Die Rand Corp.: Wie man Russland zerstört, von Manlio Dinucci

die-rand-corp.:-wie-man-russland-zerstort,-von-manlio-dinucci

28-05-19 07:59:00,

Die Schlussfolgerungen des letzten vertraulichen Berichts der Rand Corporation wurden kürzlich in einem „Kurzbericht“ veröffentlicht. Sie erklären, wie man einen neuen Kalten Krieg gegen Russland führt. Einige Empfehlungen wurden bereits umgesetzt, aber diese systemische Aufdeckung ermöglicht es uns, ihr wahres Ziel zu verstehen.

JPEG - 22.9 kB

Zwinge den Gegner, sich rücksichtslos auszudehnen, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen und dann vernichte ihn. Dies ist nicht die Beschreibung eines Judo-Haltegriffs, sondern ein von der Rand Corporation, dem einflussreichsten Think Tank der USA, ausgearbeiteter Plan gegen Russland. Mit einem Stab von Tausenden von Experten präsentiert sich Rand als die weltweit zuverlässigste Quelle für Geheimdienste und politische Analysen für die Führer der Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten.

Die Rand Corp. ist stolz darauf, zur Ausarbeitung der langfristigen Strategie beigetragen zu haben, die es den Vereinigten Staaten ermöglichte, den Kalten Krieg zu gewinnen, indem sie die Sowjetunion zwang, ihre eigenen wirtschaftlichen Ressourcen in der strategischen Konfrontation zu verbrauchen. Es ist dieses Modell, das die Inspiration für den neuen Plan, Overextending and Unbalancing Russia, veröffentlicht von Rand [1], war. Laut ihren Analysten bleibt Russland in einigen grundlegenden Sektoren ein mächtiger Gegner der Vereinigten Staaten. Um dieser Opposition zu begegnen, müssen die USA und ihre Verbündeten eine gemeinsame langfristige Strategie verfolgen, die die Schwachstellen Russlands ausnutzt. Rand analysiert daher die verschiedenen Mittel, mit denen Russland aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann, und zeigt für jedes die Erfolgswahrscheinlichkeiten, den Nutzen, die Kosten und die Risiken für die USA an.

Rand-Analysten schätzen, dass Russlands größte Verwundbarkeit seine Wirtschaft ist, da es stark von Öl- und Gasexporten abhängig ist. Die Einnahmen aus diesen Exporten können durch die Stärkung der Sanktionen und die Erhöhung der Energieexporte der Vereinigten Staaten verringert werden. Ziel ist es, Europa zu verpflichten, den Import von russischem Erdgas zu verringern und durch verflüssigtes Erdgas zu ersetzen, das auf dem Seeweg aus anderen Ländern transportiert wird.

Eine weitere Möglichkeit, die russische Wirtschaft langfristig zu destabilisieren, besteht darin, die Auswanderung von qualifiziertem Personal zu fördern, insbesondere von jungen Russen mit einem hohen Bildungsniveau. Im Bereich der Ideologie und Information wäre es notwendig, den internen Wettbewerb zu fördern und gleichzeitig das Image Russlands nach außen zu untergraben, indem es von internationalen Foren ausgeschlossen wird und die von ihm organisierten internationalen Sportveranstaltungen boykottiert werden.

 » Lees verder

Tagesdosis 23.5.2019 – Die Zerstörung der CDU? Rezo und der Lauf der Jugend | KenFM.de

tagesdosis-2352019-–-die-zerstorung-der-cdu?-rezo-und-der-lauf-der-jugend-|-kenfm.de

23-05-19 02:41:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Kommenden Sonntag finden die Europawahlen statt. Verfolgt man die hiesigen Medien, lauscht man den diversen Kommentatoren und Betrachtern, wird es die Entscheidungswahl für den Fortbestand demokratiebasierender Lebensqualität in Europa, in der Definitionshoheit von entsprechenden Politikern, Medienmitarbeitern und williger Wählerschaft.

Zwei Videos stehen im besonderen Fokus der finalen politischen Diskussion und Betrachtung. Eines im sehr großen Rahmen, der Skandal um die FPÖ in Österreich #ibizagate und das damit verbundene politische Beben. In Deutschland seit sechs Tagen ein YouTube Video ungeahnter Aufmerksamkeit. Es trägt den Titel: Die Zerstörung der CDU. Aktuell und für viele überraschend wurde das Video inzwischen über 4 Millionen Mal angeklickt.

Anmerkung, Stand 23.05.2019, 13:00Uhr: über 5 Millionen Klicks

Warum Zerstörung? In einem gestrigen Interview erläutert der Urheber, Zitat: „Zerstörung“ heißt in der YouTube-Subkultur eigentlich, dass jemand argumentativ ziemlich plattgemacht wurde. Deshalb glaube ich, dass das hier passt (1).

Die Jugend in Deutschland hat gerade einen vermeintlich erkenntnisextremen politischen Lauf. Fridays for Future, Klimarettung, Artikel 13 und Upload-Filter, sowie aktuell seit fünf Tagen die geplante Zerstörung der CDU.

Die Attacke gegen diese Partei wurde von einem YouTuber ins Leben gerufen. Der Demonteur nennt sich Rezo, seinen Kanal nennt er Rezo ja lol ey. Das Markenzeichen des 26 jährigen ist teilgefärbtes blaues Haar. Ist er eine große Nummer im YouTube Geschäft? Aktuell hat er 656.215 sogenannte Abonnenten. Das ist, in aktueller Sprache, ganz nice, aber das diskutierte Video hat er auf seinem Zweitkanal veröffentlicht. Sein Hauptkanal Rezo hat 1.5 Millionen Follower. Die Entscheidung zum Zweitkanal fiel zu Beginn des Jahres im Rahmen eines, so wie Rezo es formulierte, Mindsets (2).

Mindset 1 beinhaltete im Januar: spontan, nicht verkopft, aus dem Bauch planen. Aufgabe von Mindset 2 lautete: hohe Ziele, Ansprüche an Qualität und große Sachen umsetzen. In einem persönlichen „recap“, plante er zukünftige Themenschwerpunkte seiner kommenden Videoproduktionen.

 » Lees verder

Zerstörung der Artenvielfalt. Dramatisch am Montag. Vergessen am nächsten Montag. Wo bleibt die Wegweisung der Bundesregierung?

zerstorung-der-artenvielfalt-dramatisch-am-montag-vergessen-am-nachsten-montag.-wo-bleibt-die-wegweisung-der-bundesregierung?

13-05-19 09:00:00,

Vor einer Woche wurde gemeldet, der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen habe einen Bericht zur Artenvielfalt veröffentlicht, 1 Million Arten seien vom Aussterben bedroht. Die „Zeit“ meinte, schuld sei der Mensch. Weitere Medien beschäftigten sich mit diesem Thema, so die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von gestern auf der ersten Seite. Die NachDenkSeiten meinten am 7. Mai, massives Umsteuern sei angesagt. – Von konkreten Schritten der Regierung hört man nichts. Dabei ist klar, wenn mit dem Umsteuern von Seiten der Landwirtschaft, der Verkehrswirtschaft, der Energiewirtschaft oder in anderen Bereichen begonnen werden soll, dann muss die Bundesregierung den Rahmen neu setzen und öffentlich erklären, wohin die Reise geht. Albrecht Müller.

Dann müssen zum Beispiel die Bauern von der Landwirtschaftsministerin klar gesagt bekommen, dass Glyphosphat ab dann und dann nicht mehr genutzt werden kann. Sie müssen sich auf die Umstellung vorbereiten und außerdem müssen solche Schritte möglichst mit anderen Ländern koordiniert werden. Jedenfalls verlangt die dramatische Situation Entscheidungen und öffentliche Erklärungen. Ähnliches gilt für die genannten anderen Bereiche. Totschweigen geht nicht mehr.

Zwei Leserbriefe an die NachDenkSeiten. Sie betreffen den oben genannten Artikel der NachDenkSeiten vom 7. Mai 2019:

Erster Leserbrief:

Sehr geehrter Herr Müller,

mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel zum Artensterben gelesen. Ich freue mich sehr, dass Ihr Medium sich diesem Thema annimmt, gerade ökologische Themen waren in den letzten 7 Jahren (vgl. mit z. B. Parteipolitik) bei den NDS deutlich unterrepräsentiert. Umso größer meine Zustimmung zu den meisten Ihrer genannten, notwendigen Maßnahmen, um den Ökokollaps zumindest abschwächen zu können. Zu vielen Ihrer genannten Punkte ein paar Anregungen, die jeder Mensch (neben dem notwendigen Durck auf die Politik) bereits jetzt tun kann, um die Auswirkungen auf die Umwelt gering zu halten. 

  • “Eine Umstrukturierung der Landwirtschaft, Zurückfahren der Chemisierung und eine Reihe anderer Veränderungen.”

    –Das heißt mehr bio und definitiv weniger Fleisch und weitere Tierprodukte. Denn für den Kalorienverlust bei Vgl. mit pflanzlicher Nahrung müssen unnötig viele Felder mehr bewirtschaftet werden.

  • “Verkehrsvermeidung und das verlangt genau das Gegenteil von mehr Welthandel und stattdessen Regionalisierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten …”

    –Absolut. Regionaler, saisonaler und definitiv weniger Fleisch und weitere Tierprodukte. Denn das ganze Futter sowie die Tiere müssten so nicht unnötig durch die Gegend gefahren werden.

 » Lees verder

kontertext: Zerstörerisches Geschäft mit der Hehlerei

kontertext-zerstorerisches-geschaft-mit-der-hehlerei

20-03-19 10:01:00,

Mathias Knauer

Mathias Knauer / 20. Mär 2019 –

Verzerrte Wertsysteme: Apologeten des Gratiswesens wollen das kreative Schaffen enteignen.

Eine Welle der Auflehnung gegen das Regulieren des Internets, gegen die Eindämmung gewisser fürs Gemeinwohl ruinöser Geschäftsmethoden geht durch Europa. Wohl zum ersten Mal in der Geschichte erleben wir Strassendemonstrationen gegen Rechte und legitime Forderungen der Urheberinnen und Autoren, gegen elementare Konzepte des geistigen Eigentums.

Popanz dieser Auseinandersetzung sind die sogenannten Upload-Filter, also automatisierte Module, die bei Plattformen wie Youtube oder Facebook zu verhindern suchen, dass Leute Werke oder Werkausschnitte hochladen, ohne dass sie dazu die Rechte besitzen (oder die Urheber entschädigen) – womit sie sich und diese Unternehmen zu Hehlern machen.

Weil im Text zur EU-Richtlinie von solchen Filtern gar nicht die Rede ist – es geht um Artikel 13 (Seite 61ff.) des gewiss unbefriedigenden Kompromissvorschlags –, wird argumentiert, die Plattformen könnten wegen der millionenfachen, meist anonymen Hochladerei gar nicht anders als zu Algorithmen greifen, denn es sei nicht möglich, im Einzelfall mit ihrer Klientel in ein korrektes Vertragsverhältnis zu treten (also eine beidseitige Willensprüfung vorzunehmen, so wie es in der übrigen Medienbranche jedes nachhaltige «Geschäftsmodell» für selbstverständlich und für zumutbar hält).

Ja man versteigt sich noch zum Alarmruf, das freie Internet überhaupt sei damit in Gefahr, als ob dieses ein rechtsfreier Raum zu sein hätte, wo es – im Unterschied zum übrigen gesellschaftlichen Leben – kein Rechtsbruch wäre, wenn sich einer ein Gut aneignet, das ihm nicht gehört, und damit ein Geschäft macht, so wie es Alphabet mit seinen monströsen Automaten Google oder Youtube praktiziert.

Demgegenüber steht die Tatsache, dass heute in zivilisierten Ländern ein jeder, der publizieren will, dies frei auf einer eigenen Domain oder auf rechtskonformen Plattformen praktizieren kann, wo er für Rechtsverstösse selber verantwortlich ist (und ins Recht gefasst werden kann).

Wer sich freiwillig auf Plattformen wie Facebook tummeln will, dem sind wohl gewisse Anstrengungen zur Klärung oder zum Nachweis der Urheberrechte zuzumuten, so wie es umgekehrt für ein Unternehmen, das, ohne selber schöpferisch tätig zu sein, mit fremden Werken Geschäfte macht, zumutbar ist, mit seinen Partnern klare Rechtsverhältnisse zu etablieren, aufgrund deren Kreativleistungen abgegolten, die Arbeit von Autoren oder Komponistinnen vergütet und Verletzungen der Urheberrechte verfolgt werden können – und damit das Hehlergeschäft vermieden werden kann.

 » Lees verder

Gelbwesten-Protestler zerstören 60 Prozent der Blitzer in ganz Frankreich

gelbwesten-protestler-zerstoren-60-prozent-der-blitzer-in-ganz-frankreich

11-01-19 04:36:00,

Newsticker

11.01.2019 • 16:56 Uhr

Gelbwesten-Protestler zerstören 60 Prozent der Blitzer in ganz Frankreich

Gelbwesten-Protestler haben 60 Prozent aller Radarkameras in Frankreich zerstört. Das teilte der Innenminister des Landes, Christophe Castaner, mit. Ihm zufolge stellt diese vorsätzliche Beschädigung eine große Gefahr für den Straßenverkehr dar und gefährdet Menschenleben.

Die Protestbewegung begann, als die Treibstoffsteuern erhöht wurden. Für manche Demonstranten dienen die Kameras zur Geschwindigkeitsüberwachung nur einem einzigen Zweck, und zwar, den Armen Geld zu nehmen. Wie ein BBC-Korrespondent in Paris berichtet, sind die demolierten Kameras überall in Frankreich zu sehen. Die Blitzer wurden mit Farbe besprüht oder mit schwarzen Plastiktüten bedeckt.

Mehr zum Thema – Nach Bastille-Vorbild: Gelbwesten-Protestler versuchen, Mittelmeer-Refugium von Macron zu stürmen

 » Lees verder

Der Euro zerstört Europa und unseren Wohlstand

der-euro-zerstort-europa-und-unseren-wohlstand

22-12-18 08:55:00,

Grafik: TP

Ein Kommentar

Mittlerweile dämmert es immer mehr Bürgern, dass der Euro uns offensichtlich nicht das bringt, was uns von der Politik versprochen wurde. Dennoch halten die Protagonisten in Brüssel, Strasbourg und Berlin krampfhaft an einem Währungsexperiment fest, welches scheitern wird. Für die Realitätsverweigerung, der Politiker in ihren Elfenbeintürmen, werden die Bürger der Eurozone in Zukunft noch bitter bezahlen.

Zur Bewältigung der Krise hat die EZB diverse Kaufprogramme aufgelegt. Sie haben das Ziel, Zinsen zu drücken und Geld leichter verfügbar zu machen. Dadurch sollten die Wirtschaft und die Inflation angekurbelt werden. Allein im Rahmen des Teilprogramms PSPP hat die EZB, seit März 2015, Wertpapiere des öffentlichen Sektors im Volumen von über 2.500 Milliarden gekauft. Mittlerweile ist die Bilanzsumme der EZB auf ein Rekordhoch von 4,66 Billionen Euro angestiegen. Dies entspricht irrsinnigen 41,6 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der kompletten Euro-Zone. Die EZB und somit auch indirekt die Bundesbank – welche zu 18,37 Prozent an der EZB beteiligt ist – sind dank des EZB-Kaufprogramm mittlerweile zum größten Gläubiger der Euro-Staaten aufgestiegen.

Bundesverfassungsgericht hatte nicht den Mumm

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte nicht den Mumm dem zum Scheitern verurteilten Treiben der EZB ein Ende zu setzen, sondern hat sich anstatt dessen aus der Affäre gezogen, indem es den Europäische Gerichtshof (EuGH) um eine rechtliche Bewertung gebeten hat. Nicht nur aus Sicht des Bundesverfassungsgerichts könnte das Programm das Mandat der EZB sowie Zuständigkeiten der EU-Staaten verletzen. Die Kläger kritisieren, dass die EZB durch das Kaufprogramm massiv die Staatsverschuldung finanziert.

Europäischer Gerichtshof hält den EZB-Wahnsinn am Laufen

Laut dem Urteil – Az: EugH C-493/17 – des obersten EU-Gerichts sind die in großem Stil getätigten Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) rechtens. Die EZB verstößt damit nicht gegen das Verbot der Staatsfinanzierung und nicht gegen ihr Mandat. Dem EuGH zur Folge gebe es an dem Kaufprogramm nichts zu beanstanden, denn die EZB habe als oberste Prämisse die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten und eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent zu erreichen. Dafür seien die Anleihenkäufe gerechtfertigt. Ferner würden keine Staaten bevorzugt. Das Kaufprogramm ist nach den Finanzierungsbedürfnissen der Länder ausgerichtet und die Käufe erfolgen über einen festgelegten Schlüssel. Ergänzend sei der Kauf von Papieren mit einem hohen Risiko nicht erlaubt.

Wir haben in diesem Fall auch keine andere Entscheidung erwartet,

 » Lees verder

Die Zerstörung des Völkerrechts | KenFM.de

Die Zerstörung des Völkerrechts | KenFM.de

06-07-18 09:22:00,

Die Zerstörung des Völkerrechts | KenFM.de

This website uses cookies. By continuing to browse the site, you are agreeing to our
use of cookiesAgree

X

Wenn Du unsere Arbeit schätzt, sie „konsumierst“ und kontinuierlich verfolgst, wird sie Dir auch etwas wert sein. Wir sind auf Dich als User angewiesen. Unterstütze KenFM regelmäßig durch einen Dauerauftrag!

 » Lees verder

Die Zerstörung des Völkerrechts

Die Zerstörung des Völkerrechts

29-06-18 06:28:00,

Geschafft! Großbritannien, die USA, Deutschland, Frankreich und weitere Länder haben der UN-Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ihre Neutralität genommen. Damit wird die Organisation zu einem politischen Instrument, sagen die Kritiker. Im Westen bejubelt man die „großartige Nachricht“.

Die Arbeit der OPCW unterliegt strengen Regularien über die Untersuchung von tatsächlichen oder angeblichen Angriffen mit chemischen Waffen. Als strikt neutrale Dienstleistungsorganisation untersteht die OPCW dem UN-Sicherheitsrat, der sie beauftragt und dem sie wiederum ihre Erkenntnisse mitteilt. Dem UN-Sicherheitsrat ist es vorbehalten, Schlüsse und weitere Schritte aus den OPCW-Erkenntnissen zu ziehen.

Mit der Neutralität ist es vorbei, denn zukünftig soll die OPCW selber Täter von Chemiewaffenangriffen nennen können. Für den von Großbritannien eingebrachten und von Frankreich, Deutschland, Australien, Kanada und den USA unterstützten Antrag stimmten bei einer Sondersitzung in Den Haag (26. Juni 2018) 82 Staaten, 24 stimmten dagegen.

Die Entscheidung bezieht sich ausdrücklich auf Ereignisse in Syrien, bei denen chemische Substanzen tatsächlich oder angeblich eingesetzt worden waren. Bisher ist unklar, wer dafür verantwortlich ist. Die Opposition und ihre Unterstützer beschuldigen die syrische Regierung. Die wiederum und Russland verweisen auf bestimmte Kampfgruppen, die chemische Waffen insbesondere Chlorgas seit 2012 in ihrem Besitz haben. 2013 übergab Syrien seine kompletten Chemiewaffenbestände der OPCW zur Vernichtung. Offiziell wurde der Vorgang 2016 erfolgreich abgeschlossen. Syrien trat dem Abkommen für das Verbot von Chemiewaffen bei.

Doch immer wieder tauchten aus israelischen Militärkreisen und von Seiten der Opposition Behauptungen auf, Syrien habe noch mindestens drei Tonnen Chemiewaffen versteckt, arbeite (mit dem Iran) weiter an einem Chemiewaffenprogramm und setze Chemiewaffen ein. Ein gemeinsamer Untersuchungsmechanismus (JIM) zwischen der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) und der OPCW, der im Auftrag des UN-Sicherheitsrates die Vorwürfe von Chemiewaffenangriffen in Syrien klären sollte, stellte Ende 2017 seine Arbeit ein.

Grund dafür war ein Streit zwischen den USA, Großbritannien und Frankreich auf der einen sowie Russland und Syrien auf der anderen Seite. Russland hatte wiederholt die einseitige und unprofessionelle Ermittlungsarbeit des JIM kritisiert und einer Mandatsverlängerung ohne Änderung des Arbeitsauftrages nicht zugestimmt. In den meisten Fällen wurde von den OPCW-Inspektoren nicht direkt, sondern indirekt, manchmal – angeblich aus Gründen der Sicherheit – gar nicht ermittelt.

Grundlage von Untersuchungen waren Material, Zeugen und Darstellungen, die der OPCW von politischen und/oder bewaffneten Oppositionellen zugeführt worden waren. Ein klarer Verstoß gegen die Unparteilichkeit der OPCW-Arbeit.

 » Lees verder