Interview mit Glenn Greenwald, Journalist und Herausgeber der Snowden-Leaks

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Am 6. Mai 2018 veranstalteten wir mit Glenn Greenwald, Dr. Jill Stein & Abby Martin ein Event im Muffatwerk in München unter dem Titel „Freiheit & Demokratie: Globale Themen im Kontext 2.0“. Dies ist der dritte Teil einer Veranstaltungsreihe, die wir im Jahr 2017 mit Edward Snowden, Jeremy Scahill und anderen führenden Experten in München starteten.

ENGLISCH LINK: https://goo.gl/NWMAh4

37:29

2018-07-01 12:43:29

Glenn Greenwald on Donald Trump, NSA Surveillance, Facebook, Russiagate, Syria, Israel, Gaza & Yemen

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On the 6th of May 2018 we organized an event in Munich with Glenn Greenwald, Jill Stein & Abby Martin under the title “Freedom & Democracy: Global Issues in Context 2.0”. This is the second installment of an event series that we started in 2017 in Munich that included Edward Snowden, Jeremy Scahill and other leading experts.

Edward Snowden Event – An Exclusive look Behind the Scenes

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On the 15th of January 2017, acTVism Munich hosted it’s largest event to date with Edward Snowden, Jeremy Scahlll, Richard D. Wolff, Jürgen Todenhöfer, Paul Jay & Srecko Horvat. This event was sold out three months in advance, viewed by 53,000 people via livestream and the releases on YouTube reached circa 1 Million people worldwide.This event was organized, planned and executed by acTVism’s volunteers on an independent & non-profit basis. Although the event was planned months in advance and was undertaken successfully, it was not without struggle.

This video documents the last 2 days leading up to the event.

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Edward Snowden Exclusive | The Deep State & Revolution

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This interview was undertaken by acTVism Munich on the 15th of January 2017 in Munich and was published in different parts due to technical difficulties. Hence it was republished today as one full version.

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Dilma Rousseff: erstes Interview nach Amtsenthebungsabstimmung

In ihrem ersten Interview seit der Suspendierung, nachdem das Unterhaus für ein Amtsenthebungsverfahren gestimmt hat, spricht Dilma Rousseff mit Glenn Greenwald von „The Intercept“. Das Amtsenthebungsverfahren bezieht sich auf angebliche Haushaltsmanöver („pedaladas“) seitens Rousseff um das Haushaltsdefizit zu verschleiern.

Obwohl Rousseff weiterhin die amtierende Präsidentin ist und im Präsidentenpalast weilt, werden ihre präsidialen Aufgaben von ihrem Vizepräsidenten Michel Temer ausgeführt. Temer hat bereits ein konservatives Kabinett, welches nur aus weißen, korrupten Männern besteht, eingeführt.

In diesem Interview spricht Dilma Rousseff mit Glenn Greenwald voller über die folgenden Themen:

– Die Machenschaften Temers nach Amtsantritt als Übergangspräsident
– Ziviler Ungehorsam in Brasilien
– Die Einflüsse auf internationale und wirtschaftliche Beziehungen

Diese und weitere Themen werden im folgenden Video behandelt.

NOTIZ: acTVism Munich hat das folgende Video von “The Intercept” sinngemäß ins Deutsche übersetzt und synchronisiert. Spenden Sie heute, um acTVism Munich e.V. zu unterstützen.

22:55

2016-05-24 20:13:14

Geheime Dokumente enthüllen Details über das mörderische US-Drohnenprogramm

“Es ist das erste Mal, dass Dokumente von Primärquellen veröffentlicht werden, welche die Befehlskette, die den weltweiten Tötungen von Menschen vorausgehen, im Detail beschreiben. Die Banalität der Bürokratie von Attentaten wird in diesen Dokumenten deutlich – die kalte Konzernsprache, mit der sie das Töten von Menschen beschreiben. “Grundlagen der Menschenjagd” ist ein Begriff, den sie benutzen, die “Tyrannei der Distanz” ein anderer. “Arabische Merkmale”, sie wissen schon, um Menschen zu beschreiben, die sie aus tausenden Fuß Höhe beobachten. Die unternehmerische Kälte, mit der die Dokumente reflektieren, was in Wahrheit die systematische Jagd auf und Tötung von Menschen ist, sollte jedem, der sich in dieser Gesellschaft noch um Demokratie schert, kalte Schauer den Rücken hinunter jagen.” – Jeremy Scahill

The Intercept, die investigative Internetplattform des Journalisten Glenn Greenwald, der die Edward Snowden-Dokumente veröffentlicht hat, hat durch einen bisher unbekannten Whistleblower geheime Dokumente zugespielt bekommen, die Details über das mörderische US-Drohnenprogramm in Afghanistan, Jemen und Somalia enthalten. Diese Dokumente bieten einen noch nie dagewesenen Einblick in Obamas Drohnenkrieg.

Quelle des Videos: Democracy Now!
Original-Video: https://www.youtube.com/watch?v=vDWIX…

Edward Snowden: Rede beim Sam Adams Award 2015 (Deutsch)

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Am 22 Januar wurde William Binney, ehemals technischer Leiter der NSA, mit dem Sam Adams Award 2015 für seine Verdienste als Whistleblower während des Vietnamkriegs ausgezeichnet. Der Sam Adams Award wird von den Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence („Sam Adams Mitstreiter für Integrität in Geheimdiensten“) verliehen, einer Bewegung ehemaliger Kollegen des früheren CIA-Analysten Samuel A. Adams. In diesem Jahr wurde William Binney geehrt, weil er „Licht in die dunkelsten Ecken gheiemer Staats- und Konzernmacht brachte“, wie es in der offiziellen Stellungnahme der Sam Adams Associates heißt.
Edward Snowden, Preisträger des Sam Adams Awards 2013, war bei der diesjährigen Zeremonie per Webcam zugeschaltet und hielt eine Rede zu Ehren von William Binney. acTVism Munich war vor Ort in Berlin und zeichnete auf.

Transkription:

„Okay, zunächst einmal entschuldige ich mich für die technischen Schwierigkeiten.
Danke für die Gelegenheit, hier zu sprechen. Es ist wirklich eine Ehre, diese Anerkennung zu erhalten. Und bevor ich irgendetwas anderes sage, möchte ich eins loswerden: Danke, William.
Wenn wir darüber nachdenken, wie es mir 2013 und nach den jüngsten Enthüllungen ergangen ist, ist es wichtig, über den Kontext, in dem diese Dinge stattfinden, nachzudenken. Wie kommt es, dass einem dieses Fehlverhalten überhaupt auffällt? Wer legt den Grundstein?
Als ich bei der CIA anfing, wurde ich mit einer Floskel bekannt gemacht, die von unserer Führungsspitze verwendet wurde, wonach wir – alle Geheimdienstmitarbeiter – die Verpflichtung hatten, den Mächtigen die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Das bedeutete, dass es unsere zivile Pflicht war, auszusprechen, wenn wir Zeuge von Unrecht wurden, selbst wenn es ein Risiko bedeutete, selbst wenn es in politischer Hinsicht oder für die Karriere nicht hilfreich war.
Wenn unsere Informationen ein anderes Bild vermittelten, als die Politiker in Führungsebenen gerne sehen wollten, war es unsere Pflicht, aufzustehen und unsere Stimme zu erheben. Bei den Individuen, die uns das so beibrachten, handelte es sich allerdings nur um Lippenbekenntnisse. Ich begann mit meiner Arbeit für die CIA im Jahr 2005. Im selben Zeitraum wurde William Binney gerade vom FBI mit vorgehaltener Waffe aus der Dusche gezerrt, weil er Bedenken zu Programmen zur Massenüberwachung und der Tatsache, dass alles überhand nahm, äußerte. Er arbeitete innerhalb des Systems und wollte frühzeitig davor warnen, dass diese Dinge falsch seien und wir etwas dagegen unternehmen müssten.
Anstatt William Binney auszuzeichnen, wurden er und Tom und die anderen bestraft. Und das ging noch Jahre so weiter. Und damit muss Schluss sein. Es herrscht eine Diskrepanz zwischen dem, was an der Spitze dieser Behörden gesagt wird und dem, was bei den Menschen am unteren Ende ankommt. Als ich meine Bedenken gegenüber meinen Kollegen äußerte und wissen wollte, was wir tun und wie wir das geradebiegen sollten. Als ich ihnen mitteilte, dem Einhalt zu gebieten und etwas dagegen zu unternehmen, sagten sie nur: tue es nicht. Sie sagten, das sei eine Falle, ich sähe doch, was mit den anderen passiert sei.
Doch genau das ist die wichtige Entscheidung. Und es macht das, was Bill und Tom und so viele andere getan haben, so wichtig. Vor allem Bill hatte so etwas wie eine Vorreiterrolle inne, was die Planung und Gedanken angeht, wie man tatsächlich etwas verändern kann. Es sieht immer jemand zu. Selbst wenn man es innerhalb des Systems versucht, selbst wenn man bestraft wird, bedeutet das nicht, dass es eine Verschwendung war. Ich sah die Berichte in den Nachrichten, ich sah was diese Menschen sagten, ich wusste, warum Bill Binney recht hatte. Nicht von Beginn an, aber im Laufe der Jahre. Und als ich schließlich weitere Programme enthüllte, wurde mir eine Aufmerksamkeit zuteil, die ich auf mich allein gestellt niemals erreicht hätte. Ohne William Binney gäbe es auch keinen Edward Snowden. Und dafür möchte ich danke sagen. Danke vielmals.
Ich glaube, wir stehen in der Schuld dieser seltenen Individuen, die trotz des enormen Risikos aufstehen und sagen: Wisst ihr was? Auch wenn jeder andere schweigt, ich nicht. Ich werde mich nicht so verhalten, das bin ich mir selbst schuldig. Ich habe eine Verpflichtung, zu versuchen, etwas zu ändern. Veränderung beginnt mit mir. Veränderung beginnt mit uns.
Vielen Dank.“

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