Viel Lärm um wenig

20-01-21 01:41:00,

Gemäß den offiziellen Mitteilungen gibt es in Italien am 28. Oktober 2020 insgesamt 617.000 positive Covid-19-Fälle, von denen 279.000 genesen sind. Verstorben sind 38.127 (die Zahl bezieht sich auf die Zahl der Positiven, unabhängig von der tatsächlichen Todesursache). Die Positiven sind in der überwältigenden Mehrheit jene, die man einst als gesunde Träger definierte (nun nennt man sie seltsamerweise „symptomlos Erkrankte“).

Die Einwohnerzahl Italiens ist 60.391.000. Im Jahr 2017 sind in Italien 650.614 Personen verstorben (2019 waren es 647.000). Die Zahl der an respiratorischen Erkrankungen Verstorbenen lag 2017 bei 53.372. Die der an kardiovaskulären Erkrankungen Verstorbenen bei 230.283 (ISTAT-Daten).

Gemäß den wissenschaftlichen Studien beträgt die IFR (Infection fatality rate oder Sterblichkeitsrate) von Covid-19 ungefähr 0,6 Prozent (vergleiche „Organisms. Journal of Biological Sciences“, Ausg. 4, Nr. 1, 2020, S. 6).

Auf Basis dieser Daten sind die verfassungsmäßigen Freiheiten außer Kraft gesetzt und die Bevölkerung terrorisiert, das soziale Leben unterbunden, die mentale und physische Gesundheit der Menschen ernstlich bedroht worden.

Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien unter dem Titel „Alcuni dati“. Er wurde von Thorsten Schewe aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzerteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratteam lektoriert.


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Giorgio Agamben

Giorgio Agamben, Jahrgang 1942, lehrt heute als Professor für Ästhetik an der Facoltà di Design e Arti der Universität Iuav in Venedig, an der European Graduate School in Saas-Fee sowie am Collège International de Philosophie in Paris. Sein Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.


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„Glaube wenig. …“ ist vor elf Monaten erschienen. Das Buch hat vielen geholfen, die Welt besser zu verstehen

28-08-20 12:34:00,

Obwohl kein etabliertes Medium das Buch besprochen hat, erreichte es die bisher höchste Auflage im Westend Verlag – Dank des „Mundfunks“ der Leserschaft. Jeden Tag begegnet einem eine der beschriebenen Methoden der Manipulation. Die 16 beschriebenen Fälle könnte ich mit Corona-Erfahrung locker vervielfältigen. Das Buch hat sich als nützlich erwiesen. Genau so war es gedacht. Jetzt erschien eine lesenswerte und zugleich amüsante Rezension der Buchhändlerin Ulrike Sokul von Leselebenszeichen. Wenn Sie zu jenen gehören, denen die Lektüre des Buches etwas gebracht hat oder sich jetzt damit beschäftigen, dann leiten Sie bitte diese Rezension an ihren Freundes- und Bekanntenkreis weiter. Albrecht Müller.

Eine Kostprobe aus der Rezension:

Was müssen Sie vor Einlesung des Buches beachten?

„Glaube wenig – Hinterfrage alles – Denke selbst“ sollte besser nicht eingenommen werden bei akuter Denkfaulheit und chronischer Leichtgläubigkeit, obwohl es gerade in solchen Fällen zu großen Erkenntnissprüngen kommen könnte.

Bei ängstlicher Überempfindlichkeit angesichts von fundierter Gesellschaftskritik und gegebenenfalls deutlichem Widerspruch zu den Narrativen der sogenannten Leitmedien kann es gelegentlich zu Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu Ohnmachtsanfällen kommen.

Menschen, die gewohnheitsmäßig oder suchtartig nur seditativ-zerstreuende Unter-haltungsmedien und eintönige „Talkshows“ einnehmen, werden die hier enthaltenen unbequemen Denk- und Hinterfrageaufforderungen sowie die desillusionierenden aktuellen und historischen Medienanalysen schwer bekömmlich oder viel zu ernüchternd finden, um sich ernsthaft damit zu beschäftigen.

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

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„Glaube wenig. … “ springt nach zwei Wochen Pause wieder unter die Top Ten. Das hat einen guten aktuellen Grund: Man lernt die gerade laufenden Manipulationen zu durchschauen

07-05-20 04:16:00,

Hier ist die Bestsellerliste des buchreport. Das Buch sprang kurz nach Erscheinen im Oktober 2019 auf Platz 2.

Es blieb seitdem in der Spitzengruppe und ist jetzt nach zwei Wochen Pause wieder unter den 10 bestplatzierten Sachbüchern Paperback. Auf Platz 2 ist jetzt übrigens ein Buch mit dem Titel „Älterwerden ist voll sexy, man stöhnt mehr“. Wunderbar. Dagegen kommt mein eigentlich schon guter und treffender Titel nicht an. Albrecht Müller.

Die Medien haben, wie früher schon berichtet, dieses Buch nicht besprochen und nicht zitiert, sie haben es ignoriert. Das ist verständlich. Denn in diesem Buch werden systematisch die Methoden der Manipulation erläutert, die heute gang und gäbe sind. Gerade in der heißen Debatte der letzten Wochen kann man Methoden und Fälle gezielter Manipulationen beobachten. Das Buch hilft beim Blick hinter die Kulissen. Deshalb wird es von Leserinnen und Lesern weiter empfohlen und weitergegeben. Tun Sie das bitte, wenn Sie ein Exemplar besitzen und es gelesen haben.

An ein paar Beispielen will ich zeigen, dass und wie sich die Kenntnis der Manipulationsmethoden bewährt:

Erstes Beispiel:

Beim jetzt angelaufenen Versuch, Kritikern der Politik des Lockdowns das Etikett “Verschwörungstheoretiker” anzuheften, werden gleich mehrere Methoden angewandt: eine bekannte und allzeit bewährte Methode ist die Wiederholung. Die Behauptung, Professor X oder Kritiker Y seien Verschwörungstheoretiker, wird in den letzten Tagen unentwegt verbreitet. Tobias Riegel hat in seinem gestrigen Artikel „Verschwörungstheorie”: Neue Offensive gegen Kritik schon darauf hingewiesen.

Die Stigmatisierung einzelner Zeitgenossen und Kritiker als Verschwörungstheoretiker kommt aus verschiedenen Ecken, also von einer als seriös geltenden Zeitung wie der Süddeutschen Zeitung, oder dem Deutschlandfunk, und von der immer noch als linksliberal betrachteten Frankfurter Rundschau. Bezeichnend in diesem Zusammenhang: Autorin eines aktuellen Artikels in der Frankfurter Rundschau ist die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung Kahane. Die Stiftung veranstaltet zum Thema demnächst einen Aktionstag. Die Stigmatisierung mit dem Etikett Verschwörungstheoretiker wird auch vom Spiegel betrieben und von der Tagesschau und von der Bild-Zeitung. Und und und … . Diese Methode wird in Kapitel III 7. beschrieben und belegt.

Zweites Beispiel:

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass in der Debatte der letzten Tage, als es um die Lockerung der Auflagen wegen Corona ging,

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Wenig überraschend: Newsguard warnt vor dem Anti-Spiegel | Anti-Spiegel

08-01-20 10:44:00,

Newsguard hat den Anti-Spiegel bewertet und wenig überraschend ist der Anti-Spiegel demnach nicht vertrauenswürdig. Die Bild-Zeitung aber schon.

Die Firma Newsguard, in deren Führungsgremium ehemalige Chefs von CIA und NSA sitzen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Usern schon im Browser durch farbliche Markierungen mitzuteilen, welche Nachrichtenseiten vertrauenswürdig sind und welche nicht. Anfang Dezember hat die Firma mich angeschrieben und mir Fragen gestellt. Die Korrespondenz habe ich hier und hier veröffentlicht.

Wie die Einschätzung ausfallen würde, war natürlich von vornherein klar, wenn man sich das Advisory Board der Firma anschaut. Dort sitzen unter anderem:

-General a.D. Michael Hayden: Ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency (NSA) und ehemaliger Principal Deputy Director of National Intelligence. Das war immerhin der Mann, der einer der wichtigsten Whistleblower unserer Zeit gejagt hat: Edward Snowden. Wie ist er zum Garanten für „unabhängige Bewertungen“ geworden?
-Elise Jordan, ehemaliger Redenschreiber von Condoleezza Rice
-Anders Fogh Rasmussen, ehemliger dänischer Ministerpräsident und ehemaliger Nato-Generalsekretär
-Tom Ridge, ehemaliger First Secretary der Homeland Security
-Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia (also kontrolliert Wikipedia sich über newsguard quasi selbst)

Es geht bei Newsguard also nicht darum, wie gut oder schlecht ein Medien recherchieren, sondern darum, ob sie der US-Politik gegenüber treu sind. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Bild-Zeitung von Newsguard als vertrauenswürdig eingeschätzt wird.

Man beachte: Laut Newsguard vermeidet die Bild zum Beispiel irreführende Überschriften. Wenn Sie sich fragen, warum Newsguard das behauptet, dann ist das schnell erklärt. Newsguard bewertet Medien nach Kriterien, für die es jeweils eine bestimmte Punktzahl gibt:

Glaubwürdigkeit
Es werden nicht regelmäßig Falschinformationen veröffentlicht: In den vergangenen drei Jahren hat die Webseite nicht wiederholt Beiträge veröffentlicht, die nachweislich falsch waren und nicht rasch und deutlich richtig gestellt wurden. (22 Punkte)
Journalisten recherchieren Informationen verantwortungsbewusst und nach klassischen journalistischen Kriterien: Sie bemühen sich um akkurate, unabhängige und ausgewogene Recherchen, die auf einer Vielzahl von Quellen beruhen, bevorzugt Erstquellen. Das gilt auch für Meinungsartikel. Begrüßt wird, wenn Beiträge auf diese Quellen verweisen. (18 Punkte)
Unterlaufene Fehler werden regelmäßig richtiggestellt. Die Redaktion hat wirkungsvolle Standards für Klar- und Richtigstellungen sowie Korrekturen etabliert. Auf der Seite ist eindeutig zu erkennen,

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„Glaube wenig. … Denke selbst“ auf Platz 2 der Bestsellerliste. Trotz der Blockade durch die etablierten Medien. Ein Beleg für die Wirkung der NachDenkSeiten.

03-12-19 05:03:00,

In dieser Woche ist ein weiterer Sprung nach oben in der Spiegel-Paperback-Sachbuch-Liste gelungen. Und dies ohne eine einzige Rezension in einem etablierten Medium. Und ohne ein Interview mit dem Autor. Es ist nämlich so gekommen, wie am 16. September nach Erscheinen des Streiflichts der Süddeutschen Zeitung vorhergesagt. Die Polemik der SZ hatte offensichtlich eine abschreckende Wirkung für die Journalisten-Kolleginnen und -Kollegen.. Ein trauriges Zeichen des Niedergangs. Alleine den NDS-Leserinnen und -Lesern und dem Weitersagen unter den Lesern des Buches selbst ist die gute Platzierung zu verdanken. Zumindest unter den Menschen, die noch Bücher lesen, haben die etablierten Medien also nicht mehr alleine das Sagen. Das animiert dazu, weiterzumachen und auch signierte Bücher anzubieten. Siehe unten. Albrecht Müller.

Eine der wesentlichen Botschaften des Buches lautet: Die meisten großen politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte sind durch Meinungsmache bestimmt worden. Und diese befindet sich in den Händen finanziell gut bis super ausgestatteter Personen, Medien und Gruppen. Deshalb haben die Interessen der Mehrheit keine Bedeutung. Und deshalb wird eine Verbesserung der Situation nur möglich sein, wenn die Mehrheit jener Menschen wächst, die wenig glauben und selbst denken.

Als ich im Mai dieses Jahres damit begann, dieses Buch zu konzipieren, konnte ich nicht ahnen, dass es so erfolgreich werden würde und dabei hilft, eine andere als die etablierte Öffentlichkeit aufzubauen. Offenbar funktioniert das. Offenbar hilft das Buch, den Kreis jener zu erweitern, die nicht einfach sagen: „Das habe ich doch in der Tagesschau gesehen“. Oder: „Das habe ich doch im Spiegel gelesen.“

Der Kreis der skeptisch Hinterfragenden wächst. Das ist gut so und mein Buch hilft dabei. Deshalb werbe ich freimütig dafür, „Glaube wenig …“ weiterzugeben und weiterzuempfehlen und als Weihnachtsgeschenk zu nutzen – auch für Menschen, die das Internet nicht nutzen und für solche, die wichtige Dinge gedruckt auf Papier lesen wollen.

„Glaube wenig … Denke selbst“ hat noch nicht die Verbreitung von Hessels „Empört euch“. Aber es könnte zusammen mit den NachDenkSeiten, anderen kritischen Medien und unseren Jahrbüchern eine nachhaltigere Wirkung entfalten – weil es konkret Hilfen dafür bietet, die gängigen Manipulationen zu durchschauen.

Informationen zum Buch finden Sie hier.

Zu beziehen ist „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst“

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