zu ihnen gesellt sich auch Annegret Kramp-Karrenbauer (oder wie man im Saarland sagt: “es Annegret”).

Die Vorsitzende der CDU, einer Partei, die immer wieder ihren demokratischen Charakter betont, wird für mehrere Tage hinter verschlossenen Türen auf die große Weltpolitik fokussieren: “Russland”, “China”, “Die Zukunft des Kapitalismus” und: “The Weaponization of Social Media”.

Wer sich nun die Aussagen von AKK vor Augen führt, die sie nach der Gremiensitzung getätigt hat und die gerade hoch und runter in den Medien diskutiert werden, mag Düsteres erahnen (CDU zieht Konsequenzen aus Wahldebakel: Meinungsfreiheit muss geregelt werden). Werden die Eliten und Machteliten darüber reden, wie sich Zensur im Internet zügig durchsetzen lässt? Wird Kramp-Karrenbauer ihre Meinung, die sie in Sachen YouTuber geäußert hat zum Besten geben? Und: Hatte Kramp-Karrenbauer, als sie sagte, dass nicht nur innerhalb der CDU darüber zu diskutieren sei, welche Regeln “eigentlich für den digitalen Bereich” gelten sollen, gar die bevorstehende Bilderberg-Konferenz vor Augen?

Man mag diese Fragen leicht abtun. Man mag Zusammenkünfte der Eliten und Machteliten in diskreten Runden auf die leichte Schulter nehmen, weil doch schließlich demokratisch gewählte Parlamente in unserem politischen System Entscheidungen treffen, und nicht irgendwelche Machteliten, die ein paar Tage zusammensitzen und konferieren.

Aber Vorsicht: So einfach ist es nicht.

 » Lees verder

Recherche: Welche PR-Agenturen das Rezo-Video als lange geplante Aktion zur EU-Wahl platziert haben | Anti-Spiegel

recherche:-welche-pr-agenturen-das-rezo-video-als-lange-geplante-aktion-zur-eu-wahl-platziert-haben-|-anti-spiegel

28-05-19 11:25:00,

Es geistert die Frage durch das Internet, ob das Rezo-Video Teil einer koordinierten Kampagne war. Diese Frage habe ich mal untersucht und habe dabei viel bemerkenswertes herausgefunden.

Ich muss es gleich zu Beginn sagen, manchmal bin ich schockiert, wie beeinflussbar auch ich bin. Ich war eine Woche lang der Meinung, dass Rezo kaum Teil einer Kampagne sein kann, denn es muss ja auch junge Leute geben, die den etablierten Parteien und ihrer Politik kritisch gegenüber stehen. Dass er die Grünen aus seiner Kritik ausdrücklich ausgenommen hat, obwohl sie ebenfalls für all die Dinge stehen, die er kritisiert hat, habe ich seinem politischen Halbwissen zugeschrieben.

Eine Mail eines Lesers hat mich eines Besseren belehrt. Und es ist so einfach, herauszufinden, wer hinter Rezo steht, dass ich gestern laut „Schei…!!!“ geschrien habe, so habe ich mich über mich selbst geärgert, dass ich es nicht selbst sofort entdeckt habe. Normalerweise mache ich solche einfachen Überprüfungen bei jedem Thema automatisch, aber ich war von seinem Video so beeindruckt, dass ich es dabei nicht getan habe.

Also machen wir es nun gemeinsam, kommen Sie mit auf eine kleine und einfache Recherche. Wenn man sich den YouTube-Kanal von Rezo anschaut und dort auf „Kanalinfo“ geht, sieht man etwas ungewöhnliches. Er hat ein Impressum. Das ist auf YouTube sehr selten und das Impressum von Rezo ist dort auch nicht zu lesen, sondern als Link angegeben. Wer darauf klickt, der kommt auf die Seite von TubeOne.

Da ist es also plötzlich gar nicht mehr Rezo, sondern eine Firma namens TubeOne, die für seine Inhalte verantwortlich ist und über sich selbst schreibt: „TUBE ONE ist das Social Influencer Network der STRÖER Content Group.“

Wir erfahren also, dass TubeOne zur Ströer-Gruppe gehört, dazu gleich mehr, zunächst zu der Frage, was TubeOne macht. TubeOne wirbt damit, dass es Influencern und solchen, die es werden wollen, professionell hilft. Dabei bietet TubeOne das „Rundherum-Wohlfühl-Programm“ an. Es geht los beim technischen Hosting, geht über das Management der Karriere der Influencer, die Vermarktung der Inhalte und es beeinhaltet auch Hilfe bei der Produktion von Inhalten. Und sie helfen, eine Kampagne erfolgreich zu machen.

Das ist doch schon mal interessant. Ein bisher weitgehend unpolitischer Blogger macht ein politisches Video, das eine Woche vor der Wahl die Schlagzeilen beherrscht und hinter ihm steht eine Marketing-Agentur,

 » Lees verder

Kommentar: Welche Interessen verfolgen die USA in Xinjiang?

kommentar-welche-interessen-verfolgen-die-usa-in-xinjiang

12-03-19 01:23:00,

Uiguren in Yarkant in der autonomen Region Xinjiang. Foto: travelingmipo. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Dass die USA gerne Muslime als Proxis zur Verfolgung eigener Interessen einsetzen, ist nach Afghanistan kein Geheimnis mehr

Es fällt auf, dass sich muslimische Gruppen immer wieder instrumentalisieren lassen, um Interessen der USA zu verfolgen oder zumindest zu unterstützen. Das war schon so beim Versuch, die Sowjets aus Afghanistan zu vertreiben, und hat sich später im Süden Thailands fortgesetzt, wo in den drei mehrheitlich muslimischen Südprovinzen der Aufruhr begann, nachdem die CIA dort eine Außenstelle errichtet hatte und noch heute vornehmlich Staatsangestellte sowie Lehrer und buddhistische Mönche bei Bombenanschlägen ums Leben kommen.

Auch im Falle der Rohingya in Myanmar handelt es sich um zugewanderte Muslime, die mit den einheimischen Buddhisten in Konflikt gerieten und offensichtlich aus Pakistan tatkräftige Unterstützung bekommen. Die Unruhe an der Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch behindert in jedem Falle die chinesischen Pläne in dieser Region einen Hafen zu bauen und diesen mittels eine Bahnlinie nach China anzubinden.

Hindernisse für die Neue Seidenstraße

Die Behinderung von Landverbindungen scheint zu den besonders beliebten Maßnahmen der amerikanischen Verbündeten zu zählen. So ist im Rahmen des Neue-Seidenstraße-Projekts die Verbindung zwischen den chinesischen Produktionsstätten und Westeuropa die Bahnverbindung durch Xinjiang von besonderer Bedeutung, weil sie deutlich kürzer als der alternative Weg über die Mongolei ist.

Als lautestes Instrument gegen die chinesische Zentralregierung taucht immer wieder der World Uyghur Congress auf, der sein Hauptquartier in Münchens Adolf-Kolping-Straße hat. Und wie nicht anders zu erwarten, unterstützt das National Endowment for Democracy zahlreiche Kampagnen in Xinjiang oder Ost-Turkestan, wie die Region in der westlichen Propaganda gerne genannt wird, um eine Verbindung zu den dort siedelnden Turkvölker zu schaffen und schon durch die Wortwahl anzuzeigen, dass diese Region aus westlicher Sicht nicht zu China gehört, sondern der Türkei näher steht.

In den vergangenen Jahren versuchten verschiedene Einwohnergruppen aus Xinjiang über Thailand in die Türkei auszuwandern, was letztlich nur Frauen und Kindern gelang. Die Männer wurden nach China zurückgeschickt.

Finden in China jedes Jahr Tausende lokaler Aufstände statt, die letztlich ein Ventil für die Bevölkerung darstellen, die mit der lokalen Verwaltung nicht einer Meinung ist,

 » Lees verder