Weltwirtschaft: Umfragen belegen, “schwere Zeiten stehen bevor” | www.konjunktion.info

15-11-19 09:59:00,

Zwei aktuell Umfragen zeigen, dass das Geschäftsklima (und die Erwartungen) so tief wie seit 10 Jahren nicht mehr sind. Beide wurden am vergangenem Montag veröffentlicht und belegen vielmehr, dass wir als Exportnation keineswegs – wie uns das Flaggschiff der Propaganda in Deutschland weismachen will – “einer Rezession knapp entgehen”.

Deutschland Rezession - Bildquelle: Schreenshot-Ausschnitt www.tagesschau.deDeutschland Rezession - Bildquelle: Schreenshot-Ausschnitt www.tagesschau.de

Deutschland Rezession – Bildquelle: Schreenshot-Ausschnitt http://www.tagesschau.de

Zahlreiche Berichte zeigen, dass sich insbesondere die normalen Bürger nicht von der letzten Rezession 2008 ff. (Stichwort Reallohnverlust, Enteignung durch Zinssenkung, Mietenexplosion usw.) erholt haben. Letztlich wird dadurch die schon seit längerem in den Fundamentaldaten feststellbare neue Rezession für den Einzelnen nicht einfacher.

Die globalen Geschäftsaussichten von IHS Markit, bei denen dreimal im Jahr 12.000 Unternehmen befragt werden, fielen auf das schlechteste Niveau seit 2009, als die Daten erstmals erhoben wurden.

Der ifo Weltwirtschaftsausblick, der 1.230 Menschen in 117 Ländern befragt, fiel im vierten Quartal auf das schlechteste Niveau seit dem zweiten Quartal 2009.

Markits Umfrage ergab, dass der Optimismus in Bezug auf Aktivität, Beschäftigung und Gewinne im kommenden Jahr auf dem niedrigsten Stand seit der Finanzkrise lag. Markit meldete auch einen Rückgang der geplanten Investitionsausgaben mit Inflationserwartungen auf einem Dreijahrestief.

(The IHS Markit global business outlook—which surveys 12,000 companies three times a year—fell to the worst level since 2009, when data was first collected.

The Ifo world economic outlook, which surveys 1,230 people in 117 countries, fell in the fourth quarter to the worst level since the second quarter of 2009.

Markit’s poll found optimism for activity, employment and profits in the year ahead were all at the lowest level since the financial crisis. Markit also reported a decline in planned investment spending, with inflation expectations at a three-year low.)

ifo Chart - Bildquelle: www.shtfplan.comifo Chart - Bildquelle: www.shtfplan.com

ifo Chart – Bildquelle: http://www.shtfplan.com

Laut Market Watch beurteilte das ifo Institut die aktuelle Situation und Entwicklung insbesondere in den Schwellenländern als ungünstig. In den Volkswirtschaften der Industrienationen sind vor allem die Annahmen für die kommenden Monate rückläufig. In den Emerging Markets war der Abwärtstrend vor allem in Asien zu verzeichnen, während sich bei den Industrieländern der Einbruch auf die USA konzentrierte.

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Weltwirtschaft: Nissan entlässt weltweit 12.500 Mitarbeiter | www.konjunktion.info

30-07-19 10:23:00,

Autos - Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay LicenseAutos - Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay License

Autos – Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay License

Nissan hat dieser Tage bekannt gegeben, dass das japanische Unternehmen weltweit 12.500 Mitarbeiter entlassen wird, nachdem die Profite um 98,5% eingebrochen sind. Der Autohersteller wird zudem bis 2022 seine Produktionskapazitäten um 10% abbauen, weil die Verkaufszahlen in den Hauptabsatzmärkten weiterhin fallen.

Die 12.500 Mitarbeiter entsprechen 9% der Gesamtbelegschaft Nissans und die Bekanntgabe erfolgt bereits vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Der am vergangenen Donnerstag bekannt gegebene Stellenabbau trifft vornehmlich die klassische Autoproduktion, so will Nissan auch 10% seiner Modellpalette eindampfen.

Unsere derzeitige Situation ist äußerst ernst. Unsere Haltung, die Branche anzuführen, ist unveränderlich. – Nissan-Chef Hiroto Saikawa

(Our situation right now is extremely severe. Our stance to lead the industry is unchanging. – Nissan Chief Executive Hiroto Saikawa)

Der Gewinn Nissan fiel um 12,7% auf 2,3 Milliarden Yen, mit einem Einbruch in Europa, wo 536.00 (17,8%) weniger Fahrzeuge verkauft wurden als zuvor, und einem von 9,8% in den USA (1,4 Millionen Fahrzeuge weniger).

Laut des Independent durchlebt Nissan seit längerem eine Schwächephase mit vielen Turbulenzen, in der unter anderem der frühere Firmenchef Carlos Ghosn seinen Hut nehmen musste und sogar von Nissan wegen Verfehlungen verklagt wurde. Zudem setzt Nissan die weltweite Wirtschaftsabschwächung zu:

Die konjunkturelle Abkühlung, die wichtige Märkte wie die USA und China getroffen hat, die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit und der Wettlauf um die Einführung neuer Technologien im Zuge des anhaltenden Vorgehens gegen Diesel haben allesamt zu Nissans Umsatzrückgang beigetragen und werden dies auch weiterhin tun. – Christian Stadler, Professor für strategisches Management an der Warwick Business School

(The economic slowdown, which hit key markets such as the U.S. and China, the uncertainty surrounding Brexit, and the race to embrace new technology as the crackdown on diesel continues, all contributed to Nissan’s fall in sales and will continue to do so. – Christian Stadler, professor of strategic management at Warwick Business School)

Nissan ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abgeglitten ist.

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Weltwirtschaft: Die sich beschleunigende Verschlechterung der Fundamentaldaten | www.konjunktion.info

03-05-19 08:37:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Will man die Stabilität und den Zustand eines ökonomischen Systems beurteilen, darf man nicht nur zwei oder drei Indikatoren betrachten, um Wachstum oder Produktion zu beleuchten. Das Problem ist, dass Zentralbanken und Regierungen genau in diese Richtung tendieren. Tatsächlich ist es so, dass Notenbanken und Regierungen offensichtlich nur wenige Indikatoren als wichtig erachten auf die wir als Bürger achten sollten, während sie gleichzeitig eine ganze Reihe anderer Fundamentaldaten ignorieren, damit es dem propagierten Narrativ einer “Erholung” nicht widerspricht. Wenn diese wenigen Indikatoren dann auch nicht “passend in ihrer Ausprägung” sind, dann werden diese Daten zudem in die gewünschte Richtung manipuliert und/oder interpretiert.

Die am häufigsten erwähnten und mit wenigen Ausnahmen am stärksten manipulierten Indikatoren sind das Bruttoinlandprodukt (BIP), die Arbeitslosenzahlen und die Inflation. Eigentlich muss man auch den Aktienmarkt dazu zählen, aber für mich sind Aktien ein nachlaufender Indikator, der uns nicht auf einen aktuell bereits stattfindenden Einbruch hinweist. Wenn überhaupt sind und waren Aktien nur ein Placebo für die Massen, eine psychologische Stütze, die uns in Sicherheit wiegen soll, während der Crash bereits vonstatten geht. Aktien besitzen keine Aussagekraft, wenn es darum geht den Gesundheitszustand eines Systems zu bewerten. Als ein nachlaufender Indikator gehe ich daher auch nur kurz am Ende dieser Analyse auf sie ein.

Die Manipulation des BIP ist fast ausschließlich eine Angelegenheit der Regierung, da ein gewichtiger Teil des BIP heute durch Staatsausgaben generiert wird. Obwohl der Staat Einkommen, Güter usw. besteuert, um diese Einnahmen dann als Staatsausgaben einzusetzen, werden diese Ausgaben als “Produktion” gewertet und fließen damit in das BIP mit ein. Dies beinhaltet auch Programme für die Infrastruktur oder Unterstützungsleistungen für das Gesundheitssystem (z.B. Obamacare in den USA). Man geht davon aus, dass etwa 20% des US-GDP (BIP) staatlich induziert sind. Andere Analysen, die alle Ausgaben beleuchten, sprechen sogar von ca. 35% des US-GDP, das durch Washington “erwirtschaftet” wird. Wenn ein Drittel durch Staatsausgaben “entsteht”, muss man dann nicht von manipulierten Daten sprechen?

Die meisten meiner regulären Leser wissen sehr genau, wie die Arbeitslosenzahlen “aufbereitet” werden, damit der Anschein einer Erholung entsteht. Allein in den USA sind etwa 95 Millionen US-Amerikaner im arbeitsfähigen Alter arbeitslos,

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Weltwirtschaft: Mit Blick gen Süden… (Teil 2) | www.konjunktion.info

02-05-19 10:37:00,

Google Adwords - Bildquelle: Pixabay / FirmBee; Pixabay LicenseGoogle Adwords - Bildquelle: Pixabay / FirmBee; Pixabay License

Google Adwords – Bildquelle: Pixabay / FirmBee; Pixabay License

Erst vor kurzem schrieb ich zu 3M und Intel einen kurzen Artikel und über deren Gewinnwarnungen und meinte, dass wir alsbald eine Vielzahl an solchen oder ähnlichen Meldungen in der Hochleistungspresse finden werden. Da die Fed weiterhin an ihrer Straffungspolitik (Stichwort Bilanzrückführung) festhält, werden wir aus den Unternehmen weitere solcher Meldungen lesen. Ohne den konstanten Stimulistrom der Notenbanken können insbesondere die Großkonzerne ihre Schuldenberge nicht mehr stemmen und sie haben keine Möglichkeit mehr diese auszugleichen oder die inzwischen erhöhten Zinszahlungen nach hinten zu schieben. Dabei ist die Ergebnisberichtssaison in den USA noch nicht vorbei.

Selbst ein Unternehmen wie Alphabet (Google), das sicherlich nicht an Geldmangel leidet und nicht auf Stimulimaßnahmen angewiesen ist, gab jetzt bekannt, dass seine Werbeeinnahmen bzw. die Anzahl der Werbetreibenden eingebrochen ist, was letztlich zeigt, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation verschlechtert.

Ich gehe davon aus, dass wir in der nahen Zukunft weit mehr solcher Nachrichten lesen müssen:

Alphabet hat gerade den schlimmsten Tag seit April 2010 durchlebt, nachdem Google von abnehmenden Werbezahlen berichtet hatte.

Die Aktie fiel am Dienstag um 7,5% und reduzierte ihre Marktkapitalisierung, die jetzt bei 833,5 Mrd. USD liegt, um mehr als 67 Mrd. USD. Der Rückgang war für Alphabet oder Google der stärkste Verlust seit Oktober 2012, als die Aktie um 8,01% fiel. (Im Jahr 2015 änderte Google seinen Firmennamen nach einer Umstrukturierung in Alphabet um.)

Die Aktien von Alphabet begannen am Montagabend zu sinken, aus Angst, dass sich das Wachstum der Werbeeinnahmen von Google verlangsamt. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal 2019 ein Umsatzwachstum von 15% gegenüber 24% im Vorjahr. In den dem Bericht folgenden Anmerkungen beschwerten sich die Analysten über die mangelnde Transparenz des Unternehmens hinsichtlich der Verlangsamung.

(Alphabet just closed its worst day since April 2010 after reporting slowing advertising numbers for Google.

The stock dropped 7.5% Tuesday, shaving more than $67 billion from its market cap, which now sits at $833.5 billion. The slide was the worst for Alphabet or Google since October 2012 when the stock dropped 8.01%.

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Weltwirtschaft: Mit Blick gen Süden… | www.konjunktion.info

27-04-19 09:33:00,

3M Co. stürzt in Richtung des schlimmsten Kursrückgangs seit dem Schwarzen Montag 1987 ab, nachdem [das Unternehmen] bei einer Reihe von Schlüsselgeschäften tiefe Probleme bekannt gab.

Der Hersteller von Haftnotizen und Touchscreen-Displays reduzierte seine Jahresprognose, als berichtet wurde, dass das Betriebsergebnis in allen fünf Geschäftseinheiten zurückging und der Gewinn im ersten Quartal unter den Erwartungen der Wall Street lag. 3M sagte, es würde 2.000 Stellen abbauen und sich mit den schwachen Automobil- und Elektronikmärkten sowie dem Gegenwind in China herumschlagen.

“Das erste Quartal war ein enttäuschender Start in das Jahr”, sagte der Geschäftsführer Mike Roman am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. “Unsere operative Umsetzung blieb hinter unseren Erwartungen zurück.”

Das Ergebnis von 3M blieb um den bisher höchsten Margenwert hinter dem Erwartungen zurück.

(3M Co. is plummeting toward its worst loss since Black Monday in 1987 after revealing deep troubles in a number of key businesses.

The maker of Post-it notes and touchscreen displays slashed its annual profit forecast as it reported that operating income dropped in all five business units and posted first-quarter profit that fell short of Wall Street’s expectations. 3M said it would cut 2,000 jobs while grappling with weak automotive and electronics markets as well as headwinds in China.

“The first quarter was a disappointing start to the year,” Chief Executive Officer Mike Roman said Thursday on a conference call with analysts. “Our operational execution fell short of the expectations we have for ourselves.”

3M’s earnings fell short of the consensus by the largest margin on record.)

Es häufen sich die Zeichen, dass die Rezession in den USA immer mehr durchschlägt. Neben 3M Co. kämpft auch Intel als weltweit bekanntes und wichtiges US-Unternehmen mit schwachen Absatzzahlen und blickt eher skeptisch in die Zukunft:

“Mit Blick auf die Zukunft erachten wir das Jahr als schwierig, auch wenn wir davon ausgehen, dass sich die Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte verbessern werden”, sagte Bob Swan, Vorstandsvositzender von Intel.

(“Looking ahead,

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