Sehr deutliche Worte: Das russische Fernsehen analysiert die aktuellen Problemen in der EU | Anti-Spiegel

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01-12-19 07:15:00,

Das russische Fernsehen brachte am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ eine wirklich spitzzüngige, aber gelungene und umfassende Analyse der Situation der EU in diesen Tagen, denn die Liste der Probleme und Meinungsverschiedenheiten in der EU ist so groß, wie wahrscheinlich nie zuvor.

Probleme gibt es in der EU in diesen Tagen reichlich und von manchen hören wir in Deutschland nicht einmal etwas. Der Brexit ist ein Thema,auch die neue Kommissionspräsidentin von der Leyen, die einen sehr schlechten Start hatte, ist ein Thema. Auch Streitigkeiten zwischen Berlin und Paris über die Zukunft der EU gibt es. Gleichzeitig hat Macron der Nato den „Hirntod“ diagnostiziert und sich gegen eine versprochene EU-Erweiterung gestellt. Zu allem Überfluss schießt dann auch noch Polen quer. Und – das Thema spielt in deutschen Medien keine Rolle – der Transitvertrag für Gas durch die Ukraine läuft am 1. Januar aus und es gibt keinen neuen Vertrag, was zu Engpässen bei der Gasversorgung führen kann, da Nord Stream 2 zum 1. Januar die Arbeit noch nicht aufnehmen kann.

Es sind so viele Probleme, wie lange nicht (oder vielleicht noch nie zuvor) und das russische Fernsehen hat sie alle in zwei aufeinanderfolgenden Beiträgen behandelt, die ich hier beide übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Das Treffen von Putin und Selensky in Paris findet in wenigen Tagen statt. Unter vier Augen? Der Kreml bestätigt dies jedoch nicht, so dass das Gespräch vielleicht nur zu viert stattfinden wird, in Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Deutschlands, Macron und Merkel. Es geht um die Themen Donbass und Gas. Große Erwartungen gibt es nicht, denn die Position von Selensky ist widersprüchlich und sein politisches Gewicht zu Hause ist im Sturzflug. Zumindest zeigen das die Daten, die kürzlich vom Kiewer Internationalen Institut für Soziologie veröffentlicht wurden. Demnach ging die Zustimmung für Selensky in der Ukraine seit Herbstanfang um 21 Prozent auf und jetzt 52 Prozent zurück und zur psychologisch wichtigen Marke von 50 Prozent fehlt nicht mehr viel. Wenn es so weiter geht, wird sie sehr bald durchbrochen.

Nach Erhebungen eines anderen soziologischen Institutes der Ukraine, dem „Fonds demokratischer Initiativen“, ist das bereits geschehen, wenn es um die Frage geht, ob sich das Land in die richtige Richtung bewegt. Im August meinten mehr als die Hälfte der Ukrainer,

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