Indien: Wirtschaft runter, Corona-Zahlen hoch, dazu Kriegsvorbereitungen

05-09-20 08:46:00,

Schon vor Corona war für viele Inder jeder Tag ein ermüdender Überlebenskampf. Foto: Gilbert Kolonko

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  2. Modi weiter populär, auch dank Facebook


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Das bevölkerungsreichste Land der Erde schlägt derzeit fast alle Negativrekorde. Dazu muss sich Indien laut General Rawat auf einen Zweifrontenkrieg mit China und Pakistan vorbereiten

Von April bis Ende Juni ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indiens um 23,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, wie das Statistikbüro des Landes mitteilte. Der Grund ist einer der härtesten Lockdowns der Welt, den die indische Regierung am 24. März 2020 mit nur vier Stunden Vorbereitungszeit ausgesprochen hatte. Eigentlich müsste der Rückgang des BIP noch viel größer sein, aber die Regierung berücksichtigt den riesigen unorganisierten Arbeitssektor im BIP nicht.

Warum selbst die geschönten Zahlen im Vergleich zu anderen Nationen trotzdem hoch sind, liegt daran, dass Indien auch den Bausektor und den Servicebereich völlig runtergefahren hatte. Vergeblich, wie selbst die offiziellen Corona-Zahlen in Indien zeigen: Mit über 80.000 Infizierten täglich hat Indien am Samstag die 4-Millionen-Marke überschritten.

Neueste Antikörpertests zeichnen ein noch schrecklicheres Bild: In Pune wurden bei 51 Prozent der Untersuchten Covid-19-Antikörper im Blut gefunden. In Delhi bei 29 Prozent – dabei wurden zwischen dem 1. August und dem 17. August 15.000 Hauptstädter getestet. Bei einer Studie aus Delhi, die Anfang Juli veröffentlicht wurde, hatten 23 Prozent der Untersuchten Antiköper gebildet.

Die Studien aus Pune und Delhi bestätigen ein Dutzend weiterer und zeigen noch etwas anderes: Es sind vor allen die Menschen in den Slums und Arbeitergegenden, die sich infiziert haben. Doch bei ihnen hatten viele Krankheiten, die im Westen kaum noch vorkommen, derart zugeschlagen, dass für Covid-19 nicht mehr viel übrig blieb. Wie die bis jetzt weitgehend abgeschottete, obere Mittelklasse auf den Virus reagiert, wird sich noch zeigen.

In Indien wurde auch der Bausektor und der Servicebereich während des Lockdowns heruntergefahren. Foto: Gilbert Kolonko

Schon im Mai warnten die Wirtschaftswissenschaftler Deepa Mani und ihr Kollege Shashwat Alok, dass es falsch (für Indien) sei, nach der Maxime zu verfahren: Erst retten wir den Menschen, dann die Wirtschaft. Dann rechneten die Wissenschaftler vor,

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Russische Wirtschaft: Erlöse aus dem Lebensmittelexport übersteigen erstmals Einnahmen aus dem Gasexport | Anti-Spiegel

10-08-20 09:12:00,

Die russische Wirtschaft ist längst nicht mehr so abhängig von Öl und Gas, wie es dargestellt wird. Nun übersteigen die Lebensmittelexporte erstmals die Gasexporte. Die eigentlich gute Nachricht hat aber auch eine Schattenseite.

Dass die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von Öl und Gas zurückgeht, berichte ich immer wieder. Die Bemühungen der russischen Regierung, die Wirtschaft zu diversifizieren, zeigen Erfolge und die westlichen Sanktionen sind dabei sogar eine große Hilfe, denn sie haben Russland gezwungen, Dinge selbst zu produzieren, anstatt sie einfach im Ausland zu kaufen. Aber natürlich sind Öl und Gas immer noch der dominierende Teil der russischen Wirtschaft und der Weg zu einer wirklichen Diversifizierung der Wirtschaft ist noch lang.

Am Montag hat das russische Fernsehen gemeldet, dass die Einnahmen aus dem Export von Lebensmitteln erstmals die Einnahmen aus dem Export von Gas überstiegen haben. Allerdings ist das nur eine teilweise gute Nachricht, denn der Grund liegt nicht nur in der Steigerung der Lebensmittelexporte, sondern auch an dem Rückgang der Gaspreise. Russland hat daher im ersten Halbjahr 2020 ein Haushaltsdefizit von fast einer Billion Rubel angehäuft. Das hört sich jedoch schlimmer an, als es ist, denn in Euro sind es „nur“ ca. 12 Milliarden und das kann Russland, das hunderte Milliarden an Reserven angehäuft hat, problemlos aus seinen Reserven decken, ohne neue Kredite aufnehmen zu müssen.

Der Vollständigkeit halber habe ich den Artikel des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Öl sanken im Juni um 43 Prozent und beim Gas um 51 Prozent, wie der Föderale Zolldienst mitteilte. Die Einnahmen aus Nahrungsmittellieferungen ins Ausland überstiegen die Exporterlöse von Gazprom. Die Einnahmen aus den Nahrungsmittelexporten sind in letzter Zeit stetig gestiegen, und die Einnahmen aus dem Verkauf von Bodenschätzen sind zurückgegangen.

Von Januar bis Juni 2020 erhöhte Russland die Lebensmittelexporte um 12,3 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Die Einnahmen von Gazprom aus Pipeline-Gasexporten gingen von Januar bis Juni um 51 Prozent auf 11,3 Milliarden US-Dollar zurück: im Juni gingen sie um 55,8 Prozent zurück.

Die Erlöse aus Gasverkäufen gingen aufgrund der Halbierung des Gaspreises in diesem Jahr auf 81,9 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter und eines Rückgangs der Gasexporte um 18 Prozent auf 91,1 Milliarden Kubikmeter zurück.

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Wirtschaft: Fed-Beamter fordert 2. Lockdown für die USA | www.konjunktion.info

05-08-20 07:47:00,

Covid-Auge - Bildquelle: Pixabay / Syaibatulhamdi; Pixabay License

Covid-Auge – Bildquelle: Pixabay / Syaibatulhamdi; Pixabay License

Der Präsident der Federal Reserve Bank of Minneapolis, Neel Kashkari” kommentierte in einem Interview mit CBS die US-Gesundheitspolitik. Was einem zur ersten Frage bringt, was einen Notenbanker zu einem Experten in Gesundheitsfragen macht?

Kashkaris Positionen bzgl. der US-Wirtschaft allein sind bereits äußerst destruktiv. Warum sollte jemand also seinen “Rat” in Bezug auf Fragen der US-Gesundheit befolgen? Seine Forderungen nach einer “harten Schließung der US-Wirtschaft” basieren auf der falschen Annahme, dass die US-Amerikaner übergegangen seien “mehr zu sparen”, daher könnten die USA und die US-Bürger “mit den finanziellen Auswirkungen” einer erneuten Schließung des gesellschaftlichen Lebens und der US-Wirtschaft von sechs Wochen mit extremen Beschränkungen und Zwangsmaßnahmen umgehen.

Seit vielen JAHREN argumentiere ich, dass die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) über den Hebel der Federal Reserve absichtlich den Zusammenbruch der US-Wirtschaft – und damit der Weltwirtschaft – forcieren und letztlich inszeniert haben. Kashkaris Aussage ist für mich nur ein weiterer Beweis dafür, dass ich mit dieser These Recht habe.

Wir müssen uns dabei Folgendes fragten: Wie genau kann die US-Sparquote steigen, wenn mehr als 30 Millionen neue Arbeitslose in den USA aufgrund der ersten Covid-19-Schließung hinzukamen? Der einzige mir ersichtliche Weg ist mittels “kreativer Mathematik”. Und, selbst wenn dies wahr wäre, ist die Schließung der US-Wirtschaft aus diesem Grund nicht gleichbedeutend mit der klassischen Bestrafung einer Bevölkerung, weil sie Geld beiseite gelegt hat?

Kashkari will die US-Gesellschaft zerstören und der einzige Weg, die US-Amerikaner vor einer Katastrophe zu retten, die dann auf die ganze Welt überschlagen wird, besteht darin, IGE wie ihn abzusetzen und die Schließungen zu beenden. Doch ein Blick in die Weltpresse genügt, um festzustellen, dass die gleichgeschalteten Regierungen Regime weltweit die Zwangsmaßnahmen wieder hochfahren. Ob der deutsche Whistleblower, der von einer erneuten Schließung zum 30. August (+- ein paar Tage) sprach, recht hat, werden wir alsbald “erleben” dürfen. Meine Analysen und mein Bauchgefühl sind sich gerade noch uneins, ob es Anfang September oder doch erst Anfang Oktober so weit sein wird. Aber dass ein erneuter Lockdown – und nicht nur in Deutschland – kommen wird, ist meiner Meinung nach sicher.

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Die Wirtschaft stürzt ab – trotz gigantischer Konjunkturpakete

01-08-20 08:35:00,

Was jetzt wichtig wäre

Im Zuge des Lockdowns haben fast alle Länder gigantische Konjunkturmaßnahmen beschlossen. Das war auch wichtig und nötig – Menschen, die nicht zur Arbeit gehen können, brauchen dennoch Geld auf das Konto, Unternehmen brauchen Unterstützung, um nicht direkt Konkurs anmelden zu müssen.

Diese Maßnahmen sind zwischen den Ländern nur schwer vergleichbar – die einen Länder gehen eher über Garantien und Kredite, die nächsten über Steuererleichterungen und so weiter. Der Brüsseler Think Tank Bruegel (Brussels European and Global Economic Laboratory) hat die Daten für einige Länder aufgearbeitet, um sie vergleichbar zu machen. Bedauerlicherweise fehlt hier ausgerechnet Schweden, dessen Daten sicherlich mit am Interessantesten gewesen wäre: ein Blick in die Daten, hier zitiert nach der NZZ 29/7/20.

Demnach hat Deutschland während der letzten fünf Monate Maßnahmen in Höhe von 48% seines Bruttoinlandsproduktes beschlossen. Dies ist eine unvorstellbar hohe Summe – zum Vergleich: laut der Maastrichtkriterien sind pro Jahr 3% Neuverschuldung erlaubt. Gleichzeitig ist im zweiten Quartal die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 11,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken. Das gab es noch nie in der deutschen Geschichte.

Fiskalmaßnahmen erhöhen die Wirtschaftsleistung sofort – bleibt alles gleich und der Staat erhöht die Staatsausgaben wie jetzt geschehen um 13,3%, dann sollte das Bruttoinlandsprodukt auch über den Daumen kurzfristig um 13,3% steigen. Stattdessen ist es um 11,7% gefallen!

Diese massive Staatsverschuldung kann so nicht fortgeführt werden. Das würde eine sehr hohe Schuldenlast für die kommenden Generationen bedeuten. Wir müssen die Mittel für das, was wir konsumieren, auch wieder selbst erwirtschaften. Eine Neuverschuldung von 48% des BIP bedeutet, dass wir von jeden 14,80 €, die wir ausgeben, nur 10 € selbst erbracht haben. Der Rest steht als Schuld zu Buche und muss später abbezahlt werden.

Bleiben wir bei Abstandsgeboten, Maskenpflichten in allen Läden und drohenden Schulschließungen, so werden wir weiterhin starke Budgetdefizite anhäufen. Ohne solche Defizite drohen Massenarbeitslosigkeit und Unternehmenssterben. Auch dies kann niemand ernsthaft wollen.

Wählen wir stattdessen einen amerikanischen Weg, d.h. lassen wir dem Virus freie Hand, so wird es vermutlich auch bei uns zu einer Übersterblichkeit kommen. Allerdings sind von dieser Übersterblichkeit im Wesentlichen die Älteren und multipel Vorerkrankten betroffen. Der Anteil der unter Sechzigjährigen an den Corona-Toten liegt bei unter 5%, dabei handelt es sich fast ausschließlich multipel vorerkrankte Menschen.

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Spaniens Wirtschaft im freien Fall

31-07-20 02:56:00,

Die Mehrzahl der Jobs, die verloren gingen, lag im Dienstleistungssektor, vor allem Tourismus. Bild: Maël Balland/Pexels

Das Land hat offiziell fast 1,1 Millionen Stellen verloren, doch die reale Zahl ist viel höher

Derzeit hagelt es nur so schlechte Zahlen aus dem spanischen Statistikamt (INE) in Madrid. Die Corona-Krise trifft das Urlaubsland mit voller Wucht, was auch nicht anders zu erwarten war. Schrumpfte die spanische Wirtschaft schon im ersten Quartal um 5,2%, obwohl nur zwei Wochen von drei Monaten in den Alarmzustand fielen, waren es nun im Vergleich zum Vorquartal sogar schon 18,5% – ein nie dagewesener Wert.

Damit trifft es Spanien mit einer sehr ungesunden einseitigen Ökonomie wie sonst wohl kein anderes entwickeltes Land. Im Jahresvergleich ist die Wirtschaft sogar schon um 22,1% abgestürzt. In Deutschland waren es dagegen 10,1%, in den USA etwa 9,5% – auch wenn oft von 32,9% gesprochen wird -, in Frankreich 13,8% und in Italien, obwohl vom Coronavirus stärker betroffen, “nur” 12,4%. Damit liegt das Land nur leicht über dem Durchschnitt im Euroraum.

Diese Woche hatte INE auch Angaben zur Arbeitslosigkeit in Spanien gemacht. Dort ist man von einer hohen Arbeitslosigkeit (14%) in der letzten Krise nie heruntergekommen, weil, anders als beim Nachbar in Portugal, lange auf die verfehlte Austeritätspolitik gesetzt wurde. Nach INE-Angaben sind nun 15,3% arbeitslos. Das ist aber eine Mondzahl, weil sie den Verlust von 1,1 Millionen Stellen nicht darstellt, den auch das Statistikamt offiziell beziffert.

Diverse Beobachter gehen davon aus, dass die reale Zahl der Arbeitslosen eher schon bei 20% liegt. Viele Arbeitslose haben es angesichts lange geschlossener Behörden nicht geschafft, sich überhaupt im Juni arbeitslos zu melden. Wer keine Leistungen in Spanien zu erwarten hat, tut das ohnehin normalerweise nicht. Und das sind viele.

Dramatisches Ausmaß noch nicht absehbar

Das dramatische Ausmaß ist noch lange nicht absehbar. Sogar das INE muss einräumen, dass real 4,7 Millionen Menschen im letzten Quartal nicht gearbeitet haben. Fast 3,5 Millionen Menschen sind noch in sogenannten “ERTE” geparkt, wie Null-Kurzarbeit genannt wird, und von denen werden viele nie wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren, wie auch an dieser Stelle befürchtet wurde. Man darf annehmen, dass die enorme Zahl von 26% im Jahr 2013 in der letzten Krise noch deutlich überschritten werden wird.

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