Wurden bei den chinesischen CRISPR-Kindern auch die Gehirne optimiert?

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22-02-19 09:44:00,

Nach der Befruchtung wird das CRISPR/Cas-System in Zelle injiziert. Bild: Screenshot aus einem Video von He

Der in Ungnade gefallene Wissenschaftler He Jiankui wollte mit der Ausschaltung eines Gens Kinder auf die Welt bringen, die immun gegen HIV sind, aber vielleicht ging es darum gar nicht primär

Als der chinesische Wissenschaftler He Jiankui von der Southern University of Science and Technology in Shenzhen im November 2018 bekannt gab, dass die zwei ersten Kinder geboren wurden, deren Gene durch Gene Editing verändert wurden, war die Reaktion weltweit so aufgeregt und entsetzt wie seinerzeit, als erstmals das Schaf Dolly als erstes Säugetier vorgestellt wurde, das geklont worden war. He und sein Team hatten erstmals an Menschen die Genschere CRISPR/Cas-9 benutzt, um bei künstlich befruchteten menschlichen Embryonen von mehreren Paaren, das Gen CCR5 auszuschalten. Zwei der Kinder seien nun gesund geboren worden, verkündete er (China: Erste Kinder angeblich geboren, die mit Gene Editing behandelt wurden).

Die ersten bekannt gewordenen Versuche mit Gene Editing von menschlichen Embryonen wurden in den USA 2017 vorgenommen. Sie haben Embryos durch Ausschaltung eines mutierten Gens den Einbau einer korrekten Kopie des Gens MYBPC3 von der Erbkrankheit einer hypertrophen Kardiomyopathie befreit. Allerdings wurden die Embryonen nicht in eine Gebärmutter eingepflanzt (Durchbruch bei der gentechnischen Veränderung des Menschen). Demonstriert wurde dadurch das Versprechen, Menschen zumindest von Erbkrankheiten, die nur auf einem Gen basieren, mit CRISPR/Cas-9 eliminieren zu können.

He hatte auf derselben Schiene argumentiert, er wolle durch Gene Editing die Menschheit von der Immunkrankheit HIV befreien. Die ist gentechnisch einfach zu behandeln, weil der HI-Virus 1 nur ein Rezeptorgen, also CCR5, benötigt, das in Zellen des Immunsystems produziert wird, um Zellen zu infizieren. Wird das Gen bei Menschen ausgeschaltet, wären diese immun. Ob das bei den mit CRIPR genveränderten Zwillingen gelungen ist, muss ebenso abgewartet werden wie mögliche negative Folgen. In der Forschung wurde beobachtet, dass das Verfahren möglicherweise nicht so präzise ist, wie mitunter behauptet wird, und auch zufällig auf anderen Genabschnitten Mutationen bewirken kann. Wurde das Gen in der Keimbahn ausgeschaltet, wird die Genveränderung auch weiter vererbt.

Die chinesischen Behörden haben die Geburt der Zwillinge Ende Januar bestätigt, eine weitere Frau befinde sich noch in der Schwangerschaft.

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Wurden die 12.000 Masernfälle in der Ukraine von der jüngsten Impfkampagne verursacht? – Stichting Vaccin Vrij

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06-12-18 09:14:00,

UkraineIn den letzten Jahren gab es in der Ukraine einen Mangel an Masernimpfstoffen. Die Impfquote war 2016 mit 31% die niedrigste von Europa, und dennoch gab es keine signifikante Anzahl von Masernfällen. Im Jahr 2017 wurden ausreichend Impfstoffe für eine “Aufholkampagne” bereitgestellt, und 90% der Kinder in der Ukraine erhielten die MMR. Seitdem hat es eine Explosion von Masernfällen gegeben. Der Zähler hat bereits die 12.000 überschritten! Warum ignorieren die Medien den Masernausbruch in der Ukraine? Wir hoffen, dass viele Leute diesen Artikel bis zum Ende lesen werden, weil er wirklich alles auf den Kopf stellt.

 

 

Warum keine Zahlen von 2017?

 
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfolgt die Krankheits- und Sterberaten aller Länder der Welt für alle (Infektions-) Krankheiten. Am 04-05-2018 hat die WHO die folgende Seite auf ihrer Webseite veröffentlicht:
 
Persbericht WHO
 

 
Die Ukraine stellt die Impfquote wieder her in einem gigantischen Bemühen, den Ausbruch von Masern zu stoppen, die in diesem Jahr mehr als 12.000 Menschen getroffen haben.

* Bis jetzt haben sich in diesem Jahr mehr als 12.000 Menschen in der Ukraine mit Masern infiziert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden gab es 9158 Krankenhauseinweisungen und 9 Todesfälle (bis 27. April 2018). Seit Beginn des Ausbruchs im Jahr 2017 wurden groß angelegte Maßnahmen gegen den Ausbruch ergriffen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen.

 
* Im Jahr 2008 erhielten 95% der in Frage kommenden Kinder in der Ukraine ihre zweite (und letzte) empfohlene Dosis des Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffs (MMR) gemäß der nationalen Routine. Im Jahr 2016 war dieser Anteil auf 31% gesunken, die niedrigste Impfquote in der Europäischen Region der WHO und eine der niedrigsten in der Welt.

 
* Seit Juli 2017 arbeiten eine nationale “Task Force”, darunter das Gesundheitsministerium, wichtige Interessengruppen und Partner wie die WHO und UNICEF daran, die Impfquote zu erhöhen.

 
* Bis Ende 2017 hat sich die Routineimpfung im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert: 93% der 1-Jährigen erhielten 2017 die erste Dosis MMR planmäßig und 91% der 6-Jährigen erhielten wie empfohlen die zweite Dosis. Die Zahlen für Januar und Februar 2018 zeigen, dass das Land auf dem besten Weg ist, bis Ende des Jahres mit beiden Dosen des MMR-Impfstoffs eine routinemäßige Impfquote von mindestens 95% zu erreichen.1

 
Man könnte leicht zu dem Schluss kommen,

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