Die Zusammenarbeit von Türkei und IS

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24-04-19 07:08:00,

Ausweiskontrolle an einem Checkpoint in Syrien (der SDF, bei Rakka). Bild: US-Armee/gemeinfrei

  1. Die Zusammenarbeit von Türkei und IS

  2. Die Wasser- und Ölpolitik der Türkei und der IS


  3. Auf einer Seite lesen

Absprachen zwischen dem türkischen Geheimdienst (MIT) und dem IS zum Grenzübertritt und der Behandlung verletzter IS-Kämpfer

Seit dem Sieg über den IS in Syrien kommen immer mehr Details über die Verbindungen zwischen der Türkei und dem IS ans Tageslicht. Die US-Publikation Washington Examiner zitierte wie andere Medien auch aus einem mehrstündigen Interview, in dem ein hochrangiger IS-Kämpfer Einzelheiten über die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und de IS sprach.

Die Detailliertheit seines Berichts ist erstaunlich, er unterstreicht, wie gut sich der IS auf Geschäfte versteht und dass die Türkei dabei eine wichtige Rolle spielte. Riesige Geldmengen sollen nach Aussagen in die Türkei transferiert worden sein, um Waffen, aber vor allem medizinische Geräte zu erhalten.

Ein IS-Emir packt aus

Der marokkanische Elektroingenieur Abu Mansour al-Maghrebi kam laut seiner Berichte 2013 zum IS nach Syrien, war zunächst für die ausländischen Kämpfer an der Grenze zuständig, stieg dann zum IS-Emir auf und fungierte drei Jahre lang quasi als Botschafter für den IS. Er reiste von Casablanca nach Istanbul und über die Südgrenze der Türkei nach Syrien ein. Seine erste Station war Idlib im Nord-Westen Syriens.

“Meine Aufgabe war es, Agenten zu beauftragen, die die ausländischen Kämpfer in der Türkei empfangen”, erklärt Abu Mansour al-Maghrebi, der seinen Erzählungen zufolge zur Führungsriege des IS gehörte. Er berichtet von einem Netzwerk, das die ausländischen Kämpfer von Istanbul in die türkischen Grenzstädte zu Syrien wie z.B. Gaziantep, Antakya und Sanliurfa brachten. Zwar ginge es vielen IS-Leuten, die in der Türkei arbeiten, vorrangig ums Geld, berichtet Mansour weiter, aber es gebe auch Einzelpersonen und Gruppen, die ihren “bayat” (Treueeid) für den IS abgegeben hätten.

Es gab auch direkte Absprachen zwischen dem türkischen Geheimdienst (MIT) und dem IS zum Grenzübertritt und der Behandlung verletzter IS-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern. Auch er habe direkte Treffen mit dem MIT gehabt, erklärt Mansour. Nach seinen Aussagen gab es von türkischer Seite Teams vom MIT und vom Militär,

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Die Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Israel

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09-01-19 10:05:00,

Der US-TV-Sender CBS hat im Rahmen seines Programms 60 Minuten am 6. Januar 2018 ein Interview mit dem ägyptischen Präsidenten, Abdel Fattah al-Sissi, ausgestrahlt [1], in dem er feststellte, “dass seine Armee mit Israel gegen die Terroristen im Norden der Sinai-Halbinsel arbeite“.

Die Ankündigung durch CBS von diesem Interview hatte beim ägyptischen Botschafter in Washington Sorge aufkommen lassen. Er hatte vergeblich gebeten, dass es nicht übertragen werde.

Wenn Präsident al – Sissi von Zusammenarbeit spricht, sind die meisten Akteure in der Region davon überzeugt, dass die israelische Luftwaffe in den vergangenen drei Jahren mehr als 100mal die Wilaya Sinai (“Provinz des Sinai”) von Daesh getroffen habe.

Laut dem israelischen linken Website Walla! verbergen die gemeinsamen Operationen gegen Daesch die Aktionen gegen die Ezzedine-Al-Qassam-Brigaden, den pro-iranischen bewaffneten Zweig der Hamas [2].

Übersetzung
Horst Frohlich

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