Wieder Fall von Lücken-Presse? – IWF-Verteidigung Chinas interessiert viele Medien nicht

wieder-fall-von-lucken-presse?-–-iwf-verteidigung-chinas-interessiert-viele-medien-nicht

15-08-19 11:55:00,

Wirtschaft

13:30 15.08.2019(aktualisiert 13:58 15.08.2019)

Zum Kurzlink

91152

Als US-Präsident Donald Trump in einer Twitter-Meldung China der Währungsmanipulation bezichtigte, berichteten beinahe alle Medien umfangreich. Nun hat der Internationale Währungsfonds IWF China vor diesen Anschuldigungen in Schutz genommen. Die Reaktion der Medien darauf ist mal wieder bezeichnend.

Am 5. August 2019 charakterisierte US-Präsident Donald Trump die Volksrepublik China in einer Wortmeldung über den Kurznachrichtendienst Twitter offiziell als ein Land, das „Währungsmanipulation“ betreibe. Die wichtigsten Medien in Deutschland und im deutschsprachigen Raum berichteten über diese Anschuldigungen in aller Ausführlichkeit und garnierten sie mit eigenen Einschätzungen, wonach China den Wechselkurs seiner Währung „als Waffe“ benutze.

China dropped the price of their currency to an almost a historic low. It’s called “currency manipulation.” Are you listening Federal Reserve? This is a major violation which will greatly weaken China over time!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 5 августа 2019 г.

​Schon zu diesem Zeitpunkt gab es nicht nur die Proteste der chinesischen Regierung, sondern auch genügend Fachleute, die müde lächelnd darauf hinwiesen, dass China nichts Geringeres tat, als auf den fortwährenden Handelskrieg der USA gegen China zu reagieren, der sich vor allem anderen in immer neuen Strafzöllen zeigt. Von einer vorsätzlichen und anlasslosen manipulativen Abwertung der chinesischen Währung könne keine Rede sein.

Nun hat der Internationale Währungsfonds IWF auch ganz offiziell dem US-Präsidenten widersprochen. In seinem „Country Report No. 19/266“, den der IWF am 9. August 2019 veröffentlichte, attestierte der Fonds der Volksrepublik, dass deren Währungspolitik im Jahr 2018, insbesondere was die Wechselkurse des Yuan angeht, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung abbildete. Es gebe wenige Anzeichen für Interventionen der chinesischen Zentralbank. Der für China zuständige IWF-Direktor James Daniel, erklärte im Rahmen der Vorlage des Jahresberichtes über China in Washington vor Journalisten, dass der Wechselkurs des Yuan mit den ökonomischen Fundamentaldaten weitgehend übereinstimme und „weder nennenswert über- noch unterbewertet gewesen“ sei.

Nur der ORF bringt eine kleine Online-Meldung zur IWF-Entlastung Chinas

Doch während die Vorwürfe aus Washington gegen Peking breiten Raum in der medialen Berichterstattung einnahmen, schweigen sich vor allem die öffentlich-rechtlichen Medienangebote in Deutschland, der Schweiz und Österreich bislang über diese Entlastung Chinas durch den IWF aus.

 » Lees verder

Wieder Meinungsmache in den Medien: Ohne die USA wäre Europa angeblich militärisch am Ende | Anti-Spiegel

wieder-meinungsmache-in-den-medien:-ohne-die-usa-ware-europa-angeblich-militarisch-am-ende-|-anti-spiegel

14-05-19 08:19:00,

Die Medien haben am Montag von einer Studie berichtet, die errechnet haben will, wie teuer es die Europäer kommen würde, wenn die USA die Nato verlassen. Diese Artikel sind unter der Rubrik Meinungsmache einzuordnen, wie wir gleich sehen werden.

Der ursprüngliche Original-Artikel findet sich im Spiegel unter Spiegel-Plus unter der Überschrift „Militärausgaben in Europa – So teuer wäre ein Nato-Ausstieg der USA“ und ist daher nicht kostenfrei. Aber dank Internet kann man ja auch andere Medien zu Hand nehmen, die darüber dann berichtet haben. Ich habe mich für die FAZ entschieden, bei der der Titel lautete „MILITÄRAUSGABEN: Nato-Austritt Amerikas würde Europa mehr als 350 Milliarden Dollar kosten„.

Nun muss man wissen, dass ein Nato-Austritt der USA völlig unrealistisch ist. Die Nato ist das Instrument, mit dem die USA den Eurasischen Doppelkontinent dominieren. Ein Rückzug der USA aus der Nato würde bedeuten, dass die USA freiwillig auf den Status als allein führende Weltmacht verzichten. Und das hat es in der Geschichte noch nie gegeben, dass ein die Welt beherrschendes – oder zumindest die Welt dominierendes – Imperium freiwillig und ohne Not auf diese Macht verzichtet.

Trotzdem soll den Europäern vor einem solchen unrealistischen Szenario Angst gemacht werden. Man möchte, dass die Europäer endlich den Forderungen der USA folgen, mehr für Rüstung auszugeben. Frei nach dem Motto: Ohne die USA würde es noch teurer, dann doch lieber mit den USA gemeinsam.

Also mussten die Zahlen der Studie entsprechend hoch und erschreckend ausfallen, was auch geschehen ist. Wie wir sehen werden, gibt es jedoch allen Grund, die Zahlen anzuzweifeln.

Berichtet wurde in den Medien über eine Studie des Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS), die zu dem Ergebnis gekommen ist,

„dass Europa mit Kosten von mehr als 350 Milliarden Dollar rechnen muss, sollten die Vereinigten Staaten aus der Nato austreten. Dies hatte eine noch unveröffentlichte Studie, die dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorliegt berechnet. In der Studie untersuchen Militärfachleute anhand von zwei unterschiedlichen Szenarien die Kosten, welche auf Europa zukämen, sollte eines der beiden eintreten.“

Natürlich wurde zunächst nur das teurere der beiden Ergebnisse herangezogen, um den Leser mit dem Worst Case zu schockieren. Dabei allerdings geht es um einen Krieg mit Russland, wie wir gleich sehen werden.

 » Lees verder

Wieder „Gelbwesten”-Proteste in Frankreich: Heftige Proteste erwartet

wieder-gelbwesten-proteste-in-frankreich-heftige-proteste-erwartet

30-03-19 01:16:00,

avatar

Hallo,

!

Wir verpflichten uns zum Schutz Ihrer persönlichen Daten. Wir haben unsere Datenschutzerklärung aktualisiert, damit sie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), einer neuen EU-Regelung, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, entspricht.

Bitte machen Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung bekannt. Sie enthält Details über die Arten von Daten, die wir sammeln, darüber, wie wir sie verwenden sowie über Ihre Rechte bezüglich des Datenschutzes.

Da Sie uns bereits Ihre persönlichen Daten mitgeteilt haben, als Sie Ihren persönlichen Account erstellt haben, bitte prüfen Sie das Feld darunter, um diesen weiter zu nutzen:

Ich stimme der Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten zu, um einen persönlichen Account auf dieser Website gemäß der Datenschutzerklärung zu erstellen.

Wenn Sie nicht wollen, dass wir Ihre Daten weiter verarbeiten, klicken Sie bitte hier, um Ihren Account zu löschen.

Wenn Sie irgendwelche Fragen oder Bedenken bezüglich unserer Datenschutzerklärung haben, kontaktieren Sie uns bitte unter privacy@sputniknews.com.

 » Lees verder

Alle Jahre wieder: Bankenkrise

alle-jahre-wieder-bankenkrise

03-01-19 05:54:00,

Die Europäische Bankenaufsicht stellte die Banca Carige unter Zwangsverwaltung, eine Abwicklung könnte Italien teuer zu stehen kommen

Vor gerade einmal 18 Monaten wurde in Italien – gegen die Abwicklungsrichtlinien – zur Rettung der Absturzbank Monte dei Paschi di Siena (MSR) angesetzt. Nach dem drittgrößten Kreditinstitut des Landes ist mit der Banca Carige nun das zehntgrößte Institut in schweres Wasser geraten und wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen unter Zwangsverwaltung gestellt.

Verwunderlich ist das nicht, denn sogar bei den unstressigen Banken-Stresstests, bei denen eigentlich keine Bank durchfallen kann, ist die Carige zuletzt als “anfällig” aufgefallen. Das ist ja schon einmal etwas, da zuvor die Stresstests nicht einmal Banken als anfällig gemeldet hatten, die kurz darauf mit Steuermilliarden gerettet wurden.

Über die Zwangsverwaltung will die Bankenaufsicht, die in der EZB angesiedelt ist, die Stabilität der Bank sichern. Es soll dafür gesorgt werden, dass die Kapitalvorgaben wieder erfüllt werden. Nach dem Stresstest-Ergebnis sollte eigentlich das Kapital erhöht werden. Der Verwaltungsrat des Geldhauses hatte sich einstimmig im Oktober für einen neuen Finanzplan ausgesprochen, der eine Kapitalerhöhung um mindestens eine weitere halbe Milliarde Euro vorsah. Seit 2014 hatte Carige das Kapital schon um 2,2 Milliarden Euro erhöht. Sie kommt aber weiter nicht aus der Verlustzone. In den letzten vier Jahren hat die Carige einen Verlust von etwa 1,5 Milliarden Euro eingefahren, wofür vor allem die vielen faulen Kredite in den Büchern verantwortlich sind.

Allerdings scheiterte die Kapitalerhöhung kürzlich am Widerstand des größten Aktionärs Vittorio Malacalza. Die Familie Malacalza hält 27,5% der Aktien an dem Geldhaus. Blockiert wurde darüber auch die Ausgabe von nachrangigen Anleihen im Umfang von 320 bis 400 Millionen Euro. Daraufhin war die gesamte Führung des Geldinstituts zurückgetreten. Die EZB setzte drei Interimsverwalter und einen Überwachungsausschuss ein, die das Geldhaus übergangsweise führen sollen.

Eigentlich überwacht die EZB eine relativ kleine Bank nicht, die nur eine Bilanzsumme von 24 Milliarden Euro ausweist. Aber man wirft ein besonderes Auge auf die angeschlagenen italienischen Geldhäuser, was als Vorbereitung auf einen neuen Crash gewertet werden kann. Die Initialzündung könnte aus dem drittgrößten Euroland Italien kommen, denn von dem gesamten Volumen fauler Kredite im Umfang von fast 660 Milliarden Euro in Europa sitzen die italienischen Banken allein auf fast einem Viertel.

 » Lees verder

Deutschland ist wieder wer | KenFM.de

deutschland-ist-wieder-wer-kenfm.de

02-12-18 03:04:00,

Oder: Wie Deutschland nichts aus Weltkriegen lernte

von Jochen Mitschka.

Da waren sie, die Reden, gut abgesprochen, teilweise positiv rezensiert von den Ghostwritern selbst, in denen Bundespräsident, NATO-Generalsekretär und andere politischen Schwergewichte von Deutschland verlangten „wieder eine wichtigere Rolle in der Welt zu spielen“. Deutschland „sollte wieder wer“ sein. Opfer müssten gebracht werden, und natürlich spiele das Militär eine entscheidende Rolle dabei. Und so waren sich Politik und Medien einig, dass Deutschland eine (eigentlich unverbindliche) Verpflichtung eingehen sollte, zukünftig 2 % des Bruttosozialproduktes für die Rüstung auszugeben. Natürlich wurden die Menschen Deutschlands nie dazu befragt. Es hätte sie vielleicht verunsichern können, dass Deutschland plötzlich so viel Geld ausgeben soll, dass es das drittgrößte Rüstungsbudget der Welt (nach den USA und China) auf die Waage bringt. Dann kritisierte man Deutschland, die „Verpflichtung“ nicht zu erfüllen, und deutsche Politiker erklärten die Erfüllung zum nicht zu diskutierenden Fakt, schließlich wäre es ja versprochen worden, und irgendwie wurde nie eine Gegenfinanzierung aufgezeigt, das Geld dafür schien einfach da zu sein.

Deutschlands Rüstungsausgaben sollen nun also in den nächsten Jahren deutlich steigen, einige sagen, sie müssen verdoppelt werden. Damit werden sie auch die Ausgaben Russlands, eines Atomstaates mit riesiger Ausdehnung, für die Landesverteidigung übersteigen, und das, obwohl Deutschland keinen Feind fürchten muss, der das Land angreifen könnte. Schon 2018 betrugen die Ausgaben Deutschlands 51 Milliarden Euro. Aber durch die Einbettung in die NATO wurde Deutschland zur Streitmacht einer imperialen Kriegsmacht, die entgegen den gehaltenen Sonntagsreden, nicht dazu gedacht ist, Kriege zu vermeiden, sondern Kriege zu führen und zu gewinnen. Es waren NATO-Länder, welche die meisten Kriege dieses Jahrhunderts begannen, schürten und gewinnen wollten. Dass dies langfristig weder in Afghanistan, noch im Irak, in Libyen oder in Syrien gelang, scheint diese Länder aber nicht davon abzuhalten, diese Politik im Interesse der großen Rüstungs- und Medien-Konzerne weiter zu betreiben. Und stillschweigend reiht sich heute Deutschland ein in den Kreis dieser neo-kolonialen Mächte, die nicht mehr für eine Religion, oder um „den Wilden Zivilisation“ zu bringen, sondern um „liberale Demokratie“ und „Menschenrechte“ zu verbreiten, Länder zurück ins Mittelalter bomben. Wie konnte das angesichts der Geschichte Deutschlands passieren?

Die meisten der Kommentatoren, die sich für Härte,

 » Lees verder

Wieder breiter Protest gegen Polizeigesetz in Bayern geplant

Wieder breiter Protest gegen Polizeigesetz in Bayern geplant

18-09-18 09:29:00,

Dem ohnehin angeschlagenen Bundesinnenminister Horst Seehofer und seiner Partei droht neues Ungemach: Nachdem ihm sein irrlichternder Inlandsgeheimdienstchef Hans-Georg Maaßen noch immer das Leben schwermacht und bei der anstehenden Bayernwahl nach Umfragen peinliche Ergebnisse und der Verlust der absoluten Mehrheit für die CSU drohen, macht nun auch noch ein überparteiliches Bündnis gegen das bayerische Polizeigesetz und die Angst-Politik der CSU mobil. Eine weitere Großdemonstration ist für den 3. Oktober angekündigt, also noch vor den Landtagswahlen.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Das von der CSU am 18. Mai 2018 mit ihrer Mehrheit im Landtag im Alleingang durchgesetzte Polizeiaufgabengesetz (PAG) war dieses Jahr bereits Ursache für breite Proteste: Mehrere zehntausend Menschen hatten sich an Demonstrationen in ganz Bayern beteiligt, am 10. Mai bei der Großdemonstration in München sogar mehr als 40.000 Menschen bei einem langen Protestzug. Auch die #ausgehetzt-Demo am 22. Juli hatte trotz des andauernden Regens an dem Tag eine ähnlich hohe Teilnehmerzahl.

Sowohl die bayerische FDP als auch SPD und Grüne haben bereits Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz eingereicht, beim Bundesverfassungsgericht und beim bayerischen Verfassungsgerichtshof.
 

demoaufruf PAGAufruf des Bündnisses zur Demo am 3. Oktober.

 
Das Ziel des Protests am 3. Oktober ist die Rücknahme des PAG und damit der drastischen Ausweitung der Polizeibefugnisse, außerdem die Gegenwehr gegen den „Rechtsruck“ in der bayerischen Politik und generell die „Politik der Angst“. Das spiegelt sich auch im offiziellen Demo-Motto „Jetzt gilt’s – Gemeinsam gegen die Politik der Angst!“ wider.

#ausgehetzt und #NoPAG-Bündnis protestieren mit weiteren Initiativen

Die Münchner Demo soll nicht die einzige bleiben: Ein „Herbst der Solidarität“ mit weiteren Großdemonstrationen in Hamburg und Berlin soll bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von mehreren Bündnissen eingeläutet werden, darunter auch #ausgehetzt und das #NoPAG-Bündnis sowie die Initiativen Seebrücke und #unteilbar. Diesen Donnerstag, den 20. September, werden die Vertreter des neuen und sehr breiten Bündnisses im Roten Salon in der Berliner Volksbühne ab 11 Uhr ihre Protestpläne vorstellen und Rede und Antwort stehen.

 » Lees verder

Die WM ist vorbei – nun dürfen wir wieder so richtig arrogant sein – www.NachDenkSeiten.de

Die WM ist vorbei – nun dürfen wir wieder so richtig arrogant sein – www.NachDenkSeiten.de

16-07-18 12:20:00,

Die WM ist vorbei – nun dürfen wir wieder so richtig arrogant sein

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik

Jens Berger

Manche Kommentare lesen sich fast, als seien die Autoren enttäuscht darüber, dass es während “Putins WM” keine Zwischenfälle gegeben hat. Hatte man sich während der Spiele noch merklich zurückgehalten, schaltet man kurz nach der Übergabe des Pokals bereits wieder voll auf den altbekannten Feindmodus. Dabei hätte man während der ausgelassenen Wochen der WM doch eigentlich eine gute Gelegenheit gehabt, einmal in sich zu gehen und die eigenen Vorurteile kritisch zu reflektieren. Nichts davon ist geschehen. Im Gegenteil. Der WM-Kommentar des SPON-Sportchefs Daniel Raecke zeigt, dass Überheblichkeit, Eurozentrismus und Arroganz in den Redaktionsstuben wieder fröhlich‘ Urständ‘ feiern. Von Jens Berger.

“War es richtig, das größte Sportereignis der Welt nach Russland zu vergeben? Nein – denn es darf uns nicht egal sein, wohin Europas Gesellschaft sich entwickelt”. So leitet Raecke sein sportpolitisches Resümee ein, dessen Botschaft bereits im Titel “Russland, wo Demokratie die schönste Nebensache der Welt ist” gänzlich unsubtil mitschwingt. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Seit wann vergeben “wir” denn die Fußball-Weltmeisterschaft? Und seit wann ist die “Entwicklung von Europas Gesellschaft” bei der WM-Vergabe ein ernstzunehmendes Kriterium? Schauen wir uns die WM-Vergabe 2018 doch mal ein wenig genauer an.

Fußball-Weltmeisterschaften werden traditionell von einem Komitee hoher FIFA-Funktionäre vergeben. Dieses Gremium setzt sich vor allem aus Vertretern der Kontinentalverbände zusammen und bildet eine bunte Mischung aller politischen Systeme und Weltanschauungen, die es auf unserem Planeten gibt. Im Fifa-Exekutivkomitee, das die Weltmeisterschaften bis 2022 vergeben hat, befanden sich Funktionäre aus liberalen Demokratien wie Kanada, autoritären Demokratien wie Russland, Militärdiktaturen wie Ägypten, sozialistischen Staaten wie Kuba, dem Ein-Parteien-Staat China bis hin zur absolutistischen Golf-Monarchie Bahrain. Und selbst hier muss man noch darauf hinweisen, dass die Funktionäre meist keine wie auch immer legitimierten Vertreter ihrer Staaten, sondern Delegierte der jeweiligen Fußball-Verbände sind. Deutschland wurde bei den WM-Vergaben 2018 und 2022 von “Kaiser” Franz Beckenbauer vertreten – einem Mann, der weder für eine liberale Demokratie, noch für Menschenrechte, Transparenz oder sonst etwas steht, mit dem “wir” uns gerne schmücken.

Dass heute einige wenige westliche Staaten eine Kampagne gegen Russland fahren und die WM-Vergabe im Nachhinein gerne rückgängig gemacht hätten,

 » Lees verder

Russland wieder einmal am Pranger | KenFM.de

Russland wieder einmal am Pranger | KenFM.de

14-03-18 05:39:00,

Die Unschuldsvermutung ist außer Kraft gesetzt.

von Wolfgang Bittner

Die britische Premierministerin Theresa May kann hellsehen: „Höchstwahrscheinlich“ sei Russland für das Attentat auf den russisch-britischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in Salisbury verantwortlich. Das habe eine Analyse des verwendeten Gifts ergeben, eines Nervenkampfstoffes, der früher in der Sowjetunion hergestellt wurde. Und sofort wird Mays Unterstellung von fast allen westlichen Medien übernommen. Es wird vermutet und angeklagt, obwohl nichts bewiesen ist. Wenn Theresa May Russland dann noch ein Ultimatum stellt, ist die Täuschung perfekt und die bislang im Recht aller zivilisierten Staaten geltende Unschuldsvermutung – in dubio pro reo – wird in ihr Gegenteil verkehrt.

In der New York Times heißt es unter der Überschrift „Wladimir Putins toxischer Arm“: „Die britische Premierministerin Theresa May gab das Ende eines Rätsels bekannt, das genau genommen kein Rätsel war (…) Der ‚willkürliche und rücksichtslose‘ Angriff auf Mr. Skripal war so entsetzlich, furchterregend und öffentlich wie möglich inszeniert worden. Er hatte eindeutig den Segen von Präsident Wladimir Putin.“
https://www.nytimes.com/2018/03/12/opinion/russia-spy-poison-britain.html

Aus der WELT ist zu erfahren: „Die Nato hat sich sehr besorgt über die Vergiftung des Ex-Spions Sergej Skripal und seiner Tochter gezeigt. ‚Der Einsatz von jeglichem Nervengas ist vollkommen inakzeptabel‘, teilte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit. US-Außenminister Rex Tillerson warf Russland am Montag eine Beteiligung an dem Fall vor.“
https://www.welt.de/politik/ausland/article174487897/Attentat-mit-Nowitschok-Nato-sehr-besorgt-wegen-Anschlag-auf-Ex-Agenten-in-England.html

An anderer Stelle meldet die WELT: „Deutsche Außenpolitiker fast aller Fraktionen verurteilten den Nervengift-Angriff scharf.“ So der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich und der Grünen-Außenexperte Omid Nouripour, der den Giftanschlag als einen „Angriff auf ein EU-Mitglied“ ansieht, „der einer europäischen Antwort bedürfe“. Nouripour: „Deswegen müssen die Außenminister der EU schnell zusammenkommen, um sich auf eine gemeinsame Linie zu verständigen.“ Der FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff möchte „Großbritannien bitten, uns zu sagen, was es von seinen Verbündeten erwartet“.
https://www.welt.de/politik/ausland/article174493635/Sergej-Lawrow-Russland-weigert-sich-auf-Mays-Ultimatum-zu-antworten.html

Im Deutschlandfunk war bereits zu hören: „Die EU-Kommission hat Großbritannien im Fall des vergifteten Doppelagenten Unterstützung zugesagt.“
http://www.deutschlandfunk.de/fall-skripal-eu-kommission-sagt-grossbritannien.2932.de.html?drn:news_id=860676

Es ist ein ekelerregendes Spiel mit dem Feuer, das sich die Propagandisten, die sich Politiker nennen, im Namen der Bevölkerung ihrer Länder erlauben. Putin, Putin, Putin. Angeblich ist er an allem schuld,

 » Lees verder

USA: Forscher dürfen wieder an noch tödlicheren Viren tüfteln

USA: Forscher dürfen wieder an noch tödlicheren Viren tüfteln

21-12-17 11:24:00,

USA hoben Moratorium für Forschungsfinanzierung zur Stärkung von Vireneigenschaften auf

Die US-Regierung hat das Moratorium für die Forschungsfinanzierung zur “Stärkung von Vireneigenschaften” aufgehoben. Dadurch könnten Wissenschaftler – auch unfreiwillig – tödliche Virenstämme von bekannten Infektionserregern entwickeln, berichtet Science Alert. Einige Experten sprechen sich klar dagegen aus und befürchten einen Anstieg von krankheitserregenden Viren.

Wie Francis Collins, Direktor der National Institutes of Health, sagt, werden die Forschungen zur Grippe, zum MERS-Coronavirus und zum SARS-Virus es ermöglichen, wirksame Lösungen zur Bekämpfung dieser Infektionen zu entwickeln.

Die Gegner dieser Entscheidung sind allerdings darüber besorgt, dass mit der Wiederaufnahme der Finanzierung das Risiko für die Verbreitung von pathogenen Infektionserregern außerhalb der Labore ansteigen könnte. Die Mitarbeiter des National Institutes of Health bestätigten jedoch, dass eine Reihe von Bedingungen aufgestellt wurde, die beachtet werden müssen, um die Finanzierung zu erhalten. Unter anderem müssen die Labore sichere Arbeitsbedingungen sowie einen Notfallplan für Extremsituationen vorlegen.

Mehr lesen – Impfstoff gegen Dengue-Fieber aus Frankreich könnte philippinische Kinder krank machen

 » Lees verder