Weltweites Kriegsrüsten mit den Waffen des 21. Jahrhunderts

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02-02-19 04:58:00,

Bild: Pixabay/CC0

  1. Weltweites Kriegsrüsten mit den Waffen des 21. Jahrhunderts

  2. Welche Rolle die Muller-Kommission in der US-Politik spielt


  3. Auf einer Seite lesen

Zur Rolle der Verschwörungstheorie über den russischen Einfluss bei den US-Wahlen bei der Kündigung des INF-Vertrags

Fast hat man den Eindruck, dass sich in diesen Tagen wieder mal ein Diktum von Karl Marx bestätigt. Geschichte wiederholt sich als Farce. Ende der 1980er Jahre wollten westeuropäisch Politiker wie der SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Raketenlücke der Nato erkannt haben, weil in den Warschauer Vertragsstaaten neue Raketen aufgestellt worden seien.

Der Natodoppelbeschluss wurde kreiert, der mit eigener Aufrüstung drohte, wenn der Warschauer Pakt die Raketen nicht abbaue. Es kam zur Aufrüstung, obwohl vor allem in der BRD eine sehr deutsche Friedensbewegung den Weltuntergang beschwor, wenn die Raketen aufgestellt würden. Die Apokalypse ist bekanntlich nicht eingetreten und im Jahr 2019 sind diese Ereignisse der Jahre 1979 bis 1983 kaum noch bekannt.

Die Zahl der Menschen, die gegen atomare Waffen auf die Straße gingen, war spürbar gestiegen. In vielen Schulen, Dörfern und Arbeitsplätzen wurden Unterschriften für atomwaffenfreie Zonen gesammelt. Symbolik und Deutschnationalismus waren das Kennzeichen der Mehrheit der deutschen Friedensbewegung vor 40 Jahren. Das schnelle Wachstum der damaligen deutschen Friedensbewegung rührte auch daher, dass man den ehemaligen Verbündeten gegen Nazideutschland vorwarf, ein atomares Schlachtfeld in Mitteleuropa aufzubauen.

Antimilitarismus statt deutschnationale Friedensbewegung

Die Friedensbewegung wurde Ende der 1980er in der BRD zum Ausdruck des neuen deutschen Nationalismus, der sich den ehemaligen westlichen Verbündeten nicht mehr unterordnen wollte. Daher bezeichnete der kürzlich verstorbene Publizist Wolfgang Pohrt die damalige BRD-Friedensbewegung als deutschnationale Erweckungsbewegung. Diese treffende Polemik impliziert nun nicht, dass es politisch falsch war, sich gegen die Aufstellung neuerer Raketen, wo auch immer, zu stellen.

Es gab die Versuche, eine transnationale Antimilitarismusbewegung zu etablieren, die eben nicht deutschnational argumentierte. Heute, im Jahre 2019, wo Deutschland als EU-Hegemon längst erfolgreich seine Interessen auch gegen die USA umsetzt, wäre die Entstehung einer solchen transnationalen Antimilitarismusbewegung umso dringender.

Der Aktionstag gegen die Kündigung des Inf-Vertrags am 2. Februar zeigt, dass eine Minderheit daran arbeitet. Von einer Massenbewegung kann keinesfalls die Rede sein.

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