Die Zukunft beginnt jetzt

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04-04-20 03:13:00,

Es ist müßig, in Kreisen der Intelligenz und der wachsenden kritischen Öffentlichkeit weiterhin über die Gefährlichkeit von „Corona“ zu diskutieren: Der Erreger existiert. Er ist nicht ungefährlich, aber kaum gefährlicher als Grippeviren, die zu jedem Jahreswechsel über die Nordhalbkugel hinweg heftige Winterinfekte auslösen (1).

Das wirkliche Thema ist:

Der Finanzmarktkapitalismus und das mit ihm verbundene Establishment sind soeben vor unser aller Augen kollabiert.

Die Weltrezession zeichnete sich seit Mitte 2019 ab. Die Eliten brauchen nun Zeit, um ihre Herrschaft neu einzustellen. Wir, die anderen Menschen, sollen derweil in Todesangst in unseren Gemäuern ausharren und, bildlich, auf das Kaninchen starren.

Nein dazu! Und zwar unmissverständlich!

Es gibt Staaten, die die Faschisierung der Gesellschaft unter dem Stichwort „Corona“ nicht vollends mitmachen. Dazu zählt beispielsweise Schweden. Weder fallen die Leute dort tot um, noch sind auch nur gefährliche Erkrankungsraten feststellbar (3). Doch auch in Schweden wird versucht, die Bevölkerung auf den globalen Monopolkapitalismus und Überwachung zu trimmen.

Indes: Es wird nicht gelingen. Zu eindeutig ist die relative Harmlosigkeit des vorgeblichen Killervirus. Die herrschenden Eliten können diesen Infokrieg nicht mehr gewinnen.

Die — noch — an den Rudern der Macht befindlichen Eliten können unter diesen Prämissen ihren Kurs nicht fortsetzen. Schon in den kommenden Tagen wird das Bild von Corona als einer menschheitsbedrohlichen Pandemie bröckeln.

In den Straßen Berlins machen sich die Menschen mittlerweile über die Hysterie lustig. Sie sind mittlerweile dort, wo wir, deren Aufgabe die Aufklärung ist, vor etwa zwei Wochen waren. Etwa so: „Kann ja alles nicht wahr sein, lasst uns den Müßiggang feiern!“

Was tun? Ganz gleich, aus welchen Hintergründen wir uns nun auf dem Boden der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, unserem Grundgesetz, zusammenfinden werden; die alte Weltordnung ist in einer schweren Krise, an deren Ende ihr eigenes stehen wird, ja, bereits steht.

Zur Disposition stehen schon jetzt die großen Eigentumsverhältnisse, unsere Währung, unser politisches System sowie die ethische und praktische Ausrichtung unser aller Zukunft.

Beteiligung, Mitsprache, Demokratie, Mitgestaltung. Das System ist am Ende, doch was tun? Die meisten Mitmenschen bekommen derzeit nur ihre eigene Überflüssigkeit vorgeführt. Wir werden nicht gebraucht. „ExpertInnen“, Industrie, Pharma und Inlandstruppen regieren durch. Die Zivilgesellschaft, deren Ausdruck Flaneure, Straßencafés und die allgemeine Diskussion der öffentlichen Angelegenheiten war, ist nicht mehr existent.

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Karge Zukunft

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29-01-20 12:25:00,

Noch bis vor kurzem stand die Bundesregierung an der Spitze der Leugner des Problems.

„Die Altersgruppe der über 65-Jährigen ist durchschnittlich etwas seltener armutsgefährdet als die Gesamtbevölkerung“, schreibt sie in ihrem 5. Armuts- und Reichtumsbericht und fährt fort:

„Vielmehr stellt sich die materielle Versorgung der heute über 65-Jährigen sogar insgesamt günstig dar“ (1).

Die Bundesregierung stützt ihre Argumentation auf zwei Zahlen:

  1. Nur 544.090 RentnerInnen, gerade drei Prozent, bezögen Grundsicherung wegen Alters (2).
  2. Die Einkommenssituation der Seniorenhaushalte sei ausgesprochen gut. Alleinstehende Frauen verfügten über durchschnittlich 1.611 Euro, alleinstehende Männer über durchschnittlich 1.828 Euro, Ehepaare über durchschnittlich 2.971 Euro (3).

Bei so rosiger Sicht der Dinge ist kein Problem zu erkennen und die Sorge sehr vieler Erwerbstätiger über ihre Zukunft im Alter hält man für falsches Bewusstsein.

„Obwohl der Umfang von relativ niedrigen Einkommen im Alter aktuell unterhalb des Bevölkerungsdurchschnitts liegt, wird das Risiko der ‚Altersarmut‘ in der Bevölkerung als sehr hoch wahrgenommen. So sehen zwei von drei Personen ein hohes und sehr hohes Risiko, zukünftig in der Ruhestandsphase von Armut betroffen zu sein. Insbesondere im mittleren Erwachsenenalter, also bei Personen im Alter von 35 bis 64 Jahren, ist diese Einschätzung weit verbreitet“ (4).

Wer hat nun „falsches Bewusstsein“? Die Bundesregierung oder die Erwerbstätigen? Der Artikel will dazu beitragen, diese Frage zu klären.

Vorweg sei aber schon gesagt, dass die Zahlen der Bundesregierung sehr fragwürdig sind. Bei der Zahl der Bezieher von Grundsicherung im Alter unterschlägt sie die Renten wegen Erwerbsminderung. Das sind noch mal 514.737. Hinzu kommen nach allgemeiner Schätzung noch einmal ungefähr eine halbe Million RentnerInnen, die Anspruch auf Grundsicherung haben, aber keinen Antrag stellen. Es sind also eher 1,5 Millionen Personen, die nach der Definition der Grundsicherung in Armut leben, also circa 7 Prozent.

Darüber hinaus leugnet die Bundesregierung die Dynamik der Entwicklung. Im Zeitraum von 2004 bis 2017 ist die Zahl der Bezieher von Grundsicherung bei Männern um 86 Prozent gestiegen, bei Frauen sogar um 121 Prozent (5). Der Paritätische gibt die Zahl der Alten, die in Armut leben, mit 16 Prozent an (6). Aber auch das ist noch zu wenig. Rechnet man aus der Statistik, die diesen Zahlen zugrunde liegt, die Beamten heraus, liegt die Anzahl armutsgefährdeter RentnerInnen schon bei 19,5 Prozent.

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Jobvernichtung: Eine Zukunft ohne Erwerbszwang?

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08-01-20 11:06:00,

Jobvernichtung: Eine Zukunft ohne Erwerbszwang?

von Petra Ziegler / Aus Streifzüge 2019-77

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Die Fragen, die sich stellen, liegen eigentlich auf der Hand. Was brauchen wir? Wie kommen wir dazu? Und wie erfüllen wir unsere Bedürfnisse und Begehrlichkeiten – ohne die Umwelt in irreparablem Ausmaß zu schädigen, ohne nachkommenden Generationen den Planeten ausgeplündert, kontaminiert und völlig vermüllt zu übergeben, ohne uns einseitig zu Lasten Dritter auszuleben und ohne unser jeweiliges Gegenüber willkürlich zu Handlungen oder Unterlassungen zu nötigen?

Fragen-Erkenntnisse-Erleuchtung-Bewusstsein-Homo-sapiens-Veraenderung-Kritisches-Netzwerk-strategische-Weitsicht-Verhaltensaenderung-Selbstreflexion-hinterfragen Oder sagen wir es anders: Wie koordinieren wir unsere sozialen Beziehungen und gesellschaftlichen Belange, unseren Alltag und zukünftige Projekte bewusst, das meint direkt und nicht über den Umweg einer mit Eigenlogik behafteten Form?

Eine Welt ohne Geld und ohne die damit verbundenen Zwänge würde vieles, was heute unverzichtbar erscheint, praktisch über Nacht überflüssig machen. Ganze Berufsgruppen, im Bereich Banken, Versicherungen, Marketing, Verkauf, Buchhaltung, Geldeintreibung, größere Teile des „organisierten Verbrechens“ und der hoheitlichen Verwaltung gingen ihrer Funktion verlustig. Zeitaufwändige Kostenkalkulation, Antragsschreiben, die ewigen Betteleien … – alles Vergangenheit. Auch wäre niemand mehr gezwungen sich in Wert zu setzen, die innere Rechnungsprüfung darf anderen Neigungen Platz machen.

Mit dem Wegfall aller rein monetären Notwendigkeiten geschuldeten Tätigkeiten fangen die Einsparungen freilich erst an: Neuerungen bei technischen Geräten machen dann nur noch im Fall tatsächlich verbesserter Qualität Sinn, ressourcenschonende Herstellung wäre das Ziel, schlaue update-Möglichkeiten, Reparierbarkeit und möglichst vollständige Wiederverwendbarkeit von Teilen und Material. Keine durch Moden, die alle halben Jahre wechseln, künstlich verkürzten Produktzyklen, Schluss mit der geplanten Obsoleszenz, keine überflüssigen Parallelentwicklungen, vielleicht irgendwann das ideale Sitzmöbel, von dem eins sich nicht mehr trennen möchte. Konsum aus Kompensationsgründen vermindert sich stark, keine Frustkäufe nach einer vergeudeten Woche im Büro, keine Schnäppchenjagden, kein Mengenrabatt, keine Massenproduktion aufgrund betriebswirtschaftlicher Effizienz etc. etc..

Der berechtigte Einwand etwa, wer ohne Erwerbszwang noch bereit wäre, in irgendwelchen Minen zu malochen, zieht einen Rattenschwanz an Veränderungen nach sich. Das Ende der Wegwerfgesellschaft mit vermehrt echtem Recycling statt Downcycling und intelligenter „Reste-“Verwertung – insgesamt ein Rückgang der materiellen Bedürfnisse, jedenfalls in unseren Breiten. Forschungssynergien, aufbauend auf dem dann frei verfügbaren Wissen. Es darf getüftelt werden. Was ist die beste Idee, statt wer hat den größeren Werbeetat?

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Nichts, womit bislang Geld gemacht wurde, bliebe unhinterfragt.

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Zukunft der Arbeit: Von Care-Givern und Bullshit-Jobs

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04-01-20 11:41:00,

Zukunft der Arbeit:

Von Care-Givern und Bullshit-Jobs

von Christopher Hamich

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Der Anthropologe David Graeber hat auf dem 36c3 fundamentale Veränderungen in der Arbeitswelt beschrieben. Aufbauend auf seinem Buch über Bullshit-Jobs sieht er in Bildungs- und Gesundheitsberufen die neue Arbeiterklasse. Eine politische Empfehlung und eine Systemkritik gleichermaßen.

David_Rolfe_Graeber_Bullshit_Jobs_Anarchist_professor_of_anthropology_London_School_of_Economics_Kritisches_Netzwerk_Kapitalismus_psychological_violence_meaningful_work David Graeber kann Debatten anstoßen. Er gilt als einer der Theoretiker der Bewegung „Occupy Wall Street“ und erregte im letzten Jahr mit einem Buch über „Bullshit-Jobs“ viel Aufmerksamkeit. Seine Kernthese: Eine große Menge an Menschen arbeitet in Berufen, die keinen wirklichen Zweck haben – und fühlt sich auch so. In einem Vortrag auf dem 36. Chaos Communication Congress in Leipzig (36c3) erweitert er diese Analyse und beschreibt Berufe im Bildungs- und Gesundheitsbereich als eine neue Art Arbeiterklasse.

Die Zukunft der Arbeit ist eine der großen gesellschaftliche Fragen der Digitalisierung. Graeber aber will nicht über Technologie sprechen und beginnt seinen Vortrag mit einer aktuellen politischen Analyse. Bei den jüngsten Wahlen des Britischen Unterhauses von Großbritannien und Nordirland haben die Konservativen (Tories) große Zugewinne bekommen, die Labour-Partei hat immens verloren. Der Anthropologe, der an der London School of Economics lehrt, interessiert sich besonders für die Aufschlüsselung nach Altersgruppen.

Hätten nur 60-jährige und ältere abgestimmt, hätten die Konservativen in fast jedem Wahlkreis gewonnen. Das gleiche gilt für Labour, wenn nur die unter 25-jährigen gewählt hätten. Graeber schließt daraus, dass es vor allem die mittel-alten Wähler:innen seien, die diese Wahlen entschieden hätten. Und die würden sich zuletzt eher nach rechts orientieren. Graeber möchte beantworten, warum das so ist.

► Zwischen administrativen und betreuenden Berufen

David_Rolfe_Graeber_Bullshit_Jobs_Vom_wahren_Sinn_der_Arbeit_Kritisches_Netzwerk_meaningful_work_Kapitalismus_capitalism_Downshifting_Buerohengste_Schattenarbeit_Sinnfrage Seiner Analyse nach verlassen sich linke Parteien zu sehr auf das alte Paradigma von Arbeitern und Kapitalisten. Sie würden übersehen, dass es in Wahrheit um eine ganz andere Unterscheidung gehe: Die von Menschen in administrativen und aufsichtführenden Berufen auf der einen Seite und von jenen in betreuenden Berufen im Bildungs- und Gesundheitsbereich auf der anderen Seite. Letztere nennt Graeber Care-Giver.

Beides seien die aufstrebenden Beschäftigungsbereiche der neueren Zeit. Während es sich bei den administrativen Berufen um die klassischen Bullshit-Jobs seiner Theorie handelt – 35% dieser Personen in Deutschland halten ihren Job für völlig irrelevant – würden sie gleichzeitig für einen Produktivitätsverlust bei den Care-Giver sorgen.

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Die Zukunft sind wir!

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26-12-19 11:15:00,

Die Zeichen stehen auf Sturm. Voller Unruhen, Zweifel und Fragen geht ein Jahr zu Ende und beginnt ein neues. Es gibt kein Zurück. Längst ist der Rubikon überschritten, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die kritische Masse das kranke, zerstörerische System, das mittlerweile unser aller Leben bedroht, zum Kippen bringt.

Niemand kann sagen, was in diesen Zeiten des Paradigmenwechsels tatsächlich auf uns zukommt und wie das Neue aussehen wird. Niemand kann abschätzen, wie hoch das Wasser tatsächlich steigt.

Wir beobachten, wie sich überall auf unserer Erde die Menschen erheben und sich immer deutlicher einer alten Weltordnung widersetzen, die von der Gier der Macht-Marionetten ausgeht. Längst bröckeln die alten Hierarchien. Die Spitzen der Pyramiden haben sich von ihrem Sockel gelöst, und die Eliten haben in ihrer Hybris den Kontakt zur Basis und zum Lebendigen verloren.

Der Technik allein soll die Aufgabe zukommen, den Planeten vor seiner Zerstörung zu bewahren. Schon seit Jahrhunderten wird uns die Skepsis gegenüber dem Lebendigen durch eine die Natur zerschmetternde Wissenschaft suggeriert. Zunehmend vermählt sich der Mensch mit der Maschine, bis das natürliche Leben vom künstlichen abgelöst und damit vollkommen kontrollierbar wird.

Wir vom Rubikon haben dem etwas entgegenzusetzen. Wir schließen uns weder den Sirenen an, die den kommenden Weltuntergang oder eine transhumanistische neue Weltordnung verkünden, noch sehen wir die Lösung unserer Probleme in gewaltvollem Protest.

Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Werden erst die Waffen erhoben, stehen die Sieger bereits fest: Es sind diejenigen, die sie verkaufen und die alles daran setzen, uns gegeneinander aufzubringen.

Ein Problem, wie auch immer es geartet ist, wird durch Spaltung immer mehr vertieft. Je mehr wir uns entzweien lassen, je vehementer wir in Gedanken, Wort oder Tat gegeneinander antreten, desto mehr verhindern wir eine lebensbejahende Lösung.

Das Problem ist die Trennung. Wenn wir das erkennen, dann sehen wir, in welche Richtung wir uns wenden müssen, um die Lösung zu finden. Mehr als irgendwann in der Geschichte unserer Zivilisation sind wir heute dazu aufgefordert, uns zusammenzuschließen.

Verbundenheit ist die Lösung: Verbindung mit der Natur und den Elementen, die uns nähren; Verbindung mit unseren Brüdern und Schwestern, egal, woher sie kommen und welche Meinung sie vertreten; Verbindung mit uns selbst und dem, was unser Menschsein ausmacht; Verbindung schließlich des Verstandes — der uns nicht daran gehindert hat,

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Die Zukunft gehört den Mutigen

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15-11-19 04:04:00,

Die Zukunft gehört den Mutigen: Das ist das Motto des neu gegründeten Rubikon-Verlags. Trotz widriger äusserer Umstände ist es nach Meinung des Verlags gelungen, die beste Druckerei, den besten Grafiker, eine wunderbare Verlagsauslieferung und ein erstklassiges externes Lektorat unter Vertrag zu nehmen.

Warum das Ganze? Weil nicht nur der reguläre Medienbetrieb immer „alternativloser“ und „eindimensionaler“ wird — und weil der Verlag erstklassigen Inhalt hat, der inzwischen 200.000 Leserinnen und Leser begeistert, und der in guter Präsentation als Buch noch viel mehr bewirken und verändern kann.

Am 25. November 2019 erscheint mit „Die Öko-Katastrophe“ das erste Rubikon-Buch. Sein Ziel:

Der inzwischen kaum mehr auszuhaltenden Demagogie gegen die Umweltbewegung klare Analysen und Fakten entgegenzuhalten — ohne dass die Einführung einer Kohlendioxidsteuer oder aberwitziges Geo-Engineering als Lösungen verstanden werden.

Der Verlag benötigt die Unterstützung von uns allen, denn nur gemeinsam wird es uns gelingen, eine Debatte jenseits des Narrativs „Massenverarmung und Planetenzerstörung sind alternativlos“ zu beginnen.

Wir sind alle aufgefordert, das Buch über die uns zur Verfügung stehenden Kanäle bekannt zu machen, denn erfahrungsgemäss werden wirklich wichtige Publikationen von den Mainstream-Medien häufig totgeschwiegen, indem nicht darüber berichtet wird.

Wie einst die Titanic rast die Menschheit ohne Abbremsen und Kurskorrektur direkt auf die Katastrophe zu. Angesichts der seit Jahrzehnten wachsenden existentiellen Bedrohung durch Umweltzerstörung und globale Erwärmung versagen Politik und Medien, ja, versagt unser Gesellschaftssystem.

Die etablierten Medien berichten zwar weitgehend akkurat über wissenschaftliche Tatsachen, unterdrücken jedoch, welchen Anteil unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung an der ökologischen Katastrophe hat. Sie verkürzen Zusammenhänge und verschweigen die Hauptverantwortlichen sowie das wahre Ausmaß der Bedrohung.

Die Politik hingegen verspricht, die Katastrophe mit weiteren neoliberalen Reformen aufhalten zu können, will den Teufel also mit dem Beelzebub austreiben. Sie setzt auf Mittel, die den kollektiven Wahnsinn nicht etwa infrage stellen, sondern in Stein meißeln, und die am Ende wieder die Armen belasten und Reichen privilegieren werden.

Rubikon, das Magazin für die kritische Masse, hat angesichts dieser Verwirrung einige der klügsten Köpfe weltweit aufgefordert, das Thema aus ihrer Sicht zu analysieren, nach bestem Wissen und Gewissen. Ohne die Zwänge der von Kapital und Eliteninteressen gesteuerten etablierten Medien und Politik.

Die Autoren beschreiten Wege abseits bekannter medialer Trampelpfade. Viele kommen zu der Schlussfolgerung:

Ohne Systemwandel werden Umweltzerstörung und Klimawandel nicht aufzuhalten sein.

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Die Zukunft der Levante, von Thierry Meyssan

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29-10-19 02:23:00,

Wir können nicht umhin, Thierry Meyssans Leitartikel in al-Watan, der ersten syrischen Tageszeitung, zu veröffentlichen. Darin beschreibt er das Abkommen zwischen den USA und Russland für die Levante.

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Seit einem Jahrhundert haben das Vereinigte Königreich und dann die Vereinigten Staaten nacheinander alle Staaten und Glaubensgemeinschaften im Nahen Osten hofiert. Sie haben konfessionelle Konflikte geschürt, um sich nach dem alten Prinzip “divide et impera” [teile und herrsche] unentbehrlich zu machen.

Präsident Trump wurde vor drei Jahren mit dem Projekt gewählt, das US-Imperium zu beenden und die Truppen seines Landes in den Dienst seiner Mitbürger zu stellen. Laut der Analyse seines kurzwährenden Sicherheitsberaters, General Michael Flynn, bedeutet der Abzug der Truppen aus dem Erweiterten Nahen Osten und zugleich auch dort die Stiftung von Frieden, den Konfessions-Konflikten ein Ende zu setzen und damit vor allem den sektiererischen Staaten. Mit anderen Worten, Saudi-Arabien muss ent-wahhabisiert werden, Israel entjudet, der Iran entschiitiert und Gaza entsunnitiert, und dann müssen die konfessionellen Verfassungen des Libanon und von Irak geändert werden.

Das ist genau das, was wir heute erleben.

Prinz Mohamad bin Salman und König Salman selbst, obwohl sie ihre Legitimität von der wahhabitischen Bruderschaft ableiten, drängen sie in ihrem Land immer weiter zurück.

Avigdor Lieberman, Präsident der russischsprachigen Israel-Partei Beitenu, hat die Regierung von Benjamin Netanjahu zu Fall gebracht und fordert seit einem Jahr eine Regierung ohne religiöse Parteien. Zwei Parlamentswahlen später, könnte General Benny Gantz eine säkulare Regierung der nationalen Einheit bilden, einschließlich Lieberman und Netanjahu, aber ohne die religiösen Parteien. Andernfalls muss eine dritte Parlamentswahl stattfinden.

Der Iran hat die wichtigsten Mitarbeiter des ehemaligen säkularen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad inhaftiert. Das Land steht unter finanziellem Druck der Vereinigten Staaten und unter militärischem Druck durch Israel. Irgendwann wird es für ihn besser sein, sein eigenes Regierungssystem zu ändern und zu einer nationalistischen Politik zurückzukehren.

Wenn auch eine Hälfte der palästinensischen Gebiete säkular ist, wird die andere Hälfte von der Hamas regiert. Aber der Staat Palästina existiert nur, weil der Rest Palästinas ein jüdischer Staat ist. Wenn Benjamin Netanjahu sich bereit erklärte, ein einfacher Minister zu sein, würde er bald von der Justiz seines Landes ergriffen werden. Sein Sturz wäre nicht der des Likud, sondern der der wenigen Anhänger des vom Nil bis zum Euphrat erobernden Groß-Israels.

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Eine Zukunft für Kinder

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12-09-19 11:53:00,

Manchmal habe ich den Eindruck, die Zeit sei besonders grausam. Die Berichte in Zeitungen, Fernsehen und Internet sind ungeheuerlich. Was mich heute am meisten schockt, ist der Krieg in Syrien. Da werden Brand-, Splitter- und Giftgas-Bomben auf wehrlose Menschen abgeworfen. Kinder brennen in zerstörten Straßen — sie rauben mir den Schlaf. Das unermessliche Leid lässt mich verstummen. Wie kann ich dieser menschlichen Not begegnen?

Was uns heute bewegt, ist der sinnlose Tod. So viele Männer, Frauen und Kinder müssen sterben, weil die Menschlichkeit versagt. Der Tod eines unschuldigen Kindes durch Hunger, Krankheit oder Krieg ist das größte Verbrechen, das es gibt. Und die Kinder, die das alles überstehen, sind gezeichnet fürs Leben.

Obwohl wir persönlich nicht betroffen sind, schmerzt uns das Schicksal dieser Unschuldigen. Doch lassen wir uns nicht entmutigen! Räumen wir der Verzweiflung keine Macht über unsere Seele ein! Um anderen helfen zu können, müssen wir ihre Not zuerst im eigenen Herzen fühlen. Dann erst überwinden wir die eigene Hoffnungslosigkeit, die uns wie eine Mauer von ihnen trennt, und werden fähig, menschlich zu handeln.

Wir leben in bewegten Zeiten. Wir leben im Zeitalter der Bewegung. In Beruf und Freizeit, real und digital ständig unterwegs, bewegen wir uns sozusagen global. Wir überwinden spielend Grenzen, in Autos, Zügen, Schiffen und Flugzeugen, aber auch dank Telefon, Fernsehen, Internet und Kapital. Alles ist in Bewegung, alles ist im Fluss und wir schwimmen mit.

Heute sind 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sie flüchten vor Elend, Naturkatastrophen und Krieg. Auch sie sind unterwegs, doch ihre Reisen sind keine vergnüglichen Abenteuer wie die unseren, sondern mühselige Irrfahrten. Die Vertriebenen flüchten vor Armut und Not, Hunger und Durst, Unterdrückung und Folter, Gewehren und Bomben. Familien werden auseinandergerissen, Kinder und Eltern getrennt. Väter und Mütter landen oft im Gefängnis, Kinder in staatlichen Heimen — wie jüngst geschehen in den USA. Das sind Menschen wie wir. Sie stehen Hilfe suchend an unseren Grenzen, vor Zäunen aus Stacheldraht, rasierklingenscharf, und hoffen auf Gastfreundschaft.

Was wäre, wenn wir die Gedemütigten und Gepeinigten in unsere Gemeinschaft aufnähmen? Was wäre, wenn wir sie in das Leid zurückschickten, aus dem sie kommen? Was wäre, wenn wir die Ursachen ihrer Flucht beseitigten?

Angst und Argwohn trennen, die Liebe verbindet. Lieben macht menschlich. Ich glaube daran, dass wir fähig sind,

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Die Zukunft des Journalismus | KenFM.de

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15-05-19 05:31:00,

oder die Renaissance des Widerstandes gegen herrschende Willkür.

von Jochen Mitschka.

Der Buchdruck, dann der Zeitungsdruck waren wichtige Meilensteine in der Überwindung der absolutistischen Herrschaft von „durch Gott eingesetzte Monarchen“. Ob das zu besseren oder schlechteren staatlichen System führte, angesichts der Tatsache, dass „Demokratien“ die meisten Kriege beginnen, sei hier nicht diskutiert. Vielmehr interessiert uns die Tatsache, dass Journalisten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts maßgeblich daran beteiligt waren, dass bürgerliche Strömungen einen immer größeren Einfluss auf die Politik von Staaten nahmen. Allerdings verkehrte sich dies Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts in sein Gegenteil. Nachdem die bürgerliche Machtübernahme abgeschlossen und nicht mehr Gott, sondern Geld (manche nennen es auch „die Märkte“) die Herrscher ersetzte, war der Journalismus zum Teil des Herrschafts- und Unterdrückungssystems geworden. Nachdem sich aber nun diese Herrschaft immer stärker gegen die ursprünglich eigene Machtbasis, das Bürgertum richtet, stellt sich die Frage, ob eine Renaissance des Widerstandes durch Journalismus möglich ist.

Um die Unterschiede in den Rollen des Journalismus Anfang des 20. Jahrhunderts im Vergleich zu Anfang des 21. Jahrhunderts zu verdeutlichen, will ich die Verfolgung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange nennen. Das Verbrechen von Assange war eindeutig, die Verbrechen von Regierungen aufgedeckt zu haben. Aber erstaunlicherweise bleiben die „Journalisten“ des 21. Jahrhunderts schweigsam, oder sie verurteilen sogar Assange. Natürlich hatten sie vorher die Materialien von WikiLeaks genutzt, um ihre Auflagen und Profite zu erhöhen, aber nun … Schweigen.

Anfang des 20. Jahrhunderts dagegen gab es trotz heftiger ideologischer Kämpfe zwischen einzelnen Journalisten, eine große Solidarität, wenn es gegen den absolutistischen Herrscher ging. Als das in Preußen besonders scharf durchgesetzte Lèse Majesté, also das Gesetz gegen die Beleidigung seiner Majestät, zu immer mehr Verhaftungen führte, begannen Journalisten bewusst mit beleidigenden Artikeln, ließen sich einsperren, und schrieben sofort wieder einen beleidigenden Artikel, wenn sie wieder aus dem Gefängnis entlassen worden waren. Was schließlich zu einer Veränderung bzw. Nichtdurchsetzung des Gesetzes führte.

Umgesetzt auf das 21. Jahrhundert müssten heute eigentlich alle Journalisten in den WikiLeaks Dokumenten wühlen und einen Artikel nach dem anderen darüber veröffentlichen. Dass dies nicht passiert, ist der Tatsache geschuldet, dass Journalismus heute zu einer Industrie wurde, deren Kontrolleure selbst zur herrschenden Schicht gehören,

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Die Biowaffe der Zukunft? Forscher kämpfen gegen die Genschere

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11-05-19 09:39:00,

Erbkrankheiten und Krebs durch genetische Eingriffe heilen – das ist das Hauptversprechen der Genschere CRISPR. Eine Sorge könnte allerdings lauten: Ist es nun ein Wettlauf zur Optimierung des Menschen? Und was passiert, wenn die Technologie in Terroristenhände fällt oder im Labor außer Kontrolle gerät? Forscher suchen nach Mitteln.

Jennifer Dounda ist eine der Entdeckerinnen der Genschere CRISPR, die die Gentechnik nachhaltig geprägt hat und es ermöglicht, beliebige Gene in Zellen einzufügen. Krebspatienten im Endstadium, an Erbkrankheiten leidende Menschen und solche, die sich vor künftigen Krankheiten schützen wollen – in vielen Fällen scheint das Verfahren die Lösung in nächste Nähe zu rücken. Deshalb ist nun auch Google eingestiegen und unterstützt die Entwicklung eines CRISPR-Verfahrens gegen Herzerkrankungen.

DNS (Symbolbild)

Aber CRISPR hat auch seine Schattenseiten und dazu gehört nicht nur die Vision einer Menschheit, in der normale Menschen nicht mehr gut genug sind und ein „Wett-Editieren“ in Sachen Gesundheit, Intelligenz und andere wünschenswerten Eigenschaften einsetzt. Dazu gehört auch einfach die Frage: Was passiert, wenn etwas schief läuft? Diese Frage wurde im MIT Technology Review ausführlich durchgespielt.

Missbrauch als Biowaffe – Szenario eins

Genau mit dieser Frage hat sich eines Tages Doundas Unterbewusstsein beschäftigt. Denn die Frau will im Traum Adolf Hitler begegnet sein, der Stift und Papier gezückt hatte und nach einer Anweisung für CRISPR fragte. Ob Legende oder nicht, dieser Traum zeigt, wohin es gehen kann, wenn eine wirkungsmächtige Technologie in die falschen Hände gerät. Hitler ist tot, aber es gibt da draußen immerhin Terroristen.

Mit der Technologie wären immerhin biologische Attacken denkbar, die auf einzelne Personen oder ethnische Gruppen gemünzt sind. Deswegen befürchtete Dounda, dass hier die Atombombe der Gentechnik entstehen könnte. Deswegen stellte sie sich die Frage: „Können ich und andere besorgte Wissenschaftler CRISPR von sich selbst retten, bevor eine Katastrophe eintritt?“.

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Keine Zukunft ohne tiefen Wandel

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31-01-19 10:42:00,

Florian Ernst Kirner: Sie sind am 15. Januar 2019 in den neu formierten Vorstand der Sammlungsbewegung Aufstehen gewählt worden. Für viele Beobachter war Ihr Name eine Überraschung. Können Sie kurz erklären, was Sie zu diesem Schritt bewogen hat, sich bei Aufstehen in die Verantwortung zu begeben?

Hendrik Auhagen: Als einer der Initiatoren von Aufstehen aus dem Grünen-Spektrum bin ich zunächst in den Arbeitsausschuss eingeladen worden. Auch weil ich mich als Mitinitiator der Konstanzer Aufstehen-Gruppe mit Verbesserungsvorschlägen an Ludger Volmer gewandt hatte. Ich will den Erfolg von Aufstehen. Ich sehe aber nach dem Riesenanfangserfolg – wie viele andere auch – dringenden Konsolidierungsbedarf und die Notwendigkeit zu mehr Austausch, gerade zwischen den Ortsgruppen und der Bundesebene. Und wenn man dann gefragt wird, ob man das Geforderte auch selbst mit aktiv umsetzen will, dann ergibt sich daraus auch ein Ja.

Die Themenauswahl bei Aufstehen wird oft mit den Worten „Frieden und Gerechtigkeit“ beschrieben. Aber schon rund um den Hambacher Wald hat sich sehr schnell die Frage gestellt, welche Rolle die ökologische Krise spielen sollte. Haben ökologische Themen bei Aufstehen eine gute Lobby?

Auch wenn die Diskussionsprozesse bundesweit noch nicht gebündelt sind, so habe ich doch den Eindruck, dass die meisten Aufstehen-Aktivisten Ökologie durchaus als eines der Kernthemen ansehen – ganz anders als bei vielen Gelbwesten-Aktivisten in Frankreich, die Ökologie eher als ein Thema der Eliten ansehen.

Wenn wir die ökologische Herausforderung ins Verhältnis zur sozialen Frage setzten: Was wäre eine Ökologie von und für unten?

Ich will das an einem konkreten Bereich formulieren, in dem ich auch sehr lange aktiv war. Das ist die Verkehrspolitik. Eine Verkehrswende, die es durch einen Qualitätssprung im öffentlichen Verkehr schafft, dass in den Ballungsgebieten in den nächsten 5 Jahren ein Fünftel der PKW-Fahrer auf ein eigenes Auto verzichtet, würde eine Win-Win-Situation bedeuten.

Für die Umwelt ein Gewinn, weil der Autoverkehr einer der Hauptzerstörer der Ökosphäre ist. Und gleich zweimal für die Menschen: Einmal die Steigerung der Lebensqualität gerade in den heute besonders verlärmten, verparkten und verstunkenen Straßen, und andererseits durch deutlich erhöhte verfügbare Einkommen gerade der einkommensschwachen Haushalte, die aufs eigene Auto dann wegen der besseren Alternativen verzichten könnten.

Sie sind für die Grünen auch einmal im Bundestag gesessen. Wann ist das gewesen und wie sind Sie zu den Grünen gekommen?

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Die Mobilität der Zukunft

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10-11-18 03:45:00,

In der Politik wird immer noch händeringend nach Ideen für den Klimaschutz gesucht, aber der Klimaschutz bleibt bisher meist im alltäglichen politischen Stau stecken. Das liegt daran, dass Industrie und Politik immer noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben.

Mir tun die Autofahrer oft leid, wenn sie im Sommer so in ihren Blechkisten im stinkenden Stau schmoren, während ich entlang der Grünwege fahren und frische Luft atmen kann. Schon 1991 wurde mir klar, dass die Straßeninfrastruktur in den Ballungsräumen nicht wirklich in nennenswertem Umfang ausgebaut werden kann, während gleichzeitig die PKW-Dichte kontinuierlich zunimmt, der Stau also schon damals vorprogrammiert war (1).

Solange wir immer mindestens eine Tonne Blech bewegen, um damit im Stadtverkehr zu 90 Prozent nur eine Person im Mittel nicht weiter als durchschnittlich 6 km zu transportieren, werden wir keine nachhaltige Lösung für das Verkehrsproblem finden. Es ist einfach energetischer Unsinn, eine Tonne Gewicht immer wieder anfahren und bremsen zu lassen. Da hilft auch die Elektromobilität nicht viel, obwohl der E-Motor tatsächlich beim Stop and Go schon sehr viel effizienter ist als der Verbrennungsmotor. Doch damit handelt man sich dann fast eine halbe Tonne Lithium-Ionen-Batterie ein, die im Grunde auch ökologischer Wahnsinn ist (2).

Ich habe bereits 1992 mein Auto abgeschafft, als mir klar wurde, dass das Klima tatsächlich kippen kann, wenn wir so weiter machen wie bisher.

Denn wenn wir die Situation, in der wir uns im Klimasystem befinden, auf ein Automobil übertragen, ist es im Grunde doch so: Wir sitzen in einem Auto und geben jedes Jahr 5 Prozent mehr Gas. Außerdem fahren wir im Nebel, weil wir gar nicht so genau wissen, was da auf uns zukommt. Und dann stellen wir fest, es gibt überhaupt keine Bremse, oder wenn, dann wirkt sie erst in 100 Jahren. Aber wir geben munter weiter Gas, jedes Jahr. Und das Klima wird immer schneller und schneller (3).

Ich will daher im Folgenden einige Anregungen zeigen, wie wir vielleicht die Mobilität in Zukunft mit kleineren und leichteren Fahrzeugen sicherstellen können.

Als mir das Ausmaß der drohenden Entwicklung Anfang der 90er Jahre klar wurde, meinte meine damalige Frau ganz trocken:

„Lass uns doch einfach das Auto abschaffen und alles mit dem Fahrradanhänger transportieren, das ist auch gut für meine Schenkel“.

Ich habe seitdem nicht nur in den verschiedensten politischen Gruppierungen gegen den Autowahn gekämpft,

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Newsroom der Zukunft: China stellt ersten digitalen KI-gesteuerten Fernsehmoderator vor

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09-11-18 07:49:00,

Newsroom der Zukunft: China stellt ersten digitalen KI-gesteuerten Fernsehmoderator vor

Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua hat in Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinen-Hersteller Sogou den ersten künstlich intelligenten TV-Moderator geschaffen, der nach einem Vergleich mit seinen menschlichen Berufskollegen viele Vorteile aufweist. Der virtuelle Anchorman wurde dem Publikum bei der fünften Welt-Internet-Konferenz in der ostchinesischen Provinz Zhejiang präsentiert.

Als Leitbild wählten die Entwickler den bekannten chinesischen Fernsehmoderator Zhang Zhao. Sein KI-Pendant ist ebenso männlich und liegt mit seiner Stimme, Mimik und den Körperbewegungen sehr nah am Original, berichtet das Portal Xinhuanet. Das digitale Modell des Ansagers ist auf der Grundlage von echten Nachrichtensendungen aufgebaut, die die Künstliche Intelligenz analysiert und in einem Hologramm reproduziert.

Neben der fehlerfreien und professionellen Ansage seiner Nachrichten-Texte lassen den neuen Moderator seine “Kapazitäten” rund um die Uhr arbeiten, was künftig die Leistung der Medien-Industrie im Wesentlichen verbessern sowie auch die Produktionskosten senken könnte.

Mehr zum Thema – Amazons KI für die Auswahl neuer Mitarbeiter erlernt Frauendiskriminierung – Firma gibt sie auf

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Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (3)

Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (3)

02-07-18 05:57:00,


Reserva, ein Camp vertriebener und jetzt landloser Bauern in Südbrasilien © cm


Miguel A.Altieri / 02. Jul 2018 –

Um wieder grössere Teile der Landwirtschaft den Kleinbauern zuzuführen, braucht es auch Reformen im politischen Bereich.

Red. Miguel A. Altieri ist Professor der Agrarökologie an der University of California in Berkeley und Autor zahlreicher Artikel und Bücher über Agrarökologie. Darüber hinaus hilft er, Programme für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika und anderen Regionen der Welt mit der UNO und mit engagierten NGO’s zu koordinieren und zu fördern.
Ein erster Teil dieses Artikels erschien auf Infosperber am 27. Juni und ein zweiter Teil am 29. Juni. Sie zeigten auf, warum die Kleinbauernbetriebe in der Summe produktiver sind als grosse Monokultur-Landwirtschaftsbetriebe und warum sie auch auf klimatische Veränderungen besser reagieren können.

Es geht nicht ohne politische Veränderung

Ob das Potential agroökologischer Innovationen und deren Verbreitung genutzt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab und erfordert grössere Änderungen der Politik, vieler Institutionen und der Forschung und Entwicklung. Agroökologische Vorschläge müssen bewusst auch auf die Problematik der Armut eingehen und nicht nur darauf zielen, die Produktion zu steigern und die natürlichen Ressourcen zu erhalten. Sie müssen Beschäftigung und auch besseren Zugang zur lokalen Versorgung und zu lokalen Märkten schaffen. Jeder seriöse Versuch, nachhaltige landwirtschaftliche Technologien zu entwickeln, muss lokales Wissen und Fähigkeiten im Forschungsprozess hervorbringen (21).

Ein Schwerpunkt muss bei der Formulierung des Forschungsprogrammes die direkte Einbeziehung der Bauern sein. Ihre aktive Beteiligung am Prozess der technologischen Innovation und der Austausch von Erfahrungen durch direkte Bauer-zu-Bauer-Verbreitung kann lokale Forschung stärken und erkannte Probleme lösen helfen. Der agroökologische Prozess benötigt die Beteiligung der Bauern und die Erweiterung ihres ökologischen Verständnisses für ihren Hof und dessen Ressourcen nicht zuletzt auch mit dem Ziel, ländliche Gemeinschaften zu erneuern und zu stärken (22).

Es müssen auch gerechte Marktmöglichkeiten geschaffen werden, die den lokalen Verkauf und die Verteilung stärken, gerechte Preise schaffen und weitere Mechanismen erzeugen, die die Bauern näher zusammenrücken lassen und sie direkter und mit mehr Solidarität mit der übrigen Bevölkerung zusammenbringen. Die ultimative Herausforderung ist die Intensivierung der Forschung und sind höhere Investitionen in agroökologische Projekte, von denen schon Tausende von Bauern profitiert haben.

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Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (2)

Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (2)

29-06-18 07:47:00,

Bei Mehrfachnutzung bringt der Boden mehr Ertrag: Kleinbauern-Betrieb in Lateinamerika


Miguel A. Altieri / 29. Jun 2018 –

Kleinbauern leiden weniger unter dem Klimawandel als Monokulturen. Das zeigen viele wissenschaftliche Untersuchungen.

Miguel A. Altieri ist Professor der Agrarökologie an der University of California in Berkeley und Autor zahlreicher Artikel und Bücher über Agrarökologie. Darüber hinaus hilft er, Programme für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika und anderen Regionen der Welt mit der UNO und mit engagierten NGO’s zu koordinieren und zu fördern.

Red. Ein erster Teil dieses Artikels erschien auf Infosperber am 27. Juni. Er zeigte auf, warum die Kleinbauernbetriebe in der Summe produktiver sind als grosse Monokultur-Landwirtschaftsbetriebe. Zum Nachlesen hier anklicken.

Kleinbauernhöfe sind auch gegenüber dem Klimawandel widerstandsfähiger

Die meisten Klimamodelle gehen davon aus, dass die Regionen, die von Kleinbauern bewohnt sind – vor allem in den Entwicklungsländern und in Regionen ohne Bewässerung – besonders heftig betroffen sein werden. Allerdings zeichnen die aktuellen Modelle eher ein grobes Bild und berücksichtigen die Variabilität interner Adaptionsstrategien nicht. Viele ländliche Gemeinschaften und traditionelle Bauernhöfe scheinen aber trotz Wetterfluktuationen relativ gut mit extremen Klimabedingungen zu funktionieren (15). Tatsächlich bewältigen viele Bauern den Klimawandel oder bereiten sich sogar auf diesen vor, indem sie den Ernteausfall minimieren, zum Beispiel durch das Anpflanzen von lokalen dürreresistenten Varietäten, durch Sammeln von Regenwasser, umfangreicheres Anpflanzen, Mischkulturen, Agrarförsterei, Jäten von opportunistischen Unkräutern, Sammeln von Wildpflanzen und einer Serie weiterer traditioneller landwirtschaftlicher Systemtechniken (16).

Die Vorherrschaft von komplexen und diversifizierten Anbausystemen in traditionellen Agroökosystemen ist von entscheidender Bedeutung für das System der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, denn sie erlaubt eine akzeptable Produktivität der Feldfrüchte auch bei stressvollen Umweltbedingungen. Traditionelle Agroökosysteme sind generell weniger durch katastrophale Ernteverluste bedroht, weil sie viele verschiedene Feldfrüchte und Varietäten an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten anbauen. Wissenschaftler konnten zeigen, dass Mischkulturen von Sorghum/Erdnüssen und Hirse/Erdnüssen eine höhere Ertragsstabilität und weniger Produktivitätsverlust während einer Dürre zeigen, als dies bei Monokulturen der Fall ist.

Die Resultate solcher Experimente kann man als «über-ergiebig» bezeichnen. Dies kommt vor, wenn zwei oder mehr Feldfrüchte zusammen angebaut mehr Ertrag bringen, als der Anbau alleine (z.B. wenn auf einer Hektare Hirse und Erdnüsse zusammen ergiebiger sind als jeweils auf einer halben Hektare jeweils nur Hirse und auf einer halben Hektare nur Erdnüsse angebaut werden).

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Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (1)

Die Zukunft gehört den Kleinbauern, nicht den Monokulturen (1)

27-06-18 06:18:00,


Miguel A. Altieri / 27. Jun 2018 –

Wer glaubt, grosse Monokultur-Landwirtschaftsbetriebe seien besonders produktiv, liegt falsch. Kleinbauern sind klar produktiver.

(Red./cm) Miguel A. Altieri ist Professor der Agrarökologie an der University of California in Berkeley und Autor zahlreicher Artikel und Bücher über Agrarökologie. Darüber hinaus hilft er, Programme für nachhaltige Landwirtschaft in Lateinamerika und anderen Regionen der Welt mit der UNO und mit engagierten NGO’s zu koordinieren und zu fördern.

Globale Kräfte fordern die Entwicklungsländer heraus, sich selbst ernähren zu können. Viele Länder richten ihre Wirtschaft ökonomisch auf eine kompetitive, exportorientierte Landwirtschaft aus, basierend auf Monokulturen. Man mag argumentieren, dass die landwirtschaftlichen Exporte von Soja aus Brasilien einen beachtlichen Anteil der Wirtschaftsleistung erbringen und so harte Devisen in das Land bringen, um damit andere Güter importieren zu können. Aber diese Art der industriellen Landwirtschaft schafft verschiedene, ökonomische, ökologische und soziale Probleme, wie etwa negativen Einfluss auf die Gesundheit, der Integrität von Ökosystemen, Lebensmittelqualität. In vielen Fällen wird dadurch auch die traditionelle ländliche Existenz durch die beschleunigte Verschuldung von Tausenden Bauern bedroht.

Der wachsende Schub zur industriellen Landwirtschaft und die Globalisierung – mit der Ausrichtung auf den Export der Ernten, auf den Einsatz transgener Pflanzen und der raschen Ausdehnung von Biokraftstoff-Pflanzen (Zuckerrohr, Mais, Soja, Palmöl, Eukalyptus, etc.) – gestalten die Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung weltweit um, mit einem Potential schwerer ökonomischer, sozialer und ökologischer Auswirkungen und Risiken. Und diese Umgestaltung findet mitten in einem sich ändernden Klima statt, das grosse und weitreichende Effekte auf den Ernteertrag ausübt, besonders in den tropischen Regionen der Entwicklungsländer. Die Gefahren sind insbesondere zunehmende Überflutung tieferliegender Regionen, häufigere und heftigere Dürren in Halbtrockengebieten und exzessive Hitzewellen. Alle diese Gefahren können die landwirtschaftliche Produktion limitieren.

Die negativen Folgen überwiegen

Weltweit hat sich die sogenannte Grüne Revolution, trotz Erhöhung der Erträge, als nicht nachhaltig erwiesen, da sie die Umwelt zerstört, einen dramatischen Verlust an Biodiversität nach sich zieht, weil dabei traditionelles Wissen verlorengeht und reiche Bauern zwar profitieren, aber viele arme Bauern noch weiter in die Verschuldung getrieben werden (1). Die institutionenübergreifende «Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika» (AGRA) scheint geradezu programmiert dazu zu sein, die tragischen Fehler zu wiederholen, die düngerabhängige Wundersamen bereits angerichtet haben, und – wie schon in Lateinamerika und Asien – die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Investitionen und patentgeschützten Pflanzenvarietäten,

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Die Zukunft des Krieges

Die Zukunft des Krieges

16-06-18 07:51:00,

Auf den ersten Blick steht ihrer propagierten, geänderten außenpolitischen Strategie entgegen, dass die USA zweimal innerhalb von zwölf Monaten Syrien massiv mit Marschflugkörpern angriffen. Die Empörung einer Öffentlichkeit, die sich dem Völkerrecht verpflichtet sieht, war groß, wenngleich sich das nicht in der Berichterstattung der Massenmedien wiederspiegelte. Es erweckte den Eindruck, dass der Hegemon wie eh und je die Muskeln spielen ließ, wenn sein Herrschaftsanspruch nicht die ausreichende Würdigung erhielt. Ist dem wirklich so?

Dass Syrien innerhalb eines Jahres auf die prinzipiell gleiche Art und Weise angegriffen wurde; das allein lässt bereits aufhorchen. Die vorrangig verwendeten Marschflugkörper (Cruise Missiles) sind Raketen mit eigener „Intelligenz“, die von Schiffen, Unterseebooten und Flugzeugen aus abgeschossen werden und ihr Ziel über viele Kilometer selbständig ansteuern (1). Wenn auch von Rüstungsunternehmen verschiedener Staaten hergestellt, so bestand der Löwenanteil im Falle Syriens aus den Produkten des US-amerikanischen Konzerns Raytheon.

Raytheons Umsatz ist rund dreimal so hoch wie die Aufwände für die iranischen Streitkräfte und fast doppelt so hoch wie sämtliche Ausgaben für die iranische Landesverteidigung zusammengenommen (2,3). Raytheon ist ein Staat im Staate, ein wichtiger Teil des militärisch-industriellen Komplexes der USA und somit Teil des Tiefen Staates der USA. Denn wenn ein Rüstungsgigant in politische Entscheidungen eines Landes eingreifen kann – was Raytheon tut – dürfen wir uns doch von der Illusion eines demokratischen Staatswesens, wie es in den Lehrbüchern gepriesen wird, verabschieden. Oder glauben Sie, Raytheon hat keinen nennenswerten Einfluss auf die US-amerikanische Politik?

Welche Agenda vertritt eigentlich Trumps Administration und welcher Agenda widmet sich der Rüstungskonzern? Oder anders gefragt: Wer vertritt Raytheon innerhalb der US-Eliten und wen unterstützt das Unternehmen in der US-Politik?

Suchen wir die Lösung in einem Wertesystem, werden wir nicht fündig. Der sogenannte Wertewesten interessiert Trump wie auch Raytheon nicht die Bohne.

Es gibt aber auch Machtgruppen in den USA – und nicht nur dort (!) – die ganz ernsthaft an die Einzigartigkeit westlicher Werte glauben und sich entsprechend verpflichtet fühlen, missionierend – und dabei verheerend – über die Kontinente zu streifen. Diese religiös motivierten Eiferer haben hervorragende Dienste geleistet, um eine Schicht kapitalistischer Eliten unvorstellbar reich zu machen. Diese Eiferer haben den Mantel der Demokratie – als wäre es ein göttliches Wesen – über ein ungemein aggressives, maßlos gierig auf Wachstum im Sinne einer kapitalistischen Geldmaschine geprägtes,

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Der Schaltkreis der Zukunft heilt sich selbst: Bahnbrechende Entwicklung in Robotik

Der Schaltkreis der Zukunft heilt sich selbst: Bahnbrechende Entwicklung in Robotik

09-06-18 11:20:00,

Kaputte Leitungen machen so manches technische Gerät unbrauchbar. Umso besser, dass ein Forscherteam einen Stromkreis vorgestellt hat, der sich selbst heilt.

Weiche Roboter sind im Kommen. Das sind nicht nur Roboter, die von einem Material umgeben sind, das menschlicher Haut ähnelt. Auch Anzüge aus weichem Material, die der Mensch am Körper trägt und die über Elektronik verfügen, gehören dazu.

Einige dieser Entwicklungen versprechen, Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Beweglichkeit wieder zurückzugeben. Aber starre Leitungen im Inneren und weiche, dehnbare Materialien, in denen diese verlaufen – da sind technische Pannen durch kaputte Stromkreise vorprogrammiert.

Selbstheilung durch Silikon und Flüssigmetall

Genau hier setzt die Lösung von Forschern des Robotics Institute von der Carnegie Mellon University im US-Bundesstaat Pennsylvania an, die jüngst in der Fachzeitschrift Nature publiziert wurde. Dabei geht es um einen „selbstheilenden“ Verbundstoff, der aus isolierendem Silikongummi besteht, in das mikroskopische Tröpfchen eines ungiftigen flüssigen Metalls eingelassen sind, erklärt der Erstautor der Studie Eric Markvicka. Wird auf diesen Verbundstoff nun lokal Druck ausgeübt, dann brechen die Tropfen aus ihren Einbettungen aus und formen elektrische Verbindungen mit angrenzenden Tröpfchen. Auf diese Weise bildet sich im Isolator plötzlich eine Leitung.

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Foto : Carnegie Mellon University College of Engineering

Die Erfindung des Forscherteams aus Carnegie Mellon University College of Engineering

Das konkrete Beispiel zeigt einen Schaltkreis mit drei Leitungen, die im bereits beschriebenen Verbundstoff verlaufen. Nun werden diese der Reihe nach unterbrochen, doch der Strom fließt weiter. Das ist nur möglich, weil der Stoff um die beschädigten Stellen herum neue Leitungen entstehen lässt – und so die beschädigten Schaltkreise sofort wieder schließt. Die Löcher selbst werden dabei allerdings noch nicht geschlossen. Bis zum Material, aus dem der „Terminator“ besteht, ist es also noch ein weiter Weg. Die Forscher wollen ihn gehen und einen Stoff entwickeln, der sich auch mechanisch repariert und komplett regeneriert – möglichst ohne Eingriff des Menschen.

Menschliches Nervensystem als Vorbild

Bei ihrer Arbeit haben sich die Forscher an den Selbstheilungskräften des menschlichen Organismus orientiert, erklärt Markvicka. Dabei habe sich der Vergleich mit dem Nervensystem als besonders fruchtbar erwiesen. Denn Nervenzellen verfügen über die Fähigkeit, beschädigte oder abgestorbene Bereiche durch neue Verbindungen zu umgehen. In der Wissenschaft wird diese Eigenschaft als Neuroplastizität bezeichnet. Auch die Tröpfchen schaffen neue Bahnen,

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Ungewisse Zukunft

Ungewisse Zukunft

23-05-18 05:58:00,

Die Kurden nach den Amerikanern
von Mohammad Ballout und Walid Scharara

Fast vier Jahre dauerte der Versuch der USA, in Syrien direkt und militärisch zu intervenieren. Der Versuch ist gescheitert, und nun wollen die Amerikaner hektisch und so schnell wie möglich das syrische Territorium verlassen. Also müssen die syrischen Kurden ihre Lage überdenken und ihre hochgesteckten Ziele revidieren. Sie müssen darüber nachdenken, wie sie einige ihrer politischen und administrativen Errungenschaften behalten können.

Die sich abzeichnende Entwicklung wird unter den Kurden keine Freude auslösen, die auf dem syrischen Territorium als die engsten Freunde der amerikanischen Streitkräfte gelten. Allerdings haben sie ihre Zukunftspläne zu eng mit der Anwesenheit der 2000 amerikanischen Spezialkräfte verknüpft, die jetzt nur noch damit beschäftigt sind, ihre Koffer zu packen und den Rückzug vorzubereiten.

Für den syrischen Staat ist die aktuelle föderale Struktur im Norden des Landes kein unüberbrückbares Hindernis bei der zukünftigen strukturellen Planung des Staates. Die bewaffneten kurdischen Verbände werden es nicht mit der syrischen Armee aufnehmen können, sollten die Amerikaner dem Euphrat-Tal den Rücken kehren. Das Pentagon hatte bei seinen kurdischen Verbündeten die Illusion genährt, dass die amerikanische Militärpräsenz in Syrien lange genug dauern werde, um die Grundlagen für einen zukünftigen kurdischen Staat ausreichend zu festigen. Etliche kurdische Delegationen pilgerten ins Pentagon, wo sie immer wieder großes Lob hörten. Gelobt wurden ihre Kämpfer, die sich – ausgestattet mit US-militärischer Ausrüstung – von einer Miliz zu einer straff organisierten Armee entwickelten. Mit Unterstützung der US-Luftwaffe nahmen sie die härtesten Kämpfe auf sich und zogen von einer erfolgreichen Schlacht gegen den „Islamischen Staat“ zur nächsten: von Ain al Arab/Kobani, nach Rakka und in das Umland von Hasakeh bis schließlich nach Deir Ez-Zor.

Schon bevor Donald Trump ankündigte, er werde seine „Jungs“ nach Hause holen, waren unter den Kurden Zweifel aufgekommen. Der ehemalige Außenminister Rex Tillerson hatte unermüdlich an die Türen in Ankara geklopft und versucht, mit Präsident Recep Tayyip Erdogan zu verhandeln. Tillerson beauftragte seinen Berater Rich Austen, in Ankara die Lage zu sondieren. Austen, der mit einer Türkin verheiratet und für seine Nähe zu Ankara bekannt ist, sollte die Beziehungen zur türkischen Regierung wieder in Ordnung bringen. Und er sollte die Kurden davon überzeugen, Manbij zu verlassen. Ziel des Vorhabens war, das Gebiet nahe der syrisch-türkischen Grenze gemeinsam mit der Türkei zu verwalten.

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Sozial in die Zukunft

Sozial in die Zukunft

08-02-18 12:05:00,

Redaktionelle Vorbemerkung: Wie fern, wie uneinnehmbar wirken die Festungen der Mainstream-Medienlandschaft aus junger Perspektive, wie durchgetaktet ihr redaktioneller Duktus. Gastbeitrag? Vielleicht nach drei Praktika! Doch in einer Demokratie sollten auch wir Jugendlichen ein Mitspracherecht haben. Der Rubikon setzt hierfür einen Grundstein. Unsere Jugendredaktion veröffentlicht daher in ihrer Kolumne „Junge Federn“ beständig Beiträge junger Autorinnen und Autoren, denen thematisch kaum Grenzen gesetzt sind. Wenn dich das anspricht, schreib uns gerne an: jugend@rubikon.news.

Wenn man an soziale Netzwerke denkt, kommen einem nicht gerade Aktivismus und Weltverbesserung in den Sinn. Zwischen Katzenvideos und Bildern von Lebensmitteln fällt es schwer, noch Zeit zu finden und sich für ein besseres Leben einzusetzen. Da erschöpft sich die Anteilnahme höchstens im Betätigen des „Gefällt mir“ Buttons, sobald einer dieser doch eher nervigen, kritischen Freunde einen interessanten, an den Grundsätzen unserer bräsigen Konsumgesellschaft rüttelnden Beitrag teilt. Doch auch der kritische Freund steht dem Bienensterben, Klimawandel, Krieg, Armut, Hunger und anderem Elend dieser Welt zumeist ratlos gegenüber. Also hofft er, mit dem bloßen Teilen des Beitrages ein Stück zur Veränderung beizutragen, eine illusorische Hoffnung, die sich in den seltensten Fällen erfüllt. Doch wie sonst soll man sich einbringen, in die öffentliche Diskussion, wie sonst zu Veränderungen beitragen? Der übliche Nutzer sozialer Netzwerke hat vielleicht viel Anteilnahme zu bieten und auch den abstrakten Willen, sich einzubringen, weiß aber zumeist nicht, wie er das anstellen soll.

Abhilfe schaffen will nun ein soziales Netzwerk neuer Art. Human Connection wurde von Dennis Hack gegründet, dem Inhaber einer Firma, die Trampoline für den internationalen Wettbewerbssport produziert. Dort, so sagt er in seinem Vorstellungsvideo, hat er gesehen, wie friedlicher und fairer Wettbewerb aussieht. Das brachte ihn auf die Idee für ein soziales, gemeinnütziges Netzwerk, das nicht vom Verkauf der Nutzerdaten lebt, aber dennoch kostenlos und ohne Werbung nutzbar ist. Auf diesem Netzwerk sollen sich interessierte Menschen und Organisationen mit Gleichgesinnten treffen, um Gutes zu tun.

Geteilte Beiträge behandeln dann nicht Katzenvideos, Urlaubsfotos oder sonstige Belanglosigkeiten, sondern beschäftigen sich mit politischen, gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Themen und werden dabei von den Nutzern selbst moderiert. Auf Wunsch können die Nutzer Themen verfolgen und weitere Informationen darüber erhalten, übersichtlich zusammengestellt, wie in einem Nachrichtennetzwerk. Doch da Human Connection die Menschen dem Namen nach verbinden soll, steht man am Ende nicht allein und erschlagen vor einem Berg niederschmetternder Informationen.

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Die Zukunft der NATO. Das Ende der NATO. – JusticeNow!

Die Zukunft der NATO. Das Ende der NATO. – JusticeNow!

26-12-17 10:23:00,

Die NATO ist ein aufgeblähtes Vehikel des 20. Jahrhunderts, dessen wesentlicher Effekt die Aufrüstung des europäischen Kontinents und die weitere Militarisierung der Welt ist. Um einen explosiven Rüstungswettlauf mit einem von China (und Russland) geführten Staatenbündnis zu verhindern – der potentiell im Dritten Weltkrieg enden könnte – muss die Auflösung der NATO jetzt auf die Agenda gesetzt werden.

Dies ist der letzte Teil eines dreiteiligen NATO-Specials auf JusticeNow!.

Teil 1: Der Imperialismus der NATOTeil 2: Die illegalen Kriege der NATO

In den letzten 500 Jahren gab es weltweit 63 bedeutende Militärallianzen, erklärt ein militärwissenschaftlicher Bericht des Washingtoner Brookings Thinktanks. Die überwiegende Mehrheit dieser Bündnisse „löste sich bald auf, nachdem die Bedrohung verschwand, zu deren Abschreckung oder Vernichtung das Bündnis ursprünglich gegründet wurde.“ Über die Zukunft der NATO schreibt Brookings daher:

Folglich wird mit dem Verlust der Hauptbedrohung der NATO, des Warschauer Pakts … die Rolle der NATO als kollektive Verteidigungsallianz weitgehend nichtig. Ein Blick in die Geschichte sagt daher voraus, dass das Bündnis wahrscheinlich dasselbe Schicksal erleiden wird wie die anderen kollektiven Verteidigungsallianzen der letzten fünf Jahrhunderte.

Der NATO ist schlicht und ergreifend der Feind abhandengekommen. Der „muslimische Terrorist“ hat zwar ideologisch und in Bezug auf politische Propaganda schon lange den „Russen“ als geostrategisches Feindbild abgelöst – obwohl Letzterer jüngst bekanntlich eine Renaissance durchläuft – doch spielt aus einer militärischen Perspektive auch der größte nur vorstellbare Terrorangriff nicht nur nicht in derselben Liga wie eine potentielle Invasion durch die Sowjetunion zu Zeiten des Kalten Kriegs, es ist noch nicht einmal dieselbe Sportart. „Die NATO ist eine Allianz ohne Zweck,“ so der Brookings-Report weiter.

Die NATO ist jedoch kein reines Militärbündnis und übernimmt auch gewisse diplomatische, politische, logistische und strategische Aufgaben im zivilen Bereich sowie Konfliktlösungen unter ihren Mitgliedern – Aufgaben, die in Zukunft etwa von der OSZE oder der EU übernommen werden könnten. Aus europäischer Perspektive wäre die Auflösung der NATO daher mehr als begrüßenswert, da dies europäische Strukturen und Mechanismen stärken und die Emanzipation von den USA auf die nächste Stufe hieven würde. Die Washingtoner Perspektive steht der europäischen gewiss diametral gegenüber, denn eine Stärkung und Ausdehnung der NATO ist in jedem Fall das Ziel der USA,

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