Willkommen in der Diktatur 3.0

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24-11-20 11:17:00,

Ich war auf der anderen Kundgebung an und auf der Marschallbrücke, an der Längsseite des Deutschen Bundestages. Während ein Bundestagsabgeordneter aus Bautzen, der gegen das Infektionsschutzgesetz stimmen wollte, von der Polizei gewaltsam zu Boden geschmissen wurde, stieß Pharmalobbyist und Sozialdemokrat Karl Lauterbach mit einem Kampfgefährten mit Sekt auf die Abschaffung der Demokratie an, wie er seine Fans auf Twitter wissen ließ. Draußen auf der Marschallbrücke ging es einigermaßen zivilisiert zu. Polizisten zeigten in die Menge und pickten sich dann vornehmlich harmlose junge Frauen aus der Menge heraus, um diese sodann erkennungsdienstlich zu behandeln und danach wieder freizulassen.

Wie alles im Corona-Regime absolut willkürlich und in keiner Weise nachvollziehbar. Vorbeifahrende Züge und Schiffe ließen aus Solidarität ihre Sirenen vernehmen. Die Stimmung auf der Marschallbrücke glich der auf den euphorischen August-Demonstrationen mit ihrem Massenpublikum. Am Nachmittag wurde es kälter, und entsprechend änderte sich die Stimmung, als das Abstimmungsergebnis der zweiten und der dritten Lesung im Bundestag bekannt wurde. Pfingstwunder waren ab jetzt nicht mehr zu erwarten.

Immerhin hatten die Fraktionen von Linkspartei, AfD und FDP geschlossen gegen die neue Fassung des so genannten Infektionsschutzgesetzes gestimmt. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Und dass ausgerechnet die AfD, die immer als rechtsextrem und verfassungsfeindlich gebrandmarkt wurde, gegen die sterilisierende Abtupfung unseres Grundgesetzes gestimmt hatte, gehört zu den erstaunlichen Verrückungen der politischen Farbenlehre dieses irren Corona-Jahres. Und die Grünen, dereinst als basisdemokratische Partei und parlamentarisches Schaufenster der Umweltbewegung gegründet, stimmen jetzt geschlossen und stramm stehend für die Umwandlung der Demokratie in ein totalitäres Horror-Regime.

Im Gleichschritt Marsch dazu die einst so starke Partei der Arbeiterbewegung und der sozial Schwachen, die SPD. Vor der Abstimmung 1933 über das von den Nazis eingebrachte Ermächtigungsgesetz bekannte der damalige SPD-Vorsitzende Otto Wels noch: „Unsere Freiheit könnt Ihr uns nehmen. Unsere Ehre aber nicht!“ In den Reihen der CDU/CSU gab es immerhin einige Dissidenten, die gegen das überarbeitete Infektionsschutzgesetz gestimmt haben. Wir wissen das, weil die AfD-Fraktion auf Durchführung einer namentlichen Abstimmung bestand. Danke dafür.

Dass die zweite und die dritte Lesung des Infektionsschutzgesetzes, die Absegnung durch den Bundesrat sowie die letztendliche Unterschrift dieses infamen Ermächtigungsgesetzes im Stundentakt an nur einem einzigen Tag vollzogen wurden, ist in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einmalig. Man hat es offenbar nötig, die Öffentlichkeit zu überrumpeln, weil wir sehen, dass dieses Gesetz mit unserer Verfassung nicht vereinbar ist.

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Willkommen in der Diktatur 3.0 | Von Hermann Ploppa | KenFM.de

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21-11-20 10:49:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

So unspektakulär ist noch nie zuvor eine Demokratie in die Diktatur überführt worden wie jetzt gerade am letzten Mittwoch, dem 18. November 2020. Keine landesweiten Straßenschlachten. Keine LKWs, angefüllt mit verhafteten Regimegegnern. Noch nicht.

Stattdessen normales Leben auf den Straßen. Wenn man einmal absieht von den Gastwirten, die darauf warten, dass mal jemand in fast food-Manier bei ihnen etwas zu essen und zu trinken bestellt und im gebotenen Abstand abholt. Dazu zwei Menschenansammlungen in der Hauptstadt Berlin. Jeweils einige tausend Teilnehmer. Keine zwei Millionen, die nötig gewesen wären. Die eine am Brandenburger Tor, deren Bilder durch die Medien gingen. Wasserwerfer. Verletzte. Strafandrohungen der Polizei gegen Sanitäter. Wenn sie ihrer Pflicht zum Helfen nachkommen, drohe ihnen die Verhaftung. Also Schleifung von zehntausend Jahren Zivilisation in zwei Stunden.

Ich war auf der anderen Kundgebung an und auf der George Marshall-Brücke, an der Längsseite des Deutschen Bundestages. Während ein Bundestagsabgeordneter aus Bautzen, der gegen das Infektionsschutzgesetz stimmen wollte, von der Polizei gewaltsam zu Boden geschmissen wurde, stieß Pharmalobbyist und Sozialdemokrat Karl Lauterbach mit einem Kampfgefährten mit Sekt auf die Abschaffung der Demokratie an, wie er seine Fans auf Twitter wissen ließ. Draußen auf der Marshall-Brücke ging es einigermaßen zivilisiert zu. Polizisten zeigten in die Menge und pickten sich dann vornehmlich harmlose junge Frauen aus der Menge heraus, um diese sodann erkennungsdienstlich zu behandeln und dann wieder freizulassen.

Wie alles im Corona-Regime absolut willkürlich und in keiner Weise nachvollziehbar. Vorbeifahrende Züge und Schiffe ließen aus Solidarität ihre Sirenen vernehmen. Die Stimmung auf der Marshall-Brücke glich der auf den euphorischen August-Demonstrationen mit ihrem Massenpublikum. Am Nachmittag wurde es kälter, und entsprechend änderte sich die Stimmung, als das Abstimmungsergebnis der zweiten und der dritten Lesung im Bundestag bekannt wurde. Pfingstwunder waren ab jetzt nicht mehr zu erwarten.

Immerhin hatten die Fraktionen von Linkspartei, AfD und FDP geschlossen gegen die neue Fassung des so genannten Infektionsschutzgesetzes gestimmt. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Und dass ausgerechnet die AfD, die immer als rechtsextrem und verfassungsfeindlich gebrandmarkt wurde, gegen die sterilisierende Abtupfung unseres Grundgesetzes gestimmt hatte,

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Willkommen im neuen goldenen Zeitalter des Schweigens! | Von Christiane Borowy | KenFM.de

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03-10-20 03:26:00,

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Wenn Reden Silber ist, und Schweigen Gold, stehen wir am Beginn eines goldenen Zeitalters! Ein Grund zur Freude? Für einige Menschen sicher, für andere auf gar keinen Fall.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Vielleicht haben Sie es schon mitbekommen: Wir erleben gerade das erfolgreiche Comeback eines politischen und gesellschaftlichen Trends, der nicht nur die große Masse an Menschen bereits in seinen Bann gezogen hat, sondern dem sich auch kritische Journalisten, Künstler und überhaupt Andersdenkende bald nicht mehr entziehen können. „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ hat einst Goethe gesagt. Das letzte Mal allerdings, als beispielsweise der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser an Goethe erinnert hat, wurde ihm öffentlich gesagt, dass er das besser nicht gemacht hätte, weil er damit seine -angeblich- rechte Gesinnung nur noch unterstreichen würde (1). Es zeichnet sich also ab, dass es sogar Gold ist, über Goethe zu schweigen.

Reden ist inzwischen auch nicht einmal mehr sprichwörtlich Silber. Am wertvollsten ist es, wenn man überhaupt nicht redet. Denn wer gerne darüber redet, was er oder sie in einer Gesellschaft verbesserungswürdig findet, kann diesen Trend des großen Schweigens wieder kommen sehen. Von einer kleinen aber sehr mächtigen Anzahl an Menschen -der größte Teil der Bevölkerung setzt diese bei jeder Wahl wieder an die Spitze der Gesellschaft, oder bewundert sie als Superstar, Sportgröße, als Experte oder zu den oberen Zehntausend gehörend- ist dieser Trend ausgegangen und zieht immer größere Kreise. Dieser Mega-Trend heißt: Schweigen.

Wer diesem Trend nicht folgt, nicht folgen will oder einfach nicht schweigen kann, dem wird dann auf unterschiedlichen Wegen zu seinem Schweigeglück verholfen, zum Beispiel durch Drohungen, Mundtotmachen, das Anordnen willkürlicher Richtlinien, die Einweisung in eine psychiatrische Klinik oder ins Gefängnis. Da bekommt man dann die Gelegenheit die Wahrnehmung zu trainieren, was so mit einem passiert, während man schweigt.

Julian Assange ist einer der prominentesten Vertreter von Andersdenkenden und -sprechenden, an dem man aktuell die negativen Wirkungen der Nichteinhaltung dieses Trends öffentlich zur Schau stellt. Doch inzwischen kommt diese Mode, die historisch betrachtet gar nicht so neu ist wie man glauben mag,

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Willkommen in der „neuen Normalität“

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18-08-20 09:50:00,

Eine „neue Normalität“ wird von zahlreichen Medien ausgerufen. Der Vorgang belegt nicht nur einen fragwürdigen journalistischen Herdentrieb. Er provoziert auch die Frage: Soll so der Corona-Ausnahmezustand verewigt werden? Von Tobias Riegel.

Ein Teil des Unbehagens, das viele Bürger im Zusammenhang mit der Corona-Episode empfinden, beruht auf dem Verhalten vieler großer Medien. Diese fallen nicht nur als kritische Institutionen aus: Weder wird der politische Umgang mit dem Virus auf seine Verhältnismäßigkeit geprüft, noch die handelnden Personen auf ihre Redlichkeit, noch die verkündeten Zahlen auf ihre Seriosität. Viele Medien gehen aber noch über diese Untätigkeit, die den erlebten unwissenschaftlichen Umgang mit „Fallzahlen“ etc. erst erlaubt, hinaus: Geradezu beflissen fügen sich zahlreiche Redakteure, aber auch Institutionen, in eine von manchen Bürgern als Kampagne empfundene Dynamik ein. Eine zentrale Vokabel dabei lautet: die „neue Normalität“. Soll damit die Akzeptanz eines dauerhaften Ausnahmezustands erhöht werden?

„Ausnahmezustand als neue Normalität“

Der Begriff wurde seit April dieses Jahres eingeführt und ist mittlerweile allgegenwärtig. So fragte die „Zeit“: „Neue Normalität?: Was Corona-Tests mit dem Urlaubsgefühl machen“. Die FAZ stellte fest: „Lockdown light : Die neue Normalität“. Der „Spiegel“ beschreibt eine „neue Corona-Normalität“. Laut „Deutsche Welle“ stolpert Deutschland in eine „neue Normalität“. Die „Tagesschau“ bezeichnete bereits früh den „Ausnahmezustand als neue Normalität“. Bei einem aktuellen Beispiel erklärte am Wochenende der Deutschlandfunk seinen Hörern, dass „wir ja gerade in einer neuen Normalität“ leben würden, einige Anrufer wiesen den Begriff zurück. Beispiele für die internationale Verbreitung des Begriffs folgen weiter unten.

Kritik ist hier auf zwei Ebenen angebracht: Auf der einen erscheint es grundsätzlich befremdlich, wenn zahlreiche große Medien zeitgleich einen identischen Begriff übernehmen und diesen großflächig nutzen und etablieren. Der Eindruck eines kritiklosen und auf die passenden Reizworte anspringenden Herdentriebs entsteht – auch wenn die „neue Normalität“ in Details medial unterschiedlich definiert wird. Auf der anderen Ebene geht es um die Inhalte dieser „neuen Normalität“: Sind diese zu begrüßen und kann man darüber überhaupt noch diskutieren, wenn sie doch schon zur Normalität erklärt wurden? Hat es, außer in internen Redaktionssitzungen, eine gesellschaftliche Abstimmung über das Einführen einer „neuen Normalität“ gegeben?

„Neue Normalität“ als höhere Gewalt

Die breitflächige Etablierung des Begriffs „neue Normalität“ ist keine Petitesse, er transportiert folgende Aspekte: 1.

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Willkommen im Anthropozän!

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08-07-20 01:46:00,

Zu Beginn des neuen Jahrtausends erschien der von Geowissenschaftlern eingeführte Begriff des Anthropozän. Was er ausdrückt, war auch den Menschen früherer Jahrhunderte nicht unbekannt. Noch nie jedoch zeigte sich das menschliche Wirken in der Allmacht, wie wir sie heute überall wahrnehmen können.

Der Mensch ist am Ziel seines uralten Traumes. Endlich erfüllt er den Auftrag des allmächtigen Gottes, sich die Erde untertan zu machen. Auch wenn dieser Allmächtige längst abgeschafft wurde — nicht so im Zentrum des Kapitalismus, den USA —, die Erzählung wirkt ungebremst fort im Zeitalter der Aufklärung, die die menschliche Vernunft an seine Stelle setzte. Die Sonderstellung des Menschen war nun nicht mehr dem göttlichen Auserwähltsein geschuldet, sondern allein aus dem Wesenskern des Menschen, der Vernunft, abgeleitet.

Der damit verbundene Raub von Geist und Seele an allen anderen Mitgeschöpfen sowie der Natur als Ganzes leitet in diesem Selbstverständnis unser Denken und Handeln. Und allein dieser räuberische Gewaltakt öffnet die Türen für eine nicht endende Kette von weiteren Raubzügen der Ausbeutung von Menschen, Tieren, Pflanzen und vielen anderen natürlichen Ressourcen. Allmacht kennt keine Grenzen, an denen sie innehält. Gleiches gilt für die dazu benötigte, nirgendwo endende Kontrolle über das zu Beherrschende.

Die Wissenschaft ist nicht allein der Wahrheit verpflichtet, sondern in gleichem Maße diesem Menschheitstraum: der Allmacht über die Natur.

Die Erkenntnis wird Mittel zum Zweck, vereint mit den Kräften der Wirtschaft, Politik und Rechtsprechung. Macht ist Verfügungsgewalt, diese findet ihren Gipfelpunkt immer in der Zerstörung des Beherrschten. Deshalb ist die Zerstörung der Natur der größtmögliche Triumph des Vernunftwesens Mensch.

Auch nach zwei Jahrzehnten der Diskussion sind sich die Geologen noch nicht einig. Es stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, von einem neuen geologischen Erdzeitalter zu sprechen. Ausgerechnet jetzt, im Zeichen der Coronakrise, werden wir geradezu gezwungen, das Anthropozän auszurufen. Nur gänzlich anders als es sich die siegreiche Wissenschaft anfangs dachte.

Natürlich war der ursprüngliche Anlass seiner Verkündigung die Summe der Veränderungen, die wir unter dem Begriff der Klimakrise zusammenfassen. Es war klar, dass wir ohne einschneidende Maßnahmen einer Klimakatastrophe entgegengehen. Doch konnte sich das bisherige Menschenbild der Vernunft hinsichtlich der Bedrohung durch die Veränderungen des Klimas noch hinüberretten in das neue Zeitalter. Mit dem vollmundigen Anspruch, das besagte Bedrohungsszenario mit technischen Lösungen stoppen zu können, ohne auch nur einen Hauch an der Logik des kapitalistischen Marktes mit der Ausbeutung von Natur und Arbeit verändern oder gar aufgeben zu müssen.

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