Finanzsystem: Zentralbanken weiten ihre Goldbestände massiv aus | www.konjunktion.info

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17-05-19 10:28:00,

Goldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay LicenseGoldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Goldbarren – Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit Sitz in Basel hat ihr Regelwerk zur Kontrolle der Zentralbanken novelliert. Ab dem 1. Januar 2022 können Zentralbanken ihre Marktrisiken im Rahmen der Eigenkapitalausstattung unter anderem auch durch Gold abdecken. Eigens zu diesem Zweck wurde die Liste möglicher Pakete zur Risikoabsicherungen (Buckets) um die Komponente “Edelmetalle” erweitert. Der Bucket “Edelmetalle” beinhaltet die drei begehrtesten und teuersten Edelmetalle Gold, Silber und Platin.

Die Zentralbanken der Welt haben in den letzten Monaten Gold in einem Ausmass angekauft wie zuletzt vor sechs Jahren. Viele Analysten sehen daher den Status des US-Dollars in Gefahr. Zusammen mit Regierungen halten die Notenbanken Billionen an US-Dollar in Form von US-Staatspapieren. Für große Institutionen und Banken gelten diese US-Staatspapiere (noch) als Äquivalent zu Bargeld, was sie zu (noch) zu einer liquiden Form des Geldes macht. Mit 22 Billionen US-Dollar sind die US-Schuldtitel der größte und (noch) liquideste Markt der Welt. Doch dies ändert sich zusehends…

Bislang gilt der US-Dollar als globaler Standard und Fakturierungseinheit Nummer 1. Er ist seit 75 Jahren die Hauptreservewährung der Welt, weil neben der militärischen Macht der USA auch der Petrodollar dafür sorg(t)en. Aber wie ich in mehreren Artikeln in den letzten Monaten aufgeführt habe, dreht sich dies. Auch weil das Establishment aus meiner Sicht den US-Dollar “abfracken” will. Eine Möglichkeit ist, US-Dollarbestände in Gold zu tauschen, um damit einmal die neuen Möglichkeiten von Basel III (siehe Zitat oben) zu nutzen, zum anderen dem US-Dollar den Garaus zu machen und zu guter Letzt dem einfachen Bürger die Möglichkeit der Vorsorge/Absicherung zu nehmen.

Laut des World Gold Council zeigt deren neuester Bericht, dass ausländische Regierungen und Zentralbanken in den letzten Jahren MASSIV Gold zugekauft haben. Die Nettoankäufe im ersten Quartal diesen Jahres lagen um 70% höher als die des Vorjahres; das ist der höchste Zuwachs im ersten Quartal eines Jahres seit sechs Jahren (für eine Grafik bitte Link folgen).

Insbesondere China hat seinen Goldschatz enorm ausgebaut und parallel dazu seinen Bestand an US-Staatspapieren abgebaut. Peking verkauft aktuell seine US-Dollarbestände ab, und zahlreiche andere Länder folgen diesem Beispiel.

Das US-Congress Budget Office sieht aktuell nicht wie die USA das Haushaltsdefizit ab dem Jahr 2021 unter 1 Billionen US-Dollar drücken könnten.

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Zentralbanken weltweit arbeiten an digitalen Währungen

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21-04-19 05:27:00,

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), verlässt eine Pressekonferenz der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF. (Foto: dpa)

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), verlässt eine Pressekonferenz der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF. (Foto: dpa)

Lesen Sie in diesem Artikel:

  • Was bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank im Hinblick auf digitale Zentralbankwährungen diskutiert wurde
  • Welche Gründe die verschiedenen Zentralbanken für die Einführung digitaler Währungen nennen
  • Welche neuen Befugnisse digitale Zentralbankwährungen der Geldpolitik einräumen und warum die Bürger vor diesem Hintergrund allen Grund zur Sorge haben

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Zentralbanken könnten mit Kryptowährungen Negativzinsen durchsetzen

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20-11-18 09:43:00,

Bargeld ist ein Hindernis für Negativzinsen. (Foto: dpa)

Bargeld ist ein Hindernis für Negativzinsen. (Foto: dpa)

TOP-Meldung

Zentralbanken könnten mit Kryptowährungen Negativzinsen durchsetzen

Die Ausgabe digitaler Währungen würde den Zentralbanken die Möglichkeit geben, relevant zu bleiben, während das Bargeld langsam verschwindet, sagt Professor Eswar Prasad von der Cornell University am Montag zu Bloomberg. Das bedeute, dass die Zentralbanken im Spiel bleiben.

„Wenn man bestimmte Volkswirtschaften wie Schweden betrachtet, wo der Einsatz von Bargeld sehr schnell verschwindet, so haben die Zentralbanken möglicherweise eine sehr geringe Rolle, sowohl in Bezug auf die Zahlungssysteme des Großhandels als auch im Einzelhandel.“

Kryptowährungen würden es den Zentralbanken ermöglichen, die Kontrolle über die Geldschöpfung zu behalten.

Während die politischen Entscheidungsträger von Uruguay bis Kanada die Idee bereits recherchierten, forderte IWF-Chefin Christine Lagarde die Zentralbanken letzte Woche auf, sich mit der Ausgabe von digitalen Währungen zu beschäftigen.

Prasad hob jedoch hervor, dass die weltweit größten Zentralbanken der fortgeschrittenen Wirtschaft – die Federal Reserve, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan – derzeit zurückhaltend sind.

Digitalwährungen würden den Zentralbanken ermöglichen, illegale Aktivitäten in Verbindung mit Bargeld einzudämmen und wenn nötig negative Zinsen durchzusetzen, so Prasad.

Allerdings gebe es noch Bedenken in Bezug auf den Datenschutz, auf die abnehmende Rolle der Geschäftsbanken im Einzelhandel, auf Hacking und das allgemeine Gefühl der Unsicherheit, das mit der Umsetzung verbunden ist.

Weitere Meldungen

Bitcoin-Kurs fällt unter 5.000 Dollar

  • Der Bitcoin-Preis ist zum ersten Mal seit Oktober 2017 unter 5.000 US-Dollar gefallen.
  • Am Donnerstag, dem 15. November, spaltete sich Bitcoin Cash – ein Ableger von Bitcoin – in zwei verschiedene Kryptowährungen auf, die nun miteinander im Wettbewerb stehen.
  • Einige Beobachter haben dies dafür verantwortlich gemacht, dass es zu Turbulenzen an den Krypto-Devisenmärkten gekommen ist, wobei viele der digitalen Assets rückläufig sind.

Krypto-Börse Huobi eröffnet Büro in Russland

  • Huobi, die drittgrößte Handelsplattform für digitale Assets nach Transaktionsvolumen, hat ein Büro in Moskau eröffnet und ist die erste Kryptowährungsbörse mit physischer Präsenz in Russland, die rund um die Uhr technischen Support in russischer Sprache bietet.
  • Derzeit bietet Huobi OTC-Handelsdienstleistungen an, mit denen russische Händler Kryptowährungen für Rubel kaufen und Vermögenswerte auf Handelskonten übertragen können.

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Tagesdosis 13.10.2018 – Die Zentralbanken: Keine Biedermänner, sondern Brandstifter | KenFM.de

Tagesdosis 13.10.2018 – Die Zentralbanken: Keine Biedermänner, sondern Brandstifter | KenFM.de

13-10-18 11:38:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

„Nicht das, was du nicht weißt, bringt dich in Schwierigkeiten, sondern das, was du sicher zu wissen glaubst, obwohl es gar nicht wahr ist.“ So lautet eines der berühmtesten Zitate des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain.

Betrachtet man das Bild, das sich die Mehrheit der Menschen von den Zentralbanken macht, und vergleicht es mit deren tatsächlicher Rolle im globalen Finanzsystem, kann man Mark Twain nur zustimmen: Die Zentralbanken, so glauben die meisten, seien konservative und seriöse Einrichtungen, die die Geschäftsbanken mit Geld versorgen und sie dabei im Auftrag des Staates überwachen.

Das aber ist schlicht nicht wahr und die Tatsache, dass die meisten Menschen es so sehen, bringt uns alle gegenwärtig in immer größere Schwierigkeiten. Die Zentralbanken sind nämlich weder seriös noch konservativ, sondern betreiben seit zehn Jahren eine Politik, die man nur als abenteuerlich, halsbrecherisch und brandgefährlich beschreiben kann.

Nach dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems 2008 und seiner Rettung durch zahlreiche Regierungen sprangen die Zentralbanken ein und schufen gewaltige Geldmengen, um die in den Staatshaushalten entstandenen Löcher zu stopfen. Dieses aus dem Nichts geschöpfte Geld kam aber nicht etwa den Millionen von Menschen zugute, die im Zuge der Krise ihre Häuser und Jobs verloren hatten, sondern wurde ausschließlich dazu verwendet, bankrotte Geschäftsbanken am Leben zu erhalten, und zwar auf folgende Weise: Die Zentralbanken kauften den Geschäftsbanken faule Wertpapiere zu absurd überhöhten Preisen ab und halfen ihnen so, die eigenen Bilanzen zu schönen.

Dennoch reichten die Summen nicht aus, um zur Normalität zurückzukehren. Die meisten Banken weigerten sich aus Sorge vor Verlusten auch weiterhin, einander oder der Industrie zur Ankurbelung der Wirtschaft Geld zu leihen. Das wiederum nutzten die Zentralbanken als Vorwand, um die Zinsen in einer bis dahin nie gekannten Weise zu senken.

Diese Zinssenkungen wurden von den Geschäftsbanken aber nicht, wie offiziell behauptet, zu erhöhter Kreditvergabe, sondern zu erneuter Spekulation an den Finanzmärkten benutzt. Da das zu immer größeren Blasen und immer gefährlicheren Schwankungen an den Märkten führte, gingen die Zentralbanken anschließend noch einen Schritt weiter: Um die Schwankungen auszugleichen und ein Platzen der Blasen zu verhindern,

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Die Zentralbanken – Retter oder Totengräber des globalen Finanzsystems? | KenFM.de

Die Zentralbanken – Retter oder Totengräber des globalen Finanzsystems? | KenFM.de

19-07-18 03:42:00,

von Ernst Wolff.

Zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Krise von 2007/08 gibt es im Großen und Ganzen drei unterschiedliche Bewertungen der aktuellen Situation im Finanzsystem: Zum einen wird behauptet, das System habe sich erholt, die Probleme seien überwunden und sämtliche Crash-Propheten damit widerlegt. Zum anderen heißt es, keines der Probleme sei gelöst und wir stünden vor einer neuen, weitaus schlimmeren Krise als vor zehn Jahren. Einer dritten Meinung zufolge sind die Probleme zwar nicht gelöst, die Verantwortlichen aber in der Lage, das System durch gezielte Maßnahmen unbegrenzt am Leben zu erhalten.

Dass sich drei so unvereinbare Standpunkte herausbilden konnten, liegt am Finanzsystem selbst: Es befindet sich derzeit auf absolutem Neuland, da es seit dem Beinahe-Crash von 2008 fast ausschließlich von einem einzigen Phänomen beherrscht wird: der allumfassenden Manipulation durch die Zentralbanken.

Der Preis für die Rettung des Systems: Mehr Schulden, höhere Risiken

Nachdem die von der Krise betroffenen Staaten 2008 zahlreiche Banken und Großkonzerne vor dem Untergang gerettet und ihre finanziellen Möglichkeiten erschöpft hatten, griffen die Zentralbanken ein, schöpften immer größere Summen Geld und vergaben sie zu immer niedrigeren Zinssätzen.

Damit retteten sie das System in der Tat vor dem Zusammenbruch, lösten aber keines der Probleme, die in die Krise geführt hatten. Im Gegenteil: Das neu geschöpfte Geld wanderte zum überwiegenden Teil erneut in die Spekulation, erzeugte riesige Blasen an den Finanzmärkten und führte zu einer nie dagewesenen Verschuldung. Das Ergebnis: Die Risiken im System sind heute nicht nur höher als damals, es sind auch neue hinzugekommen.

Hier zwei Beispiele für neu entstandene Risiken: Zum einen sind Rentenkassen und Pensionsfonds, die ihre Gelder jahrzehntelang sicherheitsbetont verwaltet haben, durch Niedrig- und Nullzinsen gezwungen worden, sich immer stärker am internationalen Finanzcasino zu beteiligen. Sollte es zu einer größeren Korrektur oder gar einem Einbruch an den Märkten kommen, würde das für sie riesige Ausfälle bedeuten – mit unabsehbaren Konsequenzen für die betroffenen Senioren.

Zum anderen haben die niedrigen Zinsen so viele Investoren wie nie zuvor dazu verleitet, mit geliehenem Geld zu spekulieren. Sollten die Märkte plötzlich einbrechen und die Gläubiger ihr Geld zurückfordern, hätte das angesichts des rekordhohen Schuldenberges wesentlich schlimmere Auswirkungen als vor zehn Jahren und könnte das gesamte System sogar zum Einsturz bringen.

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Finanzsystem: Zentralbanken nutzen den Handelskrieg, um ihren direkten Einfluss auf die Aktienmärkte zu verschleiern | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Zentralbanken nutzen den Handelskrieg, um ihren direkten Einfluss auf die Aktienmärkte zu verschleiern | www.konjunktion.info

19-07-18 03:24:00,

Aktienindices sind kein Ergebnis von Nachrichten oder Zugriff auf dieselben mehr. Aktienmärkte werden nicht mehr durch Schlagzeilen bestimmt. Auch wenn diese Tatsache den meisten Investoren und Analysten zuwiderläuft, haben die letzten Monat dies eindeutig belegt.

Zwar hatte es in den vergangenen Jahren den Eindruck gemacht, als würden Schlagzeilen der großen Mainstreammedien wie Bloomberg oder Reuters ausreichen, um den Kurs der Aktien zu bestimmen, weil sich die Anleger und Investoren diese in den Artikeln transportierten Narrativen anschlossen. Aber die Dynamik hat sich verändert. Während immer noch das diesen “Gesetzmäßigkeiten der Schlagzeilen” vorgegangen wird, haben in der Realität Schlagzeilen nie die Märkte beeinflusst. Es waren schon immer die Zentralbanken, wie die Federal Reserve oder die EZB, die dies taten.

Wie ich schon mehrfach ausgeführt habe, haben sich die Aktienmärkte parallel zu den Bilanzen der Notenbank entwickelt. Jedesmal, wenn beispielsweise die Fed mehr Aktien und Anleihen aufgekauft hat und somit ihre Bilanz erhöhte, sind auch die Aktienmärkte nach oben gegangen.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Nach Jahren der “Fed Puts” haben wir heute eine ganze Generation an Investoren und Analysten, die noch nie einen Aktienmarkt erlebt haben, der sich aufgrund der Unternehmensdaten oder der allgemeinen Wirtschaftslage verändert. Das letzte Jahr dürfte daher für diese ein regelrechter Schock gewesen sein. Ein Schock, der an Intensität noch zunehmen wird.

Die großangelegten Interventionen der Fed bei den Aktien sind aus meiner Sicht endgültig beendet. Genau aus diesem Grund sehen wir auch keinen neuen Rekorde mehr an den Aktienmärkten. Der massive Bullenmarkt seit dem Kreditcrash von 2008 ist zum Halt gekommen und im Nachfolgenden will ich versuchen zu erklären, warum das so ist:

Das Zurückfahren der Quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE) der Zentralbanken

Die Fed war die erste Zentralbank, die ihre Staatsanleiheaufkäufe zurückfuhr. Japan steckt gerade in mitten dessen, was viele als “getarnte Reduzierung” der japanischen Anleiheankäufe durch die Bank of Japan betiteln. Die EZB hat kürzlich bekannt gegeben, dass man dort plant, das eigene QE-Programm bis Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Diese Anleiheankäufe haben zu Beginn dabei geholfen, die immer größer werdenden Schuldenbelastungen der Regierungen und Staaten zu tragen.

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Zentralbanken: Doch negative Zinsen und Besteuerung von Bargeld durch RFID-Chips? | www.konjunktion.info

Zentralbanken: Doch negative Zinsen und Besteuerung von Bargeld durch RFID-Chips? | www.konjunktion.info

27-02-18 04:01:00,

Bargeld ist in den Augen seiner Befürworter gerade deshalb so wichtig, weil es die Privatsphäre schützt, die Anonymität gewährleisten und die vollkommene Negativzinseinführung verhindern kann. Aber gerade dieser Umstand ist den Notenbanken ein Dorn im Auge. So kommt nachfolgender Vorschlag in diesem Kontext nicht überraschend:

Goodfriends Idee war es, Magnetstreifen in die Scheine zu stecken. Jedes Mal, wenn das Geld an eine Bank zurückgegeben wurde, würde das Geld zu einem vorher festgelegten Preis besteuert. Das würde Einzelpersonen davon abhalten, Bargeld zu horten und ein Hindernis für Zentralbanker bei der Festlegung negativer Zinssätze zu beseitigen.

(Goodfriend’s idea was to insert magnetic strips into the bills. Each time the cash was returned to a bank, the money would be taxed at a pre-determined rate. That would discourage individuals from hoarding cash and remove one obstacle for central bankers in setting negative rates.)

Marvin Goodfriend - Businessinsider - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.businessinsider.comMarvin Goodfriend - Businessinsider - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.businessinsider.com

Marvin Goodfriend – Businessinsider – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.businessinsider.com

Dabei ist der im Zitat erwähnte Goodfriend nicht irgendjemand. Marvin Goodfriend ist ein Insider der US-Zentralbank Fed, Ökonom und wurde von Donald Trump im November 2017 als Mitglied für das Federal Reserve Board of Governors nominiert. Goodfriend kann auf eine lange Liste von Anstellungen im Dunstkreis der Zentralbanken, Elite-Universitäten und der US-Regierung blicken. In klassischer Drehtürmanier bekleidete er auf allen Seiten zahlreiche Positionen. Goodfriends Aussage kann als Beleg gewertet werden, dass die Zentralbanken nach wie vor alles daran setzen, den einfachen Bürger und dessen Geldflüsse überwachen, kontrollieren und letztlich im Sinne des Systems “vereinnahmen” zu wollen, um anonyme Käufe, klassische Sparanlagen und Geschäfte zu einem Relikt vergangener Tage zu machen.

Goodfriends Hinweis auf “negative Zinsen”, die “Anreize für die Banken” schaffen sollen Geld freizügiger zu verleihen bzw. als “Anreiz für Unternehmen und Privatpersonen” ihr Geld zu investieren und auszugeben anstatt es zu sparen und Gebühren dafür bezahlen zu müssen, belegt, dass zur Realisierung umfassender Negativzinsen das Bargeld entweder abgeschafft oder – alternativ – monitor- und trackbar gemacht werden muss.

Marvin Goodfriend gilt als Advokat sowohl negativer Zinsen als auch für diese trackbare Form des Bargeldes. Und jener Marvin Goodfriend wird alsbald eine der wichtigsten Positionen im US-Zentralbankensystem inne haben. Letztlich propagiert er eine andere Form der Quantitativen Lockerung (Quantitative Easing,

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2018 – Die Welt am Tropf der Zentralbanken

2018 – Die Welt am Tropf der Zentralbanken

01-01-18 09:49:00,

Wir leben in einem durch Geldschöpfung und Zinssenkung künstlich angetriebenen und aufgeblähten System

Die Lage zum Jahresende 2017 scheint extrem widersprüchlich: Die Wirtschaft wächst, die Aktienmärkte verzeichnen Rekordstände, die Arbeitslosenzahlen sinken und die Industrie zeigt ein seit langem nicht gesehenes Maß an Optimismus. Zugleich erstickt die Welt unter der höchsten Schuldenlast ihrer Geschichte, krankt an der größten sozialen Ungleichheit und wird von höheren Risiken als vor der Krise von 2007/2008 bedroht.

Wo stehen wir denn nun wirklich? fragen sich die meisten von uns zum Jahreswechsel. Können wir beruhigt in die Zukunft sehen oder drohen historische Gefahren? Gibt es irgendeine Wirtschaftstheorie, die uns diese Fragen klar und deutlich beantworten kann?

Die Wirtschaftstheorien der Vergangenheit helfen nicht mehr weiter

Nein, die gibt es nicht. Und zwar aus einem einfachen Grund: Weil wir in einer Ausnahmesituation leben, die die Welt so noch nicht gesehen hat: Das globale Wirtschafts- und Finanzsystem ist seit 2008 klinisch tot. Es funktioniert nur noch, weil es wie ein Patient auf der Intensivstation künstlich am Leben erhalten wird, und zwar durch die Zentralbanken.

Seit dem Beinahe-Zusammenbruch von 2008 haben die größten Zentralbanken der Welt zwischen 14 und 16 Billionen US-Dollar ins globale Finanzsystem gepumpt und fast siebenhundert Mal die Zinsen gesenkt. Der größte Teil dieses “billigen” Geldes ist in die Finanzspekulation geflossen und hat so für eine historisch nie dagewesene Verzerrung der Märkte gesorgt.

Konnte man früher davon ausgehen, dass Aktienkurse etwas über die Gesundheit eines Unternehmens aussagen, so ist es damit vorbei: Großkonzerne in aller Welt haben das billige Geld genutzt, um eigene Aktien zurückzukaufen und deren Kurse künstlich in die Höhe zu treiben. Sagten früher die Kosten und Zinserträge von Staatsanleihen etwas über die wirtschaftliche und finanzielle Stärke eines Landes aus, so gehört auch das der Vergangenheit an: Die Zentralbanken haben ganze Länder vor dem Bankrott gerettet, indem sie deren Anleihen zu überhöhten Preisen aufgekauft und durch künstlich geschaffene Nachfrage Märkte erzeugt haben, wo es eigentlich keine mehr gab.

Die Manipulation ist grenzenlos

Doch das ist nicht alles: Inzwischen greifen die Zentralbanken auch direkt in die Aktienmärkte ein und sorgen dafür, dass sogar ins Schlingern geratene Unternehmen über Wasser gehalten und andere weit über ihrem tatsächlichen Wert gehandelt werden. Die Schweizer Nationalbank (SNB) zum Beispiel ist inzwischen Großaktionär bei Apple,

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