Wikileaks und Wikipedia | Von Dirk Pohlmann | KenFM.de

19-01-21 04:03:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Wikipedia feiert Geburtstag – und alle feiern mit. ZDF Heute, Tagesschau, Deutschlandfunk, Süddeutsche Zeitung, Heise Online, WDR, NDR, Rheinische Post, alle jauchzen und jubilieren, finden nur Gutes in und am Online-Lexikon. Es sei die einzige nichtkommerzielle Webseite unter den 20 größten der Welt, ein großartiges offenes Gemeinschaftsprojekt. Wikipedia sammle das Wissen der Welt und stelle es kostenlos zur Verfügung.

Arte, der beste Sender des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, sendete unter dem Titel „Das Wikipedia Versprechen“ eine Dauerwerbesendung für Wikipedia. Der einzige Kritikpunkt in dem lobhudelnden Stück stammt aus der PR-Abteilung von Wikipedia selbst. Die angebliche Enzyklopädie leide unter einem Mangel an Frauen und People of Color. Ansonsten? Alles bestens. Danke der Nachfrage.

Wikileaks hat eine ganz ähnliche Zielrichtung wie angeblich Wikipedia, es will freien Zugang zu Informationen bieten, die öffentliche Angelegenheiten betreffen. Es ist eine Art Babyklappe für Whistleblower, sie können dort Informationen hinterlegen, die sie veröffentlicht sehen wollen, über kriminelle Machenschaften von Regierungen, staatlichen Institutionen und Konzernen. Erinnert sei an das Collateral Murder Video, in dem das sinnlose Abschlachten von irakischen Zivilisten und Journalisten mittels eines US Kampfhubschraubers zu sehen ist. Auch das gehört zum Wissen der Welt. Wikileaks ist 14 Jahre alt. Der Gründer von Wikileaks, Julian Assange kämpft im Hochsicherheitsgefängnis von Belmarsh, auch das britische Guantanamo genannt, um sein Überleben. Der UN Sonderberichterstatter Nils Melzer hat die Haftbedingungen von Julian Assange als lebensbedrohliche Folter bezeichnet. Assange droht die Auslieferung in die USA, wo ihn eine mehr als lebenslange Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis erwartet. Die britische Richterin Baraitser hat die Auslieferung abgelehnt. Aber nur wegen der brutalen Haftbedingungen in den USA, die Anklagepunkte der US Behörden hat sie alle als rechtens bezeichnet. Wenn die USA also ein Zugeständnis beim Gefängnis machen… Das ist die eine Möglichkeit, um Julian Assange für immer verschwinden zu lassen, als statuiertes Exempel für jeden Journalisten. Die andere: Die USA haben gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Falls der vorerkrankte Julian Assange im verseuchten Belmarsh nicht an Covid-19 stirbt, will er sich das Leben nehmen, falls er ausgeliefert wird.

Warum wird Wikipedia gefeiert und warum soll Wikileaks vernichtet werden?

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6 Wikileaks Revelations Expose Corporate Abuse at Expense of People and Planet – Global Research

05-10-20 08:31:00,

People around the world are watching as U.K. Judge Vanessa Baraitser hears arguments and decides whether or not to extradite Wikileaks founder Julian Assange to the U.S.

While the Obama administration chose not to charge Assange, wary of the precedent it might set in criminalizing journalism, the Trump administration indicted him with 18 criminal charges that may land Assange in one of the U.S.’s most notorious prisons for 175 years.

Assange’s Wikileaks has won numerous journalism awards and has never had to retract a single publication despite releasing more than 10 million documents exposing, among other things, U.S. war crimes. Former CIA Director Leon Panetta recently indicated that the ongoing persecution of Assange is meant to “send a message to others not to do the same thing.”

As the world debates whether Assange is a hero or a traitor, Children’s Health Defense takes a step back to examine some of the things his organization has revealed for those fighting for health and environmental justice.

1. U.S. diplomatic efforts to overturn resistance to GMOs at the behest of Monsanto

Wikileaks published hundreds of diplomatic cables exhibiting attempts by the U.S. to quell opposition to genetically modified organisms or GMOs. As reported by The Guardian, “the cables show U.S. diplomats working directly for GM companies such as Monsanto.”

In a 2007 cable, Craig Stapleton, then U.S. Ambassador to France, advised the U.S. to prepare for economic war with countries unwilling to introduce Monsanto’s GM corn seeds. He recommended the U.S. “calibrate a target retaliation list that causes some pain across the E.U.”

Another dispatch, this one from 2009, demonstrated that the U.S. funded a GMO workshop in Mozambique that, according to the authors, helped advance biotech-friendly policies in the country.

In another cable from 2009, a U.S. diplomat stationed in Germany relayed intelligence on Bavarian political parties to several U.S. federal agencies and the U.S. Secretary of Defense, telling them which parties opposed Monsanto’s M810 corn seed and tactics that the U.S.

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Zehn Jahre seit WikiLeaks‘ Publikation der Afghanistan-Kriegsprotokolle

05-08-20 10:15:00,

Von
Oscar Grenfell

2. August 2020

Am Samstag, den 25. Juli sind zehn Jahre vergangen, seit WikiLeaks die Kriegsprotokolle aus Afghanistan veröffentlicht hat. Diese riesige Fundgrube an durchgesickerten US-Militärdokumenten vermittelt einen beispiellosen Einblick in den verbrecherischen Charakter eines Krieges, der inzwischen der längste in der amerikanischen Geschichte geworden ist.

Die Dokumente wurden mit Kommentaren, Analysen und Kontextmaterial in Zusammenarbeit mit der New York Times, dem Guardian und dem Spiegel veröffentlicht. Nur etwa drei Monate vorher hatte WikiLeaks das berüchtigte „Collateral Murder“ Video veröffentlicht, das 2007 ein Massaker der US-Armee an Zivilisten, darunter zwei Reuters-Journalisten, im Irak öffentlich sichtbar machte.

Diese beiden Enthüllungen zusammen übten einen immensen Einfluss auf das öffentliche Bewusstsein aus und verstärkten und vertieften die Antikriegsstimmung, die sich erstmals bei den gewaltigen internationalen Protesten gegen die Invasion des Iraks im Jahr 2003 gezeigt hatten.

Juli 2010: Julian Assange präsentiert die Afghanistan-Kriegsprotokolle

Bezeichnenderweise erfolgte die Veröffentlichung von WikiLeaks im Jahr 2010 in einer Situation, als die pseudolinken Gruppen der oberen Mittelschicht diese Bewegung verraten hatten. Immer häufiger hatten sie den Widerstand gegen imperialistischen Krieg unterdrückt und 2008 die Wahl von Barack Obama unterstützt. Seither haben sie sich immer enger an die anderen militaristischen Parteien der herrschenden Elite, beispielsweise die SPD oder die Labor Party in Australien, angeschlossen.

Die afghanischen Protokolle entlarvten insbesondere die Behauptung unzähliger liberaler Experten, dass die Besetzung dieses Landes ein „guter Krieg“ sei, der angeblich geführt wurde, um den Terrorismus zu besiegen, die Demokratie auszuweiten und die Rechte der Frauen zu schützen. Dies kontrastierten sie mit dem „gescheiterten“ Irak-Feldzug.

Dies stimmte mit der Agenda der neuen US-Regierung überein. Schon während Obamas vorgetäuschter Antikriegshaltung im Wahlkampf 2008 wurden die Pläne für eine massiv ausgeweitete Offensive in Afghanistan entwickelt.

Was die Mythenbildung begünstigte, war die Tatsache, dass die USA, ihre Verbündeten und die bürgerlichen Medien jegliche Informationen über die tatsächliche Lage vor Ort unterdrückten. WikiLeaks lüftete den Schleier der Lügen und enthüllte eine neokoloniale Besatzung, die darauf abzielte, Bodenschätze zu plündern und die Kontrolle über die geostrategisch bedeutsame zentralasiatische Region zu sichern.

Massentötungen an Zivilisten, ein vehementer Widerstand der Bevölkerung und offene Demoralisierung in der US-Armee kamen an die Oberfläche, und zwar in größerem Umfang als je zuvor in den neun Jahren seit der US-Invasion.

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Open letter calling for the release of WikiLeaks publisher Julian Assange – Defend WikiLeaks

03-07-20 07:14:00,

Open letter calling for the release of WikiLeaks publisher Julian Assange

Rt Hon Robert Buckland QC MP
Secretary of State for Justice and Lord Chancellor
Ministry of Justice
102 Petty France
London
SW1H 9AJ

3 July 2020

RE: Open letter calling for the release of WikiLeaks publisher Julian Assange
CC: Rt Hon Dominic Raab, Secretary of State for Foreign and Commonwealth Affairs
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Dear Rt Hon Robert Buckland QC MP,

On 8 June 2020, responding to a question in the House of Lords about the United Kingdom’s stance regarding the protection of journalists and press freedoms, Minister of State Lord Ahmad of Wimbledon said, “Media freedom is vital to open societies. Journalists must be able to investigate and report without undue interference”.

We, the undersigned, agree with this statement and call on the UK government to uphold its commitment to press freedom in its own country. At the time of Lord Ahmad’s remarks, WikiLeaks publisher Julian Assange had been imprisoned on remand in the high-security HMP Belmarsh for more than a year as he faces extradition to the United States on charges of publishing. We call on the UK government to release Mr Assange from prison immediately and to block his extradition to the US.

The US government has indicted Mr Assange on 18 counts for obtaining, possessing, conspiring to publish and for publishing classified information. The indictment contains 17 counts under the Espionage Act of 1917 and one charge of conspiring (with a source) to violate the Computer Fraud and Abuse Act, which uses Espionage Act language. This is the first ever use of such charges for the publication of truthful information in the public interest, and it represents a gravely dangerous attempt to criminalise journalist-source communications and the publication by journalists of classified information, regardless of the newsworthiness of the information and in complete disregard of the public’s right to know.

On 24 June 2020, the US Department of Justice issued a second superseding indictment against Mr Assange, adding no new charges but expanding on the charge for conspiracy to commit computer intrusion. This new indictment employs a selective and misleading narrative in an attempt to portray Mr Assange’s actions as nefarious and conspiratorial rather than as contributions to public interest reporting.

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UK inexplicably bars WikiLeaks editor from extradition hearing day after Assange handcuffed 11 times & STRIPPED twice

25-02-20 07:31:00,

Wikileaks editor Kristin Hrafnsson was temporarily barred from the extradition hearing for publisher Julian Assange, who was reportedly handcuffed 11 times, stripped twice, and robbed of his legal papers after the first court day.

Hrafnsson was pulled out of the crowd as he attempted to enter the public gallery of Woolwich Crown Court on Tuesday morning, he told RT, after someone shouted “Where is the WikiLeaks editor?

Explaining that he was given “no grounds” for the order and was unable to locate the head of the court to get an answer, he recorded and released a statement denouncing his exclusion from the supposedly-public proceedings as “outrageous” and calling on the public to “demand some answers — because I’m not getting any.

Assange’s father John Shipton also walked out in solidarity, while the publisher’s lawyer Gareth Pierce worked to get Hrafnsson permission to enter. He was finally approached and told “a misunderstanding had occurred,” given a verbal apology and allowed to enter the public gallery, but his exclusion was never explained. Hrafnsson has demanded an explanation in writing and a formal apology. The WikiLeaks editor was equally disgusted by the treatment of Assange himself, who was — according to his lawyer — handcuffed 11 times, stripped twice, and deprived of his legal papers following the conclusion of the first day of hearings. “How can anybody prepare for a trial when he is treated in this manner?” Hrafnsson asked, calling the UK’s handling of its high-profile prisoner “highly abusive.”

This is not a thing you should expect in a civilized country where human rights concerns are highlighted.

Hrafnsson is not optimistic about Assange’s future, noting that the “English court is being misled by Americans who are trying to abuse the process of extradition by mere fabrications.” The cramped quarters — just 12 or 13 seats in the public gallery, while the legions of protesters are kept outside the court compound “for no apparent reason” — are “totally inadequate for a trial of this importance,” he said,

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