Zweifel an Wirksamkeit des Impfstoffs: Ministerium weicht aus, Medien schweigen | Von Paul Schreyer | KenFM.de

26-01-21 11:21:00,

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Multipolar berichtete kürzlich über ein Papier des Robert Koch-Institutes (RKI), wonach die Qualität des Nachweises für eine Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, „sehr gering“ sei. Bei einer telefonischen Nachfrage dazu legte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mitten im Gespräch auf. Ein anderer Sprecher antwortete kurz darauf schriftlich, allerdings ausweichend.

Ein Kommentar von Paul Schreyer.

Wie von Multipolar bereits berichtet, ist laut dem am 8. Januar vom RKI veröffentlichten 74-seitigen Papier die Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe ab 75 Jahre „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar und „mit hoher Unsicherheit behaftet“. Die Qualität der Daten ist demnach, bezogen auf einen Nachweis der Verhinderung einer schweren Erkrankung, „sehr gering“ – und das über alle Altersgruppen hinweg. (PDF, S. 33)

Der Journalist Boris Reitschuster griff die von Multipolar zusammengetragenen Erkenntnisse am Mittwoch auf und befragte dazu auf der Bundespressekonferenz auch den Sprecher des Gesundheitsministeriums Sebastian Gülde. Dieser erklärte dabei lediglich (hier als Video), eine Impfeffektivität sei im RKI-Papier „ausgewiesen“. Das ist formal unstrittig, erklärt aber in keiner Weise die Aussagen aus dem Papier zur mangelnden Beweisqualität der Daten – sowie die Position der Regierung dazu.

Multipolar sandte am Mittwoch eine schriftliche Anfrage dazu an das Ministerium:

  • Inwieweit hält es die Bundesregierung für vertretbar, einen Impfstoff an eine Bevölkerungsgruppe auszureichen, dessen Wirksamkeit für diese Gruppe in der Studie zwar rechnerisch ausgewiesen, laut RKI aber „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar, „mit hoher Unsicherheit behaftet“ und von „geringer Evidenzqualität“ ist?
  • Warum werden diese (gravierenden) Einschätzungen des RKI nicht im Rahmen einer Pressekonferenz sowie in Medienauftritten des Ministers öffentlich gemacht?
  • Laut dem RKI-Papier liegt die Effektivität des Biontech-Impfstoffs, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, über alle Altersgruppen gerechnet, lediglich bei 75 %, wobei die Schwankungsbreite des Messfehlers („Konfidenzintervall“) aufgrund einer ungewöhnlich niedrigen Zahl der Infizierten in beiden Studienhälften (Impfstoff- / Placebo-Gruppe) von eins (!) und vier (!) mit -152,6 bis +99,5 % ausgewiesen wird – die Zahl also in keiner Weise belastbar ist.

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Zweifel an Wirksamkeit des Impfstoffs: Ministerium weicht aus, Medien schweigen

22-01-21 07:41:00,

Jens Spahn bei einer Pressekonferenz am 22. Januar 2021 | Bild: Screenshot ZDF

Multipolar berichtete am Dienstag über ein Papier des Robert Koch-Institutes (RKI), wonach die Qualität des Nachweises für eine Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, „sehr gering“ sei. Bei einer telefonischen Nachfrage dazu legte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mitten im Gespräch auf. Ein anderer Sprecher antwortete kurz darauf schriftlich, allerdings ausweichend.

PAUL SCHREYER, 22. Januar 2021, 0 Kommentare

Wie von Multipolar bereits berichtet, ist laut dem am 8. Januar vom RKI veröffentlichten 74-seitigen Papier die Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe ab 75 Jahre „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar und „mit hoher Unsicherheit behaftet“. Die Qualität der Daten ist demnach, bezogen auf einen Nachweis der Verhinderung einer schweren Erkrankung, „sehr gering“ – und das über alle Altersgruppen hinweg. (PDF, S. 33)

Der Journalist Boris Reitschuster griff die von Multipolar zusammengetragenen Erkenntnisse am Mittwoch auf und befragte dazu auf der Bundespressekonferenz auch den Sprecher des Gesundheitsministeriums Sebastian Gülde. Dieser erklärte dabei lediglich (hier als Video), eine Impfeffektivität sei im RKI-Papier „ausgewiesen“. Das ist formal unstrittig, erklärt aber in keiner Weise die Aussagen aus dem Papier zur mangelnden Beweisqualität der Daten – sowie die Position der Regierung dazu.

Multipolar sandte am Mittwoch eine schriftliche Anfrage dazu an das Ministerium:

  • Inwieweit hält es die Bundesregierung für vertretbar, einen Impfstoff an eine Bevölkerungsgruppe auszureichen, dessen Wirksamkeit für diese Gruppe in der Studie zwar rechnerisch ausgewiesen, laut RKI aber „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar, „mit hoher Unsicherheit behaftet“ und von „geringer Evidenzqualität“ ist?

  • Warum werden diese (gravierenden) Einschätzungen des RKI nicht im Rahmen einer Pressekonferenz sowie in Medienauftritten des Ministers öffentlich gemacht?

  • Laut dem RKI-Papier liegt die Effektivität des Biontech-Impfstoffs, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, über alle Altersgruppen gerechnet, lediglich bei 75 %, wobei die Schwankungsbreite des Messfehlers („Konfidenzintervall“) aufgrund einer ungewöhnlich niedrigen Zahl der Infizierten in beiden Studienhälften (Impfstoff- / Placebo-Gruppe) von eins (!) und vier (!) mit -152,6 bis +99,5 % ausgewiesen wird – die Zahl also in keiner Weise belastbar ist. Warum werden auch diese Zahlen nicht in gebotenem Maße öffentlich kommuniziert und inwieweit rechtfertigen sie aus Sicht der Regierung eine flächendeckende Ausreichung dieses Impfstoffes an die Bevölkerung?

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Massive Zweifel

23-03-20 12:00:00,

Die Bundesregierung hat am Sonntag gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise beraten. Unterdessen haben sich die Menschen zuvor bereits darauf eingestellt, dass die in einigen Ländern wie Bayern bereits durchgesetzte Ausgangssperre auch bundesweit kommt. Nun wird gemeldet: „Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden.“ Das bedeutet weitere Einschnitte in das gesellschaftliche Leben und das Leben jedes Einzelnen.

Diese Maßnahmen werden unter anderem mit der Situation in Italien begründet, wo die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 zunimmt und inzwischen die Chinas übersteigt. Dabei wird nicht nach den genauen Ursachen dieser Fälle und der Zahlen geschaut. Es werden auch nicht die Umstände und die konkrete Situation in Norditalien analysiert. Laut der international renommierten Virologin Karin Mölling lässt sich die Situation in Norditalien wie auch die in China nicht mit der in Deutschland vergleichen.

Und doch wird genau damit begründet, warum die Bundes- und Landespolitiker Maßnahmen beschließen, die in des Leben der Bundesbürger als Individuen und soziale Wesen massiv eingreifen. Dabei wird auch nicht gefragt, was denn die Ausgangssperren in Italien und Spanien sowie anderswo bringen. Deren bisher nicht vorhande Erfolge werden dann damit begründet, dass die Maßnahmen bisher nicht scharf genug waren. Dafür werden dann gern auch chinesische Mediziner zitiert, nach deren Meinung in Norditalien nicht hart genug durchgegriffen wird.

Selbst Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärztebundes, hatte in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ auf die Unterschiede hingewiesen:

„Während in Italien für 60 Millionen Menschen 5.000 Intensivbetten vorhanden sind, verfügen wir bei 82 Millionen Menschen über 28.000 Intensivbetten. In Deutschland sterben bislang etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Erkrankten, während es in Italien rund sieben Prozent sind. Dieser Unterschied ist Ausdruck der Qualität unseres Gesundheitswesens.“

Hierzulande werden im Zuge der Corona-Krise Stück für Stück nicht nur Grundrechte eingeschränkt, sondern auch Widerspruch und Zweifel, Grundelemente einer Demokratie, als Verrat in Zeiten des nationalen Notstandes diffamiert. Dabei wird auch zum bewährten Etikett „Verschwörungstheoretiker“ gegriffen, mit dem kritische Stimmen mundtot und gesellschaftlich verächtlich gemacht werden sollen. An dieser Stimmungs- und Meinungsmache sind die meisten bundesdeutschen Medien und Journalisten aktiv beteiligt – ganz freiwillig.

Experten haben laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (FAZ) schon gefordert, die Regierenden sollten noch schärfere Massnahmen verordnen.

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Zweifel an Täterschaft Amris im Untersuchungsausschuss

16-03-20 12:37:00,

Bild vom Abend des Anschlags am Breitscheidplatz: Andreas Trojak / CC-BY-2.0 / Grafik: TP

Die Abgeordneten im Bundestag geben sich mit den offiziellen Darlegungen zum Anschlagsgeschehen nicht zufrieden: “Irgendetwas ist nicht schlüssig”

Die Zweifel, dass Anis Amri der Haupttäter des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz war, wurden jetzt erstmals im Untersuchungsausschuss des Bundestags offen formuliert. Grund: Die Ungereimtheiten und Widersprüche zur offiziellen Tat- und Alleintäter-Version nehmen zu.

Schon in der vorherigen Sitzung am 5. März präsentierte der verantwortliche Tatortermittler einen Spurenbefund, der die Frage aufwirft, ob jener Tunesier tatsächlich am Lenkrad des Sattelschleppers saß, der auf dem Weihnachtsmarkt insgesamt zwölf Menschen tötete und Dutzende verletzte. Der Chef der zuständigen Mordkommission sagte aus, dass die erhobenen Finger- und DNA-Spuren aus dem LKW-Führerhaus zur Auswertung an die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin gegangen waren. Die einzige Rückmeldung von dort sei gewesen, zu dem “Attentäter Amri” gebe es zwei Treffer und zwar außen an der Fahrertüre des LKW. Von Amri-Spuren innerhalb der Kabine ist nicht die Rede. Warum?

Dieses “Ergebnis” muss zu grundlegenden Nachfragen führen. Das umso mehr, als die Bundesregierung in einem Dokument vom Sommer 2019 behauptet, es seien “im und am LKW zuordenbare Fingerabdruck- und DNA-Spuren von Anis Amri und des LKW-Fahrers L.U. (…) gesichert” worden. So steht es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums (BMI) vom 27. Juni 2019 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Seite 9).

Die Frage, ob Treffer zu Kontaktpersonen Amris aus der sogenannten 123er-Liste gefunden wurden, verneint das BMI. Namentlich auch zu dem Mittatverdächtigen Bilel Ben Ammar (S. 10). Wie fragwürdig die Antworten des Ministeriums sind, zeigt folgende Stelle: Im und am LKW sei kein Spurenmaterial der Brüder M., die mit Amri in Verbindung standen, gefunden worden, heißt es beispielsweise (S. 9). Eine Antwort später liest man jedoch, dass überhaupt keine Fingerabdruckdaten der M.s zum Vergleich vorlagen.

Auf derselben Seite kann man dann noch lesen, dass “an der Kopfstütze des Fahrersitzes eine Hautschuppe gesichert wurde, die bislang keiner Person zugeordnet werden konnte”.

Fingerspuren von Amri und das Video einer Überwachungskamera

Das Bundesinnenministerium ist keine Ermittlungsbehörde. Es teilt in der Antwort an die Abgeordneten nicht mit, woher es die präsentierten Ergebnisse hat. Die wahrscheinliche Quelle ist die oberste Ermittlungsinstanz Bundesanwaltschaft,

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Im Zweifel für die Umwelt | KenFM.de

22-04-19 08:37:00,

Auch wenn die Ursachen des Klimawandels nicht restlos geklärt sind — es ist zu riskant, jetzt nicht aktiv zu werden.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Die Rettung unseres Ökosystems müsste allen am Herzen liegen — bei den Profiteuren von Raubbau und Verschmutzung ist dies jedoch nicht so sicher. Als wären sie nicht auch Kinder dieses Planeten, investieren Konzerne in Meinungsmache, die versucht, das Problem zu bagatellisieren. Das müssen wir wissen, wenn wir zwischen widersprüchlichen Theorien abwägen. Sicher, Zweifler sollten in die Diskussion mit einbezogen und nicht ausgegrenzt werden — aber was tun wir, so lange nicht zweifelsfrei sicher ist, dass die Klimakatastrophe menschengemacht ist? Klugerweise sollten wir handeln, als ob wir verantwortlich wären und alles von uns abhinge. Was wir tun können — weniger Auto fahren und Fliegen zum Beispiel — ist in jedem Fall richtig; im äußersten Fall ist es überlebenswichtig.

von Bernhard Trautvetter.

Der Weltklimarat, Umweltorganisationen und andere Warner vor apokalyptischen Auswirkungen der kapitalistischen Verwertung der Erde werden immer wieder als Panikmacher und insofern als „Alarmisten“ in ihrer Wissenschaftlichkeit infrage gestellt oder gar als in die Apokalypse verliebte Fundamentalisten herabgewürdigt und auch mitunter verhöhnt. Hiobsbotschaften einerseits ebenso wie Entwarnungen andererseits sind allerdings jeweils nur dann von der Hand zu weisen, wenn valide, also verlässliche und nicht anzweifelbar harte Fakten vorliegen, um die eine oder die andere Position unumstößlich abzusichern.

Solange wir nicht wissen können, dass der gegenwärtige große Raubbau an den Schätzen der Erde dem Leben nichts anhaben kann, solange fordert die Verantwortung gegenüber dem Leben in der Gegenwart — und in der unendlich langen Zukunft — von den jetzt lebenden Generationen eine allumfassend sorgende Vorsicht im Umgang mit dem Lebensraum Erde. Da wir die Zusammenhänge und die mittel- sowie langfristigen Auswirkungen gegenwärtigen (Nicht-)Handelns nicht exakt genug wissen, können wir zwar jeweils den Weltklimarat,

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